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Alle Artikel kategorisiert unter »Anno Schreier«

Vergnüglich-hintergründige Familienoper – Uraufführung von Anno Schreiers „Der Zauberer von Oz“ am Theater Aachen

29.12.19 (Andreas Hauff) -
Schon einmal hat das Theater Aachen ein Auftragswerk an den Komponisten Anno Schreier vergeben. Im Spätherbst 2013 kam „Prinzessin im Eis“ heraus, eine hintersinnige „multinationale Polarkomödie in Musik“ auf ein Textbuch von Constantin von Castenstein. Sechs Jahre später ist nun am selben Ort „Der Zauberer von Oz“ zu erleben, „eine Oper für die ganze Familie“ nach einem Libretto von Alexander Jansen. Deren Konzept funktioniert offensichtlich: Bei der 3. Vorstellung ist das Theater vollbesetzt mit Zuschauern aller Altersgruppen, und selbst die Jüngeren, die vor Beginn noch auf ihren Plätzen herumzappeln und in der Pause durchs Foyer fegen, folgen der Vorstellung wie gebannt.

Fantasievoll im Fantasielosen – Zur Uraufführung von Anno Schreiers Oper „Schade, dass sie eine Hure war“ in Düsseldorf

18.02.19 (Regine Müller) -
Dem Haus droht Sanierung oder Abriss und Neubau. Mitten in diese ungewisse Zukunft setzt die Deutsche Oper am Rhein eine Uraufführung mit Anno Schreiers Oper „Schade, dass sie eine Hure war“. Unsere Autorin Regine Müller kommt zur Überzeugung: Das war jetzt leider viel Retro ohne die Spur von Nonsense. Diese Oper sei letztendlich bloß „fantasievoll im Fantasielosen. Denn für einen postmodernen Spaß ist sie nicht lustig und ironisch genug.“

„Ich weiß nicht, was das Neue sein soll“

17.02.19 (Georg Rudiger) -
Anno Schreiers Opern werden nicht auf Neue-Musik-Festivals, sondern an Stadttheatern gespielt. Der in Karlsruhe lebende Komponist zeigt in seinen Werken einen unverkrampften Umgang mit der musikalischen Vergangenheit. Georg Rudiger hat den 39-jährigen Komponisten in Baden-Baden getroffen und sich mit ihm einen Nachmittag lang unterhalten – über den Reiz von Einschränkungen, sein Desinteresse an elektronischer Musik und über seine neue Oper.

Musikalisch mäandernd – Anno Schreiers „Wunderland“ am Theater Freiburg

06.11.18 (Georg Rudiger) -
Musiktheater braucht nicht viel. Bei Anno Schreiers Songzyklus „Wunderland“ sind es nur drei Sänger und vier Instrumente (Akkordeon, Klarinette, Schlagzeug, Kontrabass), die die einzelnen Stationen, die Alice im Wunderland erreicht, zu kleinen Szenen gestaltet. Lewis Carrolls Fantasieroman aus dem Jahr 1865 hat schon mehrere Komponisten wie Unsuk Chin oder Johannes Harneit zu groß besetzten Opern inszeniert. Schreiers einstündiges „Wunderland“ (2013) kommt dagegen ganz leichtfüßig daher.

Auf Distanz zu einem Opernmahnmal

31.10.18 (Georg Rudiger) -
Kaum eine Oper ist so mit ihrer Entstehungsgeschichte verknüpft wie „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Der österreichische Komponist schrieb sie 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt für genau die Instrumente, die man zur Verfügung hatte – darunter Saxophon und Banjo. Musikalisch gibt es mit einem verfremdeten Deutschlandlied, dem von den Nazis häufig missbrauchten Lutherchoral „Ein‘ feste Burg“ und dem doppelten Tritonus als Charakterisierung des Kaisers viel Doppelbödiges zu entdecken.

Zwiespältig: Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ im E-Werk Freiburg

15.10.18 (Georg Rudiger) -
Kaum eine Oper ist so mit ihrer Entstehungsgeschichte verknüpft wie „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Der österreichische Komponist schrieb sie 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt für genau die Instrumente, die man zur Verfügung hatte – darunter Saxofon und Banjo. Musikalisch gibt es mit einem verfremdeten Deutschlandlied, dem von den Nazis häufig missbrauchten Lutherchoral „Ein‘ feste Burg“ und dem doppelten Tritonus als Charakterisierung des Kaisers viel Doppelbödiges zu entdecken.

Der Musikautorenpreis und eine Milliarde

01.05.17 (Martin Hufner) -
Seit 2009 ist der Musikautorenpreis der GEMA installiert: Autoren ehren Autoren war von Anfang an das Motto. Man feiert die Komponisten und Texter, die sich auf besondere Art und Weise verdient gemacht haben – nicht in ihrer Tätigkeit als Funktionäre, sondern als Urheber. Sie sind zuständig für den musikalischen Treibstoff der Gesellschaft. Mittels dieses Treibstoffes gelang es der GEMA im letzten Jahr, Erträge in Rekordhöhe für ihre Mitglieder einzufahren: mehr als eine Milliarde Euro (1.024,4 Mio.) nämlich.

Deutscher Musikautorenpreis 2017: Die Gewinner (Muntendorf, Neuwirth, Schreier)

31.03.17 (pm-gema) -
Bei der neunten Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises ehrte die GEMA in Berlin Komponisten und Textdichter für ihr herausragendes musikalisches Schaffen. Zu den Preisträgern zählen Anno Schreier, Brigitta Muntendorf, Wallis Bird, Irma Holder, Sebastian Krämer, Kerstin Ott und Olga Neuwirth. Für ihr Lebenswerk wurde Sofia Gubaidulina gewürdigt.

Karl der Große, der Erste Weltkrieg und „Astolfo auf dem Monde“ – Eine Aachener Uraufführung im Kontext rheinischer Gedenkkultur

07.11.14 (Andreas Hauff) -
Das Karlsjahr zum 1200. Todestag Karls des Großen, eine Intensiv-Woche zum Ersten Weltkrieg im Theater der Stadt, dazu mehrere Ausstellungen zu diesem Thema, dazwischen ein Sinfoniekonzert mit einer Uraufführung – der Oktober in Aachen steckte voller Termine, die auf den ersten Blick nicht allzuviel miteinander zu tun hatten, beim genaueren Hinsehen und -hören aber durchaus.

Lustvolles Spiel mit Rollenklischees

04.02.14 (Andreas Hauff) -
Ein Chor von Eisbären auf der Bühne ist zweifellos eine Seltenheit. Erstens sind die Tiere von Natur aus Einzelgänger, und zweitens spielt kaum ein Bühnenstück am Nordpol. Doch der Komponist Anno Schreier, der auf der Opernbühne bislang nur durch ernste Sujets aufgefallen ist, hat für das Theater Aachen eine „multinationale Polarkomödie mit Musik“ geschrieben, die haarscharf am apokalyptischen Abgrund zu balancieren scheint. Im Jahr 2015 werden demnach die Zustände in der Antarktis so bedrohlich, dass die Eisbären sich miteinander Gedanken machen.
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