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Alle Artikel kategorisiert unter »Barockoper«

Händelglück – „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ in Mannheim

18.01.22 (Dieter David Scholz) -
Unser Kritiker Dieter David Scholz findet: „Der Barockmusiker Bernhard Forck hat mit Mitgliedern des Orchesters des Nationaltheaters Mannheims, die unterstützt wurden von Musikern der Alten Musik mit alten Instrumenten eine außerordentlich vitale wie meditativ-verinnerlichte Aufführung zustande gebracht.“ Hier nimmt er uns mit auf eine Reise durch Zeit und Raum der Musikgeschichte.

Eifersuchtsmord 1731: Campras „Idoménée“ bei den Berliner Barocktagen

17.11.21 (Roland H. Dippel) -
Während die Staatskapelle Berlin mit ihrem Chefdirigenten Daniel Barenboim auf dreiwöchiger Europa-Tournee war, brachten die Barocktage der Staatsoper Unter den Linden vom 5. bis zum 14. November Wiederaufnahmen von Rameaus „Hippolyte et Aricie“ unter Sir Simon Rattle, Glucks „Orfeo ed Euridice“ mit Max Emanuel Cencic, hochkarätige Konzerte und vor allem André Campras „Idomenée“ als Koproduktion mit der Opéra de Lille. Unter Emmanuelle Haïm sang in der Inszenierung von Àlex Ollé mit Tassis Christoyannis, Samuel Boden, Chiara Skerath und Hélène Carpentier ein für die Hauptpartien ideales Quartett.

Lamentierende Langobardenkönigin in Göttingen: „Rodelinda 2021"

24.09.21 (Roland H. Dippel) -
Am 19. September endeten die am 9. September eröffneten Internationalen Händel Festspiele Göttingen mit der letzten Vorstellung der Jubiläumsproduktion „Rodelinda“ (HWV 19). Diese Oper stand 1920 am Beginn der Göttingen Händel-Renaissance durch Oskar Hagen. Laurence Cummings und Tobias Wolff wollten die Koproduktion mit dem Oldenburgischen Staatstheater unbedingt noch vor dem Ende ihrer Leitungsperiode herausbringen. Ab der Spielzeit 2021/22 übernehmen Jochen Schäfsmeier und der griechische Dirigent George Petrou das Festival.

Bühnenzauber: Im Staatstheater Meiningen geht es mit barocker Lust in die neue Spielzeit und eine neue Intendanz

19.09.21 (Joachim Lange) -
Er hat natürlich auch einen von seinem Vorgänger inszenierten „Fliegenden Holländer“ und dann eine „La Boheme“ auf der Agenda, zu der er den Malerfürsten Markus Lüpertz als Regisseur und Ausstatter verführt hat. Außerdem will der gebürtige Ilmenauer Jens Neundorff von Enzberg nach seinem Wechsel von der Intendanz in Regensburg zu der des Staatstheaters der Thüringer Theaterresidenz Meiningen in Eisenach einen Schwerpunkt zu barocken Erkundungen von Werken etablieren, die in der Region entstanden aber in Vergessenheit geraten sind. Insofern passt seine Spielzeiteröffnung mit der Händeloper „Amadigi di Gaula“ sogar programmatisch. Sie passt aber auch dem Gesundheitsamt. Denn in jedem Intendantenbüro sitzt ja bis auf weiteres das Virus sprich das ihn bekämpfende Amt mit am Tisch.

Michael Kubes HörBar 42 – Barockopern von Stradella, Montéclair, Vivaldi, Telemann und Vinci

14.09.21 (Michael Kube) -
Wer bei Barockmusik vor allem an Kantaten, Konzerte und Sonaten denkt, der hat nur die eine Hälfte dieser Epoche vor Augen und Ohren. Denn neben den kontrapunktischen Künsten jener Zeit ist vor allem die Opera seria der wahre Motor des musikalischen Geschehens. Dass beim Libretto der Plot bevorzugt in der antiken Mythologie oder der großen Geschichte gesucht wurde, war der mit dieser Gattung verbundenen höfischen Repräsentation geschuldet.

Was lange währt, schürft endlich tief – „Agrippina“ an der Hamburgischen Staatsoper

11.06.21 (Konstantin Parnian) -
Ende Mai startete die Hamburgische Staatsoper wieder mit öffentlich zugänglichen Vorstellungen. Als eine der ersten Produktionen und überhaupt erste Premiere in Präsenz nach monatelangem Lockdown stand Händels „Agrippina“ auf dem Spielplan – in einer Inszenierung von Barrie Kosky, die bereits 2019 bei den Münchner Opernfestspielen am Prinzregententheater aus der Taufe gehoben wurde. Mit reichlich Besetzungsänderungen bot diese Produktion nun für viele den ersten Schritt zurück in den Theatersaal.

Händel und (k)ein Hallelujah – Die aktuellen Händelfestspiele Halle im Netz

02.06.21 (Joachim Lange) -
Festspiele sind von den pandemiebedingten Absagen besonders hart getroffen. Im „normalen“ Musiktheaterbetrieb greifen für die Beschäftigten ja zumindest die materiellen Sicherungen. Dort breitet sich zwar auch Frust aus, aber mit Hoffnung im Herzen wird schon Neues vorbereitet, damit wieder hochgefahren werden kann, sobald sich die Möglichkeiten dafür bieten.

Che bordello! Lorenzo Fioronis tolldreistes Rameau-Movie aus Mannheim

02.05.21 (Roland H. Dippel) -
Nicht versäumen! Nach Monteverdis „Poppea“ hat Lorenzo Fioroni mit seinem spielsatten Ensemble an drei Drehtagen zugeschlagen. Auf der offenen Bühne des Nationaltheaters Mannheim klatschen Mücken-Grisetten gegen die Windschutzscheibe einer echten Prinzenkarosse.

Leidenschaft und Liebe im Spiegelsaal

08.02.21 (Dagmar Kusche) -
Eichstätt. Einen prächtigen barocken Rahmen gab der Eichstätter Spiegelsaal am Samstagabend für die barocke Oper „King Arthur“ von Henry Purcell ab. Virtuos präsentierte das Flötenensemble „Eichstätter Längsflöten“ des Musik-Netzes Eichstätt die berühmte „Semi-Opera“ zusammen mit Sopranistin Raffaella Benetti aus Eichstätts italienischer Partnergemeinde Bolca. Unter den farbenprächtigen Deckengemälden des vollbesetzten Spiegelsaals begeisterten Musiker, Erzähler und Sopranistin Benetti ihr Publikum mit den barocken Klängen des englischen Komponisten.

Tolomeo mit nassen Füßen – ein überzeugender Händel in Lübeck

14.10.20 (Arndt Voß) -
Georg Friedrich Händels „Tolomeo“ ist eine seltsame Opernschöpfung. In Teilen des Sujets, nicht in der Musik, wirkt sie wie ein Gegenstück zu Johann Chr. Pepuschs „The Beggar‘s Opera“, die drei Monate vorher mit ihrem Sensationserfolg bekanntlich der Barockoper den Garaus brachte. Händels Existenz war bedroht, und er versuchte, dem etwas entgegenzuhalten. Seine Strategie war wohl, auf die Vorliebe der Londoner für italienische Gesangskunst zu setzen.
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