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Alle Artikel kategorisiert unter »Menschen«

Choreograph John Neumeier mit Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet

12.03.17 (dpa) -
Ballet-Choreograph John Neumeier ist am Samstag in Stuttgart mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet worden. Der 78-Jährige werde nicht nur für sein künstlerisches Wirken, sondern auch für sein soziales Engagement ausgezeichnet, erklärte die Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft mit Sitz in Tübingen. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Der Intendant des Hamburger Balletts habe wie kaum ein anderer die Kunst zum Botschafter des Menschlichen gemacht. Neumeier habe in seinen Choreographien gescheiterten Menschen eine große innere Würde verliehen.

11 Fragen an Dominik Susteck

10.03.17 (Dominik Susteck) -
Dominik Susteck ist seit 2007 Organist der Kölner Kunst-Station Sankt Peter. Neben Lehrtätigkeit an Hochschulen in Essen, Düsseldorf und Weimar machte er mit modernen Improvisationskonzerten auf sich aufmerksam. Daneben spielte er zahlreiche Uraufführungen von Werken jüngerer Komponisten. Sein überwiegend auf zeitgenössische Musik ausgerichtetes Repertoire präsentierte er auf mehreren CDs beim Label Wergo und Querstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. Zweimal hintereinander erhielt er dafür den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Als Komponist wurde er ebenfalls mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Tscheche Václav Luks erhält Mozartpreis 2017

09.03.17 (dpa) -
Chemnitz - Der Tscheche Václav Luks erhält den Mozartpreis 2017 der Sächsischen Mozart-Gesellschaft. Wie der Verein am Donnerstag in Chemnitz mitteilte, wird damit das Engagement des 46-Jährigen für seine kompetente Erarbeitung des klassischen und vorklassischen Repertoires vor allem böhmischer Musik gewürdigt.

Sound-Alchemist und Musiklegende - John Cale wird 75

08.03.17 (dpa, Uli Hesse) -
London - Der Avantgarde-Rock-Pionier dominierte die frühen Alben der Kultband Velvet Underground. Er verschob die Grenzen von Sound immer weiter und beeinflusste Generationen von Künstlern mit seiner vielseitigen experimentellen Musik. Nun wird John Cale 75.

Die Partitur im Kopf haben

07.03.17 (Eckart Rohlfs) -
Sinfonie Nr. 5 „homo homini lupus“ – Gürsching hat keine erste, zweite, dritte oder vierte Sinfonie geschrieben, nur diese eine Nr. fünf, „vielgestaltig, ausdrucksstark und innovativ in Form und Struktur“, – so beschreibt Wolfram Rüdiger sie in einer Besprechung. Das Signum gleichsam „ein gegenwartskritischer Impuls“, die Wut über das „Fortwirken der Banalität des Bösen“ in unserem barbarischen 20. Jahrhundert – so hat man Albrecht Gürsching bisher nicht gekannt, nicht erkannt – die Sinfonie symbolhaft in Töne gefasst, wurde zu einem desillusionierten Ausruf (2008).

Der Menschenfischer

07.03.17 (Oliver Hochkeppel) -
Vor vielen Jahren führte der Autor dieser Zeilen sein erstes Interview mit Al Jarreau, am Telefon. Nach der Vorstellung meldete sich Jarreau fast euphorisch: „Yes, we met in Ingolstadt, so nice to talk to you again.“ Auch auf die Replik, leider sei man sich noch nicht begegnet, beharrte er: „But I know you. I remember your voice.“ Man fühlte sich umarmt, das Eis war gebrochen, noch bevor die Temperatur überhaupt sinken konnte.

Wütend-heiße Stimme des Jazz

07.03.17 (Andreas Kolb) -
Michael Naura, geboren 1934 in Klaipeda. Muttersprache Litauisch, Umgangssprache russisch, kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Seine multilinguale Biografie tat seiner Sprachgewalt im Deutschen keinen Abbruch – im Gegenteil. Literatur war, beinahe stärker noch als die Musik, immer ein gewaltiger Sog, dem sich Naura, der die großen russischen Schriftsteller im Original gelesen hatte, nicht entziehen konnte und wollte.

Der Aufrechte, der Sprach-Klang-Spieler

07.03.17 (Charlotte Seither) -
Man konnte ihm oftmals begegnen in den Berliner Konzerten der Neuen Musik, die er gerne als Hörer besuchte. Die produktive Offenheit, teilzunehmen an dem, was sich gerade entwickelt, die war ihm ebenso zu eigen wie auch sein Hang zum Rückzug, zur schöpferischen Einsamkeit im stillen Raum seiner kleinen, bescheidenen Schreibstube in Berlin-Wilmersdorf. Nie drängte er sich in den Mittelpunkt, er beobachtete die Dinge meist vom Rand aus und nahm dennoch hochengagiert und aufmerksam an ihnen teil. Michael Hirsch war einer der Aufrechten. Er gehörte zu den Leisen, Integren, Polter-Freien der Neuen-Musik-Szene. Niemals hat er ein schlechtes Wort über andere Kollegen verloren und auch wenn ihm ein Stück von Dritten keineswegs gefiel, so fand er doch stets Worte des aufrichtigen Respekts, die freundlich, authentisch und herrschaftsfrei waren.
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Faszinierende Sprach- und Klangbilder

07.03.17 (Albrecht Dümling) -
1923 wurde sie in Berlin geboren, die Komponistin Ursula Mamlok. Nach 73 Exiljahren in Ecuador und New York kehrte sie 2006 in ihre Geburtsstadt zurück. Dort begann sie eine Spätkarriere, bis sie im Mai 2016 im Alter von 93 Jahren starb. Ein Grund für ihre Rückkehr war auch die Sorge um ihren Nachlass gewesen. Sie hatte von den Musik-Sammlungen im Archiv der Berliner Akademie der Künste erfahren und mit ihrem Mann schon 1999 das Archiv besucht. Dort befindet sich inzwischen der Nachlass von Dwight und Ursula Mamlok, der aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
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