Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Honorare«

Zum Dienstleister degradiert

25.10.17 (Anke Kies) -
Der Beginn eines neuen Schuljahres bedeutet für freiberuflich in Vollzeit arbeitende Instrumentalpädagogen zeitaufwändige Büroarbeit: Neben der Vorbereitung auf den Unterricht müssen Stundenpläne erstellt, Absprachen mit den Eltern geführt und Unterrichtsverträge geschrieben werden. Nach einer Abmahnung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Anfang des Jahres, die kritische Klauseln wie vorzeitige Kündigung, Weiterzahlung des Honorars im Krankheitsfall oder auch vom Lehrer nicht genehmigte Auftritte beinhaltet, sind nun neue, revidierte Formularverträge für Mitglieder des Tonkünstlerverbandes Bayern und auch des Deutschen Tonkünstlerverbandes im Umlauf. Die Abänderungen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen hat Anke Kies für die nmz näher beleuchtet.

Verbesserte Arbeitsbedingungen für KünstlerInnen am Theater – Bühnenverein und Gewerkschaften erhöhen Mindestgage und stärken Schwangerenschutz

21.10.17 (PM - VdO) -
Für KünstlerInnen an deutschen Theatern gelten ab 1. April 2018 verbesserte Arbeitsbedingungen: Unter anderem wird der Schutz für schwangere Künstlerinnen deutlich gestärkt und die Mindestgage auf 2.000 Euro erhöht. Darauf einigten sich die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) mit dem Deutschen Bühnenverein als Arbeitgeberverband.

Rückblende 2017/09 (Vor 100 und vor 50 Jahren)

29.08.17 (Eckardt Rohlfs) -
Vor 100 Jahren: Der Verband deutscher Vereine für Volkskunst – Eine namhafte Brünner Künstlerin erhielt kürzlich in einer Stadt in Mähren für ihren künstlerischen Auftritt ein zeitgemäßes Honorar +++ Vor 50 Jahren: Bundesjugendminister Bruno Heck über Politik und Musische Bildung

Prekäre Verhältnisse

02.04.17 (Leserbrief) -
Die von Ulrich Rademacher im Rahmen seines Artikels „‚Geht doch!‘ gibt´s nicht!“ angesprochene Forderung des VdM von 80 Prozent Festanstellungen für Musikschulen, die Mitglied im VdM sind, ist sicherlich begrüßenswert, obwohl sich das Problem der prekären Beschäftigung im Bereich der Musikschullehrkräfte dadurch (auch in dem unwahrscheinlichen Fall, dass die Politik irgendetwas in dieser Art umsetzen sollte) freilich nicht lösen lassen würde, weil ein guter Teil der Honorarlehrkräfte ja gerade an Einrichtungen beschäftigt wird, die gar nicht Mitglied im VdM sind.

Kolumne

18.12.16 (Cornelius Hauptmann) -
Verehrte Kolleginnen und Kollegen, wer kennt das nicht: „Kannste bei meinem Geburtstag, meiner Hochzeit, meiner Beerdigung spielen oder singen? Kriegst auch einen Fuffi“.

Deutscher Bühnenverein: Theater-Mindestgage steigt auf monatlich 1.850 Euro

Die in den Stadt- und Staatstheatern sowie Landesbühnen geltende monatliche Mindestgage wird zum 1. Januar 2017 von bisher 1.765 brutto auf 1.850 Euro erhöht. Das entspricht einer Steigerung von 4,8 Prozent. Der entsprechende Tarifvertrag wurde vom Deutschen Bühnenverein und den Künstlergewerkschaften GDBA (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger) und VdO (Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer) soeben unterzeichnet.

Nachrichten 2016/06

05.06.16 (nmz-red) -
Das European Union Youth Orchestra steht vor dem Aus +++ Tariferhöhung an Theatern und Orchestern +++ VUT äußert Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk +++ Bechstein: jetzt anmelden +++

Honorarversagen

19.05.16 (Martin Hufner) -
In Deutschland versagt im Moment ja so ziemlich alles. Diesel versagen saubere Luft, Regierungen versagen in diesem oder jedem, Satire versagt, Kulturpolitiker versagen im Kollektiv, das Leben versagt bei musikalischen Größen. Die Renten versagen in der Zukunft, Zinsen versagen, die Börsen, die Diplomatie … alles darbt und siecht dahin. Vergessen wir auch die Erklärung der Menschenrechte, auch hier ein Versagen auf der ganzen Linie. Der Zerfall der Gesellschaft(en) schreitet mühelos voran. Allein die Haushaltsbremsen, die versagen nicht. Die ziehen nach wie vor scharf.

Jede Menge Tonkunst-Proleten

03.05.16 (Burkhard Baltzer) -
Erschreckende Zahlen steuerten jüngst die Jazzmusikverbände mit einer Studie bei: Das durchschnittliche Einkommen eines deutschen Jazzers liegt bei 12.500 Euro im Jahr. Die Meister des Improvisierens im doppelten Wortsinn sind jedoch nur Teil eines breiten, verarmten Künstler-Proletariats. Den meisten mit Musik befassten Freiberuflern geht es schlecht – und es werden immer mehr. Wenn es nicht zynisch wäre, müsste man von einer Musikerschwemme sprechen, die daran schuld ist. Tatsächlich wächst die Zahl der Absolventinnen und Absolventen von Musikhochschulen, staatlichen wie kirchlichen. Waren es 2001 noch 1645, so machten zuletzt 2.200 ihre Abschlüsse.

Vom Wert der Arbeit

02.11.15 (Max Nyffeler) -
Kennen Sie den? Ruft der Staatsopernintendant bei Jonas Kaufmann an und sagt: „Wir laden Sie ein, bei unserer Carmen-Premiere in zwei Monaten den Don José zu singen. Das Ganze kommt auch live im Fernsehen. Aber leider können wir außer Reise und Unterkunft nichts bezahlen.“ Antwort Kaufmann: „Aber gerne! Darauf habe ich schon lange gewartet!“ Das ist natürlich ein schlechter Witz, und er bringt vermutlich auch keinen zum Lachen, denn das Ganze klingt völlig unrealistisch. Aber so etwas gibt es, wenn auch ganz woanders. Und da vergeht einem das Lachen endgültig.
Inhalt abgleichen