Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Sylvain Cambreling«

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!

Auf der Suche nach der verlorenen Gegenwart – Tschaikowskis „Piqué Dame“ in Stuttgart

12.06.17 (Joachim Lange) -
Tschaikowskis „Pique Dame“ ist im Grunde immer ein tief deprimierendes Stück. Die Fallstudie eines Spielers, der am Ende ist und nur noch auf das Glück des Zufalls hofft, um im allgemeinen Desaster zu überleben und selbst nicht unterzugehen. Stefan Herheim hat im vorigen Jahr in Amsterdam darin gar biografische Züge des wegen seiner Homosexualität von der Gesellschaft bedrängten Komponisten ausgemacht.

Entgrenzung im Dreierpack –UN/RUHE von Junger Deutscher Philharmonie und Sasha Waltz & Guests beim Kunstfest Weimar

25.08.16 (Dirk Wieschollek) -
Die UN/RUHE beginnt draußen mit bemerkenswerter Stille. Ein paar Dutzend Menschen stehen regungslos in geometrischer Strenge auf dem Vorplatz der Weimarhalle, verlassen einer nach dem anderen ihren zugewiesenen Standort und gehen ihrer Wege. Nur die Schuhe bleiben zurück und konstituieren am jetzt menschenleeren Ort ein abstraktes Feld der Erinnerung, das mit zwingender Bildhaftigkeit so einiges ins Bewusstsein rückt, was gerade an existentiellem Drama tagtäglich unterwegs nach Europa ist. Menschen – allein mit ihrem Körper und ein paar Visionen: Schmerzen und Sehnsüchte, Verzweiflung und Utopien, Grenzüberschreitungen ... das werden auch die Themen der Musik sein, nicht irgendeiner Musik. Dann wird erst mal das Licht ausgemacht ...

Die Leichtigkeit des Skandals – Philippe Boesmans „Reigen“ an der Oper Stuttgart

26.04.16 (Georg Rudiger) -
Ein Skandalstück ist Arthur Schnitzlers 1920 in Berlin uraufgeführte Komödie „Reigen“, die zehn sexuelle Begegnungen von Mann und Frau beschreibt, schon lange nicht mehr. Sex außerhalb der Ehe ist in Deutschland längst kein Aufreger mehr, sondern gesellschaftliche Normalität. Dennoch hat Schnitzlers ernüchternde Sicht auf die Liebe in Zeiten des Online-Datings nichts an Aktualität verloren. Dies ist am Stuttgarter Opernhaus zu erleben, wo nun 23 Jahre nach ihrer Brüsseler Uraufführung Philippe Boesmans gleichnamige Oper (Libretto: Luc Bondy) anlässlich des 80. Geburtstags des belgischen Komponisten Premiere hatte.

Generalmusikdirektor Sylvian Cambreling verlässt Stuttgart definitiv 2018

05.04.16 (dpa) -
Stuttgart - Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling wird die Staatstheater Stuttgart definitiv nach der Spielzeit 2017/18 verlassen. Er verlasse das Haus mit Intendant Jossi Wieler, bestätigte der Franzose am Dienstag. Und danach? «Ich werde leben», sagte der 67-Jährige, der seit 2012 Generalmusikdirektor in Stuttgart ist.

Oper Stuttgart: Marthalers Erzählungen

21.03.16 (Frieder Reininghaus) -
Jacques Offenbachs „Contes d‘Hoffmann“ kommen mit der surrealistisch geprägten Ausstattung Anna Viebrocks von Madrid an die Oper Stuttgart. Ein Premierenbericht von Frieder Reininghaus.

Halbzeit für das Projekt Œuvres Suisses

30.11.15 (Andreas Kolb) -
Mit einer außergewöhnlichen Begegnung des Tonhalle-Orchesters Zürich mit dem Improvisationstrio Leimgruber – Demierre – Phillips ging am Freitag, den 13. November, das Förderprojekt Œuvres Suisses in seine verdiente Halbzeit. Verdient deshalb, weil man nach siebzehn Uraufführungen bereits sagen kann, dass der Plan, ein neues sinfonisches Œuvre zu schaffen, aufgegangen ist. Erfunden haben es die Kulturstiftung Pro Helvetia und der Verband Schweizer Berufsorchester: Elf Schweizer Orchester bringen in den Jahren 2014 bis 2016 je drei Werke von Schweizer Komponisten zur Uraufführung. Im Gegenzug unterstützt Pro Helvetia die Orchester bei Auslandsgastspielen und Tourneen und macht sie so zu Botschaftern der Schweizer Musik der Gegenwart.

Absicht oder Unvermögen

28.10.15 (Joachim Lange) -
Das Regieduo Jossi Wieler / Sergio Morabito und Sylvain Cambreling nehmen sich in Stuttgart Beethovens Fidelio mit allen Dialogtexten vor. Joachim Lange berichtet.

Personalia 2015/06

01.06.15 (nmz-red) -
Die Christoph und Stephan Kaske Stiftung vergibt Preise an Erkki-Sven Tüür und Carlos de Castellarnau +++ Albrecht Goetze, der Gründer des Europäischen Zentrums für Bildung und Kultur in Görlitz-Zgorzelec, ist gestorben +++ Sylvain Cambreling +++ Yojo Christen +++ Leßmann und Kuhn +++ Eberhard Weber

Die gefesselte Uhr – Richard Wagners „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Stuttgart

21.07.14 (Frieder Reininghaus) -
„Sie wollen nur noch Märchen sehn“, schrieb Kurt Tucholsky in „Zuckerbot und Peitsche“ 1930, an der Mittellinie zwischen den beiden Weltkriegen. „Das Bürgertum erliegt der Wucht. Flucht, Flucht, Flucht“. Das Dramaturgie- und Regie-Paar Wieler/Morabito hat wieder einmal guten Instinkt bewiesen für das, was „gefragt“ ist (beziehungsweise zum „Gefragten“ deklariert wird) und was ankommt. Die beiden haben sich als Fluchthelfer bewährt (oder sind in Bezug auf den weithin mit unsäglichem Wortschwall dahinströmenden Wagner-Text in die Rolle der Bewährungshelfer geflohen).
Inhalt abgleichen