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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolfgang Amadeus Mozart«

Im Brautmodengeschäft ohne Biss – Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ am Theater Freiburg

13.02.20 (Georg Rudiger) -
In der Inszenierung viel zu eindimensional gezeichnet, aber handwerklich präzise gearbeitet und mit einer Schaum spuckenden Toilette: Eine musikalisch ergiebige „Hochzeit des Figaro“ am Theater Freiburg sah unser Kritiker Georg Rudiger.

Das Bühnenbild funktioniert – Mozarts „Le Nozze di Figaro“ am Theater Basel

22.01.20 (Georg Rudiger) -
Man könnte den Eindruck gewinnen, die Regie führt hier das Bühnebild. Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ hatte am Theater Basel Premiere. Die Sänger*innen bringen aber manchmal Humor und Leichtigkeit in die doch etwas strenge Inszenierung von Barbara Frey, findet unser Kritiker Georg Rudiger.

Grosses Beyleid

26.11.19 (Leopold Mozart) -
Vorbericht
Viele Jahre sind es, als ich für jene, welche sich von mir in der Violin unterweisen ließen, gegenwärtige Regeln niedergeschrieben hatte. Es wunderte mich oft recht sehr, daß zu der Erlernung eines so gewöhnlichen, und bey den meisten Musiken fast unentberlichen Instruments, als die Violin ist, keine Anweisung zum Vorscheine kommen wollte: da man doch guter Anfangsgründe, und absonderlich einiger Regeln über die besondere Strichart nach dem guten Geschmacke schon längst wäre benöthiget gewesen.

Maßlos, entfesselt und durchgeknallt – Tatjana Gürbaca inszeniert in Bremen „Don Giovanni“

23.10.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
An der Wucht und der vieldeutigen Rätselhaftigkeit des „dramma giocoso“ haben sich Generationen von Regisseuren die Zähne ausgebissen. Günther Rennert, einer der großen des vergangenen Jahrhunderts glaubte „nicht an die Möglichkeit, für diese Partitur auch nur eine annähernd szenische Entsprechung finden zu können“. Die „Oper aller Opern“ (E.T.A. Hoffmann 1813) ist ein „Gipfel, der nie wieder erreicht worden ist“ (Bertolt Brecht). Nun also Tatjana Gürbaca, preisgekrönte erfolgreiche Regisseurin, die unvergessliche Arbeiten am Theater Bremen hinterlassen hat – Eugen Onegin und Mazeppa von Peter Tschaikowsky, Grand Macabre von György Ligeti, Simplicius Simplicissimus von Karl Amadeus Hartmann.

Wahrnehmen oder wegsehen – Mozarts „La clemenza di Tito“ im Theater an der Wien

22.10.19 (Frieder Reininghaus) -
Von „La clemenza di Tito“, uraufgeführt 1791 anlässlich der Krönung des römisch-deutschen Kaisers Leopold II. zum König von Böhmen, war lange Zeit nur noch die C-Dur-Ouverture im Musikleben lebendig. Jedes tüchtige Amateur- oder Schulorchester kann sie bewältigen. Am dramma per musica selbst, das bereits zum Zeitpunkt der Entstehung als anachronistisch galt, verlor die Nachwelt das Interesse. Erst im Zuge der enzyklopädischen Erschließung sämtlicher Arbeiten Wolfgang A. Mozarts erwachte wieder stärkere Aufmerksamkeit für seine letzte Oper. Sie wurde parallel zur „Zauberflöte“ rasch niedergeschrieben. Frieder Reininghaus berichtet.

Tiefe Einblicke in die Figaro-Welt

18.10.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Der Autor: Uhrmacher, Journalist, Handelsmann, Spion, Gefängnisinsasse, Pamphletist, Finanzjongleur – ah ja: auch Dramatiker. Seine Hauptfigur Figaro: in vergleichbar kunterbunter Vielfalt tätig. All dem versuchte 2013 ein Beaumarchais-Symposium der Wiener Musiktheaterakademie beizukommen. Denn „Der Barbier von Sevilla“, „Der tolle Tag“ und „La Mère coupable“ haben über die Schauspiel- auch die Opernbühne mehrfach er­obert und sind über heutige Zeitungsnamen nicht nur mit Zitaten in den Sprachgebrauch, sondern auch mit Melodien in die Allgemeinbildung eingegangen.

Alle Zehne. Streichquartett-Marathon beim Schwetzinger Mozartfest

15.10.19 (Michael Kube) -
Glücklos war Mozart in Mannheim, und aus jener Zeit ist architektonisch auch nur wenig geblieben. Die kurfürstliche Sommerresidenz in Schwetzingen hat sich hingegen bestens erhalten – nur dass Mozart dort lediglich drei Mal vorbei schaute. Spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich in der bildhübschen Residenz dennoch eine schöne Aufführungstradition entwickelt – dank der örtlichen Mozartgesellschaft, die im 50. Jahr ihres Bestehens das 44. „Schwetzinger Mozartfest“ mit einem wahren Streichquartett-Marathon abschloss.

Eine andere, goethische „Zauberflöte“ im Goethe-Theater Bad Lauchstädt

17.09.19 (Joachim Lange) -
Es ist eine späte aber innige Liebe. Edda Moser gehörte bis Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts aktiv zur Spitzenriege ihrer Zunft. Als König der Nacht etwa war sie legendär. Auch wenn sie naturgemäß viel in Italienisch gesungen hat, hinderte sie das nicht daran, ihre Liebe zur eigenen Muttersprache wachsen zu lassen. Sie beließ es aber nicht dabei, sondern rief ein Festspiel der Deutschen Sprache ins Leben. Als sie einen passenden Ort dafür suchte, riet ihr ihr Freund, der Hallenser Hans-Dietrich Genscher, zum Goethe-Theater Bad Lauchstädt vor den Toren seiner Heimatstadt.

Im Ritual erstarrt oder die Schönheit des Häßlichen – Peter Sellars und Teodor Currentzis mit Mozarts „Idomeneo“ bei den Salzburger Festspielen

04.08.19 (Joachim Lange) -
Mozarts Opern gehören nach Salzburg. Sie sind wie der „Jedermann“ oder die Musik von Richard Strauss auch in die DNA der Salzburger Festspiele eingeschrieben. Das kleine Festspielhaus wurde sogar im Jubiläumsjahr 2006 als „Haus für Mozart“ wiedereröffnet. Im gleichen Jahr gab es hier sämtliche Mozart-Opern. Joachim Lange berichtet.

Die höheren Künste des Recyclings – Das Festival in Aix-en-Provence 2019

08.07.19 (Frieder Reininghaus) -
Die erste Stunde gehörte einem seltenen Gast im sommerlichen Aix-en-Provence: Madame La Pluie ließ die Veranstalter und die vor den Absperrgittern wartenden zahlenden Gäste lange im Ungewissen. Doch dann wurden die Barockgeigen des Orchesters Pygmalion aus Bordeaux ausgepackt. Sie und die vielen prächtigen Kostüme, die unter kundiger Assistenz von Elisabeth de Sauverzac geschneidert worden waren, setzten sich dem Witterungs-Restrisiko aus. Gegen 23 Uhr begann eine Solostimme den zum Auditorium umgewidmeten Hof der Arvchevêché zu erfüllen. Sie intonierte, bald unterstützt vom Chor, ein mittelalterliches Graduale – als Einstimmung auf das Requiem von Wolfgang A. Mozart.
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