Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Barockoper«

Gesungener Schinken: Riccardo Broschis „Merope“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

09.08.19 (Dieter David Scholz) -
Die diesjährigen 43. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik stehen im Zeihen des 500. Todesjahres Kaiser Maximilians I., der Innsbrucks Ruf als bedeutende Musikstadt begründete, und des 350.Todesjahres des Innsbrucker Hofmusikers Pietro Antonio Cestis. Im umfang­reichen Festivalprogramms wird die Schatzkiste der Musik von Habsburger Hofmusikern in hochkarätig besetzten Konzerten geöffnet – nicht zuletzt im auratischen Spanischen Saal von Schloss Ambras. Die beiden Neuproduktionen der Opern „Merope“ von Riccardo Broschi und „La Dori“ von Pietro Antonio Cesti sind Höhepunkte des diesjährigen Festivals. Am 7. August hatte „Merope“ im Landestheater Premiere. Dieter David Scholz berichtet aus Innsbruck.

Wenige Zerrbilder der Macht - Händels „Agrippina“ im Münchner Prinzregententheater

24.07.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Wenn diese Zeilen online stehen, wird doch wohl im Prinzregententheater Monteverdis „Krönung der Poppea“ in der unvergessenen Produktion des „Dream-Teams“ Bolton-Alden-Steinberg-Shiff von 1997-2005 gegeben? Als Ergänzung zu den soeben reizvoll, beeindruckend, geradezu abendfüllend, weil die Premiere prägenden Anfängen dieser High-Society-Hure – doch Halt: nichts mit Monteverdi, das Werk hieß ja „Agrippina“ und war von diesem jungen „caro Sassone Giorgio Haendel“ für die damals berühmte Oper von Neapel komponiert worden. Doch eben nicht die Titelfigur stand im Mittelpunkt fand unser Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Die Händelfestspiele in Halle laufen auf vollen Touren – Ein Zwischenfazit

14.06.19 (Joachim Lange) -
Joachim Lange zieht ein Zwischenfazit bei den Händelfestspielen in Halle und Umgebung. Es gab bislang kaum etwas auszusetzen, aber sehr viel Herausragendes zu erleben. So sorgte beispielsweise „Händels konzertanter ‚Arbace‘ beim Publikum in der Ulrichskirche für leuchtende Augen und stehende Ovationen. Eine Sternstunde barocker Unterhaltung.“

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ im Stile einer Commedia dell’arte in Kiel

12.06.19 (Arndt Voß) -
Nach der Premiere von Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ in Hannover vor wenigen Tagen, gab es jetzt auch eine Premiere dieses späten Werks am Theater Kiel, geprägt von einer schlüssigen Inszenierung und von großer Sangeslust. Unser Kritiker Arndt Voß sah eine Aufführung, die gut ankam.

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ am Niedersächsischen Staatstheater Hannover

09.06.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
In Claudio Monteverdis letzter Oper sind die Menschheitsfragen höchst aktuell, meint unsere Kritikerin vor Ort, Ute Schalz-Laurenze. Die Inszenierung von Ingo Kerkhoff setzt auf psychologische Deutlichkeit, das Sängerinnen-Ensemble überzeugt durchweg.

Offenbachiade eines Bad Boys: Peter Konwitschny inszeniert „Julius Caesar“ in Halle

02.06.19 (Roland H. Dippel) -
„Progressives Erbe“ pur! In der ehemaligen DDR bezeichnete man mit diesem Begriff Kunstwerke, welche die Durchschnittsproduktion ihrer Entstehungszeit überragten und gesellschaftliche Positionen so reflektierten, das sie in die Ideologie des eigenen (damals sozialistischen) Systems passten. Der neue „Julius Cäsar in Ägypten“ bei den Händel-Festspielen Halle ist auch „progressives Erbe“: Zum einen bringt es das fast einmütig umjubelte „Ritorna vincitor“ („Als Sieger kehre heim!“ – Aida) des früheren, auch an der Stätte seiner ersten Triumphe umstrittenen Oberspielleiters Peter Konwitschny. Zum anderen zeigt die frisch mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnete Oper Halle, wie man die Händel-Gemeinde zu begeistern vermag. Von Festspielschablone also keine Spur.. Ein Bericht von Roland H. Dippel.

Zertanztes Frauenschicksal – Cherkaoui scheitert in München an Glucks „Alceste“

28.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dienen – gar sich opfern? Ganz schön uncool in unseren Zeiten der Egomanen und ihrer Ego-Trips! Oder: typisch alter Opernstoff, irgendwie mythisch entrückt. Dann hat Christoph Willibald Gluck auch noch quasi-religiöse Ritualtänze, Pantomimen-, Kampf- und Feier-Musik in die Handlung integriert. Eine spezielle Herausforderung, weshalb der Belgier Cherkaoui mit seiner Tanzkompagnie Eastman für die Neuinszenierung an der Bayerische Staatsoper verpflichtet wurde. Wolf-Dieter Peter bleibt von der Inszenierung enttäuscht zurück.

Hund am Spieß … – Die 99. Internationalen Händelfestspiele Göttingen eröffnen mit „Rodrigo“

20.05.19 (Joachim Lange) -
Selten gespielt, jetzt zum Auftakt der Internationalen Händelfestspiele in Göttingen, Händels „Rodrigo“. Unser Kritiker Joachim Lange meint: Der szenische Rahmen spiele mit einem augenzwinkernden Zeitmix und überzeugt mit sinnlicher Opulenz, kostbar und im Ganzen tatsächlich von einer gewissen Magie durchzogen ist die Musik auch bei diesem Werk des 22jährigen Georg Friedrich Händel schon.

Kind im Geisterhaus – Psychologischer Tiefgang in Händels „Rodelinda“ an der Oper Frankfurt

14.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
„Alles, was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe“ stellte Elias Canetti in seinen Aufzeichnungen fest. Das zeigte die aus Madrids Teatro Real übernommene Inszenierung eines über 290 Jahre alten Meisterwerkes: Humane Gültigkeit über alle Zeit hinweg.

„Platée“, (k)ein Puppenspiel – Rameaus Oper an der Semperoper Dresden

08.04.19 (Michael Ernst) -
Mut zur Hässlichkeit: Die Nymphe Platée soll ja überhaupt nicht schön gewesen sein, jedoch über großes Liebesbedürfnis und reichlich Selbstbewusstsein verfügt haben. Jean-Philippe Rameau hat ihr eine bezaubernde Oper gewidmet, die nun erstmals an der Semperoper Dresden gezeigt worden ist. Musikalisch ist das gelungen und bunt, die Inszenierung von Rolando Villazón „verspielt“ aber Potentiale, meint Michael Ernst.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: