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Alle Artikel kategorisiert unter »Emmerich Kálmán«

Verlustgefühle begrenzen: Die sanierte Musikalische Komödie Leipzig mit „Gräfin Mariza“

10.05.21 (Roland H. Dippel) -
Dreimal verschoben und jetzt vorerst digital: Im Herbst 2020, dann am 7. und 24. April sollte die Musikalische Komödie Leipzig endlich wieder ihr Stammhaus Dreilinden im Kulturquartier Leipziger Westen bespielen. Die umfassende Sanierung ist abgeschlossen. Erst am 8. Mai war Stream-Premiere von Emmerich Kálmáns „Gräfin Mariza“, aber die Eröffnungsinszenierung wurde schon vor dem Lockdown geplant.

Transatlantisches Geplänkel: Emmerich Kálmáns „Die Herzogin von Chicago“ am Theater Regensburg

09.12.18 (Juan Martin Koch) -
Make Operette great again: Das war wohl das Ansinnen, mit dem sich das Theater Regensburg der „Herzogin von Chicago“ angenommen hatte. Jenes Stückes von 1928 also, das wie kaum ein anderes eine Art Wachablösung im Unterhaltungstheater markiert. Hatten damals doch amerikanische Rhythmen – mithin das, was man in Europa als „Jazz“ zu kennen glaubte – Walzer und Czárdás in der Publikumsgunst überholt.

In Leipzig hält eine Herzogin Hof – Emmerich Kálmáns „Herzogin von Chicago“ hat an der Musikalischen Komödie in Leipzig durchschlagenden Erfolg

23.10.18 (Joachim Lange) -
Diese Vorstellung an der MuKo umwehte der Hauch des Besonderen. Dafür war die Tochter des Komponisten Emmerich Kálmán, Yvonne (81), höchstselbst angereist. Berührend, wie sie den euphorischen Schlussapplaus von der Bühne aus mit ihrem herzlich aufmunternden Gruß, der auch schon im Programmheft stand, veredelte und wie sie für die schöne Illusion sorgte, mit dem Beifall für sie auch ihrem Vater Reverenz zu erweisen. Sie gehört zu den Erbinnen, denen man getrost Applaus spenden kann. Die muntere alte Dame gehört zu den Erbinnen, die nicht verhindern, sondern mit Vehemenz auch ausgefallenere Erbepflege, als die in Leipzig, zulassen. Ihr Vater, der Ungar Emmerich Kálmán (1882-1953), steht (neben Franz Lehár) für die Silberne Operettenära. Auch wer kein Fan davon ist, kann weder der Csárdásfürstin (1915) noch seiner Gräfin Mariza (1924) und ihren Ohrwürmern entgehen.

Zigeuner, spielt was Lustiges

13.12.17 (Walter Thomas Heyn) -
Sommerzeit ist Festivalzeit, überall werden große und kleine Bühnen aufgebaut, und das erlebnishungrige Publikum strömt in die mehr oder weniger abgelegenen Spielstätten weit abseits der großen hehren Musentempel inmitten der großen Städte.

Vom Zauber des Augenblicks – Münchens Gärtnerplatztheater entstaubt Kálmáns „Faschingsfee“

18.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Leichte-Muse-Quiz: Welche Operette spielt in München? Ja, Paris, Budapest, Wien und Berlin fallen dem Liebhaber der leicht geschürzten Muse sofort ein – aber diese Bier-Hauptstadt? Doch nach dem Welterfolg der „Csárdásfürstin“ 1915 wurde Emmerich Kálmán bestürmt – und seine so theatererfahrenen wie umtriebigen Librettisten Willner und Österreicher spiegelten die Handlungsstruktur des vorausgegangenen Csárdás-Erfolges „standesverkehrt“ ausgerechnet in den Münchner Fasching von 1917…

Tickt es? –Emmerich Kálmáns „Marinka“ an der Komischen Oper Berlin

20.12.16 (Peter P. Pachl) -
Die fünf Jahre dauernde Beschäftigung mit selten gespielten Bühnenwerken von Emmerich Kálmán, dargeboten jeweils als mehr oder weniger halbszenische Vorweihnachtsoperette an der Komischen Oper Berlin, fand ihren an Kálmán-Originalität kaum zu überbietenden Höhepunkt mit dem einzigen Beitrag dieses Komponisten für den Broadway, dem 1945 in New York uraufgeführten romantischen Musical „Marinka“, der Meyerling-Tragödie mit Happy-End.

Kleine Inszenierung, großartiges Ensemble – Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ in Hagen

Im Foyer des Hagener Theaters hängen Fotos aus der Zeit nach 1911, dem Jahr, als das Haus errichtet wurde. Prächtige Bilder eines stolzen Gebäudes, innen wie außen. Es gibt aber auch Fotos, die das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Theater zeigen – und wie es anschließend wieder aufgebaut wurde. Wer die kommunale Kulturpolitik Hagens in den zurückliegenden acht, neun, zehn Jahren beobachtet, muss den Eindruck gewinnen, die Entscheidungsträger im Rat der Stadt wollten ihr eigenes Haus erneut schwer beschädigen. Weil sie seit etlichen Spielzeiten immer wieder durch neue Daumenschrauben den Etat ausbluten lassen. Dieses Spar-Diktat haben zuletzt Intendant Norbert Hilchenbach und sein engagiertes und hoch motiviertes Team umgesetzt – widerwillig.

Peinliche Frage nach der Waldorf-Schule

22.12.15 (Peter P. Pachl) -
Emmerich Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ an der Komischen Oper Berlin. Bei den vorweihnachtlichen Kálmán-Operetten in konzertanter bis dreiviertel-szenischer Manier pflegt die Komische Oper Berlin die eigene Operetten-Sängerriege jeweils mit einer medialen Größe aufzuwerten, sei es mit einer TV-Kommissarin oder einem Pop-Star. Für Emmerich Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ machte Barrie Koskie aus dem Zirkusdirektor Schlumberger eine Zirkusdirektorin und griff zu einer gleichermaßen Dschungel(camp)- wie (Praunheim-)Film-erfahrenen Diseuse.

Operette mit unsichtbarer Titelfigur – Deutsche Erstaufführung von Emmerich Kálmáns „Arizona Lady“ an der Komischen Oper Berlin

22.12.14 (Peter P. Pachl) -
Der Titel ist der Name eines besonders schwierigen, am Ende aber siegreichen Rennpferds: Emmerich Kálmán war über der Arbeit an der für den Broadway bestimmten Operette „Arizona Lady“ im Jahre 1943 verstorben; ein Jahr später erfolgte die Uraufführung in Bern, instrumentiert von Wilhelm Friebe. Norbert Biermann hat das Particell nun neu in Partitur gesetzt. Dabei hat sich Biermann mit seiner überaus virtuosen Orchestrierung kundig die Spezifik des zwischen Budapest, Berlin, Wien und New York changierenden Stils von Kálmán getroffen. Das zweimalige Pferderennen gemahnt allerdings an die Ascott-Gavotte von Alan Jay Lerners „My fair Lady“.

Ab aufs Hochseil, aber bitte mit Netz – In Dessau ging Emmerich Kálmáns „Zirkusprinzessin“ über die Bühne

19.01.14 (Joachim Lange) -
Emmerich Kálmán (1882-1953) gehört zwar nicht zur Goldenen Ära der Operette, aber in der sogenannten Silbernen ist der Komponist einer der Größten. Nicht nur, weil er es mit den adligen Damen hat. Immerhin verdankt er der Csárdásfürstin (1915) und der Gräfin Mariza (1924) seine Unsterblichkeit. Dass man auch mit seinem nicht mehr ganz so populären dritten Welterfolg, den er 1926 mit der „Zirkusprinzessin“ in Wien erzielte, am Ende von den Sitzen reißen kann, erwies sich jetzt am Anhaltischen Theater in Dessau.
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