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Alle Artikel kategorisiert unter »Bayerische Staatsoper«

Klage vor leerer Pracht – Die Bayerische Staatsoper meldet sich ein bisschen zurück

08.06.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Krise macht auch auf künstlerischem Gebiet fundamentale Ungleichheiten offenbar. Der Kulturstaat Bayern fängt die Ausfallverluste seiner Staatsoper auf. Im Haus muss es also keine Existenzängste geben. Vielmehr kann die Leitung innovativ tätig werden, um gemäß den Lockerungsbestimmungen erste Angebote zu machen: „Fester Samstag I“ – „und folgende“ heißt eine Kammerkonzertreihe – für die auch unser Kritiker Wolf-Dieter Peter die Bühne des Nationaltheaters betrat.

Kein neuer Callas-Tod - Schließzeit an der Bayerischen Staatsoper verhindert Abramović-Uraufführung

04.04.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Keine Welt-Performance der „7 Deaths of Maria Callas“ von und mit Marina Abramović. Da bleiben nun zwei Jubelstürme aus – der eine von der PR-Agentur Marina Abramovićs: über den praktisch ohne eigenen Arbeitsaufwand kostenlos und weltweit zugänglichen Auftritt ihres Stars auf der Bühne „eines der besten Opernhäuser der Welt“. Unser Kritiker Wolf-Dieter Peter empfindet keinen Verlust beim Wegfall so vieler Todesarten.

Zertanztes Frauenschicksal – Cherkaoui scheitert in München an Glucks „Alceste“

28.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dienen – gar sich opfern? Ganz schön uncool in unseren Zeiten der Egomanen und ihrer Ego-Trips! Oder: typisch alter Opernstoff, irgendwie mythisch entrückt. Dann hat Christoph Willibald Gluck auch noch quasi-religiöse Ritualtänze, Pantomimen-, Kampf- und Feier-Musik in die Handlung integriert. Eine spezielle Herausforderung, weshalb der Belgier Cherkaoui mit seiner Tanzkompagnie Eastman für die Neuinszenierung an der Bayerische Staatsoper verpflichtet wurde. Wolf-Dieter Peter bleibt von der Inszenierung enttäuscht zurück.

Im Westen nichts Goldenes: Puccinis „La fanciulla del West“ an der Bayerischen Staatsoper

17.03.19 (Juan Martin Koch) -
In seiner vierten Operninszenierung hat sich der Filmregisseur Andreas Dresen („Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“, „Gundermann“) Giacomo Puccinis eher selten gespielte „Fanciulla del West“ vorgenommen. Seines eher unentschiedenen Zugriffs zum Trotz entwickelte sich dank einer famosen Ensemble- und Orchesterleistung ein packender Premierenabend an der Bayerischen Staatsoper.

Von Macht und Menschen – Kreneks „Diktator“ und Ullmanns „Zerbrochener Krug“ im Münchner Cuvilliéstheater

15.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie alle großen Opernhäuser pflegt auch die eben als Institution ausgezeichnete Bayerische Staatsoper begabte junge Sänger in einem Opernstudio an die Realität dieses Berufs heranzuführen. Dazu gehört als Höhepunkt der Saison eine eigene Produktion unter professionellen Bedingungen: das Münchner Kammerorchester, ein Nachwuchsdirigent, alle elf Solisten des Opernstudios, zwei Spielleiter der Staatsoper – alles im herrlichen Rahmen des Cuvilliéstheaters.

Personalia 2018/04

30.03.18 (nmz-red) -
Bach-Medaille für Levin +++ Ulrich Raulff wird neuer Präsident des ifa +++ Doppelt erneuertes Leitungsduo +++ Erster Jazzprof: Bernd Konrad +++

Tod im Zeittunnel: Lotte de Beer inszeniert Puccinis „Trittico“ an der Münchner Staatsoper

18.12.17 (Juan Martin Koch) -
Drei Operneinakter an einem Abend: Giacomo Puccinis „Il Trittico“ ist eine szenisch-musikalische Herausforderung der besonderen Art. Ihr stellte sich (nach einer deutschsprachigen Produktion 1959) die Bayerische Staatsoper nun zum zweiten Mal. Juan Martin Koch berichtet von einem umjubelten Premierenabend.

Von Moses, Flucht und Ankommen – Jugendprojekt der Bayerischen Staatsoper

17.12.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Titelseite des Programmhefts ist voll mit hierzulande üblichen Paragraphenkürzeln. Nur mühsam lässt sich dazwischen der Name „MOSES“ buchstäblich „entziffern“. Das ist ein gelungener Einstieg in die mit „NOAH“ 2016 begonnene Zusammenarbeit von jugendlichen Migranten mit Münchner Youngstern (vgl. nmz.de/online vom 13.05.2016). Nicht nur, dass Moses in Bibel wie Koran eine Rolle spielt, da sind eine ganze Menge weiterer Parallelen zu entdecken.

Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs: Mozarts „Le nozze di Figaro“ an der Münchner Staatsoper

27.10.17 (Juan Martin Koch) -
Figaro traut seinen Augen nicht. Was anfangs noch eine überschaubare Puppenbühne war, ein Nationaltheater en miniature, hat sich Akt für Akt zu einem Mammutbühnenbild (von Johannes Leiacker) ausgewachsen. So wie dieser „tolle Tag“ ihm und allen anderen zunehmend über den Kopf wächst.

Rossini als politische Entlarvung –„Semiramide“ an der Bayerischen Staatsoper

14.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Lord Actons Diktum „Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely“ erweist sich auch in unseren Tagen als zeitlos gültig. Das mag das Team um Regisseur David Alden bewogen haben, Rossinis herausforderndes und daher selten gespieltes Werk um die so legendäre wie berüchtigte assyrische Königin Semiramis in einer Diktatur zwischen dem antiken Babylon und dem heutigen Nordkorea anzusiedeln.
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