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Alle Artikel kategorisiert unter »Freiburger Barockorchester«

Unübersehbar #5 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 29.5. bis zum 4.6.2020

28.05.20 (Dirk Wieschollek) -
In der fünften Folge unserer Autoren-Tipps im langen Monat Mai empfehlen wir Übertragungen aus der Frankfurter Musikhochschule, von den Weimarer Frühjahrstagen, aus Opernhäusern in Chemnitz, Berlin und Dresden, vom Freiburger Barockorchester sowie von der Dirigentin und Pianistin Eva Meitner.

„Das Freiburger Barockorchester spielt bei jedem Konzert ums Überleben“

09.04.20 (Georg Rudiger) -
Seit zehn Tagen war Hans-Georg Kaiser nicht mehr im Ensemblehaus im Freiburger Osten. Die Eingangstür macht er mit dem Ellenbogen auf. Der lange Gang, den sonst in Probenpausen des Freiburger Barockorchesters bei groß besetzten Projekten wie den Beethoven-Symphonien rund 50 Personen beleben, ist leer und still. Durch das gekippte Fenster im Besprechungsraum scheint die Sonne, und man hört Vogelgezwitscher. Aber die Idylle trügt.

Viel Atmosphäre, wenig Verdichtung: Glucks „Orphée“ in John Neumeiers Regie in Baden-Baden

30.09.19 (Georg Rudiger) -
Zur Saisoneröffnung im Festspielhaus Baden-Baden setzte der neue Intendant Benedikt Stampa Christoph Willibald Glucks „Orphée et Eurydice“ in der Pariser Fassung aufs Programm, in einer bereits anderenorts gespielten Inszenierung des Choreographen John Neumeier. Georg Rudiger ist nicht begeistert:

Im Ritual erstarrt oder die Schönheit des Häßlichen – Peter Sellars und Teodor Currentzis mit Mozarts „Idomeneo“ bei den Salzburger Festspielen

04.08.19 (Joachim Lange) -
Mozarts Opern gehören nach Salzburg. Sie sind wie der „Jedermann“ oder die Musik von Richard Strauss auch in die DNA der Salzburger Festspiele eingeschrieben. Das kleine Festspielhaus wurde sogar im Jubiläumsjahr 2006 als „Haus für Mozart“ wiedereröffnet. Im gleichen Jahr gab es hier sämtliche Mozart-Opern. Joachim Lange berichtet.

Der pure Händel-Glücksfall! Claus Guth inszeniert am „Theater an der Wien“ Händels „Saul“

26.02.18 (Joachim Lange) -
Jeder Regisseur, der sich darauf einlässt, ein Oratorium von Händel zu inszenieren, darf sich über das übliche Maß hinaus, als ein später Verbündeter des Barockmeisters fühlen. Als dessen Opern (und das dazugehörige Unternehmen) in London nicht mehr so recht gingen, schaltete er auf Oratorium um. Und machte weiter. Für den cleveren Manager seiner Selbst, gehörte dieser Relaunch zur Kunst des Überlebens. Das funktionierte auch über seinen Tod hinaus. Dank seiner Oratorien war er nie völlig weg vom Fenster. Was sich bei seinen Opern erst im 20. Jahrhundert mit einem fulminanten Crescendo als unsterblich erwies, stand bei den Oratorien nie in Frage.

Strukturelle Skulpturen – Kristian Bezuidenhout spielt mit dem Freiburger Barockorchester alle Klavierkonzerte Beethovens

23.12.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Hat die Musik Ludwig van Beethovens etwas mit der französischen Revolution zu tun? Natürlich, das wissen wir und das kriegen wir auch nahezu immer zu hören. Dass es aber auch eine ganz andere Seite dieses rebellierenden Komponisten geben kann, das haben wir jetzt in zwei vollkommen ausverkauften sensationellen Konzerten vom Freiburger Barockorchester in Freiburg erfahren.

Wahrheitserkundungen – La 68ème édition du Festival d’Aix-en-Provence

06.07.16 (Frieder Reininghaus) -
Im vergangenen Jahr gab es beim Festival d’Aix-en-Provence Ärger und Zensureingriffe wegen vier Köpfen und Osmins Rache-Orgie „erst geköpft und dann gehangen“. Martin Kušejs Inszenierung der „Entführung aus dem Serail“ wollte zeigen, dass von religiösen Fanatikern auch 2015 enthauptet wird. Um Wiederholungsfälle weiträumig zu vermeiden, schien Festivaldirektor Bernard Foccroulle heuer auf Nummer sicher gehen zu wollen.

unüberhörbar 2016/06

14.06.16 (Hanspeter Krellmann) -
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonien 3 & 4. Freiburger Barockorchester, Pablo Heras-Casado. Harmonia mundi +++ Antonin Dvorák: Symphonie Nr. 8. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons. BR-Klassik +++ Erik Satie: Mélodies et Chansons. Holger Falk, Steffen Schleiermacher. MDG

Frauenfragen – Terror – Reife. Das Festival d’Aix-en-Provence 2015

05.07.15 (Frieder Reininghaus) -
Das Festival d’Aix-en-Provence, Frankreichs Musterveranstaltung für Musiktheater, eröffnete heuer besonders früh und mit Georg Friedrich Händels „Alcina“ im Grand Théâtre de Provence und mit einer Inszenierung der Londoner Regisseurin Katie Mitchell. Es folgte ein neues Frauen-a-cappella-Stück von Ana Sokolivic (*1968), „Svadba“ („Hochzeit“), dann – vor der Wiederaufnahme eines ziemlich uralten, aber immer noch allerliebst geträumten „Sommernachtstraum“ (Robert Carsen) „Die Entführung aus dem Serail“ in einer Inszenierung des Münchener Residenztheaterdirektors Martin Kušej.

Mittelfristig sind wir alle alt – Katie Mitchells Deutung von Händels „Alcina“ beim Festival d’Aix-en-Provence

05.07.15 (Joachim Lange) -
Vielleicht schwebte der britischen Regisseurin Katie Mitchell ein Bonmot ihres Landsmannes John Meynard Keynes vor. Meinte der berühmte Ökonom doch in einer Mischung aus Weisheit und britischem understatement, dass wir auf lange Sicht alle tot sind. Ihre „Alcina“, mit der jetzt das wichtigste französische Musikfestival in Aix-en-Provence eröffnet wurde, spielt immerhin die These durch, dass wir mittelfristig alle alt sind.
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