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Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Katzer«

Die Frage konkret gestellt – gar nicht so einfach

01.06.15 (Georg Beck) -
Schon bevor das Ende naht, ist Schluss. Der Dirigent verlässt das Podium, das Orchester stellt das Musizieren ein, die Lichtregie legt den Schalter auf halbe Kraft. Im Moment flackert es schummrig, als ob sich die Birnen verabschieden wollten. Wie auch schon zuvor immer dann, wenn Heiner Goebbels alte Musik hat ausführen lassen. Jetzt lässt er musikFabrikler, Concerto Köln und Dirigent Pierre-André Valade zu fernöstlichen Klangschalen greifen, damit sie selbige bereiben. Immer schön im Kreis herum. Das ergibt zwar keinen Ton, aber eine hypnotisierende Grundierung, auf der Marco Blaauw, meis­terlich wie wir es von ihm gewohnt sind, ein Trompeten­solo draufsetzen kann: Was bleibt, ist der Jazz. Davor war alte Musik. Davor war neue Musik. Alles Geschichte.

„RADAЯ ensemble“ würdigt Luigi Nono zu seinem 90. Geburtstag mit „La Fabbrica – Die verlassen Fabrik“

08.07.14 (Arndt Voß) -
In Lübeck kann sich der Konzertbesucher nicht beklagen. Vieles kann er hören, nahezu allabendlich, doch zumeist Klassisches. Andere Akzente setzt seit 2011 die Konzertreihe „Klangrauschen“. Unter dem plakativen Motto „musik für neugierige ohren“ will sie Aktuelles und Experimentelles sowohl junger als auch etablierter Komponisten bieten, so im letzten Programm (5. Juli) Werke von Luigi Nono (1924-1990), Georg Katzer (*1935) und Friedrich Goldmann (1941-2009).

Vom Stolz untoter Klangsensationen: Melvin Poore spielt Kompositionen für Tuba und Elektronik

13.02.14 (Anna Schürmer) -
„Death Be Not Proud“ – der Titel der neuen CD-Produktion von WERGO ist ebenso programmatisch wie bedeutungsschwanger: Ist es ein Appell an den Stolz der zeitgenössischen Komponisten gegenüber den alten, toten Meistern? Oder eher eine Antwort an all jene, die der Neuen Musik die Lebensgeister absprechen?

Faszinierende Klangwelten: 24 zeitgenössische „Impulse“ mit dem Philharmonischen Orchester Cottbus

Acht Uraufführungen in acht Sinfoniekonzerten innerhalb einer einzigen Saison? Das ist ein gewagtes Unterfangen, schließlich weiß doch jeder, dass Neue und Neueste Musik nicht unbedingt zur Leib- und Magenspeise eines (Abonnenten-)Publikums gehört. Dennoch haben Dirigent Evan Christ und das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus dieses einzigartige Experiment umgesetzt: in jedem Programm der Spielzeit 2009/2010 erlebte ein Stück Musik in Cottbus seine Geburt – „nur“ ein kleines Stück, aber immer ein je sehr charakteristisches von fünf, sechs Minuten Dauer.

Autoren ehren Autoren und andere Autoren jedoch nicht

04.06.12 (Martin Hufner) -
„Musik sollte ja eigentlich verboten sein!“ Mit dieser Antwort hat Musikautorenpreisträger Georg Katzer auf die Nachfrage Dieter Moors, wie man es aushalte, überall von Musik umgeben zu sein, an sich sehr treffend den Zustand der Musikkultur unter den gegenwärtigen Bedingungen produktiv absurd beantwortet. Und er ergänzte: „Als ich richtig jung war, mussten wir Musik selber machen, wenn wir sie haben wollten. Denn es gab nichts. Wenn erst einmal Musik gemacht wird, dann wird sie weiter gemacht.“

Der Deutsche Musikautorenpreis 2012: Autoren ehren Autoren und andere Autoren nicht

25.05.12 (Martin Hufner) -
„Musik sollte ja eigentlich verboten sein!“ Mit dieser Antwort hat Musikautorenpreisträger Georg Katzer auf die Nachfrage Dieter Moors, wie man es aushalte, dass man überall von Musik umgeben sei, an sich sehr treffend den Zustand der Musikkultur unter den gegenwärtigen Bedingungen produktiv absurd beantwortet. Und er ergänzte: „Als ich richtig jung war, mussten wir Musik selber machen, wenn wir sie haben wollten. Denn es gab nichts. Wenn erst einmal Musik gemacht wird, dann wird sie weiter gemacht.“

Kunst ist doch die bessere Theologie

29.04.12 (Georg Beck) -
Ein wenig „erschrocken“ sei er schon gewesen. Komponieren, das sei doch Handwerk, Technik. Ja, sicher, als Kompo­nist stehe er in permanentem Dialog mit seinem Material. Aber mit Gott? Dass Dieter Schnebel am Ende seines Kurzvortrags beim Symposium „Canticum novum“, das dem Forum neuer Musik des Deutschlandfunks vorgelagert war wie das Portal zum Kirchenraum, schließlich doch noch zu einer Antwort kommen würde, die in ihrer Einfachheit ebenso berührte wie sein von Studierenden der Kölner Musikhochschule empathisch ausgeführtes Passions-Stück „Lama“ für Streichtrio und Sängerin, dies durfte man irgendwie doch erwarten.

Auf den Gesangsleib geschrieben: Neue Kompositionen von Christina Messner und Georg Katzer in Düsseldorf

08.03.12 (Georg Beck) -
Tonhalle, im März: ein Neue-Musik-Abend mit neuen alten Entdeckungen. Einer, der als Konzert begann und als Musiktheater endete. Bemerkenswerte Verwandlungen, geschuldet einer wandlungsfähigen Sängerin einerseits – Irene Kurka; einem traumwandlerischen Duo aus Komposition und Szene andererseits – Suna Göncü und Christina Cordelia Messner.

Letzte Ausfahrt Endenich: „Robert S.“ – eine Gruppenarbeit von Karola Obermüller, Annette Schlünz, Georg Katzer, Michael von zur Mühlen u.a. in Bonn

02.11.11 (Frieder Reininghaus) -
Der Zugang „zu einer poetischen Zeit“ darf Umwege nicht scheuen. Die neue Bonner Wallfahrt zu „Robert S.“ führt durch einen in sanften Herbstabenddunst getauchten Hof. Vorbei am milden Licht einer Bierbude (ja, Schumann, der „Biersanguiniker“, liebte den Gerstensaft …). Dann weiter: Innerhalb der alten Beueler Malerhalle geht es durch ein Kaminzimmer und eine Klapptür.

Blick zurück nach vorn?

02.03.09 (Isabel Herzfeld) -
In den zehn Jahren seines Bestehens hat Ultraschall, das Festival für Neue Musik, die nach der Uraufführung in den Nischen des Konzertalltags verschwand, unterschiedliche Szenerien wie kaum ein anderes präsentiert. Seine thematischen Schwerpunkte kreisten häufig um Vermittlungsprobleme des Neuen, fragten nach der verschwundenen Avantgarde, stellten Klassiker der Moderne den ganz Jungen gegenüber oder sahen sich in weiten Landstrichen der musikalischen Geographie um.
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