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Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Katzer«

Im Geiste der Siebziger Jahre – Das Ensemble unitedberlin feierte 30jähriges Jubiläum

05.07.19 (Isabel Herzfeld) -
„Zurück gehört und nach vorn geblickt“ betitelt das Ensemble unitedBerlin sein Jubiläumskonzert zum 30jährigen Bestehen, denn der Blick in die Zukunft aus dem Bewusstsein der eigenen Herkunft heraus gehörte von Anfang an zum Konzept. „Woher kommen wir – wohin gehen wir?“ hieß eine seiner Konzertreihen. Isabel Herzfeld gratuliert und resümiert.

Seismograph seiner Zeit

30.05.19 (Albrecht Dümling) -
Dass Georg Katzer einmal eine der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik in Deutschland werden würde, war zunächst nicht zu erwarten gewesen. Aus Schlesien, wo er 1935 geboren wurde, musste die Familie bei Kriegsende in Richtung Westen fliehen. In den von ihm besuchten Schulen gab es keinen Musikunterricht.

Akademie der Künste trauert um Georg Katzer

08.05.19 (Akademie der Künste) -
Der Komponist Georg Katzer, geboren 1935 in Habelschwerdt, Schlesien, ist am 7. Mai 2019 in Berlin gestorben. Er war eine der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen und elektroakustischen Musik in Deutschland sowie deren bedächtiger und beständiger Verfechter in Berlin vor und nach der Wiedervereinigung. Bereits seit 1978 war er Mitglied der Akademie der Künste und prägte die Arbeit der Sektion Musik, zunächst in der Akademie der Künste der DDR und ab 1993 in der vereinten Akademie wie kaum ein anderer.

Geschichten aus dem Musikland: Wie hat der Osten komponiert?

26.02.19 (Michael Ernst) -
In Dresden wird klingende Ostalgie betrieben. Ein Forschungsthema, das absolut notwendig ist. Das ist mal eine unbedingt lobenswerte Initiative von Sächsischer Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB), Sächsischer Akademie der Künste und Festspielhaus Hellerau: Wie klang es im Osten? Dieser Frage wollen die Veranstalter in einer vierteiligen Gesprächs- und Konzertreihe nachgehen, um der Marke „DDR-Musik“ auf den Grund zu gehen.

Zum Silvesterkonzert des RSB mit einer Uraufführung von Georg Katzer

06.01.19 (Michael Kube) -
Traditionen sind entlarvend, gerade wenn man näher hinschaut. Dies betrifft insbesondere Beethovens Neunte: Vor genau einhundert Jahren und mitten im Ersten Weltkrieg wirkte der Berliner Volkschor bei einer Aufführung vor (wie es heißt) „Arbeiterpublikum“ mit. Heute findet sich im Konzerthaus hingegen ein gut betuchtes Auditorium ein, um den globalen Erschütterungen trotzend wenigstens hier am hehren Idealismus von Schillers Ode ungebrochen festzuhalten. Für Vladimir Jurowski, seit 2017/18 Chef des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, gab es daher nur die Option, der wiederholten Aufführung durch Läuterung frisches Leben einzuhauchen – an Silvester 2018 (und vielleicht nun auch selbst traditionsstiftend) mit der Uraufführung von „discorso“ von Georg Katzer.

Die Frage konkret gestellt – gar nicht so einfach

01.06.15 (Georg Beck) -
Schon bevor das Ende naht, ist Schluss. Der Dirigent verlässt das Podium, das Orchester stellt das Musizieren ein, die Lichtregie legt den Schalter auf halbe Kraft. Im Moment flackert es schummrig, als ob sich die Birnen verabschieden wollten. Wie auch schon zuvor immer dann, wenn Heiner Goebbels alte Musik hat ausführen lassen. Jetzt lässt er musikFabrikler, Concerto Köln und Dirigent Pierre-André Valade zu fernöstlichen Klangschalen greifen, damit sie selbige bereiben. Immer schön im Kreis herum. Das ergibt zwar keinen Ton, aber eine hypnotisierende Grundierung, auf der Marco Blaauw, meis­terlich wie wir es von ihm gewohnt sind, ein Trompeten­solo draufsetzen kann: Was bleibt, ist der Jazz. Davor war alte Musik. Davor war neue Musik. Alles Geschichte.

„RADAЯ ensemble“ würdigt Luigi Nono zu seinem 90. Geburtstag mit „La Fabbrica – Die verlassen Fabrik“

08.07.14 (Arndt Voß) -
In Lübeck kann sich der Konzertbesucher nicht beklagen. Vieles kann er hören, nahezu allabendlich, doch zumeist Klassisches. Andere Akzente setzt seit 2011 die Konzertreihe „Klangrauschen“. Unter dem plakativen Motto „musik für neugierige ohren“ will sie Aktuelles und Experimentelles sowohl junger als auch etablierter Komponisten bieten, so im letzten Programm (5. Juli) Werke von Luigi Nono (1924-1990), Georg Katzer (*1935) und Friedrich Goldmann (1941-2009).

Vom Stolz untoter Klangsensationen: Melvin Poore spielt Kompositionen für Tuba und Elektronik

13.02.14 (Anna Schürmer) -
„Death Be Not Proud“ – der Titel der neuen CD-Produktion von WERGO ist ebenso programmatisch wie bedeutungsschwanger: Ist es ein Appell an den Stolz der zeitgenössischen Komponisten gegenüber den alten, toten Meistern? Oder eher eine Antwort an all jene, die der Neuen Musik die Lebensgeister absprechen?

Faszinierende Klangwelten: 24 zeitgenössische „Impulse“ mit dem Philharmonischen Orchester Cottbus

Acht Uraufführungen in acht Sinfoniekonzerten innerhalb einer einzigen Saison? Das ist ein gewagtes Unterfangen, schließlich weiß doch jeder, dass Neue und Neueste Musik nicht unbedingt zur Leib- und Magenspeise eines (Abonnenten-)Publikums gehört. Dennoch haben Dirigent Evan Christ und das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus dieses einzigartige Experiment umgesetzt: in jedem Programm der Spielzeit 2009/2010 erlebte ein Stück Musik in Cottbus seine Geburt – „nur“ ein kleines Stück, aber immer ein je sehr charakteristisches von fünf, sechs Minuten Dauer.

Autoren ehren Autoren und andere Autoren jedoch nicht

04.06.12 (Martin Hufner) -
„Musik sollte ja eigentlich verboten sein!“ Mit dieser Antwort hat Musikautorenpreisträger Georg Katzer auf die Nachfrage Dieter Moors, wie man es aushalte, überall von Musik umgeben zu sein, an sich sehr treffend den Zustand der Musikkultur unter den gegenwärtigen Bedingungen produktiv absurd beantwortet. Und er ergänzte: „Als ich richtig jung war, mussten wir Musik selber machen, wenn wir sie haben wollten. Denn es gab nichts. Wenn erst einmal Musik gemacht wird, dann wird sie weiter gemacht.“
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