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Alle Artikel kategorisiert unter »Alban Berg«

Achtung Aufnahme! – Oper Leipzig mit Alban Bergs „Lulu“

17.06.18 (Joachim Lange) -
„Lulu“ ist ein Schlüsselwerk der Moderne. Als Alban Berg 1935 starb hinterließ er seine letzte Oper nach Frank Wedekinds Dramen „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ als Fragment. Friedrich Cerha hat die Oper über die Frau, deren Männer ihr zum Opfer fallen und die am Ende von Jack the Ripper selbst umgebracht wird, 1979 vollendet. Meistens wird sie heute in dieser nachträglich komplettierten Fassung gespielt. In Stein gemeißelt ist das dennoch nicht. Ab und an versucht sich ein Komponist neu am so reizvollen wie undankbaren Ergänzungswerk.

Interessante Repertoirebereicherungen

19.04.18 (Guy Bitan) -
Nikita Koshkin: 24 Preludes and Fugues für solo guitar Vol.1 und 2. Ed. Margaux +++ Alban Berg: Sonate op. 1 für Gitarre bearbeitet von Christophe Dejour. UE 36674 +++ Enrique Granados: Danzas Espagnolas in der Reihe Gitarre & Harfe. Bearbeitet von Maximilian Mangold und Mirjam Schröder. Verlag Neue Musik NM 2292 +++ Play Guitar in Concert. 70 ausgewählte Gitarrensolos (mit CD), herausgegeben von Michael Langer und Ferdinand Neges. Dux-Verlag D 3511 +++ René Mense: Preludio e Fuga für Gitarre Solo, herausgegeben von Maximilian Mangold. Verlag Neue Musik NM-2294 +++ Capricho Arabe: Serenade für Gitarre und Streichorchester oder Streichquintett von Francisco Tárrega. Bearbeitet von Heinz Bethmann. Musikverlag Bruno Uetz BU 6803 +++ Konstantin Vassiliev: Meister der französischen Musik für Gitarre. 24 Stücke für die Mittelstufe. Noten und Tabulatur mit CD. Verlag Fingerprint FP 8169 +++ Jürgen Saalmann: Klangskizzen 1–4 für Gitarre Solo. Ed. Margaux em 1142

Mit dem neuen Chef Andris Nelsons will das Gewandhausorchester in eine starke Zukunft

23.02.18 (Roland H. Dippel) -
Beim Schlussapplaus verdecken die ihm von Gewandhausdirektor Andreas Schulz und Orchestervorstand Tobias Haupt ans Herz gedrückten Riesensträuße Gesicht und Oberkörper. Jetzt ist er da, endlich! Nach zwei Jahren, seit dem verdrückten Absprung von Riccardo Chailly an die Mailänder Scala, wird der lettische Dirigent Andris Nelsons (39) als 21. Gewandhauskapellmeister Amtsnachfolger in direkter Linie von Felix Mendelssohn Bartholdy und künstlerischer Leiter des personenstärksten Kulturorchesters Deutschlands. Das gelbe Nobellabel Deutsche Grammophon schiebt die neue Traumallianz mit einer weiteren Einspielung der siebten Sinfonie von Anton Bruckner an. Accentus bringt Antonin Dvořáks „Aus der Neuen Welt“ und von Plakatsäulen jubelt es im Stadtgebiet überall „Andris“!

Gebremste Frauenpower

25.10.17 (Juan Martin Koch) -
Die Tonträger-Ausbeute für Fans des Dirigenten Kirill Petrenko ist eher bescheiden, und das wird sich wohl auch erst dann ändern, wenn er sein Amt als Chef der Berliner Philharmoniker angetreten hat. Umso erfreulicher, dass nun wenigstens eine seiner bejubelten Amtshandlungen an der Bayerischen Staatsoper festgehalten wurde.

Das letzte Stündlein eines Delinquenten – Alban Bergs „Wozzeck“ in Düsseldorf

23.10.17 (Frieder Reininghaus) -
Im Repertoire der deutschsprachigen Musiktheater nimmt Alban Bergs „Wozzeck“ gegenwärtig einen Vorzugsplatz ein. Drei Produktionen konkurrieren, die erkennbar beanspruchen, sich – im Sinne Robert Schumanns – „auf der Höhe der Zeit“ zu bewegen: Die Bild- und Regiearbeit des William Kentridge, die im August bei den Salzburger Festspielen gezeigt wurde, die Inszenierung von Robert Carsen, die seit einer Woche im Theater an der Wien gezeigt wird, und nun Stefan Herheims Produktion an der Rheinoper in Düsseldorf.

In Tarnfarben gehalten. Korrekt. Beschnitten – Alban Bergs „Wozzeck“ im Theater an der Wien

17.10.17 (Frieder Reininghaus) -
„Wozzeck“ ist ein Stück zu sozialen Problemen im kleinstädtischen Deutschland des frühen 19. Jahrhunderts. Die in der Phase des großen gesellschaftlichen Umbruchs nach dem ersten Weltkrieg in Musik gesetzten Szenen verhandeln die durch eskalierende Krisen erschütterte Beziehung von Marie und Franz. Weder die Vorlage Georg Büchners noch der vom Komponisten eingerichtete Text nehmen direkt auf militärische Kampfhandlungen Bezug. Dennoch scheinen die Schatten des Kriegs auf den düsteren und gewalthaltigen Szenen von „Woyzeck“/„Wozzeck“ zu liegen. Die aktuellen Produktionen tragen dem Rechnung.

Noten-Tipps 2017/07

18.07.17 (Eckart Rohlfs) -
Alban Berg: Streichquartett Opus 3. Hg. von Ullrich Scheideler. G. Henle Verlag HN1000, Studienpartitur HN7000 +++ Artur Schnabel: String Quartet No. 2, Score. Peermusic

Im Wald der Träume und Klagen

Gabriel Fauré: Complete Songs. 34 Lieder für Singstimme und Klavier. Kritische Ausgabe von Roy Howat und Emily Kilpatrick. Peters Edition Ltd London. +++ Steffen Wolf: Wege zum Liedgesang – ein deutscher „Vaccai“. 24 Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine für Singstimme und Klavier. Pädagogische Kommentare von Steffen Wolf in Texten von Carmen Hillers. Breitkopf & Härtel. +++ Ernst Krenek: Frühe Lieder Für Gesang und Klavier, hg. von Claudia Maurer Zenck. Universal Edition. +++ Alban Berg: Jugendlieder. Band 3 (1901–1908). Lieder, Duette, Melodram, Fragmente und zweifelhafte Lieder für Stimme und Klavier, hg. von Christopher Hailey. Universal Edition

Alban Berg im Vogtland – 8. Konzert der Vogtland Philharmonie im Neuberinhaus Reichenbach

27.04.17 (Roland H. Dippel) -
Pärt, Berg und die Vierte von Brahms: Das ist ein Programm, zu dem man in großen Sälen Glanz, Opulenz und Geschmeidigkeit erwartet. Nicht nur in Zentren, auch an kleineren Musikzellen beinhaltet Bergs Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ kaum noch Schärfen für provozierte Attacken. Stefan Fraas, Intendant der Vogtland-Philharmoniker, stellte sogar fest, dass die Sprödigkeit des Violinkonzerts von William Walton bei seinem Publikum weitaus mehr Irritationen bereitete. Am Ende gab es „nur“ Anerkennungsapplaus für den Solisten, aber an Abo-Kündigung deshalb denkt im vollen Neuberinhaus Reichenbach niemand.

Tönende Ellipsen, denkende Ohren: Zur Eröffnung des Pierre Boulez Saals in Berlin

05.03.17 (Juan Martin Koch) -
Mit einem epochenübergreifenden Marathonprogramm ist in Berlin der Pierre Boulez Saal der Barenboim-Said Akademie eröffnet worden. Dabei zeigte er sich für klassische Kammermusik und das romantische Lied als ebenso geeignet wie für größere Ensemblewerke des 20. Jahrhunderts. Konzerteindrücke von Juan Martin Koch:
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