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Der Staat schlägt zu - Internetsperrungen sind in vollem Gange

21.02.09 (Martin Hufner) -
Wer nicht hören will, muss fühlen. Dies war offensichtlich das Ergebnis einer Sitzungsrunde des Bundeskabinetts. Denn Netzsperren sind heute nacht ohne Vorwarnung in Kraft getreten. In den Informationen des Bundesinnenministerium heißt es dazu: „Wir bitten nicht nur um Ihr Verständnis, sondern auch um demütigen Dank, denn mit der Sperrung der Seite schützen wir nicht nur uns und unsere Posten und Tantiemen Diäten, sondern auch Sie vor gefährlichem, grausamem, menschenverachtendem Terrorismus (z.B. von Islamisten, Kommunisten oder Kindern).“

Uraufführung von POLYVISION zum Start des Bauhausjahrs 2009

20.02.09 (PM) -
Mit einer „Hommage an Kurt Schmidt“ startet die Theater&Philharmonie Thüringen ins Bauhausjahr 2009. Der erste Teil des vom „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ gestalteten Programms, FARBEN – KLÄNGE, sind Reflexionen für Ensemble, Violoncello und Live-Elektronik zu Bildern des Geraer Bauhauskünstlers. Dabei beziehen sich die Musiker auf Bilder, die ihnen Kurt Schmidt 1987 nach einem Konzert in seinem Atelier geschenkt hat.

Kampagne gegen Zwangsbeschallung: Hörstadt Linz veröffentlicht „Akustisches Manifest“

20.02.09 (nmz-red/Regensburg) -
„Schall ist die neue Waffe der Macht. Schall ist zu Strahlung geworden. Das Volk wird mit Schall bestrahlt und apathisch und blöd gemacht – an jedem Ort, zu jeder Zeit und unter allen Umständen.“ So heißt es im „Akustischen Manifest“, das heute in Le Figaro (Paris) sowie in der deutschen Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der österreichischen Tageszeitung Der Standard erschienen ist.

„aus dem quartettbuch“: Münchens Rosamunde-Streichquartett mit eigener Reihe

19.02.09 (Wolf Loeckle) -
Wie auch immer sie heißen mögen und wo sie auch zu Hause sind, die großen und die größten Streichquartette rund um den Globus: irgendwo haben sie alle eine Heimat oder aber auch ihre (geographische) Heimat. Und da haben die meisten dann vor heimischen Publikum ihre eigenen Konzert-Reihen. Münchens weltberühmtes Rosamunde Streichquartett hat eine solche Reihe seit der Ende Januar 2009.

Neu auf nmzMedia: Taktlos #130 – eine Diskussionsrunde zur Instrumentenqualität

18.02.09 (nmz-red/Regensburg) -
Ist Geige gleich Geige? 79 € übers Internet oder lieber doch eine Stradivari? China-Import vs. deutsche Geigenbaukunst – was muss ein gutes Instrument kosten? Und wenn man sich’s nicht leisten kann? Über diese Fragen diskutierten in der 130. taktlos-Ausgabe Hans Thomann, Inhaber und Geschäftsführer des Musikhauses Thomann, Europas größtem Musikversandhaus, Michael Christians, Violinist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, und Michael Jaumann, Geigenbauer aus München. nmzMedia war dabei.

Komponist C. René Hirschfeld legt nach: Offener Brief an die Kanzlerin zur Finanzkrise

18.02.09 (nmz - Hirschfeld) -
Der offene Brief des Berliner Komponisten C. René Hirschfeld zur Finanzkrise (nmz Online 03.02.2009) hat zu einer lebhaften Diskussion auf diesen Seiten geführt. Zunächst aufgrund sachlicher Fehler, die Hirschfeld später korrgierte, aber auch grundsätzlich zum Thema zivilgesellschaftlichen Protests. Nun legt Hirschfeld mit einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin nach:

„Sounds of Future“: Das Jazz Orchester Regensburg überzeugte mit neuem Programm

17.02.09 (Cédric Dolanc) -
Das Jazz Orchester Regensburg (JOR) ist zwar noch keine sechs Monate alt, doch schon jetzt scheint sich die Gründung der ersten städtischen Bigband Deutschlands als ein Volltreffer zu erweisen. Das Ensemble geht aus einem Projekt des Regensburger Bassposaunisten Christian Sommerer hervor und setzt sich größten Teils aus jungen, bereits etablierten Musikern aus der ganzen Republik sowie Österreich zusammen.

Händels «Radamisto»: Szenische Uraufführung der Erstfassung auf dem Kontinent

17.02.09 (Nike Luber - ddp) -
Karlsruhe - «Solider, raffinierter und feuriger als alle anderen Dramen, die Händel bisher komponiert hatte» - so beschrieb Händels erster Biograf Charles Burney die Oper «Radamisto». Händel gab mit diesem Stück 1720 seinen erfolgreichen Einstand in der Royal Academy of Music in London. Seitdem wurde «Radamisto» nicht mehr in der ursprünglichen Fassung gespielt. Das Badische Staatstheater Karlsruhe reklamiert daher die szenische Uraufführung auf dem Kontinent für sich. Es eröffnet damit am 20. Februar die 32. Internationalen Händel-Festspiele.

Einhundertvierzig Glücks-Minuten: Udo Falkner spielt Stockhausens „Natürliche Dauern“

17.02.09 (Georg Beck) -
Wie lang dauern natürliche Dauern? Erste Antwort: Einhundertvierzig Minuten. Zumindest brauchte Udo Falkner so lang, um Stockhausens „Natürliche Dauern“ auszubreiten. Ein Klavierzyklus in 24 Stationen, 3. Stunde, Ora Terza des unvollendet gebliebenen Zyklus „Klang“.

Skandal: Überwachungs-Abwehr beim Musikrat gescheitert, Kampeter tobt, Krüger hilflos, Schäuble schäumt

17.02.09 (thg) -
Die mit viel teurem Aufwand betriebene Abschottung des Deutschen Musikrates vor den Ausspähungs-Drohnen und -Viren der Neuen Musikzeitung (nmz) hat offensichtlich versagt. Wie das berüchtigte Musik-Kampfblatt verlautet, ist es trotz akribischer Ausforschung und Einschüchterung aller Präsidiumsmitglieder und ihrer Verwandten in den Besitz geheimer Unterlagen gelangt, die den internen Zirkel der Präsidiumssitzung am 13. und 14. Februar nie hätten verlassen dürfen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble: "Superpeinlich. Dagegen ist Mehdorn doch ein Profi".

Konsequent sexualisiert – Calixto Bieito inszeniert Bergs „Lulu“ am Theater Basel

16.02.09 (Peter P. Pachl) -
Eine „eigene Schlussversion“ von Alban Bergs Oper „Lulu“ hatte das Theater Basel angekündigt. Angesichts der Werkgeschichte der 1935 in Zürich als zweiaktiges Fragment uraufgeführten und postum von Friedrich Cerha um den dritten Akt ergänzten Oper, musste dies gesteigerte Erwartungen wecken. Diese haben sich – jedoch auf andere Weise – voll eingelöst.

Klingeling und Ritscheratsch – zur Uraufführung von Moritz Eggerts „Industrial“ in Stuttgart

13.02.09 (Verena Großkreutz) -
Ohne Rhythmus ist alles nichts, aber Rhythmus ist auch nicht alles. Insofern ist Moritz Eggerts neues Werk „Industrial“ für Solo-Schlagzeug und Orchester, das jetzt als Kompositionsauftrag des SWR-Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart (RSO) in der Stuttgarter Liederhalle unter der Leitung von Kristjan Järvi zur Uraufführung kam, strukturell äußerst dürftig, denn viel mehr als Rhythmus hat es nicht zu bieten.

Deutscher Musikrat veranstaltete European Workshop for Contemporary Music

51 junge Musiker aus allen Teilen Europas trafen sich im Oktober 2008 zum 6. „European Workshop for Contemporary Music“, einer besonders nachhaltigen und mittlerweile international renommierten Maßnahme der Projekt-GmbH des Deutschen Musikrates und des Festivals „Warschauer Herbst“. nmzMedia begleitete das frischgeformte Ensemble während der Proben und des Abschlusskonzerts in Pforzheim mit Stockhausens "Hymnen". Erleben Sie ein inspirierendes Film-Dokument auf nmzMedia

Regensburger Runde als Vorprogramm zum Konzert des JOR

12.02.09 (Kolb/nmz) -
„Die Stadt und ihr Orchester – Jazz und öffentliche Förderung“: Mit diesem Thema beschäftigt sich die Regensburger Runde der neuen musikzeitung am Sonntag, den 15.2.2009, ab 18.30 im Jazzclub Leerer Beutel.

„Alex swings Oscar sings“ startet für Deutschland beim Eurovision Song Contest

09.02.09 (Jana Werner - ddp) -
Hamburg - Die Deutsch-Amerikanische Swing-Dance-Band Alex swings Oscar sings tritt in diesem Jahr für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Moskau an. Hinter dem Namen verbergen sich der 41 Jahre alte Musiker und Produzent Alex Christensen und der 29 Jahre alte US-Musical-Künstler Oscar Loya. Das Duo geht am 16. Mai in der russischen Hauptstadt mit dem Titel «Miss Kiss Kiss Bang» an den Start der 54. Auflage des Wettbewerbs. Dem deutschen Fernsehpublikum soll der Song bei der Echo-Verleihung am 21. Februar erstmals präsentiert werden.

Musikmagazin taktlos # 131 online: Gespräch zum Thema „Kirchenmusik in Not?“

09.02.09 (Theo Geißler) -
Bayern 4 Klassik sendete am Donnerstag live aus der Himmelfahrts-Kirche München Sendling eine kompetent besetzte Diskussion. Zu Gast waren die Komponistin Dorothea Hofmann, Würzburgs Domkapellmeister Martin Berger und Michael Lochner, evangelischer Landes-Kirchenmusikdirektor. Nachzuhören samt toller Live-Musik unter www.nmz.de. Und als kleiner böser Beigeschmack schon mal die taktlos-Meldungen aus der Welt des Wahren, Schönen und Guten:

Umstrittenes Gedenken - Tutzing streitet darüber, wie man Elly Ney gedenken soll

07.02.09 (Georg Etscheit - ddp) -
München - Vergangenen März brach auch im beschaulichen Tutzing am Starnberger See eine neue Zeit an. Nach 62 Jahren verlor die CSU bei der Kommunalwahl ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat. Als neuer Chef zog der parteilose Ex-Richter und Rechtsanwalt Stephan Wanner ins Rathaus ein. Gleich mit seiner ersten Amtshandlung dokumentierte Wanner, dass sich der Wind in der bayerischen Provinz gedreht hatte. Er ließ das Porträt der bekannten Pianistin Elly Ney aus dem Veranstaltungssaal des Rathauses abhängen.

Triumphales Unheil – Zemlinksys „Der König Kandaules“ am Pfalztheater Kaiserslautern

06.02.09 (Andreas Hauff) -
Ein Image hält sich hartnäckig. So wie die Kurpfälzer und Vorderpfälzer gerne auf die Hinterpfälzer herabblicken, so gilt in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg das Kaiserslauterner Pfalztheater als provinziell. Mit der Leistung der pfälzischen Bühne hat das mittlerweile nichts mehr zu tun. Inzwischen nimmt das von Intendant Johannes Reitmeier klug geführte Haus sein Publikum jährlich auf eine musikalisch-szenische Entdeckungsreise, die auch im weiteren Umkreis ihresgleichen sucht.

Loderndes dramatisches Feuer – Mozarts „Idomeneo“ am Staatstheater Hannover

05.02.09 (Ute Schalz-Laurenze) -
Was für eine Exposition! In wenigen Strichen legt Wolfgang Amadeus Mozart in seinem 1781 uraufgeführten „Idomeneo, Re di Kreta“ eine Welt der menschlichen Emotionen bloß, die von vornherein eine vordergründige Haupt- und Staatsaktion der in mythologischer Antike spielenden Geschichte verlässt. Die von den Griechen gefangene trojanische Prinzesson Ilia liebt Idamante, den Sohn des Besetzerkönigs Idomeneo. Und der Regisseur Philipp Himmelmann interessiert sich nicht für die Aktualisierung der Geschichte selbst als vielmehr für die Absolutheit der Gefühle.

Der Ernst von Siemens Musikpreis 2009 geht an den Schweizer Komponisten Klaus Huber

05.02.09 (nmz-red/Regensburg) -
Der Schweizer Komponist Klaus Huber erhält in diesem Jahr den mit 200.000 € dotierten internationalen Ernst von Siemens Musikpreis. „Klaus Huber gilt als eine der überragenden Persönlichkeiten der Neuen Musik“, heißt es in der Begründung. Die Bayerische Akademie der Schönen Künste überreicht Huber die Auszeichnung am 15. Mai 2009 bei einem Festakt in den Münchner Kammerspielen. Die Laudatio hält der Schweizer Musikpublizist und nmz-Autor Max Nyffeler.

Jazz „Made in Germany“ – eine CD-Edition verfolgt Haupt- und Seitenpfade improvisierter Musik

04.02.09 (Andreas Kolb) -
„Musik in Deutschland“ nennt sich ein ambitioniertes CD-Projekt von Deutscher Musikrat und RCA Red Seal. Auf 130 CDs wird die Entwicklung zeitgenössischer Musik in Deutschland hörbar gemacht. Sieben CDs davon sind dem Thema Jazz gewidmet und liegen erstmals in einer Sammel-Box vor. Endlich mal nichts Neues, denkt sich der eine oder andere da vielleicht, der das Überangebot an mittelmäßigen Neuproduktionen satt hat, sondern gute alte Jazzstandards.

C. René Hirschfeld: Ein Komponist zieht Konsequenzen aus der „Finanz-Krise“ [update]

03.02.09 (nmz - Hirschfeld) -
„Was wäre, wenn...“ rätselt der in Berlin ansässige Komponist und Violinist C. René Hirschfeld in einem offenen Brief. Für sich selbst hat er als mündiger Bürger die Konsequenz gezogen aus all den zweifelhaften finanziellen Hilfslieferungen. Geleistet vom Steuerzahler, an marode Banken und Privatfirmen, veranlasst durch die Regierungen von Bund und Ländern. Er entscheidet jetzt selbst, wer in den Genuss seiner Steuergelder kommt – bei allem Risiko:

Aus dem Neue Musik-Koma erwacht – ein Isang Yun-Festival an der Schumann Hochschule Düsseldorf

03.02.09 (Georg Beck) -
Wird jetzt doch noch alles gut? Eine komplette Hochschule, in der Vergangenheit immer ein wenig verschnarcht, wenn es ans Zeitgenössische ging, reckt und streckt sich, verkündet zur allgemeinen Verwunderung, aus ihrem neue Musik-Koma erwacht zu sein. Tatsächlich geriet die Demonstration des Rekonvaleszenten eindrucksvoll. Fünf Tage neuer koreanischer Musik von Isang Yun, Younghi Pagh-Paan, In-Sun Cho, Aseon Han auf höchstem Niveau – gestemmt von Studierenden. Keine Frage: Das war die Schwalbe. Nun wartet man auf den Sommer.

»Spannungsfelder« - 5. Festival JAZZWELTEN 2009 im Dresdener Jazzclub Tonne

03.02.09 (PM - kiz-lieberwirth) -
»Spannungsfelder« ist das Motto des Festivals JAZZWELTEN 2009, das vom 20. März bis 28. März 2009 in Dresden stattfinden wird. Es ist gleichzeitig das dritte Festival einer Festivaltrilogie (nach »Grenzgänge« 2007 und »Zeitsprünge« 2008). Künstlerisch geht es dabei zum einen um Spannungsfelder zwischen verschiedenen Aspekten innerhalb der Musik konkreter Ensembles und Musiker. So werden wir Bands vorstellen, deren Musik vom Spannungsfeld zwischen Jazz-, Rock-, Ethno- und zeitgenössischer Konzertmusik-Einflüssen lebt.

Ferchow vor der Röhre – Jam-Session mit Manu Katché und Alice Tumler

02.02.09 (Sven Ferchow) -
„One Shot Not“ nennt sich eine relativ junge musikalische Reihe auf ARTE, die von keinem geringeren als Manu Katché und seiner doch reizenden Co-Moderatorin Alice Tumler hostiert wird. Die zweite Staffel begann nun mit einem wahrlich sensationellen Abend. Im Programm fanden sich Künstler an der Schwelle zum intellektuellen Pop-Soul-Songwriter-Rock (Alela Diane, Pascale Picard und Mark Robertson), aber auch Ausnahmekönner wie Katie Melua, Keziah Jones und Marcus Miller.
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