Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Musikwissenschaft«

„Die Ruinen von Europa“

20.06.21 (Bojan Budisavljevic) -
Schriftlichkeit und Notation zwecks Überlieferung und Selbstvergewisserung ist eines der Hauptmerkmale europäischer Kultur, mit der Besonderheit, dass die Fähigkeit, dieses Wissen zwecks Menschen-, Geld-, Waren- und sonstigem Verkehr in „Machttechniken“ zu operationalisieren, Europa über Jahrhunderte hinweg eine überragende Machstellung in der Welt sicherte. Seit einiger Zeit nicht mehr, denn das Wissen und die Techniken haben die Alte Welt längst schon verlassen. Heiner Müllers „Hamletmaschine“ hatte bereits 1977 „im Rücken die Ruinen von Europa“, während die Neue Deutsche Welle mit Geier Sturzflug noch 1983 munter sang: „Besuchen Sie Europa, solange es noch steht“.
Dieser Artikel ist nicht zur Ansicht/Vorschau freigegeben.
Dieser Artikel ist nicht zur Ansicht/Vorschau freigegeben.

Wissenschaftskommunikation ist zentral

18.12.22 (Juan Martin Koch) -
Die Gesellschaft für Musikforschung (GfM) vertritt seit ihrer Gründung vor 75 Jahren die Belange des Faches Musikwissenschaft in Deutschland. Mit Dr. Panja Mücke, Professorin an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, die seit Oktober 2021 Präsidentin der GfM ist, hat Juan Martin Koch für die nmz gesprochen.

Link-Tipp 12/2022-01/2023

06.12.22 (Martin Hufner) -
Es ist bedauerlich, dass viele „Perlen“ aus Musikleben und -forschung unter dem Radar der Sichtbarkeit laufen. Von manchen erfährt man nur durch einen Zufall. Die Musikwissenschaft macht da kaum eine Ausnahme. Nur wenn es mal im Kreise der internen Befindlichkeiten irgendwie kracht – häufig im Zusammenhang mit Persönlichkeiten, die dann doch in der Öffentlichkeit stehen, bekommt man etwas mit. Meistens nur den desolaten Zustand, wie er im akademischen Umfeld leider gewöhnlich ist seit jeher: Mauscheln und munkeln. Also: Was gibt’s Neues? Eine Musikgeschichte der DDR online, ja!

Bemerkenswerter Künstler und Mensch

06.12.22 (Rainer Nonnenmann) -
Heute kennt man ihn fast nur noch als Pianisten und charaktervollen Akteur der neuen Musik der 1920er Jahre. Auch als Mitglied des ersten Programm­ausschusses der 1921 begründeten „Donaueschinger Kammermusikaufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“ ist er in die Musikgeschichte eingegangen. 1896 in Livland geboren sowie dort und beim Liszt-Schüler Conrad Ansorge in Berlin ausgebildet, avancierte Eduard Erdmann nach dem Ersten Weltkrieg zu einer treibenden Kraft der neuen Musik, zunächst in der revolutionär gesinnten Berliner „Novembergruppe“ und der von Hermann Scherchen begründeten „Neuen Musikgesellschaft“.

Professur Musikwissenschaft

30.11.22 () -
Das gemeinsame Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena freut sich über eine fachkompetente und forschungsbegeisterte Neubesetzung. In der Nachfolge von Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt wurde Prof. Dr. Nina Noeske zum 1. Oktober 2022 zur Professorin für Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt 19. Jahrhundert berufen.

Musik als Laboratorium der Moderne

15.11.22 (Dirk Klose) -
Nach den Verheerungen des Ersten Weltkrieges fanden zwei Hauptbetroffene, das besiegte Deutschland und die von Bürgerkriegen erschütterte Sowjetunion im Rapallo-Vertrag von 1922 nicht nur politisch wieder zueinander. Auch künstlerisch und gesellschaftlich waren die Beziehungen äußerst eng; das sowjetische Experiment einer neuen Gesellschaft wurde im Westen interessiert verfolgt, im Theater waren die Regisseure Meierhold und Stanislawski geradezu stilbildend. Wie sehr umgekehrt in der UdSSR neben den ungebrochen verehrten Klassikern Beethoven und Wagner jüngere Komponisten wie Alban Berg und Paul Hindemith ihre sowjetischen Kollegen beeinflussten, zeigt dieser überaus informations- und materialreiche Sammelband über die wechselseitigen Musikbegegnungen in den 1920er Jahren.

Zwei Leipziger Leitfiguren näher betrachtet

Zeitgleich zu den Wagner-Festtagen der Oper Leipzig richtete das Institut für Musikwissenschaft der Universität im Juni 2022 die dreitägige Tagung „Mendelssohn und Wagner. Zwei Leitfiguren der Leipziger Musikgeschichte“ aus. Über 20 Vortragende aus dem In- und Ausland kamen dafür im Musikinstrumentenmuseum des Grassikomplexes zusammen, um in drei thematischen Sektionen aktuelle Einblicke in ihre Arbeit zu geben.

Metronome und andere Automaten

29.08.22 (nmz-red) -
Mit einer Aufführung von György Ligetis „Poème symphonique“ für 100 Metronome ist am 12. August die Ausstellung „Mensch Musik Maschine: Johann Nepomuk Mälzel (1772–1838)“ im Historischen Museum der Stadt Regensburg eröffnet worden.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: