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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Das hat Offenbach nicht verdient: „Je suis Jacques“ an der Oper Köln geht daneben

25.06.19 (Dieter David Scholz) -
Zum 200. Geburtstag hat sich die Oper Köln ein spezielles Programm ausgedacht: eine „Jubiläums-Offenbachiade“. Unser Kritiker Dieter David Scholz kann dem nicht mal gar nicht viel abgewinnen, sondern eher fast gar nichts. „An den Haaren herbeigezogene Überleitungen“, biedere Rahmenhandlung, musikalisch kaputtreduziert. Die Oper Köln habe „sich und Offenbach mit dieser trostlosen Jubiläumsveranstaltung zum 200sten Geburtstag des vielleicht bedeutendsten Sohnes der Domstadt keinen ehrenvollen Dienst erwiesen.“

Einen Schritt weiter – Atemberaubender „Macbeth“ an der Flämischen Oper Antwerpen

24.06.19 (Joachim Lange) -
Die Flämische Oper beschließt in Antwerpen die Dekade unter Leitung von Aviel Cahn mit einem von Michael Thalheimer atemberaubend inszenierten „Macbeth“. Nein, sie stehen nicht nur am Abgrund und schauen hinein. Sie sind längst einen Schritt weiter. Ganz tief unten. Von Anfang an. Joachim Lange spricht Klartext.

Eine sexzessive „Traviata“-Premiere am Theater Lübeck

17.06.19 (Arndt Voß) -
Giuseppe Verdis „La Traviata“ gilt als eine der meist gespielten Opern, ein Merkmal ihrer Beliebtheit. Auch das Theater Lübeck wollte sein Publikum nicht lang darben lassen und offerierte ihm nach nur sieben Spielzeiten erneut die großen musikalischen Momente, das Vorspiel mit dem zauberhaften Beginn und dem schwelgenden Liebesmotiv, das immer zündende Trinklied und all das, was danach noch als Gemütsbalsam folgt. Eines sei noch hervorgehoben, weil es in der neuen Inszenierung gesanglich besonders imponierte, das „Pura siccome un angelo“, das engelhaft Reine, das Vater Giorgio Germont bei seiner Tochter bewahrt haben wollte. Arndt Voß mit Einblicken zur Premiere.

Böhmische Dörfer, aber in Farbe! Bedřich Smetanas „Verkaufte Braut“ an der Oper Leipzig

17.06.19 (Joachim Lange) -
Bei Opern der großen Tschechen Bedřich Smetana (1824-1884), Antonín Dvořák (1841- 1904) und Leoš Janáček (1854-1928) ist es schon eine ernsthafte Frage, ob man die überhaupt in einer deutschen Übersetzung spielen sollte. Vor allem Janáček hat viel über das Melodische seiner Muttersprache und deren Nähe zur Musik nachgedacht. An der Oper in Leipzig gibt es die 1866 uraufgeführte „Verkaufte Braut“ jetzt in der ziemlich abgehangenen deutschen Text-Fassung von Max Kalbeck aus dem Jahr der deutschsprachigen Erstaufführung der Oper in Wien 1893. Joachim Lange berichtet.

Weißer Regen, schwarzes Gold: Uraufführung von Jörn Arneckes Kinderoper „Der Eisblumenwald“ in Weimar

13.06.19 (Roland H. Dippel) -
„Ein Plädoyer für Poesie ohne plärrige Parolen“, so empfand unser Kritiker Roland H. Dippel Jörn Arneckes neue (Kinder-)Oper, die am Deutschen Nationaltheater zur Uraufführung kam. „Unspektakulär, unaufgeregt und fern von jeder Verniedlichung“ hat dieses Stück die Kraft, seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann zu ziehen. „Alles funktioniert, bleibt in Spannung. Kein einziger Zuschauer langweilt sich in dieser Stunde, weil das Ensemble engagiert agiert.“ Gelungen!

Interkultureller Klangmix: Aftab Darvishis „Turan Dokht“ verweist auf die Wurzeln von Puccinis Opernhit

13.06.19 (Regine Müller) -
Regine Müller besuchte das Holland Festival. Bei der Aufführung von Aftab Darvishis erwartete sie „ein gut verdaulicher, gemessen dahinfließender Klangmix an, der im weitesten Sinne orientalische Klänge, westlich weichgespült mit befremdlich anmutenden Originalzitaten aus Puccinis ‚Turandot‘ mixt“. Was das alles mit „kultureller Aneignung“ und ästhetischer Affirmation zu tun hat, lesen Sie in ihrer Kritik im Detail.

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ im Stile einer Commedia dell’arte in Kiel

12.06.19 (Arndt Voß) -
Nach der Premiere von Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ in Hannover vor wenigen Tagen, gab es jetzt auch eine Premiere dieses späten Werks am Theater Kiel, geprägt von einer schlüssigen Inszenierung und von großer Sangeslust. Unser Kritiker Arndt Voß sah eine Aufführung, die gut ankam.

Lautstark und antiquiert – „Rigoletto“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden

10.06.19 (Peter P. Pachl) -
Durch die neue Produktion von Giuseppe Verdis Melodramma in drei Akten an der Staatsoper verfügen nun alle drei Berliner Opernhäuser über Inszenierungen des „Rigoletto“ in ihrem Repertoire. Unter der musikalischen Leitung von Andrés Orozco-Estrada steht Unter den Linden nun die lauteste, in der Regie von Bartlett Sher überaus antiquierte Lesart auf dem Programm. Gleichwohl kommt sie beim Publikum – knapp eine Woche nach der Premiere – gut an. Peter P. Pachl informiert.

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ am Niedersächsischen Staatstheater Hannover

09.06.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
In Claudio Monteverdis letzter Oper sind die Menschheitsfragen höchst aktuell, meint unsere Kritikerin vor Ort, Ute Schalz-Laurenze. Die Inszenierung von Ingo Kerkhoff setzt auf psychologische Deutlichkeit, das Sängerinnen-Ensemble überzeugt durchweg.

Musikalische Glanzleistung: Dvořáks „Katja und der Teufel“ in Dessau

03.06.19 (Roland H. Dippel) -
Antonín Dvořák wollte in seinen letzten Lebensjahren nur noch für die Bühne komponieren. Vor „Rusalka“ vollendete er eine andere Märchenoper, die seit ihrer Uraufführung im Prager Nationaltheater 1899 in Tschechien zum Standardrepertoire gehört, sich aber im deutschen Sprachraum nach der Erstaufführung 1909 in Bremen nicht behaupten konnte. Ein kaum entschuldbares Versäumnis. Das Anhaltische Theater Dessau macht mit dem hierzulande unterschätzten Werk bekannt. Man feierte „Katja und der Teufel“ („Čert a Kača“) auch nach der zweiten Vorstellung mit langem Jubel. Eine Empfehlung von Roland H. Dippel.
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