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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Wotan – Allein zuhaus: Peter Konwitschny startet in Dortmund mit der „Die Walküre“ in seinen Ring

22.05.22 (Joachim Lange) -
Der Auftakt seines Ring-Projektes in Dortmund zeigte den Regie-Altmeister Peter Konwitschny von der besten Seite und in Hochform. Im szenischen Detail und der Personenführung hochsouverän, musikaffin wie nur wenige, und eben auch fündig bei der Suche nach dem Menschlichen selbst beim göttlichen Personal.

An der Bruchkante: Puccinis „Turandot“ am Theater Regensburg

22.05.22 (Juan Martin Koch) -
Vieles ist schon versucht worden, um Giacomo Puccinis letzter, unvollendet gebliebener Oper einen überzeugenden Schluss zu verpassen. Nicola Raab hat für ihre Regensburger Inszenierung eine intelligente Lösung parat, findet Juan Martin Koch.

Die Diva und das Bild: Giacomo Puccinis „Tosca“ am Staatstheater Košice

21.05.22 (Roland H. Dippel) -
Die wegen der Pandemie von Februar auf den 10. Mai verschobene Premiere von Giacomo Puccinis „Tosca“ im Staatstheater Košice wurde durch die Realität hinter der nur 100 Kilometer entfernten Grenze zur Ukraine eingeholt. Der Bassbariton Mihály Podkopájev konnte nicht wie vorgesehen mitwirken, weil er zum Kriegsdienst für die Ukraine eingezogen wurde und deshalb nicht in die Slowakei reisen durfte. „Nach über zwei Monaten“ sagt Operndirektor Roland Khern Tóth, „ist es wichtig, trotz der Katastrophen eine Normalität aufzubauen, und dadurch die Menschen zu stärken.“. Die Atmosphäre in der Stadt mit dem zweitgrößten Theater und dem größten Denkmalschutz-Quartier der Slowakei wirkt ruhig. Nationalflaggen der Kriegsgegner sind in der Altstadt und an deren Rändern nicht zu sehen.

„Ein Rot, das bleibt“ – „Galen“, Oper von Thorsten Schmid-Kapfenburg am Theater Münster uraufgeführt

Die Rezeption des Wirkens von Clemens August Graf von Galen teilt sich bis heute in zwei Lager: den einen gilt der Bischof von Münster als mutiger Mann, der sich gegen die Diktatur der Nationalsozialisten gestellt hat; die anderen kritisieren, er habe - wie weite Teile des deutschen Klerus‘ - viel zu wenig getan und der Verfolgung und Ermordung der jüdischen Glaubensschwestern und -brüder tatenlos zugesehen. Jetzt ist Bischof von Galen im Theater Münster zum Zentrum einer abendfüllenden Oper geworden, komponiert von dem Detlev Glanert-Schüler, Dirigenten und Pianisten Thorsten Schmid-Kapfenburg.

Liebe als Zwang, als Pflicht und als Lust: Italo Montemezzis „Liebe der drei Könige“ in Lübeck

16.05.22 (Arndt Voss) -
Schleswig Holstein präsentiert sich für eine Woche als Land der Entdeckungen. In Kiel fand Alessandro Scarlattis „Cambise“ nach 303 Jahren auf die Bühne zurück und Lübeck überraschte mit Italo Montemezzis Oper „L’amore dei tre re“, nicht gleichermaßen altertümlich, dennoch ebenso ausgefallen.

Zwingende Zumutung: „The Damned and the Saved“ von Malin Bång und Pat To Yan bei der Münchner Biennale

16.05.22 (Juan Martin Koch) -
Als letzte Uraufführung der diesjährigen Münchner Biennale für neues Musiktheater ging „The Damned and the Saved“ über die Bühne der Muffathalle. Was Komponistin Malin Bång aus der Vorlage von Pat To Yan gemacht hat, ergibt den schlüssigsten Premierenabend des Festivals, findet Juan Martin Koch.

Auf der Zauberinsel – Giuseppe Gazzanigas „L’Isola d’Alcina“ bei den Schwetzinger Schlossfestspielen

16.05.22 (Joachim Lange) -
Macht einfach Spaß, findet unser Kritiker Joachim Lange bei Giuseppe Gazzanigas „L’Isola d’Alcina“. Voremanzipatorisch subversiv im Gehalt, die Solistinnen und Solisten sind spielfreudig, das Orchester L’ARTE DEL MONDO brenne ein temperamentvoll sprühendes Feuerwerk ab. Ein verzauberndes „fürstliches Vergnügen“. Dazu Bilder und Töne von nmzMedia in unserem Bericht.

Glauben im Sonderangebot – Karol Szymanowskis „Król Roger“ in Cottbus entfesselt Sogwirkung

16.05.22 (Joachim Lange) -
Karol Szymanowskis (1882-1937) einzige Oper „König Roger“ entfaltet auch am Staatstheater in Cottbus vor allem ihre unglaubliche musikalische Wucht. Der 1926 uraufgeführte kurze Dreiakter des polnischen Komponisten kann sich in der Beziehung durchaus neben „Salome“ von Richard Strauss oder „Penthesilea“ von Otmar Schoeck sehen bzw. hören lassen. Obendrein sind bewusst französische, gar orientalische Klangfarben unter die aufrauschende Opulenz gemischt.

Konzentriert und symbolhaft – Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ in Duisburg

14.05.22 (Guido Krawinkel) -
Es ist vollbracht! Drei Jahre lang schleppte man an der Deutschen Oper am Rhein die Produktion von Viktor Ullmanns Einakter „Der Kaiser von Atlantis“ nun schon mit durch die Spielpläne, nun hat es auf der Bühne des Theaters Duisburg endlich geklappt mit der Premiere. Und wieder wäre man fast gescheitert: in letzter Minute musste krankheitsbedingter Ersatz für zwei Rollen gefunden werden, und das – kleine Pointe am Rande – hatte noch nicht mal was mit Corona zu tun.

Klangsinnarm und harmlos: Benjamin Brittens „A Midsummer Night‘s Dream“ in Frankfurt

13.05.22 (Dieter David Scholz) -
Zum fünften Mal führt Brigitte Fassbaender Regie bei Brittens „A Midsummer Night‘s Dream“. Die Realisation an der im Bockenheimer Depot der Frankfurter Oper bleibt blass: „da ist nichts Gespenstisches, Subversives, Freches zugange“, findet unser Kritiker Dieter David Scholz. Das liege auch im „allzu vorsichtigen Dirigat des britischen Frankfurt-Debütanten Geoffrey Paterson, das ohne dramatisches Temperament Kraft und gestalterische Chuzpe die Musik Brittens weitgehend teilnahmslos buchstabiert.“
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