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Alle Artikel kategorisiert unter »Kinderoper«

Circensisches Sammelsurium – „Pinocchios Abenteuer“ von Lucia Ronchetti an der Berliner Staatsoper

28.02.21 (Peter P. Pachl) -
Nach den Live-Streamings „Lohengrin“ und „Jenufa“ von der Staatsoper Unter den Linden gab es nun endlich auch eine Opernpremiere für die jungen Besucher ab 6 Jahren. Am Sonntag, dem 28. Februar um 11 Uhr war Lucia Ronchettis 2017 in Rouen uraufgeführte instrumentale Komödie „Pinocchios Abenteuer“ erstmals in deutscher Sprache zu erleben.

Zur Kuschellüge verharmlost – „Pünktchen und Anton“ an der Kinderoper Köln

14.02.21 (Roland H. Dippel) -
Die deutsche Erstaufführung von Iván Eröds Kinderoper nach Erich Kästners 1931 erschienenem All-Age-Roman „Pünktchen und Anton“ berührt eine Grundsatzfrage: Wie arglos oder investigativ darf (Kinder-)Theater sein? Die Stream-Inszenierung von Brigitta Gillessen für die Kinderoper Köln verharmlost Kästners Sozialstudie und menschliche Utopie. Damit bedient sie den retro-naiven Gehalt der Partitur keim- und bedenkenfrei.

Unübersehbar #39 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 12.2. bis zum 18.2.2021

11.02.21 (Dirk Wieschollek) -
Bevor die wertvolle Freizeit komplett von Friseurbesuchen absorbiert wird, hier die allfälligen, auch durch die Haarmähne noch unübersehbaren Wochenempfehlungen: Oper, Kinderoper, Ballett, Klaviermusik und Jazz ist diesmal angerichtet, und auch der Musikfachhandel spitzt schon mal aus dem Lockdown hervor. Was darf’s denn sein? [jmk]

Der Horror des „ersten Mal“ – Video-Uraufführung von Gordon Kampes Kinderoper „Spring doch“

20.06.20 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Hölle, das sind die anderen“ – haben wir nicht alle irgendwann in der Schulzeit Jean-Paul Sartres Satz zitiert und für die ganze Wahrheit gehalten? Speziell bezüglich Klassenkameraden und noch mehr „…dINNEN“, diesen Biestern! Genau das ist das Kernthema von Gordon Kampes Kinderoper, deren Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper in den Dezember verschoben werden musste – und jetzt eben unseren Kritiker Wolf-Dieter Peter an den PC holte.

Uraufführung von Elena Kats-Chernins „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ an der Komischen Oper Berlin

04.11.19 (Peter P. Pachl) -
Die Supermärkte verkaufen schon seit Wochen Jahresendprodukte und Weihnachtsspezereien, da kommt, im Schema des traditionellen Weihnachtsmärchens, mit Anfang November das erste musikalische Kinderstück. Die Novität, ein Auftragswerk der Komischen Oper Berlin, folgt dem Erfolgsschema der Kinderbücher Michael Endes als Vorlage für Opernpartituren. Zwar erzählt es mehr, als dass es auf schwache Bebilderung setzen könnte, aber es erweist sich musikalisch als durchaus gelungen, meint unser Rezensent Peter P. Pachl.

Weißer Regen, schwarzes Gold: Uraufführung von Jörn Arneckes Kinderoper „Der Eisblumenwald“ in Weimar

13.06.19 (Roland H. Dippel) -
„Ein Plädoyer für Poesie ohne plärrige Parolen“, so empfand unser Kritiker Roland H. Dippel Jörn Arneckes neue (Kinder-)Oper, die am Deutschen Nationaltheater zur Uraufführung kam. „Unspektakulär, unaufgeregt und fern von jeder Verniedlichung“ hat dieses Stück die Kraft, seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann zu ziehen. „Alles funktioniert, bleibt in Spannung. Kein einziger Zuschauer langweilt sich in dieser Stunde, weil das Ensemble engagiert agiert.“ Gelungen!

Viel Zuckerwatte: Pierantonio Valtinonis Oper „Der Zauberer von Oz“ am Theater Erfurt

10.02.19 (Roland H. Dippel) -
Zürich 2017. Berlin 2018, Erfurt 2019. Die Neuvertonung von „Der Zauberer von Oz“ des Italieners Pierantonio Valtinoni (geb. 1959) könnte ein Serienerfolg werden. Seine Oper auf den Text von Paolo Madron (geb. 1956) enthält kräftiges Spielfutter für Musiker und Bühne. Am Theater Erfurt verhielt man sich äußerst respektvoll und liebevoll zu dieser Partitur in der deutschen Fassung von Hanna Francesconi. Die Realisierung der Kinderchöre wurde in dieser Premiere zum Höhepunkt des Abends.

Uraufführung der neuen „Momo“-Vertonung im Münchner Gärtnerplatztheater

17.12.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Das Thema wirkt zeitlos – daher der lange, vielfältige Erfolg. Michael Endes Buch um Momo und die Zeitdiebe wurde in 14 Sprachen übersetzt, in 46 Ländern verlegt und millionenfach verkauft; dazu ab 1975 mehrere Verfilmungen, ein Zeichentrickfilm, dann eine Zeichentrickserie, Hörspiele, Schauspiel- und Tanzfassungen sowie seit 1978 mehrere Vertonungen: ein Klassiker, dem nur der Bühnendurchbruch bislang nicht so recht gelang.

Ziemlich verloren – Uraufführung von Dai Fujikuras „Der Goldkäfer“ am Theater Basel

11.03.18 (Georg Rudiger) -
„Ich verstehe kein Wort“, singt der junge Tenor Matthew Swensen als Sam. „Ein Mysterium“ raunt Anastasia Bickel in der Rolle seiner weißhaarigen Großmutter Anneli. Die neue Oper „Der Goldkäfer“ von Dai Fujikura, ein Auftragswerk der Basler Musikhochschule, ist zur Hälfte vorbei, da fallen diese Sätze, die dem rätselhaften, rund 80-minütigen Musiktheaterabend „für junge Menschen ab 8 Jahren“ auch als Überschrift dienen könnten.

„Der unglaubliche Spotz“ von Mike Svoboda als Vorweihnachtsmärchen an der Staatsoper

26.11.17 (Peter P. Pachl) -
In der Nachfolge der romantischen Künstleroper hat Mike Svoboda einen Musiktheaterbeitrag komponiert, mit einer Mesalliance, wie sie in den Opern von Ludwig Thuille vorgezeichnet ist: Komponist und Prinzessin lieben einander, aber der Vater König ist schwer geräuschempfindlich und mag keine Oper. Ein Erfinder am Hofe – er trägt bezeichnenderweise den Namen Einstein – sorgt für Abhilfe, zunächst mit einem Kopfhörer, der alle Schallwellen tötet, dann mit einem Gerät, das dem König im Schlaf die Klänge der neuen Oper in homöopathischen Dosen infiltriert, so dass er schließlich doch Musik mag – happy end.
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