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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikpädagogik«

Heißes Eisen oder rotes Tuch?

28.09.17 (Lars Oberhaus) -
Der Stellenwert frühkindlicher musikalischer Bildung wird nicht nur in Untersuchungen zur musikalischen Entwicklung und Begabung, sondern auch in aktuellen Wahlkampfreden explizit hervorgehoben. Dabei herrscht aus wissenschaftlicher, pädagogischer und bildungspolitischer Sicht großer Konsens, diesen Bereich zu stärken und zu fördern. Allerdings verdeutlichen zahlreiche Studien, dass die Erzieherinnenausbildung1 reformbedürftig ist und das Fach Musik eine untergeordnete Rolle spielt.2 Im Folgenden wird dafür plädiert, die musikbezogene Ausbildungssituation der Erzieherinnen grundlegend zu ändern und den Stellenwert musikbezogener Kooperationen und Fortbildungen sowie die Relevanz der musikalischen Früherziehung beziehungsweise Elementaren Musikpädagogik kritisch zu reflektieren.

Umfassende fachliche Vielfalt für alle Schularten

28.09.17 (BMU) -
Mit seinen fast 5.000 Mitgliedern ist der Bundesverband Musikunterricht e. V. (BMU) die tragende Organisationseinheit für Musiklehrkräfte an allen allgemeinbildenden Schulformen. Der Bundesverband gliedert sich in 16 Landesverbände. Er stellt damit die repräsentative Vertretung der Schulmusiker/-innen, Musiklehrer/-innen und Musikpädagogen aller Schularten dar. Seit nunmehr drei Jahren haben die musikpädagogischen Fachverbände AfS und VDS zueinander gefunden und mit ihrer Fusion zum Bundesverband Musikunterricht eine entscheidende Stärkung in fachlicher Kompetenz, musikdidaktischer Vielfalt und schulpolitischer Präsenz erreicht.

Buch-Tipps 2017/09

17.09.17 (Michael Wackerbauer) -
Günther Anders: Musikphilosophische Schriften. Texte und Dokumente, hg. v. R. Ellensohn, C. H. Beck +++ Lexikon Schriften über Musik, Bd. 1: Musiktheorie von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. v. U. Scheideler/F. Wörner, Bärenreiter/Metzler +++ Øivind Varkøy: Warum Musik? Zur Begründung des Musikunterrichts von Platon bis heute, Helbling

Dicht, kurzweilig – und gesund

05.09.17 (Elisabeth Danecker) -
Wer sich sportlich betätigt, weiß, dass er sich zunächst aufwärmen muss, bevor er seinem Körper (Höchst-)Leistungen abverlangen kann. Doch dass Musiker/-innen ihren Körper auf das stundenlange, tägliche Musizieren genauso vorbereiten und einstimmen müssen, wird noch zu selten thematisiert. Anders beim diesjährigen Tag der Musikpädagogik an der Würzburger Hochschule für Musik (HfM), bei dem sich alles um das „gesunde Musizieren“ drehte.

In mehreren musikalischen Kulturen zuhause sein

30.06.17 (Dorothee Barth) -
Das Musikleben in Deutschland ist bunt und vielfältig. Zeugnis dafür liefern in jüngster Zeit nicht zuletzt die Eröffnungskonzerte der Elbphilharmonie in Hamburg, in denen neben einer Vielzahl von Konzerten mit klassischer Kunstmusik ebenso Punk, Pop, HipHop, viele Spielarten des Jazz, experimentelle und orientalische Musik zu hören waren. Und nicht nur dort ist zu beobachten, dass sich musikalische Stilistiken, Genres und Kulturen immer weiter verzweigen, ausdifferenzieren und sich mitunter weltweit mischen in stets neuen Fusionen und Crossovers. Dabei entstehen Wechselwirkungen zwischen lokalen Traditionen, die globale Trends bearbeiten, und globalen Entwicklungen, die Lokales aufnehmen und weiterentwickeln.

Link-Tipps 2017/06

13.06.17 (Laura Wikert) -
Als lehrende Person ist man (im Idealfall) sein ganzes Leben lang auf der Suche nach neuen, besonderen Unterrichtsmaterialien für seine Schützlinge sowie inspirierenden Veranstaltungen zur eigenen Aus- und Weiterbildung. Die Internetwelt lädt grundsätzlich zum ewigen Stöbern ein – hier ein paar bemerkenswerte Fundstücke:

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

31.05.17 (Heike Henning) -
„Anregen – Vertiefen – Ausbilden. Komponieren im didaktischen Kontext“ – Unter diesem Titel fand vom 24. bis 25. März 2017 an der Universität Mozarteum in Salzburg ein kompositionspädagogisches Symposium statt, zu dem sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Komposition, Musiktheorie, Musikvermittlung, Instrumental- und Gesangspädagogik, Elementare Musik- und Tanzpädagogik sowie Schulmusik zusammenfanden. Organisiert wurde das Symposium vom Leitungsteam ConTempOhr, einem Kooperationsschwerpunkt „Wissenschaft und Kunst“ der Universität Salzburg und der Universität Mozarteum.

Verwässert statt verbessert

31.05.17 (Andreas Rossmann) -
„Jedem Kind ein Instrument“, dieser Titel formuliert ein Programm und mehr: Ein Grundrecht. Dass Kinder in der Schule das Spielen eines Musikinstruments genauso selbstverständlich lernen können wie Lesen und Schreiben, ist ein Angebot, das dem chronisch vernachlässigten musischen Unterricht eine neue, breite Offensive verschafft.

Musik in der Grundschule – ohne Studium?

30.05.17 (Julia Lutz) -
Studierende führen gemeinsam mit Lehramtsanwärtern (LAAs) Musikstunden durch, Lehrkräfte ohne Musikstudium nehmen an universitären Lehrveranstaltungen teil und erproben zusammen mit Studierenden neue Anregungen für ihren Musikunterricht, Schulklassen werden von einem Team aus Lehrenden unterrichtet: Eine phasenübergreifende Zusammenarbeit von Studierenden, LAAs und Lehrkräften ermöglicht allen Beteiligten, ihr Repertoire an Fachwissen, didaktischen Grundlagen und praxisbezogenen Beispielen zu erweitern, sich auszutauschen, Erfahrungen weiterzugeben und von jenen der anderen zu profitieren. Julia Lutz gibt einen Einblick in das Projekt „Netzwerk Musikunterricht“ und präsentiert ausgewählte Forschungsergebnisse.

Lehrer als Künstler

30.05.17 (Jan-Peter Koch) -
Mit der gerade erschienenen Publikation gibt die Gesellschaft für Musikpädagogik den zweiten Band der Reihe „Musikpädagogik im Diskurs“ heraus. Zusammengefasst sind hier die Ergebnisse der Tagung „Lehrer als Künstler“, die 2015 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main stattfand.
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