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Alle Artikel kategorisiert unter »Johannes Kreidler«

Zur Kritik der Digitalisierung

08.07.20 (Daniel M. Feige) -
Wenn in den gegenwärtigen politischen und in Teilen auch journalistischen Debatten die Rede von Digitalisierung ist, so wird darunter so etwas wie eine freundliche Naturmacht verstanden: Wir erfahren hier, dass die Digitalisierung ohnehin kommt und es darum gehen muss, sie sozialverträglich politisch umzusetzen und zu begleiten. Zugleich erfahren wir, dass sie uns eine Erleichterung und Verbesserung unserer Lebensweise verspricht. Wenn hier etwas als quasi-naturhaft dargestellt wird, das in Wahrheit Ergebnis menschlicher Tätigkeit ist, dann sind solche Äußerungen vor allem eines: ideologisch. Denn natürlich erleichtert die Digitalisierung nicht allein unser Leben, sondern entzieht uns in zentralen Hinsichten auch die Kontrolle: In sozialen Netzwerken geben wir ständig vielfältige Daten von uns Preis, ohne dass uns das deutlich sein müsste; die sogenannten Big Data Analysen versuchen menschliches Verhalten im gro­ßen Stil zu prognostizieren, ohne dass die entsprechenden Akteure dabei zu Wort kommen würden.

Postkolonialistische Materialökonomie

23.02.20 (Dirk Wieschollek) -
Musik von und mit: Ensemble Nikel, Marco Momi, Coriún Aharonián, Ensemble Aventure, Johannes Kreidler, Martin Tchiba.

Willkommen im Institut für Institutionenkritik

03.10.19 (Johannes Kreidler) -
Im September hat der Komponist Johannes Kreidler seine Tätigkeit als Professor für Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik FHNW/Musik-Akademie Basel angetreten. Diesen Ruf hat er zum Anlass genommen, sich grundsätzliche Gedanken zur Rolle und zu den Möglichkeiten einer Kompositionsklasse im gegenwärtigen Musikbetrieb zu machen:

Neues und Kompliziertes sind selbstverständlich

29.11.18 (Roland H. Dippel) -
Es ist nicht einfach: Am liebsten tut man so, als gäbe es keine Anlässe für die neben wichtigen Dresdner Kultur­einrichtungen auch von der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber unterzeichnete Initiative „Für ein weltoffenes Dresden“ (#WOD). Auf den Holzbänken vor deren Hauptgebäude am Wettiner Platz, unweit vom neuen Kulturzentrum Kraftwerk Mitte, ist die Atmosphäre ebenso heiter wie die mild-sonnigen Herbsttage.

Viel Staat um (fast) Nichts – „Mein Staat als Freund und Geliebte“ von Johannes Kreidler an der Oper Halle uraufgeführt

28.04.18 (Joachim Lange) -
„General Dr. von Staat“ – so nannte Thomas Mann jenes Phänomen, um das der jüngste Uraufführungs-Abend in der Oper Halle kreist. Der nennt sich – deutlich verführerischer als beim bürgerlichen Großdichter – „Mein Staat als Freund und Geliebte“. Sein Erfinder, Johannes Kreidler, bezeichnet ihn selbstbewusst als „Oper für Chor, Video, einen Schauspieler, einen dramatischen Tenor, Ballett, Orchester und Elektronik.“ Was zumindest nach dem „für“ nicht zu bestreiten ist. Bei „Oper“ wäre der Zusatz ReadyMade angebrachter. Denn das Ganze ist eine Collage aus längst existierender Musik, aus Filmklassikern, mehr oder weniger verbindenden oder abschweifenden Texten und einer Dosis Performance nach Art von Stefan Paul.

Von Weltrettern und einem fatalen Marsch – Das Stuttgarter Festival Eclat 2018

04.02.18 (Andreas Kolb) -
Prima la musica, poi le parole, das Verhältnis von Musik zu Wort und umgekehrt ist beim Stuttgarter Festival Eclat schon immer auf besondere Weise ausgelotet worden. Auch der Jahrgang 2018 ist wieder ein Gradmesser dafür, was Komponisten heute umtreibt, und das sind neben den Möglichkeiten, die ihnen das Klavier des 21. Jahrhunderts bietet, also die Musik aus und mit dem Laptop, vielfach Themen aus dem menschlichen Alltag.

Komponierende Subunternehmer und strickende Omas

01.05.17 (Doris Kösterke) -
„Clash!“ war die 71. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung überschrieben. Das Motto der viertägigen Tagung mit Konzerten, Workshops, Vorträgen und Diskussionen, die in der Akademie für Tonkunst alle Altersgruppen vom Grundschulalter an musikalisch, spielerisch und philosophisch ansprach, zielte auf den Zusammenprall von Generationen, Kulturen und (nicht nur hybriden) Identitäten im Spiegel nicht-kommerzieller zeitgenössischer Musik.

Vorwärts in die Zukunft der Vergangenheit – Johannes Kreidler im Operncafé in Halle in der Reihe „Kunstwerk der Zukunft“

04.11.16 (Joachim Lange) -
Diesmal hat es funktioniert im Operncafé. Kein Putsch der ästhetischen Form oder höherer Bühnenblödsinn wie beim ersten Teil der kleinen Reihe, die der neue Chefdramaturg der Oper in Halle mit Beginn der Spielzeit im Opernchef installiert hat und die mit dem „Ring des Nibelungen“ und dem „Kapital“ die Hauptwerke von Richard Wagner und Karl Marx in ganz unterschiedlichen Formen befragen will.

„Das Kunstwerk der Zukunft” – Schicksalsnetz aus Klebeband im Operncafé Halle

07.10.16 (Roland H. Dippel) -
Das neue Team an der Oper Halle machte sich im urban auffrisierten Operncafé an Ausgabe Eins ihrer Inszenierungsreihe „Das Kunstwerk der Zukunft“. Als „Ausgangspunkt einer musiktheatralen Expedition in die ideologische Antike und die Zukunft des Musiktheaters“ war das angekündigt: Lecture-Performance, Happening, Collage. Manche Anwesende sahen sich enttäuscht, dass diese neuartige Gesamtkunstposse (oder wie nennt man das treffend?) nicht auf der Raumbühne HETEROTOPIA im großen Haus stattfand. Dabei ist der Dialog zwischen den Sparten und mit dem Publikum in diesem kleineren Rahmen noch dichter.

Mehr Fragen als Antworten: Tripclubbing mit Electronic ID im Kölner Stadtgarten

15.01.16 (Stefan Pieper) -
Die Kölner Reihe „Tripclubbing“ ist – mitkuratiert von der Kölner Philharmonie und im Stadtgarten über die Bühne gehend – ein zartes Pflänzchen, wenn es darum geht, mehr oder minder komplexe künstlerische Avantgarde und Experimentierlust runter von den Elfenbeintürmen und raus aus den vielbeschworenen „Nischen“ zu holen.
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