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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Eroberer aller Länder, vereinigt Euch! „Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko“ an der Oper Dortmund

09.04.22 (Joachim Lange) -
Der Untergang des sagenhaften Aztekenkönigs Montezuma und die Eroberung von Mexiko durch die Spanier gehört zu den beliebten Opernstoffen. Von Carl Heinrich Graun (zu einem Libretto von Friedrich II.) über Vivaldi bis hin zu unserem Zeitgenossen Wolfgang Rihm. Und eben auch bei dem 1807 mit seiner „Vestalin“ als Komponist berühmt gewordenen Italiener Gaspare Spontini (1774-1851).

Emotionales Weihnachtsgeschäft: „Liebesbrief nach Ladenschluss“ in Annaberg-Buchholz

08.04.22 (Roland H. Dippel) -
Beim Erzgebirgischen Theater und Orchester setzt Intendant Moritz Gogg die Spezialitätensuche seines Vorgängers Ingolf Huhn fort. Die deutsche Erstaufführung der 2013 in Bratislava uraufgeführten Oper „Dorian Gray“ von Lubica Cekovska musste leider in eine spätere Spielzeit verschoben werden. Dafür stehen mit Ralph Benatzkys „Der reichste Mann der Welt“ und jetzt Jerry Bocks „Liebesbrief nach Ladenschluss“ feine Funde aus Operette und Musical auf dem Spielplan.

Mal Lachen inmitten der Entsetzlichkeiten – Neue „Fledermaus“ am Gärtnerplatztheater

08.04.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Der Erfolgsdruck ist groß: Bei so einem Klassiker des Genres steht das Haus in direkter Konkurrenz zur Wiener Volksoper, zu Berlins Komischer Oper, zum Leipziger Operettenhaus und der Pariser Opéra comique – von gelegentlichen Produktionen der großen Staatsopern einmal abgesehen. In vielen zurückliegenden Konferenzen wurde Intendant Joseph E. Köpplinger gedrängt – nun endlich… und wie es sich für einen Profi gehört, der natürlich das US-Show-Muster des Broadway kennt: die Probe-Serie lief in der „Operetten-Provinz“, im Januar im Florentiner Teatro Maggio Musicale.

Ein Ereignis – und ein unterkomplexes Spektakel: York Höllers „Der Meister und Margarita“ in Köln

06.04.22 (Guido Krawinkel) -
30 Jahre ist es her, dass die Oper „Der Meister und Margarita“ von York Höller zum ersten Mal Premiere in der Heimatstadt des Kölner Komponisten gefeiert hat. Nun hat man sich den Stoff von Michail Bulgakow ein zweites Mal vorgenommen, um den 78-jährigen Höller zu ehren, aber auch weil das Werk an sich so komplex und tiefsinnig ist, dass es nicht verkehrt erscheint sich nochmal damit zu beschäftigen.

Salon der Leidenschaften – Frankfurts Oper bietet Giordanos „Fedora“ in Christoph Loys Inszenierung

04.04.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Aus den blutigen Wirren der Französischen Revolution in die gepflegten Salons des Adels zwischen St. Petersburg und Paris oder Idylle in den Schweizer Bergen – so ließe sich der kompositorische Weg Umberto Giordanos von „Andrea Chenier“ zu „Fedora“ auch beschreiben. Christoph Loys Stockholmer Inszenierung von 2016 animierte Frankfurts Intendant Bernd Loebe, die Wirkung der „Adelsschmonzette“ um die schöne Fürstin Fedora auch in seinem Haus zu prüfen.

In Nürnberg sucht Marco Štorman ausgerechnet beim „Rosenkavalier“ nach dem Kern der Sache

03.04.22 (Joachim Lange) -
In normalen Zeiten gehört es sich eigentlich nicht, über Generalproben zu schreiben. Aber was ist schon noch normal heutzutage. An der Oper in Bonn zum Beispiel wäre man sicher froh, wenn denn jemand über eine stattgefundene Generalprobe der Inszenierung von Giacomo Meyerbeers „Feldlager in Schlesien“ berichtet hätte, von dem hierzulande niemand eine Vorstellung hat, wie das wohl klingen mag. Schlimmer kann es kaum kommen für die Bonner: das Feldlager muss erneut leer bleiben….

Langeweilige Mätzchen – Premiere von Mozarts „Don Giovanni“ an der Berliner Staatsoper

03.04.22 (Dieter David Scholz) -
Die Mozart-Da-Ponte-Trilogie, die Regisseur Vincent Huguet und Dirigent Daniel Barenboim gemeinsam entworfen haben, ist nun mit „Don Giovanni“ komplettiert worden. Der Regisseur und Chéreau-Schüler Huguet will die Mozart/Da-Ponte-Trilogie (so schreibt er im Programmheft) als Legende von der sexuellen Befreiung und ihren Folgen verstanden wissen. „Così fan tutte“ als 68er-Aufbruchsstück, als Initiation gleichsam, „Le nozze di Figaro“ als Ehekrisen-Actionkomödie, (Midlife Crisis). Das in der „Année érotique“ beginnende Triptychon soll mit „Don Giovanni“ als in der Gegenwart angesiedelte Altersbetrachtung enden.

Gruselig – Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“ am Landestheater Detmold

Seit der Spielzeit 2018/2019 ist Georg Heckel Intendant des Landestheaters Detmold – ein Mann, der das Theater „von der Pike auf“ kennt, selbst ausgebildeter Sänger ist und die Bühne in dem beschaulichen Städtchen in Ostwestfalen, die als Landestheater wichtige Aufgaben sowohl in der Region als auch über die Landesgrenzen hinaus wahrnimmt, nach vorn bringt. Jetzt stellt sich Georg Heckel als Regisseur am eigenen Haus vor.

Lautstarke Antworten statt drängender Fragen

31.03.22 (Juan Martin Koch) -
Ein russischer Komponist, der auch die ukrainische Staatsbürgerschaft hat, vertont Jewgeni Samjatins in der Sowjet­union verbotene Dystopie „Wir“ von 1920: Die pandemiebedingte Verschiebung von Ende Januar auf Mitte März hat der Uraufführungsproduktion des Theaters Regensburg eine schmerzliche Brisanz verliehen.

Großes Theater in grauem Licht – Halévys „Die Jüdin“ in Kiel

30.03.22 (Arndt Voß) -
Kiels Theater ist groß darin, mit der Grand opéra Furore zu machen, mit jener historischen Opernform, die vor allem auf üppige Bühnenwirkung bedacht ist. Allerdings steht gerade sie in einer Zeit schmaler Etats unter Rechtfertigungsdruck. Dennoch kann sie auch unserer Zeit etwas sagen, wie das Theater in den letzten Spielzeiten mit Berlioz‘ „Trojanern“ bewies, mit Aubers „Stummer von Portici“, Rossinis „Tell“ und Meyerbeers „Hugenotten“. Das ist fürwahr eine gewichtige Erfolgsbilanz in diesem Genre. Sie wurde jetzt durch die „Die Jüdin“ erweitert, das Bühnenwerk von Jacques Fromental Halévy, das von seiner Uraufführung 1835 an durchgehend erfolgreich war, bis es 1933 jäh verschwand.
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