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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikausbildung«

Fetischisierung oder Entzauberung ?

Im April 2021 richtete Fabien Lévy kritische Fragen an die Ausbildung und zur Rolle deutscher Musikhochschulen (nmz 4/2021). Seine Verwunderung bezieht sich auf die stark kodierte und eng am westlichen kulturellen Erbe ausgerichtete Instrumental- und Gesangspraxis in diesen Institutionen. Die Tendenz, dass demzufolge Absolventinnen und Absolventen von Musikhochschulen ein „eher konservatives bürgerliches Publikum“ bedienen, das kaum bereit ist, „andere Repertoires, andere Autor*innen und andere Hörweisen“ als die der sogenannten europäische Kunstmusik zu rezipieren ist offensichtlich. Für Fabien Lévy sind Lehre und Praxis der „ernsten Musik“ an Musikhochschulen wesentlich bestimmt von Virtuosität und von der Kontinuität einer bestimmten Aufführungstradition, die er beschreibt und kritisch hinterfragt.

„Wo können wir üben?“

31.03.22 (Juan Martin Koch) -
Der russische Angriffskrieg trifft auch die ukrainische Musikausbildung mit brutaler Wucht. Zu einer Anlaufstelle für geflüchtete Studentinnen aus Kijw, Odesa und von anderen Standorten hat sich unter anderem die Hochschule für Musik Freiburg entwickelt.

Buch-Tipps 2021/12

21.12.21 (Michael Wackerbauer) -
Handbuch Konservatorien. Institutionelle Musikausbildung im deutschsprachigen Raum des 19. Jahrhunderts +++ Anna-Christine Rhode-Jüchtern: Maria Leo (1873–1942). Pionierin einer neuen Musikpädagogik +++ Christoph Schäfer: Dirigieren Plus. Dirigiertechnik. Persönlichkeitsentwicklung. (Selbst-)Organisation

Fit machen für den Musikbetrieb

29.06.21 (Juan Martin Koch) -
Es macht ja keinen Sinn, einen Metal-Gitarristen mit Transkriptionen von Wes Montgomery oder Joe Pass zu quälen.“ Ein schöner Satz, den Florian Bührich da im Gespräch vom Stapel lässt. Der Mallet-Spieler und Schlagzeuger bezieht sich darauf, dass an der Nürnberger Berufsfachschule für Musik MUSICATION, die er mitgegründet hat und seit dem vergangenen September auch leitet, im Fachbereich Rock/Pop/Jazz die drei Stilbereiche dank eines entsprechend großen Dozententeams wirklich differenziert abgedeckt werden. Etwa zwei Drittel der rund 70 Schüler*innen entscheiden sich für diesen Zweig, das andere Drittel lässt sich klassisch ausbilden. Dabei besteht für etwa 60 Prozent das Ziel darin, sich auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorzubereiten. „Alle, die es ernst damit meinen“, so Bührich, „schaffen es auch, im ersten oder zweiten Anlauf.“ Im dritten Ausbildungsjahr („pädagogisches Aufbaujahr“) kann die Lehrbefähigung für Sing- und Musikschulen erworben werden.

Es steht viel auf dem Spiel

29.06.21 (Leserbrief) -
Offener Antwortbrief an Herrn Prof. Gerald Fauth zum Interview nmz 6/2021, Seite 23 – „Die klassische Ausbildung zu opfern wäre Selbstmord“

Fehlende Perspektiven, Resignation, Hoffnungsschimmer

27.04.21 (Marit Magister) -
Seit nunmehr einem Jahr findet der Unterrichtsbetrieb an deutschen Musikhochschulen unter erschwerten Bedingungen statt. Ein großer Teil der theoretischen Pflichtfächer wurde in den digitalen Raum verlagert, der Hauptfachunterricht konnte in vielen Fällen nur eingeschränkt in Präsenz erfolgen, die für das Studium essentiellen Kammermusik-, Ensemble- oder Musiktheaterprojekte mussten größtenteils ausgesetzt werden, und Abschlusskonzerte finden – wenn überhaupt – vor fast leeren Stuhlreihen statt. Dies hat gravierende Folgen für die Absolvent*innen sowie für all jene, die kurz vor ihren Abschlüssen stehen.

Die beschwiegene Zukunft

21.04.21 (Bernhard König) -
1961 war der Komponist György Ligeti eingeladen, vor einem illustren Publikum aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik einen Vortrag über die „Zukunft der Musik“ zu halten. Ligeti trat ans Rednerpult und schwieg zehn Minuten lang. Seinen provokativen Auftritt kommentierte er später mit den Worten, er habe „keine Unwahrheiten“ sagen wollen. John Cage wiederum hatte bereits 1937 einen bemerkenswerten Text zum gleichen Thema geschrieben. Seine Vision: Eine komplett synthetisch erzeugte Musik, die in eigens eingerichteten Zentren für experimentelle Musik entsteht und aus allem Klingenden schöpfen kann.

Die nmz im April

2021 widmen wir jede Ausgabe der nmz einem bestimmten Thema, das unsere Zeitung jeweils die letzten 70 Jahre über begleitet und das gleichzeitig bis heute nichts an Brisanz verloren hat: „Jeden Monat ein Thema von Gewicht” – unter diesem Motto stehen also die zehn nmz-Ausgaben dieses Jahr, und im April ist das: „Zukunft Musikausbildung”. Lassen Sie sich von der Zeitung überraschen oder lesen Sie alle Artikel im Lauf des Monats hier online!

Wenn das kulturelle Erbe zum Fetisch wird

01.04.21 (Fabien Lévy) -
„Hat der klassische Orchesterbetrieb ein Rassismusproblem?“, fragten wir auf Seite 3 der Februarausgabe der nmz. Zu Wort kam in diesem Artikel unter anderem der Komponist Fabien Lévy. Seine grundsätzlichen Gedanken zur Begrenztheit des ‚klassischen‘ Musik- und Ausbildungsbetriebs und zu dessen Ausgrenzungsmechanismen hat der Professor der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig für unsere Zeitung skizziert. Lesen Sie hier die Langfassung seines Denkanstoßes. Die gekürzte Druckversion ist hier nachzulesen.

Rollenverständnis

20.11.19 (Sven Ferchow) -
Sie haben alles falsch gemacht! Wirklich alles. Abitur, Ausbildung, Studium, Abendschule. Alles Buckeln umsonst. Denn hätten Sie etwas wahrhaft Nützliches gelernt, etwas, das nicht nur Sie, sondern auch andere Menschen befriedigt, würden Sie nicht als Musiklehrkraft untalentierten Helikopterkindern eine Geige mit Hammer und Meißel unters Wohlstandsdoppelkinn zimmern. Nein.
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