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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Sternstunde des Musiktheaters: Giuseppe Verdis „Simon Boccanegra“ an der Deutschen Oper Berlin

30.01.23 (Dieter David Scholz) -
Giuseppe Verdi hatte die Oper „Simon Boccanegra“ für das Teatro La Fenice komponiert, wo sie 1857 uraufgeführt wurde. Am 29.01 2023 ging an der Deut­schen Oper Berlin die Premiere einer Neuinszenierung über die Bühne, die der international gefragte, junge Regisseur Vasily Barkhatov (er wurde 1983 in Moskau geboren) und der italienische Dirigent Jader Bignamini (der 47-Jährige ist Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra) verantworten. Die Produktion des jungen Teams wurde zu einer Sternstunde des Musiktheaters.

Krach im Treppenhaus – An der Oper Leipzig lässt „Don Giovanni“ im eigenen Miethaus die Puppen tanzen

30.01.23 (Joachim Lange) -
Bevor der erste Ton zur dritten Vorstellung des neuen Leipziger „Don Giovanni“ erklingt, eine gute Nachricht: Das Haus ist so gut wie ausverkauft. Und man sieht erstaunlich viele junge Gesichter im Publikum. Zumindest bei Mozart und seiner Oper der Opern ist nichts von postpandemischer Publikumsverweigerung zu spüren. 

Die Satire beißt nicht – Die Dresdner Militär-Offenbachiade neu einstudiert im Münchner Gärtnerplatztheater

27.01.23 (Wolf-Dieter Peter) -
 „Diesmal mokieren wir uns über den Krieg, und der Krieg steht vor unseren Toren“ notierte Librettist Ludovic Halévy 1867 in sein Tagebuch, im Umfeld der Uraufführung von Jacques Offenbachs „Die Großherzogin von Gerolstein“. 1866 hatte Bismarcks Preußen Österreich aus der deutschen Frage gedrängt. 1870 begann der fatale Deutsch-Französische Krieg. Jetzt, 2023, herrscht Krieg – geografisch und medial nahe gerückt – schwere Zeiten für die Satire…

Blutige Wände – Michael Thalheimer und Jonathan Nott formen in Genf einen „Parsifal“ nach ihrem Bilde

26.01.23 (Joachim Lange) -
Da die Welt, in der Richard Wagners Werke leben, so etwas wie ein eigenes Universum ist, fragt man sich am Ende, nach dem eindrucksvollen „Parsifal“, der gerade mitten in der Woche im Grand Théâtre de Genève vor nicht ganz gefülltem Saal über die Bühne ging, ob man von diesem Regisseur auch einen „Ring des Nibelungen“ durchexerziert bekommen möchte. Gelegenheit für Blutbäder und die notorische Brutalobühnenbild-Metaphorik, die bei Michael Thalheimer zum Markenkern gehören, böte die Tetralogie.

Schwerin: Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“ als Ost-West-Idylle

25.01.23 (Arndt Voß) -
Die Themen heute sind anders. Aber als Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“ 1963 erschien, war das Werk von großem Belang. Der Mauerbau schuf kurz vorher eine Situation, die schockierte, wie es nun Putins Einmarsch in die Ukraine tut. Ist vergleichbar, was am Dnjepr geschieht und was einst Berlin und Deutschland zerriss? Die jüngste Inszenierung am Mecklenburgischen Theater in Schwerin mag darauf abzielen, wenn es 60 Jahre später das Literaturereignis noch einmal befragt. Als Form wurde das Musical gewählt.

Vielleicht doch Liebe? – „Lady Macbeth von Mzensk“ an der Hamburgischen Staatsoper

25.01.23 (Ute Schalz-Laurenze) -
„Die musikalische Leitung dieses ‚Psychothrillers‘ hatte Kent Nagano und obschon man sich so einiges greller, krasser, auch wilder vorstellen kann, erfüllte er doch mit dem Philharmonischen Staatsorchester die außerordentlichen Anforderungen dieser Partitur. Die Inszenierung wuchs von Bild zu Bild und setzte spannende und sogar witzige Akzente,“ findet unsere Kritikerin Ute Schalz-Laurenze.

Ätzend und burlesk: „Der Silbersee“ von Kaiser und Weill am DNT Weimar

24.01.23 (Roland H. Dippel) -
„Der Silbersee. Ein Wintermärchen“ wurde die letzte Zusammenarbeit des Dramatikers Georg Kaisers mit Kurt Weill . Drei Wochen nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, vor fast 90 Jahren war die dreifache Uraufführung der ‚Schauspieloper‘, am 18. Februar 1933 in Erfurt, Magdeburg und Leipzig. Die musikalische Seite ist am Deutschen Nationaltheater Weimar unter dem neuen zweiten Kapellmeister Friedrich Praetorius erfüllt von Charisma und hat sogar maliziöse Süße. Die Inszenierung von Andrea Moses gerät zum bildschönen, aber auch harten Kommentar über Wirtschaftsgegenwart und nahe Zukunft.

Betrogen vom alten Körper – Uraufführung der Kammeroper „Blühen“ in Frankfurts Bockenheimer Depot

23.01.23 (Wolf-Dieter Peter) -
Hoffentlich löst das Werk keinen shit storm aus, wird zum Skandalon und bringt alle Beteiligten in Bedrängnis… Da schreibt schon dieser Nobelpreisträger Thomas Mann 1953 eine Novelle über „die Betrogene“ – und dann greifen zwei lebende Männer mitten im Gender-Zeitalter den Stoff auf! Wer denkt da nicht an den Amanda-Gorman-Skandal? Librettist Händl Klaus und Komponist Vito Žuraj formen nämlich sogar Monatsblutung und Eisprung zur Kammeroper – da kann nur ein gnädiger Tod das Ende bilden!

Bierernst? Von wegen! – Uraufführung von Daniel Behles Bier-Operette „Hopfen und Malz“ in Annaberg-Buchholz

22.01.23 (Joachim Lange) -
Mit ihren Ausgrabungen haben das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz und sein umtriebiger Intendant Moritz Gogg schon öfter Furore gemacht. Von Ralph Benatzkys „Der reichste Mann der Welt“ bis zum überraschend italienischen „Falstaff“ des Briten William Balfe. Die Uraufführung eines Werkes, das gerade fertig geworden ist, setzt aber nochmal eins drauf. Noch dazu, wenn es eine Operette ist, die, sogar mit Ohrwürmern, sofort beim Publikum zündet.

Szenisch beachtlich, sängerisch spektakulär: Verdis „Macbeth“ am Theater Regensburg

22.01.23 (Juan Martin Koch) -
Als dritte Regiearbeit hat die Sängerin Angela Denoke am Theater Regensburg Giuseppe Verdis „Macbeth“ inszeniert. Sie kann sich dabei auf ein exzellentes Gesangsensemble und einen fabelhaften Chor stützen, setzt aber auch eigene Akzente. Juan Martin Koch berichtet von der umjubelten Premiere:
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