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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Aufwändige Annäherung – „Amors Fest“, eine barocke Ballettoper am Gärtnerplatztheater

15.10.21 (Wolf-Dieter Peter) -
In den letzten Wochen mussten viele Städte spezielle „Feier-Plätze“ ausweisen, um der vielfach spontan losbrechenden Lust auf gemeinsames Trinken, Essen und Musikhören ein bisschen Rahmen zu geben. Ein ungeschriebenes neues „Grundrecht auf Spaß und Party“ schwebte umher. Vor rund 400 Jahren gab es Ähnliches, darauf bot jetzt Münchens anderes Opernhaus einen theatralischen Blick.

Die spinnen, die Römer: Peter Konwitschny inszeniert Bellinis „Norma“ an der Semperoper

14.10.21 (Michael Ernst) -
Wir befinden uns im zweiten Oktober von Corona. Ganz Deutschland ist von den Viren besetzt … Ganz Deutschland? Nein! Einige von unbeugsamen Menschen bevölkerte Inseln hören nicht auf, dem kulturellen Stillstand Widerstand zu leisten. Sie sorgen für lebendige Kunst. Als Anfang Oktober in der Semperoper Dresden die Premiere von Vincenzo Bellinis Oper „Norma“ gefeiert wurde, war von Asterix kaum eine Spur.

Koloraturen, Komik und Klamauk – Belcanto-Ulk mit Donizettis „Viva la Mamma!“ in Lübeck

12.10.21 (Arndt Voss) -
Aller guten Dinge sind Drei, im Norden jedenfalls, denn alle Opernhäuser bedienten dort fast zeitgleich ihr Publikum mit dem buffonesken Genre. Kiel tat es vor drei Wochen mit Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“, märchenhaft und eher grotesk vermummt. Schwerin folgte vor zwei Wochen mit Ligetis weltumfassendem „Le Grand Macabre“ und wollte deftig und abstrus schocken. Die Lübecker Komikvariante mit Gaetano Donizettis „Viva la Mamma!“ beschloss nun den Reigen (9. Oktober 2021), leicht serviert und mit Lust zum Schrägen.

Die Bildnisse des Joseph K. – von Einems „Der Prozeß“ an den Landesbühnen Sachsen

10.10.21 (Joachim Lange) -
Im Jahre 2018 gab es in Wien ein spektakuläres Premierendoppel. Zum einhundertsten Geburtstag des 1996 verstorbenen Komponisten Gottfried von Einem brachte die Staatsoper „Dantons Tod“ nach Georg Büchner (1947) und das Theater an der Wien „Den Besuch der Alten Dame“ (1971) nach Friedrich Dürrenmatt heraus . Ein Werk, das vor vier Jahren auch über die Bühne in Radebeul ging.

Weltuntergangsspektakel der besonderen Art: Ligetis „Le Grand Macabre“ in Schwerin

06.10.21 (Arndt Voß) -
Die Oper in Schwerin ist eigentlich mehr für eine solide, eher konservative Saisonplanung bekannt. Diesmal eröffnet sie die Spielzeit mit einem echter Kracher, eine Oper als Groteske. Nichts Kleineres als der Weltuntergang ist ihr Thema, der vorausgesagt wird und nicht nur die Menschen in Aufregung versetzt.

Fellini steht Pate: Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ am Theater Freiburg

05.10.21 (Georg Rudiger) -
Wie in Bremen, so stand auch am Freiburger Theater zur Spielzeiteröffnung Leoš Janáčeks Oper „Das schlaue Füchslein“ auf dem Programm, hier allerdings als Uraufführung der von GMD Fabrice Bollon angefertigten Fassung für ein lediglich 12-köpfiges Orchester. Georg Rudiger berichtet.

Von wegen Freiheit: Vera Nemirova inszeniert „Carmen“ am Staatstheater Nürnberg

05.10.21 (Juan Martin Koch) -
Dem nach Oper lechzenden Publikum servierte das Staatstheater Nürnberg zum Spielzeitauftakt mit Bizets „Carmen“ einen Repertoire-Dauerbrenner. Die Regie von Vera Nemirova verbreitete allerdings wenig sinnlichen Genuss und war auch intellektuell nur bedingt anregend, fand Juan Martin Koch.

Farbig, spannend, atmosphärisch dicht: „Fremde Erde“ von Karol Rathaus am Theater Osnabrück

Spezielles, mitunter entlegenes Opernrepertoire liegt dem Theater Osnabrück seit etlichen Jahren am Herzen. Uraufführungen von Sydney Corbett und Kaija Saariaho, Wiederentdeckungen von Ferruccio Busoni, Manfred Gurlitt und Charles Gounod waren in dem im Schatten des mächtigen Doms gelegenen Haus zu erleben. Nun, zur Eröffnung der Spielzeit, in der Osnabrücks neuer Intendant Ulrich Mokrusch die Leitung übernimmt, abermals eine Wiederentdeckung: „Fremde Erde“ von Karol Rathaus.

In der „Année érotique“ angesiedelt: „Così fan tutte“ an der Staatsoper Unter den Linden

04.10.21 (Peter P. Pachl) -
An der Staatsoper Unter den Linden entsteht ein neuer Mozart-Da-Ponte-Zyklus unter GMD Daniel Barenboim. Nach „Le Nozze di Figaro“, deren Präsentation im April dieses Jahres mehr Fragen aufgerufen als beantwortet hatte, folgte nun „Così fan tutte“ in jener Trilogie, die erstmals entgegen der Chronologie ihrer Entstehungszeit die drei Mozart-Opern auf Libretti Lorenzo Da Pontes inhaltlich miteinander zu einer Geschichte der Sexualität verknüpfen will.

Blick in die Seele des Försters: Tatjana Gürbaca inszeniert Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ am Theater Bremen

03.10.21 (Ute Schalz-Laurenze) -
Leoš Janáčeks 1921 enstandene Oper „Das schlaue Füchslein“ ist vordergründig eine Ausstattungsoper – Tiere und Insekten tummeln sich im Bühnenwald – und damit eine Kinderoper. Doch schon lange wurde die Geschichte vom gefangenen Füchslein für die Regie anders verstanden: es geht um den Kreislauf des Lebens, den Verlust der Menschen von der Liebe zur Natur, um menschliche, an den Tieren abgeschaute Liebe, um die Ähnlichkeit von Mensch und Tier, um Vergänglichkeit und Kreislauf, wenn der Förster an seinem Ende ein ganz junges Füchslein wiedertrifft.
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