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Alle Artikel kategorisiert unter »Wiener Staatsoper«

Aus einem Gralsgefängnis – An der Wiener Staatsoper hat Kirill Serebrennikov von Moskau aus Wagners „Parsifal“ inszeniert

20.04.21 (Joachim Lange) -
Endlich! Die Wiener Staatsoper hat vorgemacht wie es geht! Das Haus am Ring und sein neuer Intendant Bogdan Roščić haben die Produktionsbedingungen der Pandemie angepasst und nicht das Resultat den Bedingungen. Es sah aus wie Oper (ohne Abstandsregeln) aussehen muss. Man ist auch nicht auf eine Kammeroper oder ein chorloses Solistenstück ausgewichen, sondern hat mit Wagners „Parsifal“ gleich den Blockbuster schlechthin gestemmt. Damit haben sie obendrein ein politisches Husarenstück vollbracht.

Wiener Staatsoper will im Februar als Museum öffnen

18.01.21 (dpa) -
Die Wiener Staatsoper verwandelt sich aufgrund des in Österreich erneut verlängerten Lockdowns vorübergehend in ein Museum. Staatsoperndirektor Bogdan Roscic erklärte das Haus am Ring am Montag zu einem Architekturmuseum, das wie alle anderen Ausstellungshäuser am 8. Februar wieder öffnen werde. Die Staatsoper habe zwei Identitäten: „Denn während auf der Bühne immer die Themen der Gegenwart verhandelt werden, ist das Gebäude selbst ja eines der größten Museen der Stadt.“ Es sei ein Beispiel des Ringstraßen-Historismus und – in weiten Teilen des Gebäude-Inneren – der beim Wiederaufbau des Hauses entstandenen Architektur der 1950er Jahre.

Wien zwischen Tiber und verratenem Meer – Henze-Oper im Stream

16.12.20 (Michael Ernst) -
Die jüngste echte Premiere der Wiener Staatsoper war nur in der Wiener Staatsoper echt. Und im weltweiten Netz. Erstmals strömte „Das verratene Meer“ von Hans Werner Henze durchs renommierte Haus am Ring.

Reformprozess bei Wiener Ballettakademie mit neuer Spitze

30.06.20 (dpa) -
Wien - Die wegen pädagogischer Missstände in die Kritik geratene Ballettakademie an der Wiener Staatsoper soll ihren eingeleiteten Reformprozess mit neuer Spitze fortführen. Die 49-jährige Griechin Christiana Stefanou werde von 1. August an die Ausbildungsstätte an der renommierten Staatsoper leiten, teilte der designierte Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic am Montag in Wien mit.

Unübersehbar #9 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 26.6. bis zum 2.7.2020

25.06.20 (Joachim Lange) -
In der neunten Folge unserer Streaming-Hinweise empfehlen wir Wiener Opernmitschnitte und live übertragene Konzerte aus Nürnberg, Bremen und Berlin. Die Musik kommt unter anderem von Giuseppe Verdi, Morton Feldman und Bernhard Lang.

Fast endloser Jubel und tödliche Kritik - 150 Jahre Wiener Staatsoper

20.05.19 (dpa, Matthias Röder) -
Wien - Ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde und der Selbstmord des Architekten nach Presse-Kritik: Um die Wiener Staatsoper ranken sich viele Geschichten - auch die eines legendären Proteststurms. Die neue Spielzeit ist eine Mammut-Leistung: 55 Opern und zehn Ballette. Dahinter stehen fast 1000 Beschäftigte und ein Jahresetat von 120 Millionen Euro.

Bedeutende Sängerin, engagierte Lehrerin: Hilde Zadek ist tot

23.02.19 (dpa, Fabian Nitschmann) -
Die Aida verkörperte Hilde Zadek mehr als 70 Mal, in allen wichtigen Opernhäusern stand sie auf der Bühne. Später arbeitete sie als Gesangslehrerin, seit einigen Jahren werden in ihrem Namen Talente ausgezeichnet. Nun ist die Sopranistin mit 101 Jahren gestorben.

Flussreise als Horrortrip

30.01.19 (Georg Rudiger) -
Die letzte Uraufführung an der Wiener Staatsoper liegt mit Aribert Reimanns Oper „Medea“ acht Jahre zurück. Mit „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud und einem Libretto von Durs Grünbein hat nun das traditionsreiche Haus ein komplexes Werk gestemmt, das nicht nur mit einer riesigen Orchesterbesetzung, Live-Elektronik (SWR-Experimentalstudio), Bühnenmusik, Chor und einem großen Solistenensemble enorm gefordert wurde. Auch das Thema besitzt gerade in Österreich mit der Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ enorme Brisanz. Staud und Grünbein, die schon die früheren Opern „Berenice“ (2004) und „Die Antilope“ (2014) gemeinsam schrieben, haben sich auf die Suche nach dem Rechtsruck in Europa begeben, haben sich Hetzreden angehört und sich überlegt, wie man die Entmenschlichung optisch und klanglich ins Bild fassen kann.

Karpfen im Hochwasser – Stauds „Die Weiden“ an der Wiener Staatsoper uraufgeführt

09.12.18 (Georg Rudiger) -
Die letzte Uraufführung an der Wiener Staatsoper liegt mit Aribert Reimanns Oper „Medea“ acht Jahre zurück. Mit „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud und einem Libretto von Durs Grünbein hat nun das traditionsreiche Haus ein komplexes Werk gestemmt, das nicht nur mit einer riesigen Orchesterbesetzung, Live-Elektronik (SWR-Experimentalstudio), Bühnenmusik, Chor und einem großen Solistenensemble enorm gefordert wurde. Auch das Thema besitzt gerade in Österreich mit der Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ enorme Brisanz. Staud und Grünbein, die schon die früheren Opern „Berenice“ (2004) und „Die Antilope“ (2014) gemeinsam schrieben, haben sich auf die Suche nach dem Rechtsruck in Europa begeben, haben sich Hetzreden angehört und sich überlegt, wie man die Entmenschlichung optisch und klanglich ins Bild fassen kann.

Geliebte Häuser unter dem Seziermesser

17.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Es gibt ein Objekt, an dem kann man die intentionalistische Denkweise von Adolf Hitler durchgängig nachweisen: das ist die Bayerische Staatsoper. Die hat er 1912 dilettantisch genug als 23jähriger erstmals in Öl gemalt – und von da an war die Staatsoper das Institut, an dem er kulturelle Präsenz und Dominanz in Europa und auf der Welt durchziehen wollte – intentionalistisch: von Anfang an geplant und das hat er durchgezogen.“ So umreißt der federführende Theaterwissenschaftler Jürgen Schläder seine zentrale Erkenntnis aus der fast fünfjährigen Team-Arbeit an dem nun erschienenen Band.
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