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Alle Artikel kategorisiert unter »Lulu«

Was kann sie dafür? – Heidelberg zeigt seine neue zweiaktige „Lulu“ als digitales Preview

18.04.21 (Joachim Lange) -
Ein Preview, kein Surrogat. Alban Bergs „Lulu“ in der Ergänzung und Fassung von Eberhard Kloke für Kammerorchester und Soli feierte am Theater Heidelberg einmalige Premiere. Unser Kritiker Joachim Lange saß vor dem Bildschirm. Bühnenpraktisch gedacht und gemacht; er findet faszinierend, mit welcher vokalen Leichtigkeit und welchem rückhaltlosen körperlichen Einsatz Jenifer Lary die Wandlungen ihrer Lulu in Szene setzt.

Unübersehbar #48 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 16.4. bis zum 22.4.2021

15.04.21 (Dirk Wieschollek) -
Unsere Kandidaten stehen schon fest: Mythisches von Jean Sibelius, Loriots Kurz-„Ring“, die Fortsetzung der Hellerauer „Tonlagen“, Bergs „Lulu“ in einer besonderen Fassung und ein „Brückenrockdown“ von Bernd Begemann. Wählen Sie – die Richtlinienkompetenz liegt unübersehbar bei Ihnen! [jmk]

Lulus Utopie – Marco Štorman inszeniert am Theater Bremen Alban Bergs „Lulu“

29.01.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
Der Regisseur Marco Štorman mag nicht, dass Alban Bergs „Lulu“ ein Opfer ist. Das ist zwar nicht neu, aber 2019, im Jahr „einer aufregenden Debatte über Geschlechterrollen und -Definitionen“ (Štorman) will er mit unglaublicher Energie und Folgerichtigkeit in der 1937 uraufgeführten Oper gar eine Utopie darin sehen, dass gegenseitiges Unverständnis doch überwunden werden kann – wie auch immer.

Gebremste Frauenpower

25.10.17 (Juan Martin Koch) -
Die Tonträger-Ausbeute für Fans des Dirigenten Kirill Petrenko ist eher bescheiden, und das wird sich wohl auch erst dann ändern, wenn er sein Amt als Chef der Berliner Philharmoniker angetreten hat. Umso erfreulicher, dass nun wenigstens eine seiner bejubelten Amtshandlungen an der Bayerischen Staatsoper festgehalten wurde.

„Lulu ist meine Heldin“ – Barbara Hannigan ist als sensationelle Lulu in Alban Bergs „Lulu“ an der Hamburgischen Staatsoper

14.02.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Mit einem markerschütternden Schrei stirbt Lulu, ermordet von ihrem letzten Freier. Sie erhält als Requiem ein gut halbstündiges Violinkonzert. Mit diesem ebenso überraschenden wie ergreifenden Schluss endete die Premiere von Alban Bergs 1935 entstandener unvollendeter Oper „Lulu“ an der Hamburgischen Staatsoper.

Atemberaubende Klanglandschaften – Alban Bergs „Lulu“ in Weimar

Erstaunlich: Alban Bergs Oper „Lulu“ ist schon fast achtzig Jahre alt – im Deutschen Nationaltheater Weimar jedoch war dieses fraglos zum Kernrepertoire des 20. Jahrhundert gehörende Werk bislang noch nie zu erleben! Regisseurin Elisabeth Stöppler ist also die erste, die die Geschichte rund um Lulu und ihre Verehrer auf die traditionsreiche Bühne bringt.

Das war ein Stück Arbeit vom Feinsten –Holland Festival eröffnet mit Alban Bergs „Lulu“

04.06.15 (Frieder Reininghaus) -
Zu den großen Werken des Musiktheaters im 20. Jahrhundert, die unvollendet blieben, gehört „Lulu“. Alban Berg arbeitete an seiner zweiten Oper von 1928 an; er starb 1935 während der Skizzen zum dritten Akt. Der Torso wurde im Jahr nach Bergs Tod in Zürich uraufgeführt – im austrofaschistischen Wien war nicht daran zu denken. Friedrich Cerha komplettierte und instrumentierte den 3. Akt, der sich nicht nur geographisch aus Wien nach Paris und London bewegt, sondern bis zu einem gewissen Grad auch stilistisch neue Bahnen einschlägt (die 3aktige Fassung wurde 1979 im Pariser Palais Garnier aus der Taufe gehoben).

Die Welt im Labyrinth – Marlis Petersen und Kirill Petrenko setzten in München mit Alban Bergs Lulu auf musikalische Überwältigung

26.05.15 (Joachim Lange) -
In München ist die neue „Lulu“ ein musikalisches Ereignis! Im Ganzen und auf die Interpretin der Titelrolle bezogen. Dass sich Marlis Petersen mit dieser bei Wedekind (1864–1918) und dann bei Berg (1885–1935) allemal skandalumwitterten Femme fatale eine blutige Nase holte, war als kleiner Premierenunfall (nur) ganz wortwörtlich zu verstehen. Im Eifer des Gefechts verfehlte sie nämlich im zweiten Akt einen der Durchgänge im vollverglasten Labyrinth, mit dem der russische Regisseur und Ausstatter Dmitri Tscherniakov die Bühne vollgestellt hatte, und knallte gegen eine Glaswand. Mit einem geistesgegenwärtig gereichten Taschentuch und einer Live-Improvisation vom Feinsten (inklusive der kleinen Textkorrektur zu einem „mir geht es nicht gut“) überspielte sie das so, als würden die Blutspritzer auf dem weißen Kleid dazu gehören.

In Brüssel wird der Erdgeist freigesetzt: Krzysztof Warlikowski inszeniert Bergs „Lulu“ am Théâtre de la Monnaie

16.10.12 (Frieder Reininghaus) -
Lulu will, darf und kann nicht sterben. Unlängst präsentierte die Komische Oper Berlin eine grundlegende Neufassung von Alban Bergs unvollendet gebliebener Oper – Olga Neuwirth hatte eine weitgehende Neubearbeitung, eine Über- und Fortschreibung des auf Frank Wedekinds Dramen „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ gestützten Torsos angefertigt. Der eingebürgerten Traditionslinie folgend versuchte man es in Brüssel nun aber in der Hauptsache wieder mit der von Friedrich Cerha in den 60er- und 70er-Jahren komplettierten dreiaktigen Version, die allerdings diesmal gleich zu Beginn durch eine deklamierte Erweiterung bearbeitet und in die so manche Pause für stumme Choreographie eingelagert wurde.

Berg-Paraphrasen: Uraufführung von Olga Neuwirths „American Lulu“ an der Komischen Oper Berlin

01.10.12 (Peter P. Pachl) -
Was seit dem Anbruch des Regietheaters den Regisseuren recht ist, die Handlung in ihren Inszenierungen an andere Orte und in eine andere Zeit zu verlegen, dies ist Olga Neuwirth in ihrer vierten Oper billig: angeregt durch Otto Premingers Film „Carmen Jones“, einer freien Adaption von Bizets „Carmen“, verlegte die 1968 in Graz geborene Komponistin Alban Bergs Opernhandlung in ihrer Paraphrase ins New Orleans der Fünfziger- und ins New York der Siebzigerjahre.
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