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Alle Artikel kategorisiert unter »Pelléas et Mélisande«

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!

Ruhrtriennale startet mit Debussys „Pelléas et Mélisande“

18.08.17 (dpa) -
Bochum - Die Ruhrtriennale startet am Freitag (19.30 Uhr) mit der Oper «Pelléas et Mélisande» von Claude Debussy in die dritte und letzte Spielzeit unter Intendant Johan Simons. Die Neuinszenierung der Oper hat Simons in die Hände des polnischen Regisseurs Krzysztof Warlikowski gelegt. Die musikalische Leitung hat Sylvain Cambreling.

Simons' letzte Schicht - Ruhrtriennale startet

15.08.17 (Dorothea Hülsmeier, dpa) -
Bochum - Die Ruhrtriennale startet am Freitag (18. August) in ihre letzte Saison unter Intendant Johan Simons. Zum Auftakt des sechswöchigen experimentellen Festivals ist die Neuinszenierung von Claude Debussys Oper «Pelléas et Mélisande» mit der kanadischen Sopranistin Barbara Hannigan in der Jahrhunderthalle in Bochum zu erleben.

Wahrheitserkundungen – La 68ème édition du Festival d’Aix-en-Provence

06.07.16 (Frieder Reininghaus) -
Im vergangenen Jahr gab es beim Festival d’Aix-en-Provence Ärger und Zensureingriffe wegen vier Köpfen und Osmins Rache-Orgie „erst geköpft und dann gehangen“. Martin Kušejs Inszenierung der „Entführung aus dem Serail“ wollte zeigen, dass von religiösen Fanatikern auch 2015 enthauptet wird. Um Wiederholungsfälle weiträumig zu vermeiden, schien Festivaldirektor Bernard Foccroulle heuer auf Nummer sicher gehen zu wollen.

Die schwangere Melisande – Peter Sellars inszeniert Debussys Oper in der Berliner Philharmonie

17.12.15 (Peter P. Pachl) -
Der amerikanische Regisseur Peter Sellars hat vor zwei Dezennien Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ im Musiktheater in Amsterdam als eine heutige Szenenfolge bebildert. Die Neuinszenierung des derzeitigen „Artist in Residence“ der Berliner Philharmoniker nutzt die zahlreichen Ebenen der im Berliner Volksmund „Circus Karajani“ genannten Philharmonie für seine überaus intensive, auf klassische Requisiten verzichtende und eine die Handlung auch in den Zwischenspielen weiterführende Darstellung eines permanenten, offenen Voyeurismus.

Sinnentleerter Symbolismus – Münchens Opernfestspieleröffnung „Pelléas et Mélisande“ endet in einem Buh-Sturm

29.06.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Schön, dass die Bayerische Staatsoper einen der besten „Sänger-Scouts“ der Opernwelt hat. Pål Moe gelang prompt die Zusammenstellung einer kaum besser vorstellbaren Besetzung für Debussys „Anti-Tristan“. Auch Dirigent Constantinos Carydis überzeugte mit dem Staatsorchester im Graben des Prinzregententheaters in einer anfangs feinsinnig lyrischen, dann zunehmend dramatischen Deutung der Partitur. Für sie alle uneingeschränkte „Bravi!“ – und ansonsten vehementes „Buh!“.

Semperoper geht baden: Alles plätschert bei „Pelléas et Mélisande“

26.01.15 (Michael Ernst) -
Wer Maurice Maeterlinck liest und Claude Debussy hört, wird unweigerlich ein Gespür dafür bekommen, was mit dem Begriff vom künstlerischen Symbolismus gemeint ist. Flucht vor der Realität ist sicherlich nur ein Aspekt dieser Kunstwelt, wie sie in der 1902 uraufgeführten Oper „Pelléas et Mélisande“ geradezu kulminiert. Es werden Konstrukte sinnlicher Scheinuniversen erzaubert, die einzig in den Köpfen hausen, von dort aus aber – im günstigsten Fall – ganz tief in die Herzen sprechen.

Edle Familie als Kampfzone – Differenzierte Deutung von Debussys „Pelléas et Mélisande“ im Theater Augsburg

16.03.14 (Wolf-Dieter Peter) -
„Ich bin nicht glücklich“ singt die zauberhaft zwischen Realität, Trauma und Traum geisternde Kindfrau Mélisande – in der Uraufführung 1902 sollen Stimmen im überfordert verständnislosen Publikum zurückgerufen haben „Wir auch nicht!“ Davon kann im Theater Augsburg keine Rede sein.

Gefängnis der Wohlanständigkeit: Claude Debussys „Pelléas et Melisande“ an der Oper Frankfurt

05.11.12 (Wolf-Dieter Peter) -
Debussys Familientragödie – das ist ein Stück für Regisseur Claus Guth und seinen vertrauten Ausstattungspartner Christian Schmidt, dazu Christian Gerhaher und Christiane Karg mit Debüts in den Titelrollen, ein Kenner und Könner wie Friedemann Layer an der Spitze des stilistisch ja wunderbar formbaren Frankfurter Museumsorchesters… ein Erfolg schien vorprogrammiert.

Spektakuläre Behutsamkeit: Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ in Robert Wilsons trunken schöner blauer Bildwelt an der Pariser Opéra Bastille

13.03.12 (Peter Krause) -
Paris feiert seinen Debussy. Bevor in 2013 auch hier Verdi und Wagner zum Doppeljubiläumsjahr ausgiebig gehuldigt wird, gedenkt man an der Opéra Bastille derzeit des 1862 geborenen Impressionisten – mit „Pelléas et Mélisande“ in Regie und Bühnenbild von Robert Wilson. Die ursprünglich für die Breitwandbühne des Großen Festspielhauses von Salzburg konzipierte Inszenierung passt wunderbar hierher, nicht zuletzt, weil sie dem ästhetischen Empfinden der Franzosen, die allzu krasser Regietheater-Verfremdung wenig Zuneigung entgegenbringen, so sehr entgegenkommt.
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