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Alle Artikel kategorisiert unter »Claus-Steffen Mahnkopf«

Buch-Tipps 2020/10

08.10.20 (Michael Wackerbauer) -
Stefan Heucke, Musik-Konzepte. Neue Folge, Nr. 187, edition text+kritik, München 2020, 98 S., Abb., Notenbsp., € 26,00 +++ Bernd Asmus/Claus-Steffen Mahnkopf/Johannes Menke: Schlüsselwerke der Musik, Reclam, Ditzingen 2020, 595 S., € 14,80 +++ Concertare – Concerto – Concert. Das Konzert bei Telemann und seinen Zeitgenossen, Olms, Hildesheim u. a., 2020, 387 S., Abb., Notenbsp., e 78,00

„Der Schlüsselwerke kann es nicht genug geben“

26.11.19 (Bojan Budisavljevic) -
Wer heutzutage eine musikalische Auswahl trifft, gar einen Kanon aufstellt, begibt sich in umstrittenes, ja vermintes Gelände, hat vorsichtig zwischen den Sprengsätzen von Diskursmacht und Deutungshoheit, Vergangenheitsbeschwörung und Innovationsabwehr zu manövrieren. Zumal wenn es sich dabei ausschließlich um die westliche Kunstmusik handelt, ist mit Anwürfen von Eurozentrismus und der Vernachlässigung populärer Genres zu rechnen. Und dennoch: Soeben im Wolke Verlag erschienen ist ein mit „Schlüsselwerke der Musik“ betitelter Band zur Kunstmusik des Abendlandes, eine Auswahl von 268 Werken aus über 1.000 Jahren, von der ersten Mehrstimmigkeit bis Unsuk Chin, 171 Komponisten und 10 Komponistinnen auf 300 Seiten, inklusive Zeitstrahl und Glossar. Ausgewählt und beschrieben wurden die Werke von Bernd Asmus, Claus-Steffen Mahnkopf und Johannes Menke. Mit Claus-Steffen Mahnkopf sprach für die nmz Bojan Budisavljevic.

Archäologie und Objektivierung – Zum Musikalischen Kultursalon 2018 am ZfGM Leipzig

25.11.18 (Roland H. Dippel) -
Der Musikalische Kultursalon des Zentrums für Gegenwartsmusik (ZfGM) an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“ ist weder Symposium noch Seminar. Claus-Steffen Mahnkopf stellt jedes Jahr eine*e Komponisten*in vor, von der/dem Werke in der Hochschul-Konzertreihe „Musik und Gegenwart“ (man ist jetzt bei Nummer 82) erklingen und in einem Selbstporträt erläutert werden. Die Auswahl von Themen und Positionen der Referenten folgt nicht einem konzeptionellen Plan, sondern der Relevanz für die Studierenden und persönlichen Forschungsschwerpunkten.

Holzbläserquintett trifft Vocalsolisten

28.02.18 (Egbert Hiller) -
Die bedeutenden Festivals für Neue Musik, zu denen ECLAT in Stuttgart zählt, können Gradmesser musikalischer Entwicklungen sein, in denen sich indirekt auch gesellschaftliche Wandlungsprozesse widerspiegeln. Aktuelle Stichworte in diesem Kontext lauten etwa Digitalisierung und Globalisierung, Neoliberalismus und Populismus, Erderwärmung und Terrorangst, wobei deren Folgen allenthalben spürbarer werden und auch vor dem persönlichen, geschweige denn dem künstlerischen Empfinden nicht haltmachen.

Ü-Musik entsteht in den Grenzbereichen

20.01.17 (Anna Schürmer) -
U + E = Ü: Aus der linguistischen Formel lässt sich leicht eine klingende Hypothese bilden: Aus U- und E- wird Ü-Musik. Mehr als nur ein Sprachspiel, kann die Verschiebung der kategorischen Umlaute als Gedankenmodell dienen, um aus der belastenden Sezession der analogen Musikkultur auszubrechen und diese in Richtung der hybriden Klangformen der digitalen Klangzeit zu aktualisieren.

Von Nono träumen am Institut für Gegenwartsmusik

Musikhochschulen gehören zu den exklusivsten und teuersten Berufsausbildungsinstituten. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis, die Spezialisierung, die schiere Zahl von Dozenten und Professuren sind geradezu paradiesisch, so dass es sich empfiehlt, es nicht weiterzuerzählen. Diese Spezialisierung beweist, wie hoch die Kunst Musik steht und welche kulturelle Verfeinerung sie der Menschheit anbietet. Zum Glück stellt niemand das ernsthaft in Frage, vielmehr wird dieses Niveau in aufsteigenden Ländern als Vorbild genommen, nicht zuletzt in China, das die westliche Musik zu lieben beginnt.

Die leise Ekstase an den Rändern des Klangs

19.12.14 (Max Nyffeler) -
Neue Musik unter anderem von und mit: Luka Juhart, Claus-Steffen Mahnkopf, Tigran Mansurjan, Luc Ferrari, Christopher Fox, Vito Žuraj und Eduard Demetz

Stadtprofile für Viola solo: Klaus-Peter Werani eröffnete mit „viola leipzig münchen“ die neue Münchner Reihe „mittwochs plus“

06.07.12 (Reinhard Palmer) -
Mit „viola leipzig münchen“ eröffnete der vielseitige Bratscher Klaus-Peter Werani – Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks – die Veranstaltungsreihe mittwochs plus, die sich einem ungewöhnlichen Thema mit zeitgenössischer Musik und Literatur nähert. Thematisiert werden künstlerische Porträts von Leipzig und München, von zwei Städten also, die sich in jüngster Zeit vor geradezu konträren Hintergründen entwickelt haben.

Die Neofuturisten (www.beckmesser.de)

29.01.11 (Max Nyffeler) -
Jeder Technologiefortschritt schiebt seine Bugwelle in Gestalt von Spekulationen über seine Auswirkungen auf Lebenswelt und geistigen Überbau vor sich her. Was vor hundertachtzig Jahren in der Epoche von Dampfmaschine und Eisenbahn das „Dampfross“ war, das für Faszination und Schrecken sorgte, ist heute der Computer. Und wie damals ist auch heute der Blick auf das neue Medium mit den wunderlichsten Schlussfolgerungen, Vermutungen und Zukunftsperspektiven verbunden. Dieser Eindruck drängt sich auch auf bei dem im Wolke Verlag erschienenen Buch „Musik, Ästhetik, Digitalisierung“, in dem Johannes Kreidler, Harry Lehmann und Claus-Steffen Mahnkopf die Konsequenzen der Digitalisierung für das Komponieren diskutieren. Dass dies in Form einer Kontroverse mit Text, Replik und Duplik geschieht, sorgt für Lebendigkeit, aber auch für Unbehagen: Für die Drei ist die Versuchung groß, sich als kleine Schaudenker in Szene zu setzen und dem Lesepublikum mit eitlen Selbstzitaten und rhetorisch aufgeplusterten Binsenweisheiten zu imponieren, nach dem Muster: „Bei aller Vieldimensionalität der Musik ist der Klang ihr Dreh- und Angelpunkt.“ Doch ist der Trialog auch aufschlussreich, denn er zeigt, zu welch zugespitzten Meinungen das Eindringen des Computers ins Komponierhandwerk führt.

Die Karten auf den Tisch gelegt

07.07.10 (Max Nyffeler) -
Ein Jahrzehnt nach Erscheinen der Schriften und Gespräche von Klaus Huber ist nun ein weiterer Band erschienen, in dem der mittlerweile 85-jährige Komponist sein Musik- und Weltverständnis auf beredte Weise zur Sprache bringt. Im Gespräch mit Claus-Steffen Mahnkopf, einem seiner Schüler aus der Freiburger Zeit, äußert er sich zu einzelnen Werken und Werkkomplexen, zu ästhetischen und weltanschaulichen Fragen.
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