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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikwissenschaft«

„Der Schlüsselwerke kann es nicht genug geben“

26.11.19 (Bojan Budisavljevic) -
Wer heutzutage eine musikalische Auswahl trifft, gar einen Kanon aufstellt, begibt sich in umstrittenes, ja vermintes Gelände, hat vorsichtig zwischen den Sprengsätzen von Diskursmacht und Deutungshoheit, Vergangenheitsbeschwörung und Innovationsabwehr zu manövrieren. Zumal wenn es sich dabei ausschließlich um die westliche Kunstmusik handelt, ist mit Anwürfen von Eurozentrismus und der Vernachlässigung populärer Genres zu rechnen. Und dennoch: Soeben im Wolke Verlag erschienen ist ein mit „Schlüsselwerke der Musik“ betitelter Band zur Kunstmusik des Abendlandes, eine Auswahl von 268 Werken aus über 1.000 Jahren, von der ersten Mehrstimmigkeit bis Unsuk Chin, 171 Komponisten und 10 Komponistinnen auf 300 Seiten, inklusive Zeitstrahl und Glossar. Ausgewählt und beschrieben wurden die Werke von Bernd Asmus, Claus-Steffen Mahnkopf und Johannes Menke. Mit Claus-Steffen Mahnkopf sprach für die nmz Bojan Budisavljevic.

[nmz-newsletter] 20.11.2019 – Festschriftkrise | Öffentlich-rechtlicher Rundfunk | Ferchows Fenstersturz | Rezensionen | Neuer Podcast mit Irene Kurka | Nachrichten

20.11.19 (Martin Hufner) -
Update: Festschriftkreise – Wer hätte je gedacht, dass sich der Streit um eine Festschrift zu einem solchen Schadensfall für das Netzwerk aus Musikwissenschaft und Kunst entwickeln würde. Das Schweigen zu diesem Unfall der Publikationsgeschichte bröckelt merklich und langsam zieht der Streit um die Mauser-Festschrift größere Kreise. Nun bezieht auch ein renommiertes musikwissenschaftliches Forschungsinstitut Stellung.

Aus der Perspektive des Vaters

18.11.19 (Juan Martin Koch) -
„Fort mit Dir nach Paris!“ Dieses berühmte Zitat stammt aus einem der Briefe Leopold Mozarts, die er im Februar 1778 an seinen zusammen mit dessen Mutter in Mannheim weilenden Sohn Wolfgang schrieb. Der Briefwechsel aus dieser Zeit markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Vater-Sohn-Beziehung und so bildet er auch einen Schwerpunkt in einem Kapitel, das Silke Leopold in ihrer bei Bärenreiter/Metzler vorgelegten Biografie (anlässlich der 300. Wiederkehr von Leopold Mozarts Geburtstag am 14. November 1719) mit „Der Ratgeber“ überschrieben hat.

Zukunftsfähig, aber keine Frau von heute

13.09.19 (Beatrix Borchard) -
Am 13. September 2019, dem 200. Geburtstag Clara Schumanns, wird im Schumann-Haus Leipzig die neue Präsentation „Experiment einer Künstlerehe – Die Leipziger Zeit der Schumanns“ eröffnet. Deren Kuratorin ist Prof. Dr. Beatrix Borchard, die im Sommer 2019 mit „Clara Schumann. Musik als Lebensform: Neue Quellen – Andere Schreibweisen“ nach ihrer Promotion über „Clara Wieck und Robert Schumann, Bedingungen künstlerischer Arbeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts“ und der Biographie „Clara Schumann: Ihr Leben“ eine Reflexion über Quellen, Lücken und Lektüren zum Leben und Vermächtnis der Komponistin, Pianistin und Klavierpädagogin publiziert. Roland H. Dippel sprach mit ihr.

Zwischen freier und strenger Gestaltung

06.09.19 (Christoph Vratz) -
Er war mehrfach zu Feldforschungen unterwegs. Mal zog er mit Zoltan Kodály durch die große ungarische Tiefebene, mal hatte er einen Phonografen im Gepäck. Doch sein Anliegen blieb stets dasselbe: Auf der Suche nach alten Volksliedern wollte er der meist bäurischen Bevölkerung altes ungarisches Liedgut entlocken. Einfach war dieses Unterfangen nicht, wie einige Aufzeichnungen belegen.

Buch-Tipps 2019/09

05.09.19 (Michael Wackerbauer) -
Christoph Wagner: Jodelmania. Von den Alpen nach Amerika und darüber hinaus, Kunstmann +++ Begegnungen. 30 Jahre Weingartner Tage für Neue Musik, hg. v. D. Schreiner/E. Schwind, Weingarten +++ Diez Eichler: Generalbass. Eine Einführung nach historischen Quellen, Breitkopf & Härtel, Wiesbaden

Künstlerin mit „Musik in sich selbst“

14.07.19 (Dirk Klose) -
Am 8. Dezember 1957 gab Clara Schumann in Zürich ein Konzert mit Werken von Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann. Eine Zeitung schrieb darüber: „Es wird gleich nach einigen Akkorden schon zur Evidenz gewiss, dass Frau Schumann zu der kleinen Zahl jener Künstlernaturen zählt, die in der That ,Musik haben in sich selbst‘.“ Dieser Lobeshymne könnte man unzählige andere anschließen; mehr als sechzig Jahre hat Clara Schumanns Bühnenkarriere gedauert, die von Anfang an von Erfolgen und Beifallsstürmen begleitet war.

news_update 2019_07_04: Meinungsfreiheit, Musikwissenschaft, Musikpädagogik

04.07.19 (mh) -
Im Fokus: | Nachschlag: WDR Jazz & World | KLANGRADAR in München | “Dalibor” in Prag | Neuer Podcast von Irene Kurka | Nachrichten & besonders Musik, Liebe, Bildung und Heiterkeit.

Link-Tipps 2019/05

24.05.19 (Martin Hufner) -
Musik aus dem Fair-Trade-Download +++ Käse beschallen in der Schweiz. Emmentaler verändert seinen Geschmack bei unterschiedlicher Musik. Unglaublich, aber vielleicht sogar wahr.

Eine Zeit kulminierender Widersprüche

13.05.19 (Andreas Wehrmeyer) -
Die vorliegende Arbeit ist aus der Dissertation eines Osteuropa-Historikers hervorgegangen. Sie versteht sich nicht als „primär musikwissenschaftliche Arbeit“, sondern sieht sich „an der Schnittstelle von Historiographie und Musiksoziologie“ (S. 14). Unter „klingender Sowjetmoderne“ subsumiert der Autor die avancierten Entwicklungen in der klassischen (Darbietungs-) Musik der Sowjetunion im Zeitraum von 1964 bis 1985, das heißt in der Ära Leonid Breschnews bis zur beginnenden „Perestrojka“ Michail Gorbatschows.
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