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Alle Artikel kategorisiert unter »Der Freischütz«

Den Wald gibt es schon wieder nicht – Webers „Der Freischütz“ an der Leipziger Oper

05.03.17 (Roland H. Dippel) -
Die letzte Produktion von Webers „Der Freischütz“ an der Oper Leipzig hatte wenig Glück, bemängelt wurden an der Inszenierung von Guy Joosten zu viel „Schlachthaus“ und „Rotlichtmilieu“. Für die Neuproduktion verspricht die Oper Leipzig jetzt Naturromantik, Liebesromantik, Schauerromantik – versetzt ist dieser Prüfstein der Musiktheater-Regie von „kurz nach Beendigung des dreißigjährigen Kriegs“ beim Textdichter Friedrich Kind in das Jahr 1919, nach dem ersten Weltkrieg. Christian von Götz, mehrfach von der Zeitschrift „Opernwelt“ für Auszeichnungen nominiert, nennt als ihn umtreibende Zentralaspekte „Hexensabbat“, „Teufelspakt als Phantasieprodukt“ und „Dreieckverhältnis“.

Und der Himmel ist zerschossen – Der Freischütz von Carl Maria von Weber kommt in Altenburg als purer Alptraum

23.05.16 (Joachim Lange) -
Leicht hat man es an einem Thüringer Theater mit dem „Freischütz“ nicht. In Altenburg etwa wurde das Haus 1871 damit einst ebenso eröffnet, wie nach der Sanierung 1995. Und dann prunkt natürlich die Inszenierung in den Annalen, mit der Peter Konwitschny von hier aus 1983 seine Weltkarriere begann. Diese später für Hamburg wiederbelebte Produktion steht dort übrigens immer noch auf dem Spielplan.

Gescheiterte Nationaloper – Gelungener „Freischütz“ in Hannover [Nachtrag, 16.12.]

14.12.15 (Ute Schalz-Laurenze) -
Kay Voges bietet eine bedenkenswerte Reflexion über Carla Maria von Webers „Der Freischütz“ in Hannover. Ute Schalz-Laurenze war dabei.

„Freischütz“ mit Freibier: An der Semperoper gerät Weber zum Volksfest

02.05.15 (Michael Ernst) -
Der Probeschuss wird abgeschafft? Regisseur Axel Köhler betont in seinem Dresdner „Freischütz“, dass die Menschen aus Fehlern nichts lernen. Geschweige denn klug werden. Immer wieder geht Abschießen vor Aufklären. Das ist bis heute fatal.

Alles in der Wolfsschlucht – Michael Thalheimers Inszenierung von Webers „Der Freischütz“ an der Berliner Staatsoper

19.01.15 (Peter P. Pachl) -
Carl Maria von Webers 1821 am Königlichen Schauspielhaus in Berlin uraufgeführte Oper um einen vor Prüfungsangst sich den höllischen Mächten verbündenden Jägerburschen, triumphierte seinerzeit mit „Schlagern“, wie dem Jungfernkranz- und dem Jägerchor, war aber auch richtungweisend, insbesondere durch die musikalische Zeichnung des Dämonischen und Grauenvollen. Die Neuinszenierung im Berliner Schillertheater hat die gesamte Handlung an den Ort des Schreckens, in die Wolfsschlucht, verlegt.

Armin Holz' erste Oper: «Der Freischütz» ist wieder in Mannheim

23.10.13 (dpa) -
Mannheim - «Der Freischütz» hat für das Nationaltheater Mannheim eine ganz besondere Bedeutung: Während einer Vorstellung der romantischen Oper wurde das ursprüngliche Gebäude 1943 bei Bombenangriffen zerstört. Zur feierlichen Wiedereröffnung des Neubaus am Mannheimer Goetheplatz im Jahr 1957 war es dann wieder der «Freischütz», der aufgeführt wurde. An diesem Freitag (25. Oktober) gibt es erneut eine Premiere des Werkes von Carl Maria von Weber am Nationaltheater: Der Theaterregisseur Armin Holz hat Neuland betreten und seine erste Oper inszeniert.

Ein Blick auf Deutschland: Sebastian Baumgarten entrümpelt Carl Maria von Webers „Freischütz“ gründlich

26.03.13 (Ute Schalz-Laurenze) -
In der Pressekonferenz zur ersten Spielzeit ging an den neuen Bremer Intendanten Michael Börgerding die Frage, wie er sich das denn überhaupt vorstelle, erst Ende März die erste „richtige“ Oper zu bringen? Denn bis dahin gab es eine Kinderoper („Wo die wilden Kerle wohnen“ von Oliver Knussen), Jacques Offenbachs Opera Bouffe „Die Banditen“, eine Videofassung von Gustav Mahlers „Dritter Sinfonie“ unter dem Titel „Mahler III“, „Mahagonny“ von Kurt Weill und mit „Wunschkonzert“ eine szenische Montage von Klavierliedern der Romantik. Nun also endlich die „richtige“ Oper: „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber, jener gewaltige Anstoß für Richard Wagner. Doch die wurde vom 1969 geborenen Ruth Berghaus-Schüler Sebastian Baumgarten derart einer sezierenden politischen Analyse unterzogen, dass es viele Buhs gab. Börgerdings Linie wird klar: Mitdenken erwartet er von einem experimentierfreudigen Publikum.

Post-traumatische Zustände: Nigel Lowerys düstere „Freischütz“-Deutung am Stadttheater Gießen

18.09.12 (Hans-Jürgen Linke) -
Ist Max schuldfähig? Der Mann im weißen Kittel will ihn noch für ein Jahr in der Geschlossenen Abteilung stationär behalten, dann sollte er keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit sein. Das Mädchenschul-Massaker, das während des Freikugelgießens als Schwarzweißfilm auf dem Gazevorhang zu sehen ist, war wohl eher eine Übersetzung von Webers apokalyptischer Wolfsschlucht-Musik in heutige Bilder.

Zwei Morde zum Kugelsegen: Calixto Bieitos Inszenierung des „Freischütz“ an der Komischen Oper Berlin

30.01.12 (Peter P. Pachl) -
Zu den Schrecknissen der im Jahre 1821 im Königlichen Schauspielhaus in Berlin uraufgeführten Romantischen Oper Carl Maria von Webers zählte in der Wolfsschlucht ein im Gebüsch raschelnder Eber. Die Begegnung mit einem Wildschwein hat zwar bis heute nichts an Gefährlichkeit eingebüßt, aber wenn dieses bereits zur Ouvertüre im Gegenlicht des vernebelten, Eichenwald-Jungholzes domestiziert äst und rhythmisch mit dem Bürzel wedelt, gehören ihm alle Sympathien. Was dann allerdings in Calixto Bieitos Inszenierung beim Kugelsegen passiert, ist – entgegen dem provozierend ironischen Lachen eines Besuchers bei Pausenbeginn – durchaus verstörend.
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