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Alle Artikel kategorisiert unter »Musiktheater«

Fanny als potenzierte Opernfigur – Musiktheater mit Kompositionen von Fanny Mendelssohn Bartholdy in der Werkstatt der Staatsoper Berlin

16.04.18 (Peter P. Pachl) -
Neben fünf Erwachsenen Profis spielen, singen und musizieren 27 Kinder in der jüngsten Produktion des Kinderopernhauses Lichtenberg. Sie bescherten der Neuen Werkstatt der Staatsoper sechs volle Häuser. Ganz ohne Dernière-Mätzchen und -Witzchen wurde auch die letzte Aufführung „Fanny! – Wer will mir wehren zu singen?“ von den Beteiligten mit Engagement und künstlerischem Ernst dargeboten und vom Publikum gefeiert.

Rat für Kulturelle Bildung

Stiftungen wie die Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und Stiftung Nantesbuch haben sich im Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ in Essen zusammengeschlossen und 2012 einen unabhängigen Expertenrat mit derzeit 12 Mitgliedern berufen. 

Besucherrekord beim Weill-Fest erwartet

03.03.18 (dpa) -
Dessau-Roßlau - Das Kurt-Weill-Fest hat sich nach bescheidenen Anfängen zu einem etablierten Festival entwickelt. Das zeigt sich auch in diesem Jahr. Die 26. Ausgabe des Dessauer Kurt-Weill-Festes steht laut Intendanz vor einem Besucherrekord. «Wir kratzen die 20 000er-Marke an, das steht jetzt schon fest, sagte der Sprecher des vierköpfigen Intendantenteams, Gerhard Kämpfe, nach der ersten Festivalwoche.

Ein Lichtstrahl auf Francesca Caccini. Die Musiktheater-Produktion „Ein Zimmer für sie allein“ am ZAMUS in Köln

01.03.18 (Andreas Hauff) -
Die Nachbarschaft in der Kölner Heliosstraße ist wahrscheinlich Zufall: Das ZAMUS (Zentrum für Alte Musik) in Köln-Ehrenfeld liegt neben einem seltenen Baudenkmal von 1894: Einem Binnenleuchtturm, der an die 1905 untergegangene Helios AG erinnert. Doch als Forum, Begegnungsstätte und Konzertort hat das 2012 gegründete ZAMUS inzwischen selbst Leuchtturm-Charakter. Mit der Musiktheaterproduktion „Ein Zimmer für sie allein“, die auch beim Internationalen Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier gastierte, fällt nun ein Lichtstrahl auf Francesca Caccini, die trotz Frauenbewegung und erstarktem Gender-Bewusstsein immer noch im Schatten ihrer männlichen Kollegen steht.

Kein Halt vor langweiligen Banalitäten – Goethes „Wahlverwandtschaften“ am Theater Bremen

27.02.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
„Keine Oper, keine Operette, kein Musical, kein Oratorium, keine Schauspielmusik, aber alles ein bisschen“ hatte der Komponist Sebastian Vogel zur Uraufführung der Tolstoi-Adaption „Anna Karenina“ gesagt, die er 2014 zusammen mit Sebastian Vogel geschrieben hatte. Nun also eine erneute Uraufführung der beiden: „Wahlverwandtschaften“ am Theater Bremen. Wieder sollte man nicht versuchen, eine neue „Oper“ zu erwarten, es heißt ja auch „Musiktheater“, auch noch „spartenübergreifend“. Aber bei aller Bereitschaft dazu, es fällt schwer, eine Gattungsorientierung zu finden. Auch das wäre nicht weiter schlimm, wenn die Teile und Details nicht so auseinanderdriften würden wie an diesem Abend mit einem auffällig spröden Schlussbeifall.

Untergegangen in den APO-Wogen ?

02.02.18 (Albrecht Dümling) -
Ernst Schnabel, ein alter Freund Hans Werner Henzes, hatte den Text zum Oratorium „Das Floß der Medusa“ gerade fertiggestellt, als am 10. Oktober 1967 die Nachricht von der Ermordung Ernesto „Ché“ Guevaras eintraf. Dieser argentinische Arzt und Guerillero hatte gegen die Unterdrückung der Dritten Welt gekämpft – ebenso wie Jean-Charles, die Hauptfigur des Oratoriums. So beschlossen Schnabel und Henze, ihr Stück, ein Auftragswerk des NDR, zu einer Trauerallegorie für Ché Guevara zu machen.

Wirbelnde Leichenteile – Uraufführung von „Frankenstein“ an der Deutschen Oper Berlin

31.01.18 (Peter P. Pachl) -
Ihre jüngst bei „Carmen“ auf wenig Zuspruch gestoßene Beschäftigung mit „Ersatz-Körperersatzteilen“ setzt die Deutsche Oper Berlin mit der Uraufführung ihrer Auftragsproduktion „Frankenstein“ fort. Der komischen, aber nicht hintergrundlos eingespielten Warnung des Intendanten Dietmar Schwarz, die nachfolgende Produktion könne manche Besucher zu sehr belasten, folgten in der Tat rasch nach Beginn der Aufführung und auch später noch einige Besucher_innen.

Wartesaal zum Erfolg: Argentos „Postcard from Morocco“ an der HMT Leipzig

26.01.18 (Roland H. Dippel) -
Konsequent gelangen in den Studioproduktionen der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Opern zur Aufführung, die an die sängerdarstellerische Sensibilität sehr individuelle Anforderungen stellen. Beim Besuch der Generalprobe zeigte sich: Dominick Argentos „Postcard from Morocco“ wird durch musikalische Vereinfachung und neue Handlung zum beckettnahen Kammerspiel, in dem das starke Ensemble eigene Berufsrealitäten stilisiert.

„Faust“ im Psychorausch – Musiktheaterprojekt an Lübecks Hochschule

17.01.18 (Arndt Voß) -
„Faust – ein Singspiel“ nannte die Musikhochschule Lübeck (MHL) ihr neuestes Praxisprojekt für und mit Studenten, die „das Große aller Zeiten“ auf die Bretter, „die die Welt bedeuten“, bringen wollen. Schiller steht für die allbekannten Worte Pate und der Hamburger Film- und Opernregisseur Jürgen R. Weber dafür, dass das Projekt spannend umgesetzt wurde. Seit Oktober letzten Jahres ist er an der Trave als Dozent mitverantwortlich für die Ausbildung in der Opernsparte und legte mit seinem „Faust“ seine erste Regiearbeit in Lübeck vor.

Sorbisches National-Ensemble geht auf Weltreise

10.01.18 (dpa, Miriam Schönbach) -
Gleich zwei Uraufführungen plant das Sorbische National-Ensemble in ihren Programmen zur Vogelhochzeit in der Ober- und Niederlausitz. Während das Kinderstück eine märchenhafte Tiergeschichte erzählt, können sich die Erwachsenen auf einen Abstecher bis nach Haiwaii freuen.
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