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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Schmale Reichweite tiefer Gedanken: Schorsch Kamerun beim Kunstfest Weimar

05.09.21 (Roland H. Dippel) -
„Wem gehört welch' Land?“ Die von Schorsch Kamerun in seinem Konzertabend beim Kunstfest Weimar erhobene Frage ist berechtigt. Der Autor und Theatermacher agiert zwar etwas weniger pathetisch, aber ähnlich verworren wie Richard Wagner. Die Uraufführung am Freitagabend im Deutschen Nationaltheater wurde zur Anthologie vieler Fragen und ausbleibender Antworten. Verlautbarungen mit Lücken an einem Ort, der diese Lücken halbwegs mit Sinn füllt.

Die Gesamtkunstwerker – Musiktheater „D • I • E“ bei der Ruhrtriennale

03.09.21 (Joachim Lange) -
Vergleicht man die Uraufführung von Michael Wertmüllers Musiktheater „D • I • E“ in der Kraftzentrale des Landschaftsparkes Duisburg-Nord, mit der ersten Musiktheaterpremiere des laufenden Jahrgangs der Ruhrtriennale, dann erscheint Olga Neuwirths „Bählamms Fest“ in der Bochumer Jahrhunderthalle als ein geradezu konventioneller Opernabend.

Eindrucksstark: George Enescus „Œdipe“ an der Komischen Oper Berlin

03.09.21 (Peter P. Pachl) -
Die Restriktionen der Pandemie nutzend, hat der russische Regisseur Evgeny Titov die 1936 in Paris uraufgeführte Oper von George Enescus einziger Oper „Œdipe“ auf eine Dichtung von Edmond Fleg nach Sophokles um ein Fünftel verkürzt zu einem pausenlosen, knapp zweistündigen Abend und den Chor im zweiten Rang des Hauses an der Behrenstraße angesiedelt.

Spannend und witzig: Mark-Anthony Turnages „Greek“ auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin

29.08.21 (Peter P. Pachl) -
Ein Augusttag wie im April, geschüttelt zwischen Sonnenschein und heftigen Regenschauern, schien die erste Premiere der neuen Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin infrage zu stellen, denn Marc-Anthony Turnages Oper „Greek“ findet wieder einmal auf dem inzwischen bewährten Parkdeck, auf der Rückseite des Opernhauses, also open-air statt. Doch dann zeigte sich der Himmel der postmodernen Adaption des Ödipus-Stoffes gewogen: „Fate makes us play the roles we cast“, wie es in dieser Oper heißt: Ein spannender Opernabend und ein gelungener Saisonstart.

Schönes wildes Insektenleben – Das Isny Opernfestival gastiert mit Haas’ „Šarlatán“ in München

25.08.21 (Roland H. Dippel) -
Mit einer Vorstellung jährlich gastiert das Isny Opernfestival traditionsgemäß in München. Weil die erste Terminierung im Juni wegen der Pandemie nicht zu halten war, gelangte die Oper „Šarlatán“ (Scharlatan) des 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zu Tode gekommenen Pavel Haas erst im August in Isny und in der Münchner Allerheiligenhofkirche zur Aufführung. Die musikalische Leistung machte rundum guten, substanzreichen Eindruck.

Eine Höllenfahrt auf dem Podium – „La damnation de Faust“ von Hector Berlioz bei den Salzburger Festspielen

24.08.21 (Joachim Lange) -
Konzertante Aufführungen gehören bei den Salzburger Festspielen dazu. Sie komplettieren das Programm und sind eine schöne Umrahmung, für die Großen der Szene, die auch mal Partien erkunden wollen, die nicht im Repertoire der Häuser verankert sind. Anna Netrebko hat die Chance schon des öfteren genutzt. Jetzt hat es auch Ihre lettische Mezzokollegin aus der Spitzenriege, Elīna Garanča, mit der Marguerite so gemacht.

Immer wieder Anna – die Große: Anna Netrebko als Tosca bei den Salzburger Festspielen

22.08.21 (Joachim Lange) -
Wenn Anna Netrebko singt, dann funkelt Salzburg noch ein bisschen mehr als sonst. Ein gerade Hundert gewordenes Nobelfestival braucht Oper, Theater, Schauspiel und Konzert, das sich hören und sehen lassen kann. Und es braucht Stars. Am besten Superstars wie die Russin, die auch außerhalb der Szene einen Namen hat und die die Festspiele obendrein selbst gemacht haben.

Trostlos ist die Heide, kalt sind die Menschen – „Bählamms Fest“ von Olga Neuwirth bei der Ruhrtriennale

16.08.21 (Joachim Lange) -
Auch die Ruhrtriennale fiel im vorigen Jahr der Pandemie zum Opfer. Und wich – wie viele andere auch – mit vielen Retrospektiven ins Internet aus. Sie findet in diesem Jahr wieder statt. Diese besondere Kunstanstrengung ist ein kulturelles Erbstück von Gerard Mortier für eine Region, die ihre Stein gewordene Industrie-Geschichte für die Künste unter einer aller drei Jahre wechselnden Intendanz in die Gegenwart holt. Neben die Banalitäten des Alltags setzt. Und im besten Fall auf sie zurückwirkt.

HerrINNENschaft – „Magna Mater“ im Berliner Zirkus Mond

12.08.21 (Konstantin Parnian) -
Das Musiktheaterkollektiv tutti d*amore betitelte seine neueste Produktion mit dem lateinischen Namen der Göttin Kybele. In antiken Kulturen bereits vor den Römern verehrt, beschreibt „Magna Mater“ auch das allgemeine Konzept einer über allem thronenden Muttergöttin: Einige Thesen führen die Verehrung einer Magna Mater sogar bis in die Zeit vor zehntausend Jahren zurück, als gerade Ackerbau begann sich durchzusetzen. In einer fernen Zukunft, in der ein paradiesisch genießendes Matriarchat rigoros herrscht, spielt nun die Stückentwicklung mit dem Untertitel „Oper*ette. Apokalypse“.

Vom Rhein zu Rheingold – Bei den Bregenzer Festspielen wagen die Wiener Symphoniker Wagners „Ring“-Eröffnung

03.08.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Tatsächlich mündet er gute tausend Meter entfernt in den Bodensee und tatsächlich wurde vor langer Zeit dort Gold gesucht und gefunden … von der Suche nach realem Gold und dem sagenhaften Nibelungen-Schatz dann im weiteren „teutschen“ Verlauf des Rheins zu schweigen. Zu ihrem Jubiläum „75 Jahre Festspielorchester in Bregenz“ wollten die Wiener Symphoniker etwas Besonderes: also Wagners „Rheingold“.
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