Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Giacomo Puccini«

Mit Schönklang übergossen und verzuckert – Puccinis „La Rondine“ an der Deutschen Oper Berlin

10.03.15 (Peter P. Pachl) -
Vor exakt 100 Jahren komponierte Giacomo Puccini jene „Lyrische Komödie“, die – 1917 in Monte Carlo uraufgeführt – in der Aufführungsgeschichte der späten Bühnenwerke dieses Komponisten ein Schattendsein fristet. Schließlich wurde sie rezipiert als missglückte Operette oder „schlechter Lehár“, wie Puccini selbst seinen Verleger Ricordi zitiert. An der Deutschen Oper Berlin inszenierte der Startenor Rolando Villazón „La Rondine“ als einen überaus farbintensiven, bunten Wirbel mit einer kleinen, surrealistischen Schluss-Pointe.

Blaubart im Bett von Buoso Donati – Calixto Bieto verzahnt „Gianni Schicchi“ und „Herzog Blaubarts Burg“ an der Komischen Oper Berlin

02.03.15 (Peter P. Pachl) -
Wenn das aus Giacomo Puccinis „Trittico“ herausgelöste Schlussstück „Gianni Schicchi“ mit anderen Werken des Musiktheaters gekoppelt wird, so steht der skurril-heitere „Rausschmeißer“ in der Regel ebenfalls am Ende. Anders jedoch an der Komischen Oper Berlin, wo der in Florenz angesiedelten Komödie nahtlos der Einakter „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bártók folgt. Die im selben Jahr 1918 uraufgeführten Opern erfahren sogar eine räumliche Verzahnung.

Puccinis Western-Oper «La Fanciulla del West» in Hamburg

02.02.15 (dpa) -
Hamburg - Kurz vor ihrem Abschied aus Hamburg ließ Simone Young noch einmal eines ihrer Erfolgsteams an den Start. Nach «Madama Butterfly» legte das Duo Boussard/Lemaire Giacomo Puccinis Goldgräber-Saga «La Fanciulla del West» in einer Neuproduktion an der Staatsoper vor.

Im Labor der Leidenschaften – Hans Neuenfels inszeniert erstmals Puccini in München

16.11.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Eigentlich sollte es ein schöner Abend werden – wie die vorher, als Bumbry-Corelli in „Carmen“ sangen und Scotto-Bergonzi in „Traviata“… und dann neben dem jungen Tenorstar diese „alt“ aussehende Manon Lescaut. Für den Schlussakt in Louisianas Sandwüste waren große Planen über das Arena-Halbrund gezogen, Manon wankte herein – und nach wenigen Minuten erstarrten die 18.000 in der Arena di Verona.

Leise rieselt der Schnee – Das Theater Lübeck mit einer „Bohème“ hinter Gaze

19.10.14 (Arndt Voß) -
Weihnachten steht vor der Tür. Was passt da besser als Puccinis Ohr und Herz wärmende „La Bohème“? Aber das Theater Lübeck setzte noch eines drauf. Es hatte den italienischen Regisseur Paolo Miccichè eingeladen, das Geschehen um die Blumenstickerin und den armen Poeten zu inszenieren (Premiere: 17. Oktober). Denn Miccichè ist bekannt dafür, durch Lichteffekte und Projektionen auch aufs Auge zu wirken.

Turandots Alptraumwelt – Calixto Bieito blickt in Nürnberg hinter allen Märchen-Exotismus

06.10.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Offene Bühne vor aller Musik: ein Blick in den Innenhof einer Fabrik – gestapelte Kartons wie eine Wand im Hintergrund; kaltes Neonlicht auf 35 präzise aufgereihte Kartons mit je einer Kinderpuppe aus Plastik; uniform in blauen Arbeitskitteln mit Mützen und Mundschutz marschieren Arbeiter auf – eine Produktionsstätte irgendwo in China oder Nordkorea, die Puppenproduktion Ausdruck einer Neurose der totalitär herrschenden Chefin?

Kolportageroman verdoppelt – Puccinis „Tosca“ an der Berliner Staatsoper

04.10.14 (Peter P. Pachl) -
Kaum fassbar aber wahr: Daniel Barenboim hat noch nie zuvor eine Oper von Giacomo Puccini dirigiert. Seine Annäherung an „Tosca“ passierte breit, unter Ausarbeitung trefflicher Details, wenn auch weitgehend zu laut – was aber für eine ausgezeichnete Sänger-Trias kein Problem darstellte.

Erinnerung mit Nebenwirkungen – Gelungener Saisonstart am Deutschen Nationaltheater Weimar mit Giacomo Puccinis Dauerbrenner „La Bohème“

07.09.14 (Joachim Lange) -
In Giacomo Puccinis Dauerbrenner „La Bohème“ sind die Künste nicht nur brotlos. Zum dauernden Hunger kommt auch noch die Kälte dazu. Die ist so schlimm, dass die vier Freunde nicht nur das Mobiliar verheizen, sondern der Dichter unter ihnen, Rodolfo, dem Ofen sogar ein Manuskript spendiert. Die Leinwände des Malers bleiben nur verschont, weil das zu sehr stinken würde. Mit dem Paris vor der vorletzten Jahrhundertwende als der Stadt der Künste (oder besser der lebenden und darbenden Künstler) ist es also aus der Nähe betrachtet nicht weit her.

Lieblingsspeise Herz – Andrea Moses inszeniert Puccinis „La Bohème” in Stuttgart

01.06.14 (Frieder Reininghaus) -
Wer immer derzeit Giacomo Puccinis „La Bohème“ an einem Stadt- oder Staatstheater im deutschsprachigen Raum neu herausbringt – er oder sie transportiert die von Henri Murgers Roman-Vorlage vorgegebene Story aus der Mitte des 19. Jahrhunderts auf die eine oder andere Weise zumindest in die Nähe unserer Gegenwart. Zuletzt tat dies Benedikt von Peter, der Operndirektor in Bremen, auf fulminante Weise.

Zwischen Realität und Wunschvorstellung - Puccinis „Tosca“ im Theater Bielefeld

Sebastian Bauer, Jahrgang 1981, ist von Hause aus Cellist und Musikpädagoge, der sich aber während seiner Zeit als freischaffender Musiker und Musiklehrer mit Musikwissenschaft und Philosophie beschäftigt hat, schließlich an der Uni Bayreuth seinen Masterstudiengang „Musik und Performance“ abschloss. Bis zum letzten Jahr arbeitete er als Abendspielleiter und Regieassistent am Nationaltheater Mannheim unter anderem zusammen mit Achim Freyer an dessen Wagner-„Ring“. Und mit Francis Poulencs „La Voix humaine“ trat er dort erstmalig als Regisseur in Erscheinung. Nun ist Bauer zu Gast am Theater Bielefeld, wo er sich zu Giacomo Puccinis „Tosca“ Gedanken gemacht hat.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: