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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikästhetik«

Blütenstaub

01.08.22 (Gordon Kampe) -
Ich weiß nicht mehr genau wo … Aber – neulich las ich, dass über die Hälfte der „Restlaufzeit“ der Erde bereits vorüber ist. Es dauert also pi mal Daumen nur noch schlappe 4,5 Milliarden Jahre, bis sich die Sonne (etwa wie eine Verwaltung) gewaltig aufblähen wird, um die Erde schließlich zu verdampfen. Angeblich – und das will ich unbedingt glauben – entsteht dann so ein Dingsbums, das für einige Millionen Jahre aussieht wie eine riesige Blume. (Gott hat echt Humor und Geschmack!) Ei der Daus, dachte ich da bei mir und ward plötzlich ganz relaxed: Irgendein irdisches Kampe-Atom wird mal zu so etwas wie kosmischem Blütenstaub.

Auf der Suche nach der Handlung

16.06.22 (Moritz Eggert) -
Kompositionsunterricht ist oft sehr technisch. Viele Stunden verbringe ich mit Fragen der Notation, Instrumentenkunde und der Theorie – alles handwerkliche Aspekte des Berufes, die man auch in Lehrbüchern nachlesen kann. Auf YouTube kann man hunderte Videos finden, in denen einem fähige Musiker:innen die Spieltechniken ihrer Instrumente sowie tausende von Multiphonics erklären. Wenn man aber als Suchbegriff eingibt „Wie schreibe ich ein spannendes Stück Musik?“ wird man leider nicht fündig.

Musik als Erlebnis verstehen

10.12.21 (Moritz Eggert) -
„Immer wieder bekomme ich Mails, in denen Menschen ihr Leid mit der Neuen Musik klagen. Sie hätten ja alles versucht, studiert, immer wieder zugehört, Konzerte besucht… aber dennoch können sie einfach damit nichts anfangen. Sie fühlen sich ‚zu blöd‘, fühlen sich ausgeschlossen aus einer Szene, die oft in Geheimcodes spricht und ‚unter sich‘ bleibt, fühlen sich ratlos gegenüber einer Musik, die ihnen zunehmend obskur und weltfremd vorkommt…“ So leitet der Komponist und Autor Moritz Eggert im „Bad Blog of Musick“ der nmz einen Text ein, den er als ausführliche Antwort auf eine solche Zuschrift verfasst hat. Nach einem ersten Teil, in dem er die These ausführt, dass eine Musik, in der man alles „versteht“ möglicherweise gar nicht so erstrebenswert sein dürfte, wendet er sich einem weiteren grundsätzlichen Aspekt zu:

Das sichtbare Unsichtbare

01.12.21 (Marie Luise Maintz) -
Im Rahmen von Diskurs Bayreuth haben Marie Luise Maintz und Patrick Hahn zahlreiche Regisseur*innen und Komponist*innen zur digitalen Zukunft des Musiktheaters befragt. Für die nmz stellen Sie einige Positionen vor.

Tempo!

25.11.21 (Gordon Kampe) -
Na prima. Vor ein paar Jahren schrieb ich, dass mich schreddernd-dauerironisches Brizzelbrazzel nervte, das mir so oft entgegen ulkte. Man müsse mal wieder Haltung haben! Und nun scheinen sich, schaue ich so um mich, gefühlte 59 Prozent meiner Zunft an meine Mahnung gehalten zu haben. Bitte. Hört doch nicht auf mich, war nicht so gemeint! Die Zeiten sind viel zu ernst, als dass man jetzt ein Adagio, ein Lamento nach dem anderen schreibt oder etwa auf Künstlerfotos ausschaut wie nach sechs Stunden Kontrapunktprüfung. Wenn wir die Coronakilos loswerden wollen, dann geht das nicht mit 30 Schlägen pro Minute – oder ist das Metronom kaputt?

Loslegen

09.06.21 (Gordon Kampe) -
Als ich eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte und erst meine Privilegien und dann die News checkte, fand ich mich ungeheuer ermattet und legte mich wieder hin. War die Ankündigung der Uraufführung eines Flötenstücks namens „Superspreader“ ein erstes alarmierendes Anzeichen für das Nahen des Post-Coronismus? Legt das Virus tatsächlich die Geschmacksnerven lahm? Was würde ich zu erwarten haben… „Vaccinations“, „…nur ein Piks….“, „Impferenez/Wiederholung 89“ und wird mich jemand zum „Inzidance“ auffordern?

Vor 50 Jahren: „In die konservative Gesellschaft hineingehen“

[…] C.H.B.: Sie haben Ende der fünfziger Jahre ein vielzitiertes Stichwort aufgebracht: „Alea“, Dieses Stichwort war musikalisch exakt determiniert: als Bezeichnung des „dirigierten Zufalls“, einer kompositorisch gelenkten, das heißt der musikalischen Textur eingewebten, bewußt in sie einbezogenen Freiheit der Interpretation. Für das, was daraus geworden ist – eine Lawine von Willkür und ein Klischee –, können Sie nichts. Wie sehen Sie heute das Problem von Freiheit und Determination?

dasselbe ist immer noch nicht dasselbe

21.05.20 (Felix Stachelhaus) -
Dass die Digitalisierung die Musik verändert, steht außer Frage. Für einen Großteil der Komponist*innen gehört die Arbeit mit digitalen Elementen zum Alltag. Trotzdem (oder gerade deswegen?) kommt von diesen Komponist*innen kaum jemand auf die Idee, die Elektronik mit einem Ensemble oder Orchester zu verwechseln, als Ersatz für eine*n lebendige*n Improvisationspartner*in zu sehen oder das Schreiben von Noten für überflüssig zu erklären.

Willkommen im Institut für Institutionenkritik

03.10.19 (Johannes Kreidler) -
Im September hat der Komponist Johannes Kreidler seine Tätigkeit als Professor für Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik FHNW/Musik-Akademie Basel angetreten. Diesen Ruf hat er zum Anlass genommen, sich grundsätzliche Gedanken zur Rolle und zu den Möglichkeiten einer Kompositionsklasse im gegenwärtigen Musikbetrieb zu machen:

Abrüsten

13.08.19 (Gordon Kampe) -
Neulich – OMG!!! – war ich total overwhelmed! Ich musste der family und der Welt für their patience, power, love, inspiration und friendship aus dem ganz deepen heart danken, da sie meinen dream so supported hatten – nämlich ein Kräuterbeet anzulegen! Da ich nicht jeden Tag zwei Kilo Kresse essen kann, ist es mittlerweile 50 cm hoch und blüht, aber immerhin: Mir war etwas gelungen! Das war übrigens nicht immer so.
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