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Alle Artikel kategorisiert unter »Inklusion«

Menschen, die noch musikalische Schätze in sich tragen

18.09.20 (Juan Martin Koch) -
„Musik und Demenz – Instrumentalunterricht mit demenziell veränderten Menschen“ heißt eine neue Webseite (www.musikunddemenz.de), auf der anhand kommentierter Videomitschnitte der Violinunterricht mit einer Seniorin dokumentiert und ausgewertet wird. Durchgeführt wurde der Unterricht im Rahmen des von Prof. Dr. Theo Hartogh (Universität Vechta) geleiteten EU-Projektes „ReKuTe – Partizipative Wissenschaft für Region, Kultur und Technik“ von Anke Feierabend, die sich seit über zehn Jahren mit dem Thema Musik und Demenz beschäftigt. Für die nmz sprach Juan Martin Koch mit ihr über verborgene Schätze, das Körpergedächtnis und validierenden Instrumentalunterricht.

Mit positiver Energie auf die Heterogenität schauen

30.06.20 (Irmgard Merkt) -
Seit 2015 trägt das „Netzwerk Kultur und Inklusion“ als Dialog- und Fachforum Expertenwissen und Informationen rund um die Umsetzung des gesellschaftlichen Auftrags Inklusion in verschiedenen Bereichen des Kulturlebens zusammen. Das Netzwerk wird als eine der Maßnahmen der Bundesregierung im Nationalen Aktionsplan 2.0 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aufgeführt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Organisatorisch verortet ist es an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW in Remscheid. Hier finden auch die jährlichen Tagungen der Expertenrunde statt. Bisherige Themen waren – immer unter dem Vorzeichen der Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am kulturellen Leben – Arbeitsmarkt, Aus- und Weiterbildung, Medien und Künstlerische Qualität, dokumentiert jeweils auf der Homepage des Netzwerks https://kultur-und-inklusion.net/

Inklusion: Musikunterricht und Musiktherapie

09.06.20 (Irmgard Merkt) -
Habent sua fata termini – auch Begriffe haben ihre Schicksale. Sie tauchen auf, machen kleine oder große Karrieren, bleiben länger, bleiben kürzer oder verlieren sich wieder. Rund um die Definition von Behinderung, um die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen, rund um Unterricht und Therapie und um Inklusion sind lange Jahre viele Diskussionen mit zahlreichen Wortschöpfungen geführt worden. Die allgemeine Pädagogik und Didaktik spricht von Heil-, Sonder- und Förderpädagogik, von inklusiver Pädagogik und inklusiver Didaktik und von umfassender Inklusion. Die fächerbezogene Didaktik und Methodik spricht von adaptivem Unterricht, von innerer Differenzierung und Individualisierung. Die pädagogische Tätigkeit oszilliert in ihrem Selbstverständnis gelegentlich zwischen pädagogischem, therapeutischem und pädagogisch-therapeutischem Handeln.

Gründung eines Netzwerks Inklusion im VBSM

30.03.20 (Oswald Utz) -
„Wir ermöglichen die Teilhabe aller Menschen an der Musik, auch durch aufsuchende Angebote. Wir bekennen uns daher zur Inklusion als Anspruch und Aufgabe. Vielfalt und Heterogenität erkennen und nutzen wir als Chance und stellen dabei den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt.“ Leitbild des VBSM, 2015

Klingende Brücken zur Außenwelt

26.03.20 (Annette Ziegenmeyer) -
In Zeiten der Inklusion darf nicht vergessen werden, dass es berechtigte gesellschaftliche Interessen auch für exkludierende Settings gibt. Ein drastisches Beispiel stellt hierfür der (Jugend-)Strafvollzug dar, der in der Regel eine vorübergehende Maßnahme mit dem Ziel einer erfolgreichen Resozialisierung darstellt.

Verborgene Talente entdecken und fördern

29.02.20 (Annette Ziegenmeyer) -
Die Gestaltung eines musikpädagogischen Angebots im Freizeitbereich des Jugendstrafvollzugs kann vielfältige Perspektiven aufzeigen, die eigene Haltung in Bezug auf straffällig gewordene und gefährdete Jugendliche zu reflektieren. Letztere haben oft ein problematisch geprägtes Verhältnis zum System Schule und den hier wirkenden Autoritätspersonen. Im Sinne eines fördernden und auf die individuellen Ressourcen ausgerichteten Ansatzes bietet die JVA einen Raum, die Jugendlichen fernab von ihren Straftaten primär als künstlerische Akteure wahrzunehmen.

Zeigen, wer du wirklich bist

23.02.20 (Ursula Gaisa) -
„Fernanda Bianchini’s Association of Ballet and Art for Blind People“ (AFB) ist die weltweit erste und einzige Ballettschule für Blinde. Begonnen hat alles in der Klosterschule Padre Chico für Blinde im brasilianischen São Paulo.

Grundlagenwerk zu einer zentralen Thematik

23.02.20 (Heinrich Klingmann) -
Das Buch von Irmgard Merkt vermittelt Zuversicht und macht Lust darauf, sich mit der Frage zu befassen, welche Möglichkeiten einem zur Verfügung stehen, um ein Unterrichtskonzept zu entwickeln und zu verfolgen, das dazu geeignet ist, auf die Verschiedenheit von Schülerinnen und Schülern zu reagieren. Es mag daher nicht erstaunen, dass im Zusammenhang mit der von der Autorin aufgeworfenen Frage, ob es vielleicht Zeit werde, Musikunterricht ganz neu zu denken, auch das „Unterrichtsfach Glück“ sowie eine „Wertschätzende Schulentwicklung“ behandelt werden. Und der Abschnitt zum Thema „Unterrichtskulturen“ ist mit den Worten „Happy Teachers Change the World“ überschrieben.

Jeder Mensch ist musikalisch

10.01.20 (Irmgard Merkt) -
Vor drei Jahren, Ende Oktober 2016, wurde in Bochum das Anneliese Brost Musikforum Ruhr eröffnet. Architektonisch in mehrfacher Hinsicht ausgezeichnet ist die Trias von ehemaliger St.-Marien-Kirche als würdigem Foyer im Zentrum mit Öffnung zum großem Konzertsaal rechts und zum kleineren Multifunktionsaal links. Das Gebäudeensemble ist nicht nur Heimat der Bochumer Symphoniker, sondern auch der Musikschule Bochum: Die Mehrfachnutzung war Vorbedingung für die Genehmigung durch den Rat der Stadt.

Denkanstöße zur Aufarbeitung des inklusiven Flickenteppichs Deutschland

03.12.19 (Andreas Kolb) -
Das italienische Schulsystem war in den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts in vielem Vorbild für das heutige deutsche System der Inklusion. Eine halbwegs funktionierende Umsetzung eines inklusiven Unterrichts behinderter Schüler in der Regelschule blieb in der Praxis jedoch weit hinter den gesetzlichen Vorgaben zurück. Auch wenn diese Lücke heute nicht mehr so weit klafft, haftet dem italienischen System bis heute das Image an, ein bildungspolitisches Sparmodell zu sein, indem es sich vor einer differenzierten Sonderbeschulung drückt.
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