Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Luciano Berio«

Vor 50 Jahren

15.04.20 (Hartmut Lück) -
Werner Goldschmidt gehört zu den Pionieren unter den Schallplattenherstellern, denn er verschrieb sich und seine WERGO-Produktion ausschließlich der zeitgenössischen Musik. Inzwischen sind andere Firmen mit umfangreichen, mehr dem Markt als der Sache dienenden Repräsentationsalben nachgestoßen, doch Goldschmidt ist schon wieder vorn: Er startete eine „Taschendiskothek Neuer Musik“ mit 17cm/33 U/min-Schallplatten, die nur 6,90 DM kosten und damit die Platte endlich zu dem machen, was sie schon längst hätte sein sollen: zum Gebrauchsgegenstand für wirklich an der Sache Interessierte, zudem für solche, denen 25 DM immer noch eine Menge Geld ist, und das sind mehr, als man gemeinhin glaubt.

Die Kunst des Hörens: Das NOW-Festival in Essen 2019

08.11.19 (Stefan Pieper) -
Menschliche Arbeit durch Maschinen zu ersetzen ist ein ungebrochen beliebter Fortschrittsfetisch. Zugleich haben Aspekte von Automatisierung gerne auch künstlerische und kompositorische Prozesse inspiriert. Warum sich noch um spielerische Möglichkeiten eines „echten“ Ausführenden einen Kopf machen, wenn doch die Technik hier alle Grenzen sprengt! Wie dies in der Praxis geht, demonstrierte die aktuelle Ausgabe des Essener NOW-Festivals, das in diesem Jahr unter dem Motto „Transit“ stand. Stefan Pieper berichtet.

Freihafen eröffnete den Mai beim Acht Brücken-Festival: Uraufführungen für alle

04.05.17 (Stefan Pieper) -
„Acht Brücken“ in seiner aktuellen Ausgabe ist nicht das erste Festival, welches sich der Wechselbeziehung zwischen Musik und Sprache verschreibt. Das Thema hat Dauerkonjunktur und daher gibt es dafür in Köln alles Erdenkliche zu sagen – egal ob verbal, nonverbal, in vokalen oder instrumentalen Lauten und Klängen. Ein solch vielschichtiger Mix lohnt noch bis zum 7. Mai die Anreise.

Am Pult: Mariss Jansons und Teodor Currentzis

01.05.17 (Wolf Loeckle) -
Im Vorfeld der österlichen Tiefenreflexionen ließ Mariss Jansons zusammen mit BR-Chor und-Symphonieorchester sowie den Sopranistinnen Mojca Erdmann und Anna Prohaska und Hanno Müller-Brachmann, Bariton, „Requiem-Strophen“ von Wolfgang Rihm zum ers­ten Mal öffentlich erklingen.

Rihm-Ligeti-Vivier-Berio! Ein musica viva-Wochenende der Aufklärung und Uraufführung

04.04.17 (Wolf Loeckle) -
Während die Wiener immer noch – im Angesicht der Plakate mit den Inhalten und der gestalterischen Anmutung von 1817 – daran basteln, wien modern zu positionieren, machen die Berliner das in bekannt welt-spitzenmässiger Attitüde als vermeintliche Weltmarktführer. Die Münchner dagegen halten sich im Schatten der Elbphilharmonie, die von den Hamburger Controllern auf der Suche nach quantitativ ausreichend Publikum bald eine vierundzwanzigstündig durchgehende Bespielung anzustreben gezwungen sein könnte.

Mozarts Geist aus Berios Händen

17.07.15 (Gabriele Sebald) -
J.S. Bach: Ouvertüre h-Moll für Flöte, Streicher und Basso continuo BWV 1067. Dowani International +++ Emmanuel Pahud: Kadenzen zu den Flötenkonzerten KV 313, KV 314 & KV 315 von Wolfgang A. Mozart. Universal Edition +++ Luciano Berio: Kadenzen zum Flötenkonzert D-Dur KV 314 von W. A. Mozart. Universal Edition +++ Georg Philipp Telemann: Zwölf Fantasien für Flöte solo. G.Henle Verlag

Mit vorgeschnallter Banane und Stichsäge – Berios „Un Re in Ascolto“ und Puccinis „Turandot“ am Staatstheater Kassel

19.06.15 (Andreas Hauff) -
„Ab nach Kassel“ war ein hämischer Spruch, mit dem die deutsche Öffentlichkeit 1871 den geschlagenen Franzosenkaiser Napoleon III. in die Gefangenschaft auf Schloss Wilhelmshöhe begleitete. „Ab nach Kassel“ kann man heute demjenigen empfehlen, der sehen will, wozu mittlere deutsche Bühnen noch in der Lage sind. Die Musiktheater-Sparte des Hessischen Staatstheaters beeindruckt immer wieder nicht nur durch ihr hohes künstlerisches Niveau, sondern auch durch ihre durchdachte Programmdramaturgie. Da hat man schon die seltene Gelegenheit, Luciano Berios „Un Re in Ascolto“ von 1984 zu erleben, und dann gibt es am nächsten Abend auch noch Giacomo Puccinis „Turandot“ – in Berios Schlussfassung.

Konstellationsglück für nicht nur ein Jahrhundertwerk

05.10.14 (Andreas Kolb) -
Es war ein außergewöhnlicher Konzertabend. Selbst für das topbesetzte Lucerne Festival. Simon Rattle, hier sonst nur mit seinen „Berlinern“ zu hören, stand am Pult des Orchestra und des erstmals weltweit zusammengerufenen Chors der Lucerne Festival Academy, jenes von Pierre Boulez 2004 im Rahmen der Festspiele gegründeten „Ausbildungscampus“ für Neue Musik. In diesem Jahr wollte sich Pierre Boulez als Dirigent von Simon Rattle vertreten wissen. Und gemeinsam beschlossen sie, Berios Jahrhundertwerk auf das „Studien“-programm der Academy zu setzen.

Musikmedienpackung für den trüben November – nmzMedia mit Chor-/Orchestermusik aus dem 20. Jahrhundert (SWR Vokalensemble und Lucerne Festival Academy Orchestra)

19.11.13 (Martin Hufner) -
Anfang September war unser nmzMedia-Team beim Lucerne-Festival in der Schweiz unterwegs. Dabei haben sie eine Reihe von Werken für Chor und/oder Orchester des letzten Jahrhunderts mitschneiden können. Es spielte das Lucerne Festival Academy Orchestra unter der Leitung von Pablo Heras-Casado zusammen mit dem SWR Vokalensemble Stuttgart. Werke von Pierre Boulez, Anton Webern, Igor Strawinsky, Luciano Berio, Bela Bartók und Alban Berg standen an zwei Tagen auf dem Programm. Etwas für die gesamte Familie und alle anderen auch, aber wirklich!

Handlich und leserfreundlich

Die vielbeachtete neue Studienpartituren-Reihe der UE wächst rasch und präsentiert derzeit etwa 80 Werke im handlichen, aber leserfreundlichen Format. Vier Ausgaben von 2012 werden stellvertretend und überblicksartig vorgestellt. Handelt es sich bei der Bläserserenade op. 7 von Richard Strauss zwar lediglich um einen Wiederabdruck der früheren Ausgabe, so wurde doch das äußerst knapp gehaltene Vorwort der Taschenpartitur erfreulicherweise von Stefan Schenk auf vier Seiten ausgedehnt. Nun tatsächlich in das beliebte Jugendwerk von 1881 einführend, werden die Entstehungssituation sowie die ersten Aufführungen nachgezeichnet und mit Hintergrundinformationen ergänzt. Allerdings wurde hierbei bedauerlicherweise auf Literaturnachweise verzichtet. (Richard Strauss: Serenade für 13 Blasinstrumente, op. 7. UE 34 812, ISMN 979-0-008-08364-8).
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: