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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikwissenschaft«

Was Synkopen wirklich bedeuten

12.05.20 (Thomas Bugert) -
Die Geschichte des Jazz in Deutschland beginnt für Wolfram Knauer, den Leiter des Jazzinstituts in Darmstadt, 1917, dem Jahr, in dem die Vereinigten Staaten in den ersten Weltkrieg eintraten und mit deren Truppen auch die ersten Militärkapellen nach Europa kamen.

Link-Tipps 2020/05

18.04.20 (Martin Hufner) -
Auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist das Internet natürlich eine Quelle der Freude, des Glücks und der gut ausgefochtenen Kontroverse.

Bilder einer Ausstellung

15.04.20 (Andreas Wehrmeyer) -
Ziel des vorliegenden Buches ist es, anhand von Fallstudien „den Kulturtransfer der russischen Musik nach Westeuropa zu analysieren, ihre Präsenz und Wahrnehmung in verschiedenen europäischen Ländern zu vergleichen“. (S. 14) Insgesamt 16 Beiträge internationaler Autoren blättern dabei ein buntes Themenspektrum auf. Es kommen sowohl wichtige Mittlerfiguren zur Sprache, als auch einzelne Gattungen, dann auch ausgewählte Länder, Städte, Epochen und Werke.

36. Musikinstrumentenbau-Symposium

31.03.20 (Martina Binnig) -
Vom 15. bis 17. November 2019 fand im Kloster Michaelstein das inzwischen 36. Michaelsteiner Musikinstrumentenbau-Symposium statt. In diesem Jahr ging es um das Thema: „Der Streichins­trumentenbau im sächsischen Vogtland.“ Dem Vogtland kommt neben dem bayrischen Mittenwald als weiteres historisches Zentrum für den Bau von Streichinstrumenten nördlich der Alpen eine besondere Bedeutung zu. Als Austragungsort für ein Symposium zu diesem Thema war das Kloster Michaelstein geradezu prädestiniert, da das klostereigene Instrumentenmuseum deutschlandweit die größte Sammlung vogtländischer Streichinstrumente außerhalb des Vogtlandes beherbergt. Und so stand für die Teilnehmer des Symposiums selbstverständlich auch eine Führung durch das Museum auf dem Programm.

Jenseits des Fünf-Linien-Systems

29.02.20 (Pat Christ) -
Die übliche Herangehensweise ist die: Ein Komponist erfindet eine Melodie und stellt die Töne innerhalb des Fünf-Linien-Systems dar. „Genau diese Selbstverständlichkeit wurde in den 1950er Jahren in Frage gestellt“, sagt Julia Freund vom Gießener Institut für Musikwissenschaft. Komponisten begannen, grafisch zu notieren. Die 34-Jährige befasst sich mit solchen grafischen Notationsstrategien. Eingebettet ist ihre Arbeit in das trinationale Forschungsprojekt „Writing Music“, das Anfang 2018 startete.

Komponieren im Medium der Samples

26.02.20 (Harry Lehmann) -
Die Digitalisierung führt zu einem Bruch mit einer tausendjährigen Musikkultur, die auf dem Lesen und Schreiben von Noten beruhte. Wurde Kunstmusik bislang im Medium der Noten komponiert, so entwickeln sich heute – nicht nur in der Populär-, sondern auch in der Kunstmusik – die Samples zum neuen Medium der Komposition. Die im 20. Jahrhundert aufkommende Popmusik hatte diesen Bruch antizipiert, aber noch nicht vollzogen. Erst wenn die Digitalisierung auch die am stärksten in der Notenschrift verankerte Musik erfasst hat, kann man davon sprechen, dass die Epoche der literalen Musikkultur zu Ende geht.

Aufs Weitergehen kommt es an

01.02.20 (Holger Noltze) -
Musik war ihm eine existenzielle Angelegenheit. Mit Kleinmeistern hielt er sich nicht auf. Martin Geck rang ein Leben lang mit den ganz Großen, Bach, Beethoven, Wagner, Mozart, Schumann und Mendelssohn; bewegt von dem Ungeheuerlichen, das ihm schon als Kind so erschien. Derart staunenswert, überwältigend, dass ihn das Hören eines Musikstücks wie benommen zurücklassen konnte. Oder wütend, wenn der Knabe empört das elterliche Wohnzimmer im Recklinghäuser Pfarrhaus verließ, weil er fand, dass nach der Radio-Übertragung einer Beethoven-Symphonie nicht einfach weitergeredet werden sollte.

Schlager – dialektisch

17.01.20 (Martin Hufner) -
Die „Junge Union“ hat in Berlin zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, die unter dem Motto „Schlager gegen Links“ steht. Angeblich ist der Zuspruch so groß, dass man die geplante „Location“ wechseln muss. Wie man aus gut unterrichteten Kreisen gehört hat, soll es sich bei den zahllosen Interessentinnen vor allem um Musikwissenschaftlerinnen handeln, die sich auf dieser Veranstaltung fortbilden möchten. Welche Werke der Musik haben die Heldinnen der „Jungen Union“ denn da im Blick? Wo sind all die Schlager, die explizit „gegen Links“ wären. Außer eher den Schlägerinnen von rechts eben.

Friedrich Geiger neuer Professor für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater München

09.01.20 (PM - HMTM) -
Friedrich Geiger übernimmt zum 1. März 2020 eine Professur für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM). „Ich freue mich sehr, dass mit der Besetzung dieser Professur der Bereich der historischen Musikwissenschaft an unserer Hochschule deutlich gestärkt wird,“ erklärt Bernd Redmann, Präsident der HMTM. „Die Musikwissenschaft ist für alle Ausbildungsbereiche an unserem Haus relevant. Durch die besonderen Forschungsschwerpunkte von Geiger wird es auch sehr gute Anknüpfungspunkte zu unserem Ben Haim-Forschungszentrum geben, das wir voraussichtlich Ende März eröffnen werden.“

Abstand vom Musikologen-Jargon

30.11.19 (jmk) -
„Schon die Jugendsinfonien sind ja ein ums andere Mal Ereignisse, die man völlig verkennt, wenn man sie vor allem als Adaptionen fremder Einflüsse in den Blick nimmt oder am Sonatenhauptsatzschema misst – der einschläferndsten Droge, welche die musikwissenschaftliche Analyse je für sich und andere entdeckt hat.“ Ein typischer Satz für Martin Geck, der – wie hier in seinem Mozart-Buch von 2005 – immer wieder ironisch Abstand nehmen konnte vom Musikologen-Jargon.
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