Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Musikästhetik«

Der letzte Mensch

19.03.17 (Max Nyffeler) -
Da bezeichnet einer den bürgerlichen Kunstbegriff „als Nachricht und Beispiel kreativer Souveränität“. Er sieht darin einen „Lichtblick des Menschenbildes“ und eine „tiefgreifende Glückserfahrung“. Verbunden sei das mit einer Begeisterungsfähigkeit und Verantwortung für das, was gemeinhin „Geist“ genannt werde – eine „Sinneserfahrung, worin sich Denken und Fühlen in höchster Aktivität begegnen und uns an unser Potenzial als humane Geschöpfe erinnern“. Autonome Kunst ist für ihn eine „Antwort über den Kopf des Schaffenden hinweg auf die Wirklichkeit“.

Melodie

18.02.16 (Gordon Kampe) -
Als ich jung war, regierte Helmut Kohl. Ich hatte Playmobil, Winnetou, eine Klarinette – und dass Viktor Worms mittlerweile die Hitparade moderierte, konnte ich verkraften. Die Welt schien in Ordnung. Und dieser Schein war damals für viele vielleicht auch der Auslöser eine Musik zu schreiben, so meine steile These, die sich einer Ästhetik des Fragments widmete. Hier spürte man, war irgendwie zu viel in „Ordnung“. Sobald ich – und ich bin Optimist – meine privaten Gemächer durch einen Blick in die Welt verlasse, so scheint mir gegenwärtig nichts in Ordnung zu sein.

Schöne Flüchtigkeit des Vergehenden

15.07.15 (Toshio Hosokawa) -
Am 23. Oktober begeht der japanische Komponist Toshio Hosokawa seinen 60. Geburtstag. Auf dem Würzburger Mozartfest wurden im Juni seine „Drei Engel-Lieder“ sowie die „Elegy“ für Violine und Streichorchester aufgeführt (Konzertkritik siehe unten). Weitere Werke von ihm werden von Juli bis Oktober vor allem in Berlin, in der Staatsoper im Schillertheater und im Radialsystem, sowie im Regensburger Stadttheater zu hören sein. In der im Folgenden abgedruckten Rede, die Hosokawa aktuell beim Mozartlabor des Mozartfestes hielt, sprach er eindrücklich über sein Komponieren und sein Verhältnis zu Mozart.

Der Schuh des Manitu – Moritz Eggerts Grundzüge einer „atopischen“ Musikästhetik im BadBlog Of Musick

12.01.15 (mh) -
Zwischen den Jahren war unser BadBlogger Moritz Eggert sehr fleißig. In sechs Teilen hat er nicht weniger und nicht mehr als eine kleine bis mittelgroße Musikästhetik und „Gedanken zur aktuellen Situation der Musik und der Notwendigkeit eines neuen Musikverständnisses“ vorgelegt. Wir wollen nicht vergessen, unsere nmz-Leser darauf aufmerksam zu machen und die entsprechenden Links zum Nachlesen zusammenfassend bereitzustellen. Streiten Sie mit Moritz Eggert, lassen Sie sich anregen, stimmen Sie zu oder widersprechen Sie.

Cluster 2012/04 - 1

11.04.12 (Gordon Kampe) -
„Potztausend!“, entfuhr es mir, als ich jüngst am Friseursalon CUT:JA vorüberflanierte. Ein heikler Fall für die Wortspielpolizei, ganz ähnlich wie Hairzblut oder, dem Essener Museum Folkwang schräg gegenüber: Kopfarbeit. Auf einer vorbildlich sinnentleerten Website fand ich dutzende weitere Beispiele – darunter auch: Haarakiri. Dies veranlasste mich, mal wieder über Haare nachzudenken.

Der einzige große Künstler der Neuen Musik

06.03.12 (Arno Lücker) -
Am 13. März 2012 wird der Komponist Wolfgang Rihm 60 Jahre alt. Kann man zu diesem Zeitpunkt bereits auf ihn – auf sein musikalisches Schaffen, auf die klanglichen „Ergebnisse“, die bei Rihm nie endgültige Ergebnisse sein sollen, auf das, was er als sich äußernder Mensch niedergeschrieben hat – zurückblicken? Oder wird die Möglichkeit des Rückblicks durch irgendetwas verbaut oder sogar gänzlich verhindert?

www.beckmesser.de 2011/11

31.10.11 (Max Nyffeler) -
Zum Auftakt der Donaueschinger Musiktage veranstaltet der Bayerische Rundfunk traditionell eine Talkrunde vor Ort zum Thema Neue Musik. Teilnehmer war diesmal auch Armin Köhler, der Leiter der Musiktage, der bei dieser Gelegenheit einmal mehr erläuterte, warum er den als experimentell geltenden Aktivitäten wie Performance, Klang- und Konzertinstallation einen so prominenten Platz im Programm einräumt. Solche Veranstaltungsformen sind mittlerweile zu einem Markenzeichen Donaueschingens geworden. Sie bilden nicht nur eine obligate Zugabe zu den Ensemble- und Orchesterkonzerten, sondern sind auch in diese selbst eingedrungen, indem sie das traditionelle Konzertritual auf immer wieder andere Weise auf den Prüfstand stellen. Was allerdings für Donaueschingen auch nichts Neues mehr ist, denkt man etwa an Experimente wie Globokars „Laboratorium“ oder Stockhausens „Trans“ aus den 1970er-Jahren.
Inhalt abgleichen