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Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Homoki«

Traumlogik – Heinz Holligers Oper „Lunea“ am Opernhaus Zürich uraufgeführt

05.03.18 (Georg Rudiger) -
Die Musik beginnt ohne einen bewussten Anfang. Zarte Arpeggien auf der Harfe, dem Zymbal und dem Klavier vermischen sich mit Liegetönen in den Bläsern, gesummten Akkorden und Glockenschlägen zu einem Klangstrom, der immer in Bewegung bleibt. Heinz Holligers neue Oper „Lunea“, die bei ihrer Uraufführung am Opernhaus Zürich von ihm selbst dirigiert wird, bleibt nie stehen.

Traurige Schmonzette als zähe Revue – „Das Land des Lächelns“ am Opernhaus Zürich

22.06.17 (Georg Rudiger) -
Der schwarze Bühnenvorhang mit schmalen, goldenen Bordüren ist noch geschlossen, da wird im Orchestergraben der Züricher Oper die Musik angeknipst. Fabio Luisi geht mit der Philharmonia Zürich in die Vollen und fordert von Beginn an bei Franz Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ einen opulenten Sound, der das Melos betont und Streicherschmelz mit Blechglanz kombiniert. Und wenn die Melodie des Operettenschlagers „Dein ist mein ganzes Herz“ im Orchester erklingt, dann ist man schon mitten in der traurigen Schmonzette angekommen.

Vollmundiger Klang von Ohrwürmern

29.11.15 (Peter P. Pachl) -
Wirklich erst jetzt: „My Fair Lady“-Erstaufführung an der Komischen Oper Berlin. Kritiker Peter P. Pachl geht den Gründen nach.

Theaterlandschaft mit finaler Katastrophe – Alban Bergs „Wozzeck“ in Zürich

15.09.15 (Georg Rudiger) -
Gelber Bühnenrahmen, schwarzer Hintergrund. Aus dem Nichts tauchen Wozzeck und der Hauptmann auf. Wie im Kasperletheater lässt Regisseur Andreas Homoki die Figuren von unten hinter der hüfthohen Bande hochschnellen. Wozzeck schaut ins Leere, während der skurrile Hauptmann über die Ewigkeit sinniert. Generalmusikdirektor Fabio Luisi entwickelt mit der Philharmonia Zürich einen kammermusikalischen, ganz beweglichen Ton.

Durch die Brille Verdis – Schillers bürgerliches Trauerspiel „Luisa Miller“ mit der Musik von Verdi an der Staatsoper Hamburg

18.11.14 (Ute Schalz-Laurenze) -
Vor 33 Jahren wurde an der Staatsoper Hamburg die Hamburger Erstaufführung von Giuseppe Verdis „Luisa Miller“ in einer denkwürdigen Besetzung gespielt: Giuseppe Sinopoli dirigierte und Ruggiero Raimondi, José Carreras, Leo Nucci, Katia Riciarelli und Marjana Lipovsek sangen in einer umstrittenen Inszenierung von Luciano Damiani. Alles Namen, die noch heute im Kopf jeden Opernfreundes sind.

Nostalgische Leberkäs- und Weißwursthölle – Andreas Homoki inszeniert Wagners „Lohengrin“ an der Wiener Staatsoper

14.04.14 (Frieder Reininghaus) -
Will ein Intendant eines der maßgeblichen europäischen Opernhäuser einen in seiner Liga spielenden Kollegen zu einer Gastinszenierung einladen, ist die Auswahl nicht mehr allzu groß. Die meisten Kapitäne der großen Musiktheaterdampfer sind mehr oder minder begnadete Verwaltungsprofis – in Wien wie in Paris, Brüssel, London, Madrid oder an der Deutschen Oper Berlin, aber auch in den Container-Transportern von Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Essen, Hannover, Karlsruhe oder Antwerpen (Simone Young in Hamburg ist zugleich GMD und Intendantin, mithin eine wirkliche Ausnahme).

Tradition und theatralische Vielfalt

31.10.12 (Wolf-Dieter Peter) -
Kein Buch um irgendein Theater: Es geht um das neben „Bayreuth“ wohl zweite „Sanktuarium“ der deutschen, ja sogar gesamten Opernwelt – um das einstige „Felsenstein-Mekka“, Berlins­ „KO“. Für Nichtberliner ist allein schon theatergeschichtlich in­formativ zu lesen, wie sehr die Institution trotz sorgsamer Arbeits- und Stilpflege durch Harry Kupfer nach 1989 mit der Überwältigung durch „westliche“ und auch im künstlerischen Bereich „kapitalis­tische“ Strukturen und Verfahrensweisen zu kämpfen hatte.

Déjà-vu der vergangenen Jugend – Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ an der Komischen Oper Berlin

03.10.11 (Peter P. Pachl) -
Neben Offenbachs „Ritter Blaubart“ ist wohl kein fremdsprachiges Werk des Musiktheaters in deutscher Übersetzung so eng mit der Komischen Oper Berlin verknüpft wie Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“, das Walter Felsenstein hier 1956 inszeniert hat und das – noch in Schwarzweiß – auch verfilmt wurde (Arthaus DVD 101 297). Andreas Homoki wagte als Auftakt seiner Abschiedsspielzeit einen bejubelten Gegenentwurf, fern vom Realismus Felsensteins, aber auch fern jener poetischen Kinder-Fabelwelt von Katharina Thalbachs Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin.

Jubel im potemkinschen Kunstdorf: „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der Komischen Oper Berlin

27.09.10 (Peter P. Pachl) -
Fast dreißig Jahre ist es her, seit zum ersten und einzigen Male an der Komischen Oper Berlin „Die Meistersinger von Nürnberg“ herauskamen: Harry Kupfer inszenierte 1981 Wagners zweite – nach seiner frühen komischen Oper „Das Liebesverbot“ – ebenfalls heiter endende Bühnenpartitur auf der Drehscheibe und setzte damals, was Spielfreude angeht, neue Maßstäbe, aber auch klanglich, etwa durch die Besetzung der hohen Lehrbuben mit Counterstimmen, wie dem damals blutjungen Altisten Jochen Kowalski. Nun inszenierte Hausherr Andreas Homoki mit ähnlich spielerischem Impuls, inmitten kinetisch gesichts- und zunächst auch farbloser Häuser einer Spielzeugstadt Nürnberg und in einer herausragenden musikalischen Interpretation unter dem jungen Dirigenten Patrick Lange.

Differenzen mit Homoki: Carl St. Clair verlässt die Komische Oper vorzeitig

10.05.10 (nmz-red/Regensburg, PM) -
Carl St. Clair, der Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, beendet seine Tätigkeit vorzeitig zum Ende der aktuellen Spielzeit. Dies teilte die Komische Oper in einer Presseerklärung mit und begründete den Schritt mit „künstlerischen Differenzen“ zwischen St. Clair und dem Intendanten Andreas Homoki.
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