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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Puccinis Wild-West-Oper mit Stuntmen – „La fanciulla del West“ an der Staatsoper Unter den Linden

14.06.21 (Peter P. Pachl) -
Lange hat es gedauert, bis jene Oper Giacomo Puccinis, die er selbst für seine beste erachtete, den Weg an die Berliner Staatsoper gefunden hat. Deren erste Aufführung war zugleich die erste Premiere nach der COVID-19-bedingten Schließzeit. Neben dem Live-Publikum im (immer noch ausgedünnten) Auditorium war diese Erstaufführung auch als live-Streaming zu erleben, und gleichzeitig für Opernfreund*innen in 200 Autos am Tempelhofer Feld als live-Kino-Übertragung.

Originelle Novität: Online-Premiere der Kammeroper „Isolation Club“ in Chemnitz

14.06.21 (Joachim Lange) -
Die alte Binsenweisheit, dass Not erfinderisch macht, klingt in Coronazeiten wie Selbstermunterung. Stimmt aber trotzdem oft. Zum Beispiel im Falle des jüngsten Auftragswerkes des Theaters Chemnitz, das am Freitag seine online-Premiere hatte. Titel: „Isolation Club“. Genre: Kammeroper mit Beats für zwei Sänger.

Wir spielen – Wagners „Das Rheingold“ in der Deutschen Oper Berlin

13.06.21 (Peter P. Pachl) -
Der neue „Ring“-Zyklus an der Deutschen Oper Berlin sollte sich ursprünglich kontinuierlich vom Vorabend bis zum dritten Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ aufbauen. Situationsbedingt war die „Rheingold“-Premiere entfallen und wurde – ziemlich genau vor einem Jahr – durch eine, wie nun festzustellen, der Regiearbeit von Stefan Herheim nicht unverwandte, verkürzte Inszenierung von Neill Barry Moss auf dem Parkdeck der Deutschen Oper ersetzt.

(In-)Fragestellungen – „The Making of Blond“ an der Deutschen Oper Berlin

09.06.21 (Peter P. Pachl) -
In der ehemaligen Tischlerei der Deutschen Oper Berlin, deren Bühne für Experimentelles, war eine – im Fond Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes geförderte – Uraufführung zu erleben: „The Making of Blond“ als Behauptung einer noch in Arbeit befindlichen Partitur als virtueller Anordnung mit einem chipgesteuerten Besucher. Vorgriff auf eine nahe Zukunft der Oper? Peter P. Pachl besuchte die von der Dramaturgin Sabrina Zwach, gemeinsam mit dem Sound- und Mediendesigner Fabian Kühlein unterfütterte Produktion.

Wollen muss man – Ralph Benatzkys „Weißes Rössl“ im Harzer Vorvorvoralpengebiet

08.06.21 (Joachim Lange) -
In Quedlinburg hat jetzt auch das „Weiße Rössl“ wieder fürs Publikum geöffnet. Das Nordharzer Städtebundtheater meldet sich in Quedlinburg Ralph Benatzkys Erfolgsstück bei seinem Publikum zurück!

Bereits abgestanden – Premiere des „‚Zigeuner‘-Barons“ an der Komischen Oper Berlin

07.06.21 (Peter P. Pachl) -
„Diskurs-Operette“ nennt Tobias Kratzer, der Regisseur der im Vorjahr ausgefallenen und auf den Sommer 2022 verschobenen Bayreuther Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“, Johann Strauß‘ Operette „Der Zigeunerbaron“. Mit ihr wurde an der Komischen Oper Berlin deren im Oktober vergangenen Jahres unterbrochene Premierenreigen fortgesetzt:

Der heilige Emigrant der Schlachthöfe – Luigi Nonos „Intolleranza 2021“ aktualisiert in Wuppertal

06.06.21 (Regine Müller) -
Wir erinnern uns: Am Beginn der Pandemie gab es vor dem ersten Lockdown einige so genannte „Geisterpremieren“, bei denen fertig gestellte Produktionen wenigstens vor einer kleinen Schar Kritiker*innen erstmals gegeben wurden. Das geschah zum einen, um den Produktionsprozess geregelt zu seinem Ende, nämlich bis zur Premiere zu führen. Und zum anderen hoffte man wohl auch, der Lockdown sei nur von kurzer Dauer und das Presseecho wäre bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch nicht verhallt. Nun gab es in Wuppertal eine Art Déjà-vu mit der Premiere von Luigi Nonos „Intolleranza 2021“, die erneut nur vor Kritiker*innen gespielt und dabei für spätere Streamings aufgezeichnet wurde.

Der ‚böse Blick‘ auf das Leben – Aribert Reimanns „Die Gespenstersonate“ in Lübeck

25.05.21 (Arndt Voß) -
Man kann nicht umhin: Corona, dieses fiese kleine Ding, spielt mit, auf der Bühne, im Orchestergraben, auch bei der peniblen Prozedur für die, die ein personalisiertes Einlasszertifikat besitzen. Wenn dann alle Punkte der Checkliste für den „Theaterbesuch im Rahmen des Modellprojekts“ abgehakt sind und wenn sich herausstellt, dass der ehrwürdig alte Schmuckvorhang in Lübecks Jugendstilhaus delikat zum Stück passt, ist alles vergessen. Es zählt nur eins: man darf wieder Theaterluft schnuppern!

Museum ohne Abgrund – Aribert Reimanns „Lear“ kehrt ins Nationaltheater München zurück

24.05.21 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Geschichte ist ein Schlachthaus“ hat Heiner Müller lapidar festgestellt. Damit knüpfte er an Thomas Hobbes an, der rund vierhundert Jahre zuvor schon den „Menschen als des Menschen Wolf“ charakterisierte, als Engländer, dessen Königsgeschichte einem Schlachthaus gleicht. Shakespeares „König Lear“ greift da auf den mythisch nebeligen Anfang zurück. Die Vertonung des blutigen Dramas bildete im Juli 1978 den Höhepunkt der Münchner Opernfestspiele.

Leise, deutlich, intim: Giuseppe Scarlattis Kantate „Amore prigioniero“ im Liebhabertheater Kochberg

17.05.21 (Roland H. Dippel) -
Es gibt Orte, die ihre Aura nur bei physischer Anwesenheit offenbaren. Zu diesen gehören der Landschaftspark und das Liebhabertheater Schloss Kochberg. Um in die flächenmäßig ausgedehnte Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel zwischen Weimar, Jena und Rudolstadt zu kommen, braucht man ein Auto, gutes Schuhwerk oder ein leistungsstarkes Fahrrad – vor allem also Zeit. Für den Themensommer 2021 „Arkadien!“ der Klassik Stiftung Weimar stehen Joseph Haydns Oper „Der Apotheker“ (die erste internationale Koproduktion des Theaters), Goethes Lustspiel „Die Mitschuldigen“ und vor allem Giuseppe Scarlattis Kantate „Der gefangene Amor oder Amor in Fesseln“ auf dem Spielplan.
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