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Alle Artikel kategorisiert unter »Inklusion«

«Aus der Stille in den Klang»: Hörgeschädigte Kinder geben Konzert

22.06.22 (dpa) -
Hannover - Musizieren ohne funktionierendes Gehör - das ist kaum vorstellbar. Doch zwölf Kinder mit Hörprothesen haben am Dienstagabend das Publikum im Konzertsaal des NDR in Hannover mit ihrem musikalischen Können beeindruckt. Innerhalb eines Schuljahres haben sie es geschafft, ein völlig neues Instrument erlernen, die Musik zu fühlen und zu verstehen.

Ohröffner für eine sich verändernde Welt

03.06.22 (Barbara Stiller) -
Großes Musikvergnügen mit Phantasie, Energie, langem Atem und kulturpolitischer Weitsicht verbindet man in Hamburg mit dem Namen Stephan von Löwis of Menar. Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause lud er vom 23. bis 25. April erstmalig wieder für drei Tage auf sechs Kampnagel-Bühnen und das Areal darum herum zum „klangfest“ein.

Ohne Diskriminierung keine Inklusion

19.01.22 (Jürgen Oberschmidt) -
Die Debatte um Inklusion hat gerade im letzten Jahrzehnt Fahrt aufgenommen, und der moralische Druck lässt durch den Kontext einer Menschenrechtsdiskussion gar keine offene Diskussion zu den sich hier stellenden Fragen mehr zu. Inklusionslogiken sprechen vom Drinnen und Draußen, von geschlossenen Systemen, in die zu inkludieren sei und die sich so gastfreundlich geben, dass man ihren Einladungen gerne folgt. Vorausgesetzt wird dabei, dass alle Menschen die Aktivierungsversuche zur Hebung ihres Potenzials auch dankbar annehmen. Allein die Aussicht auf Teilhabe scheint hier schon die gute Tat zu sein. Aversionen gegen solche Konformitätserwartungen bleiben jedoch in allen Lebensbereichen bestehen, ein Gefühl der „Abgetrenntheit“ kann bereits entstehen, wenn man das Gefühl hat, nur „wenige Schritte abseits der Herde“ zu stehen (Erich Fromm).

Wer kann Inklusion?

14.01.22 (Irmgard Merkt) -
Nichts Geringeres als das: Gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am kulturellen Leben. So will es die Gesetzgebung. Im Prinzip. In der UN-Behindertenrechtskonvention, durch die Bundesregierung im Jahr 2009 ratifiziert, heißt es in Artikel 30, Absatz 1 und 2 recht klar und unmissverständlich: (1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen, gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilzunehmen, und treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen a) Zugang zu kulturellem Material in zugänglichen Formaten haben; b) Zugang zu Fernsehprogrammen, Filmen, Theatervorstellungen und anderen kulturellen Aktivitäten in zugänglichen Formaten haben; c) Zugang zu Orten kultureller Darbietungen oder Dienstleistungen, wie Theatern, Museen, Kinos, Bibliotheken und Tourismusdiensten, sowie, so weit wie möglich, zu Denkmälern und Stätten von nationaler kultureller Bedeutung haben. (2) Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft.

Wie hältst Du’s mit der Inklusion?

29.06.21 (Irmgard Merkt) -
Programme Kultureller Bildung werden von Bund und Ländern für Kita-Kinder, für Kinder und Jugendliche und auch für Erwachsenenbildung in verschiedenen schulischen, außerschulischen und kooperativ-schulisch-außerschulischen Formaten aufgelegt. Grundsätzlich gilt „Kultur für alle“. Allerdings: Menschen mit Beeinträchtigung der verschiedenen Altersstufen sind als Programm-Empfänger signifikant unterrepräsentiert.

Was die Welt im Innersten zusammenhält?

28.04.21 (Robert Wagner) -
Sind Musikschulen systemrelevant und trägt die Digitalisierung hierzu bei? Robert Wagner, Schulleiter der Musikschule Fürth e. V. und Sprecher des Netzwerkes Inklusion im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. (VBSM), sucht nach Antworten und lässt an seinen Gedanken teilhaben.

Wachhalter für eine vollständige Musikschule

29.10.20 (VBSM) -
Mit der Goldenen Stimmgabel ehrt der Verband deutscher Musikschulen Persönlichkeiten, die sich besonders um die Belange des Musikschulwesens verdient gemacht haben. Robert Wagner, Schulleiter der Musikschule Fürth e. V., wurde auf der Bundesversammlung 2020 des VdM am 3. Oktober 2020 in Koblenz mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet. Der Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. (VBSM) gratuliert:

Menschen, die noch musikalische Schätze in sich tragen

18.09.20 (Juan Martin Koch) -
„Musik und Demenz – Instrumentalunterricht mit demenziell veränderten Menschen“ heißt eine neue Webseite (www.musikunddemenz.de), auf der anhand kommentierter Videomitschnitte der Violinunterricht mit einer Seniorin dokumentiert und ausgewertet wird. Durchgeführt wurde der Unterricht im Rahmen des von Prof. Dr. Theo Hartogh (Universität Vechta) geleiteten EU-Projektes „ReKuTe – Partizipative Wissenschaft für Region, Kultur und Technik“ von Anke Feierabend, die sich seit über zehn Jahren mit dem Thema Musik und Demenz beschäftigt. Für die nmz sprach Juan Martin Koch mit ihr über verborgene Schätze, das Körpergedächtnis und validierenden Instrumentalunterricht.

Mit positiver Energie auf die Heterogenität schauen

30.06.20 (Irmgard Merkt) -
Seit 2015 trägt das „Netzwerk Kultur und Inklusion“ als Dialog- und Fachforum Expertenwissen und Informationen rund um die Umsetzung des gesellschaftlichen Auftrags Inklusion in verschiedenen Bereichen des Kulturlebens zusammen. Das Netzwerk wird als eine der Maßnahmen der Bundesregierung im Nationalen Aktionsplan 2.0 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aufgeführt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Organisatorisch verortet ist es an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW in Remscheid. Hier finden auch die jährlichen Tagungen der Expertenrunde statt. Bisherige Themen waren – immer unter dem Vorzeichen der Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am kulturellen Leben – Arbeitsmarkt, Aus- und Weiterbildung, Medien und Künstlerische Qualität, dokumentiert jeweils auf der Homepage des Netzwerks https://kultur-und-inklusion.net/

Inklusion: Musikunterricht und Musiktherapie

09.06.20 (Irmgard Merkt) -
Habent sua fata termini – auch Begriffe haben ihre Schicksale. Sie tauchen auf, machen kleine oder große Karrieren, bleiben länger, bleiben kürzer oder verlieren sich wieder. Rund um die Definition von Behinderung, um die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen, rund um Unterricht und Therapie und um Inklusion sind lange Jahre viele Diskussionen mit zahlreichen Wortschöpfungen geführt worden. Die allgemeine Pädagogik und Didaktik spricht von Heil-, Sonder- und Förderpädagogik, von inklusiver Pädagogik und inklusiver Didaktik und von umfassender Inklusion. Die fächerbezogene Didaktik und Methodik spricht von adaptivem Unterricht, von innerer Differenzierung und Individualisierung. Die pädagogische Tätigkeit oszilliert in ihrem Selbstverständnis gelegentlich zwischen pädagogischem, therapeutischem und pädagogisch-therapeutischem Handeln.
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