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Alle Artikel kategorisiert unter »Ensemble musikFabrik«

Heinrich Böll aus Kindermund – „dokupoetisches Musiktheater“ von Helmut Oehring im Kölner Staatenhaus

19.12.17 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus hat die Uraufführung von Helmut Oehrings neuestem Musiktheaterwerk in Köln besucht. Sein Bericht greift weit zurück in die Komponistenentwicklung seit 2001. Die Sentenz: „Wer mit der Kunst zu tun hat, braucht keinen Staat“ bekommt hier einen (un-)gewollt komischen Beigeschmack.

Das Unsichtbare spricht zu uns: NOW-Festival in Essen bot Grenzerfahrungen

09.11.17 (Stefan Pieper) -
„Grenzüberschreitung“ hatten die Macher von Essener Philharmonie und Folkwang-Musikhochschule als aktuelles Festival-Motto gewählt. Dieser inflationär überstrapazierte Begriff mutete fast wie Tiefstapelei an - den das zweiwöchige Essener Festival rund um die musikalische Gegenwart inklusive etlicher benachbarter Disziplinen eigentlich gar nicht nötig hat.

Donaueschinger Musiktage 2017 – Sonntag

Der letzte Festivaltag: Misato Mochizuki beschäftigt sich in ihrem Werk „Têtes“ – aufgeführt vom Ensemble Musikfabrik und dem Sprecher Paul-Alexandre Dubois – mit den Themen Übernatürlichkeit und Identitätsverlusts. Bill Dietz greift mit seiner „L‘école de la claque“ ins Konzert ein. Und im Abschlusskonzert der diesjährigen Donaueschinger Musiktage wird Séverine Ballon in Chaya Czernowins Solokonzert „Guardian“ für Violoncello und Orchester vom SWR Symphonieorchester begleitet.

Personalia 2017/04

02.04.17 (nmz-red) -
Visum bis zur Premiere für Ahmad Shakib Pouya +++ MDR-Sinfonieorchester: Kristjan Järvi geht 2018 +++ NDR Radiophilharmonie: Andrew Manze bleibt +++ Oesterdiekhoff verlässt Ensemble Musikfabrik +++

Bitte nicht diese Stacheldrahtmusik! – Die Düsseldorfer Tonhalle kuratiert sich ein „Schönes Wochenend“-Festival

23.02.17 (Georg Beck) -
Düsseldorf, im Februar – „Einfach fühlen“ empfiehlt das Logo der städtischen Tonhalle. Was man bei „Music. Mix. Mashup“ gefühlt hat, war vor allem eine tiefe Verunsicherung. Wie tief diese inzwischen sitzt, signalisiert ein chronisch gewordener Marketingsprech, mit dem dieser landeshauptstädtische Jahres­beitrag zur Deutung, Sichtung, Förderung der Gegenwartsmusik um Aufmerksamkeit heischt. Hauptsache, keinen Trend verpassen! Hauptsache, flott rüberkommen! Was natürlich nicht ohne Kollateralschäden abgehen kann. Damit der „Schönes Wochenende“-Music-Mixer ans Laufen kam, hatten Kunst, Kunstübung die Rolle des Futtermittel-Lieferanten zu übernehmen. Undankbar.

Leistungsschau junger Ensembles

04.02.17 (Rainer Nonnenmann) -
Sie brummt, schnurrt, knistert, knackt. Die Kölner Szene der Neuen Musik ist vitale Brutstätte, hochenergetischer Durchlauferhitzer und Sprungbrett. Die Klage über den verlorenen Ruf als einstige „Welthauptstadt der neuen Musik“ gehört inzwischen ebenso der Vergangenheit an wie die heroische Avantgarde der 1950er- und 60er-Jahre.

Das eine tun, ohne das andere zu lassen

28.09.16 (Rainer Nonnenmann) -
Weltweit für Furore sorgte das Ensemble mit der szenischen Gesamturaufführung von Karlheinz Stockhausens Oper „Sonntag“ 2011 in Köln sowie der europäischen Erstaufführung von Harry Partchs „Delusion of The Fury“ beim Festival Ruhrtriennale 2013, wofür Schlagzeuger Thomas Meixner in jahrelanger Arbeit Nachbauten sämtlicher Partch-Instrumente angefertigt hatte.

Das Kraftfeld der Galina Ustwolskaja

06.06.16 (Juan Martin Koch) -
Ein Klavier, acht Kontrabässe, ein Holzwürfel: Aus Galina Ustwolskajas Tag des Zorns gibt es kein Entrinnen. Man ist ihm ausgeliefert, als säße man selbst in dieser Kiste, auf die ein Hammer einschlägt. Auch das „Dona nobis pacem“, das dem „Dies irae“ in diesem Zyklus dreier „Kompositionen“ vorausgeht, ist mit seiner Besetzung aus Piccoloflöte, Tuba und Klavier eher ein schmerzverzerrter Schrei nach Frieden als dessen musikalisches Abbild.

Axthieb gegen das Uraltgespenst von Zeit und Raum – Winklers „Der Universums-Stulp“ im Wuppertaler Opernhaus

01.04.14 (Georg Beck) -
Zwei Würfel, die sich heben und senken, Räume öffnen für Aktion und Verwandlung, zugleich Projektionsfläche bieten für ein Videozuspiel neuen Typs. Dies die Kernidee einer Inszenierung, die auch in der letzten Vorstellung unter Beweis gestellt hat, dass sie imstande gewesen ist, ein fürs Musiktheater neues und vor allem neugieriges Publikum zu kreieren. Womit die Förderinstitution Kunststiftung NRW, gerade 25 Jahre jung geworden, sich selber sicher das schönste Geschenk gemacht hat.

Sein Credo bleibt die Hoffnung – Manfred Trojahn vertont Pasolini

19.12.13 (Christian Kröber) -
Es war eine lange, nicht ganz leichte Geburt, bis Manfred Trojahn seine „Le ceneri di gramsci“, Sechs Gesänge für Bariton auf Texte von Pier Paolo Pasolini, dem Wiener Publikum im hundertjährigen Konzerthaus präsentieren konnte. Bereits vor 13 Jahren hatten die Ernst von Siemens Musikstiftung und das Goethe Institut Rom die Idee geboren, ein Stück in Auftrag zu geben, das sich mit der zeitgenössischen Liturgie auseinandersetzen sollte.
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