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Alle Artikel kategorisiert unter »Christian Jost«

Unübersehbar #11 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 10.7. bis zum 16.7.2020

10.07.20 (Dirk Wieschollek) -
In der 11. Ausgabe unserer „unübersehbaren“ Rubrik empfehlen wir der geneigten Leser*innenschaft Opern- und Konzert-Streams aus Mannheim, Berlin, Würzburg, Antwerpen und Halle. Die nmz-Online-Redaktion wünscht spannende Stunden mit diesen Netz-Musiken!

Auf der dunklen Seite der Macht – „Egmont“ von Christian Jost im „Theater an der Wien“ uraufgeführt

20.02.20 (Joachim Lange) -
Mit einem nur leicht mit Marimbaphon, Vibraphon, Harfe und Klavier angereicherten Orchester wie zu Beethovens Zeiten hat Jost hier einen dämonisch dräuenden, untergründig pulsenden Sound komponiert. Regisseur Keith Warner und sein Ausstatter Ashley Martin-Davis fügen dem Sog der Worte und der Klänge einen kongenialen szenischen Rahmen hinzu, meint unser Kritiker Joachim Lange.

Wenn die Klassik Neue Meister sucht

25.10.16 (Charlotte Oelschlegel) -
Mit minimalistischen Pianomelodien, Streicherarrangements und Elektronika auf Federico Albaneses Album „The Blue Hour“ startete das in Berlin ansässige Label „Neue Meister“ Anfang 2016 als Sublabel von Berlin Classics mit einer dezidierten Vision für eine neue CD-Reihe: Einen Überblick über das Schaffen junger zeitgenössischer Komponisten zu geben, die mit ihren Projekten verschiedener Stilrichtungen auf dem Label vereint präsentiert werden. Ziel war es, ihnen damit eine angemessene Plattform in der Öffentlichkeit respektive auf dem Markt zu bieten.

unüberhörbar 2016/09

16.09.16 (Hanspeter Krellmann) -
Robert Fuchs: Trio für Violine, Viola und Klavier op.115; Sonate op. 86 & Fantasiestücke op. 117 für Viola und Klavier. Oliver Triendl, Klavier; Noah Bendix-Balgley, Violine; Máté Szücs, Viola. TYXart +++ Christian Jost: Berlinsinfonie, Lover-Skysong. Konzerthausorchester Berlin, Ivan Fischer; Deutsches Kammerorchester Berlin, Christian Jost. Neue Meister/Edel

Vom Musen- zum Vergnügungstempel

13.04.15 (Isabel Herzfeld) -
„Mythos Berlin“ hieß eine Ausstellung auf dem Ruinengelände des Anhalter Bahnhofs, deren Eröffnungsfeier den Auftakt zur von nun an regelmäßig wiederkehrenden Randale des ersten Mai in Kreuzberg gab. Das war 1987, zu Vorwendezeiten, als noch ein opulentes Buffet genügte, um den Zorn nicht nur der Underdogs zu erregen.

Gefahren der Polygamie am ungesicherten Brunnenrand – Die Oper Zürich zeigt Christian Josts „Rote Laterne“

10.03.15 (Frieder Reininghaus) -
„Wifes and Concubines“ ist in hohem Maß Anamnese einer spätfeudalen chinesischen Familie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Roman machte den 1963 geborenen Autor Su Tong (Tong Zhonggui) berühmt. Der Regisseur Zhang Yimou nutzte das Buch und dessen Bestsellerqualitäten 1991 für den Film „Rote Laterne“. Er wurde mehrfach preisgekrönt und rückte zu den Kino-„Klassikern“ auf. Es scheint nicht unproblematisch, einen medial bereits derart gut verankerten Stoff auch noch für neues Musiktheater nutzen zu wollen – und das auch noch mit massiver Unterstützung der Ringier AG. Diese ehrenwerte Gesellschaft betreibt mit dem „Blick“ eine rechtslastige ausländer- und intellektuellenfeindliche Zeitung, ist also maßgeblich für deftige Unterhaltung der billigen Ränge zuständig.

Der kleine Tod, gigantisch aufbereitet als Opium für die Masse – Uraufführung von Christian Josts Musik-Tanz-Theater „Lover“ im Kraftwerk Berlin-Mitte

09.04.14 (Peter P. Pachl) -
Die Suche nach dem Personalstil des 1963 geborenen Komponisten Christian Jost, wie der Opernbesucher ihm in dessen „Hamlet“ begegnet, scheint in der jüngsten Musiktheater-Uraufführung unmöglich, vergraben unter eruptiver Schlagwerk-Gewalt. Wie Pina Bausch mit ihrem Tanztheater in den fernen Osten gefahren war, um sich von dortigen Traditionen inspirieren zu lassen und dann ihre individuelle Synthese vorzustellen, so hat auch der Komponist mit den Performern des U-Theatre in Taiwan intensiv zusammen gearbeitet; diese Künstler konnten zwar keine Noten lesen, haben aber Josts Kompositionsidee ins körperliche Gedächtnis gespeichert um sie reproduzierbar auszumusizieren, die in ihrer Musik und Darstellung tatsächlich eine Einheit bildet, wie man sie nur selten erlebt.

Gerücht kennt kein Pardon: Zur Uraufführung der Oper „Rumor“ von Christian Jost an de vlaamse opera in Antwerpen

25.03.12 (Frieder Reininghaus) -
Christian Jost hat zuletzt u.a. mit „Arabische Nacht“ nach einem Stück von Roland Schimmelpfennig Gespür für gegenwartsbezogenes Musiktheater an den Tag gelegt – mit erheblichen Erfolgen u.a. in Essen, Halle und den Niederlanden. Damit unterscheidet sich dieser Komponist, der freilich alles andere als ein radikaler „Neutöner“ ist, in Bezug auf heutiges gesellschaftliches Leben von den älteren Herren und klassizistisch gewordenen Meistern der Neuen Musik. Er will, dass Oper aufschließt zu den gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart und sich nicht nur selbstreferentiell bebrütet. Es erstaunt wenig, dass das Publikum seiner Musiktheaterabende erheblich jünger ist als das bei vergleichbaren Veranstaltungen von Wolfgang Rihm, Detlev Glanert oder Aribert Reimann – und das dürfte nicht zuletzt mit der kommunizierten Nähe zum großen Kino zu tun haben.

Berliner Insektenvolk mit Migrationshintergrund: Uraufführung von Christian Josts „Mikropolis“ an der Komischen Oper Berlin

30.10.11 (Peter P. Pachl) -
Im Juni 2009 hatte der Komponist Christian Jost an der Komischen Oper Berlin großen Erfolg mit der Uraufführung seines „Hamlet“. Damals bereits soll er geäußert haben, er würde sehr gerne etwas Theatrales für Kinder schreiben. Der scheidende Intendant Andreas Homoki ermöglichte ihm – als durchaus verwandte Nachfolge-Premiere zu Janáceks „Schlauem Füchslein“ – die Realisierung dieses Wunsches: als sein eigener Interpret am Dirigentenpult hob Jost seine „abenteuerliche Insektenoper“ aus der Taufe – und führte „Mikropolis“ für Jung und Alt und für sich selbst zu einem vollen Erfolg.

Christian Josts „Hamlet“ an der Komischen Oper Berlin als Psychogramm in Schwarz-Weiß

22.06.09 (Peter P. Pachl) -
Dem wohl meistgespielten, mit Sicherheit aber meist zitierten Drama der Weltliteratur, Shakespeares „Hamlet“, begegnet man auf der Opernbühne nur hin und wieder in der Vertonung von Ambroise Thomas. Der 1963 in Trier geborene Christian Jost hat die Übersetzung August Wilhelm Schlegels als sein fünftes Werk für das Musiktheater in „zwölf musikdramatische Tableaux“ eigenwillig eingerichtet und vertont. Hausherr Andreas Homoki inszenierte das von GMD Carl St. Clair geleitete Auftragswerk der Komischen Oper Berlin.
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