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Liebesgrüße vom Bosporus … Spektakulärer politischer Startschuss für das Beethoven-Jahr in Bonn mit Volker Löschs „Fidelio“

04.01.20 (Joachim Lange) -
Es hat sich eingebürgert, dass Ludwig van Beethoven das letzte Konzertwort des Jahres hat. Seine 9. Sinfonie liefert gleich noch ein paar programmatische Verse von Friedrich Schiller mit. Was irgendwie einen trotzigen Optimismus ausstrahlt und in unseren Breiten auch noch an das sich mühsam einigende Europa erinnert. Dass ein runder Geburtstag wie jetzt der 250. des berühmtesten Sohnes der Stadt Bonn eine Angelegenheit ist, die weltweit zu Aktivitäten anregt, versteht sich. Die Oper der ehemaligen (provisorischen!) Bundeshauptstadt lässt es sich nicht nehmen, mit Beethovens einziger Oper „Fidelio“ ihr und unser aller Beethovenjahr zu eröffnen.

Butterfly light als „Weihnachtsoperette“ – Paul Abrahams „Dschainah, Das Mädchen aus dem Tanzhaus“ an der Komischen Oper Berlin

01.01.20 (Peter P. Pachl) -
Die „Weihnachtsoperetten“ der Komischen Oper Berlin werden auf dem Programmzettel halbfett als „Konzertante Aufführung“ bezeichnet – ein Understatement, denn es handelt sich dabei um eine Mischform zwischen Konzert und vollszenischer Darbietung, mit Beleuchtung, Choreografie der auswendig agierenden Darsteller*innen und glitzernden, paillettenreichen Kostümen. Die besondere Form hat seit acht Jahren Tradition und auch diesmal Qualität.

Müll-Apokalypse ohne Grapscher: „Rusalka“ bei den Tiroler Festspielen

01.01.20 (Roland H. Dippel) -
Werden die Tiroler Festspiele eine Filiale der Oper Frankfurt? Diese Frage vernimmt man derzeit häufiger – nicht nur im Inntal. Auf alle Fälle beginnt Bernd Loebe in Erl einen neuen Kurs mit anderen szenischen Handschriften als Gustav Kuhn vor ihm. Die Neuproduktion von Antonín Dvořáks Märchenoper „Rusalka“ (uraufgeführt in Prag 1901) setzt eine regional affine Dramaturgie im für Erl neuen Modul 'spätromantische Märchenoper', im Sommer 2020 folgen Humperdincks „Königskinder“. Donizettis „Liebestrank“ steht für die Fortsetzung des in Erl neben Wagner besonders geschätzten Belcanto-Repertoires. „Rusalka“ wurde zu einem packenden und explosiv umjubelten Gesamtereignis.

Industrielles Töten: Philip Glass’ „In der Strafkolonie“ am Theater Ulm

30.12.19 (Roland H. Dippel) -
Station Zwei der fünf Inszenierungen von Philip Glass’ „In the Penal Colony“ an deutschen Theatern in der Spielzeit 2019/20 – nach dem Studio des Theaters Hof jetzt im Podium des sein Jubiläum „50 Jahre nach dem Neubau“ feiernden Theaters Ulm. Gerade noch geschafft zur letzten Vorstellung in der deutschen Übersetzung von Cordula Engelbert und Bettina Rohrbeck am 28. Dezember.

Vergnüglich-hintergründige Familienoper – Uraufführung von Anno Schreiers „Der Zauberer von Oz“ am Theater Aachen

29.12.19 (Andreas Hauff) -
Schon einmal hat das Theater Aachen ein Auftragswerk an den Komponisten Anno Schreier vergeben. Im Spätherbst 2013 kam „Prinzessin im Eis“ heraus, eine hintersinnige „multinationale Polarkomödie in Musik“ auf ein Textbuch von Constantin von Castenstein. Sechs Jahre später ist nun am selben Ort „Der Zauberer von Oz“ zu erleben, „eine Oper für die ganze Familie“ nach einem Libretto von Alexander Jansen. Deren Konzept funktioniert offensichtlich: Bei der 3. Vorstellung ist das Theater vollbesetzt mit Zuschauern aller Altersgruppen, und selbst die Jüngeren, die vor Beginn noch auf ihren Plätzen herumzappeln und in der Pause durchs Foyer fegen, folgen der Vorstellung wie gebannt.

Performativ ausgebremst: Camerata Temporalis debütiert als Konzertensemble in Weimar

28.12.19 (Roland H. Dippel) -
Einen ausgeprägten Eigenklang hat das bisherige Ad-hoc-Orchester Camerata Temporalis, das erst im Oktober 2019 bei der Uraufführung der Oper „Die Wahrheitsschwestern“, der Diplomarbeit des brasilianischen Komponisten Giordano Bruno do Nascimento an der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt, mitwirkte. Dessen Idee eines Spezialklangkörpers für Alte und Zeitgenössische Musik wäre durchaus geeignet, die in Spezialisten-Sektionen auseinander strebenden Szenen der historisch informierten und weitaus selteneren Aufführungspraxis für Neue Musik in Thüringen um ein vitales Element zu ergänzen. Beim Antrittskonzert im Weimarer Jugendzentrum Mon Ami am 18. Dezember erwiesen sich die Ansprüche von Camerata Temporalis als sehr hoch.

Die Redaktion der neuen musikzeitung wünscht ein friedvolles Weihnachtsfest

24.12.19 (nmz-red) -
Die gesamte Redaktion der neuen musikzeitung und ihre Mitarbeiter wünschen nicht nur allen unseren Online-Besucherinnen und -besuchern, sondern wirklich allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest. Wir werden in den nächsten Tage auch etwas kürzer treten, halten aber in kleiner Besetzung unseren Informationsdienst selbstverständlich aufrecht. Stöbern Sie derweil gerne in den aktuellen Ausgaben der neuen musikzeitung, der Jazzzeitung und von Oper & Tanz. Bestimmt es etwas für Sie dabei.

Nuancen, unwahrnehmbar – Currentzis und die 9. Symphonie von Gustav Mahler

23.12.19 (Georg Rudiger) -
Das SWR Symphonieorchester war aktuell an sieben Orten mit Gustav Mahlers 9. Symphonie zu hören. Dirigent: Teodor Currentzis. Georg Rudiger war in Freiburg dabei, hörte dabei Unerhörtes, aber auch verschwindende Klänge eine Orchesters im Extremzustand.

Psycho statt Liebe – Hans Abrahamsens “The Snow Queen“ in München

22.12.19 (Wolf-Dieter Peter) -
An der Bayerischen Staatsoper München konnte die Deutsche Erstaufführung von Abrahamsens „Märchenoper“ nicht überzeugen, findet unser Kritiker Wolf-Dieter Peter. „Andersens geradewegs auf unsere Gesellschaftsprobleme zielende ‚Märchenbotschaft‘ wurde nicht fürs Musiktheater gewonnen … Jubel dagegen für alle Solisten und die faszinierende Ästhetik von Thors Szenerie.“

Der Kleinbürger überlebt: Janaceks „Das schlaue Füchslein“ im Theater Liberec (CZ)

22.12.19 (Roland H. Dippel) -
Langer Applaus am Ende und viel festlich gekleidetes Publikum bei der Premiere A von Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ (Příhody lišky Bystroušky) im Divadlo Františka Xavera Šaldy in Liberec. Der 1883 und damit nur zwei Jahre nach dem Nationaltheater Prag eröffnete Bau der Architekten Fellner & Helmer tendiert im überwiegend von den beiden Rängen bedeckten Parkett zu einer sehr offenen Akustik. Man spielt das große italienische, slawische und französische Repertoire überwiegend mit eigenem Ensemble. Durch die Regisseurin Linda Keprtová kommt etwas Bewegung in den bislang eher traditionellen Sichtweisen verpflichteten Inszenierungsstil des nordböhmischen Mehrspartentheaters. Die Neuproduktion überzeugte durch eine musikalisch und szenisch handfeste, dabei intensive Lesart der Oper über tierische Eigenschaften von Zwei- und Vierbeinern.

Raum und Zeit geöffnet: Giacomo Puccinis „La Bohème“ am Theater Basel

20.12.19 (Georg Rudiger) -
„Your luxury is our displacement“ – euer Luxus bedeutet unsere Vertreibung – ist an die raue, unverputzte Wand gesprayt. Gestapelte Autoreifen dienen als Sitzgelegenheit. Das Feuer brennt in einer Öltonne. Regisseur Daniel Kramer möchte die rührselige Geschichte aus dem Paris des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart holen. Deshalb leben die Protagonisten von Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ am Theater Basel nicht in einer heimeligen Künstlermansarde, sondern hausen auf der Straße.

Das verbotene „B-Wort“ – Barrie Kosky als Klavierbegleiter in „Lonely House“ an der Komischen Oper Berlin

19.12.19 (Peter P. Pachl) -
Als eine „Wiederentdeckung“ der „eher unbekannten Seite von Kurt Weill“ hatte die Komische Oper Berlin einen ungewöhnlichen Liederabend angekündigt: „Gemeinsam mit der Sängerin und Schauspielerin Katharine Mehrling präsentiert Kosky eine emotionale Reise voller Lachen und Weinen durch die in Deutschland unbekannte Seite eines der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts – zwischen Paris und New York“.

Wahnsinn im Lichtdesign – Kiels „Lucia die Lammermoor“

17.12.19 (Arndt Voß) -
Man könnte die Kieler Inszenierung von Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ (Premiere: 7. Dezember 2019) als eine attraktiv beleuchtete konzertante Aufführung beschreiben, wäre auch das Orchester optisch präsent gewesen. Das aber blieb im Graben, wie immer geheimnisvoll verborgen. Es sollte wohl doch eine Oper sein. Das Publikum wenigstens zeigte sich angetan, auch wenn es in der zweiten Aufführung, die für diesen Bericht Quelle ist, nur recht kurz applaudierte.

Beklemmend: Jerry Bocks Erfolgsmusical „Anatevka“ am Theater Münster

Anatevka, ein verschlafenes Nest irgendwo in der russischen Provinz abseits der großen Stadt Kiew. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Hier hält man es noch mit der Tradition. Vor allem die jüdischen Bewohner orientieren sich streng an den überkommenen gesellschaftlichen Ritualen wie an den religiösen Geboten, beides sind ohnehin ein und dasselbe. Sie geben Halt, sie liefern die Leitplanken für das eigene Denken und Tun. Auch Tevje, der Milchbauer, ist ein Mann von Prinzipien und tradierten Überzeugungen. Oder? Vielleicht nicht so ganz!

Klassik im Eiskeller – Die Clinker Lounge wird zu Berlins Kammermusik-Hotspot

17.12.19 (Antje Rößler) -
Die Backfabrik, jene einstige Großbäckerei unweit vom Alexanderplatz, ist ein riesiger Komplex. Am Rand des fußballfeldgroßen Innenhofs führt eine unscheinbare Tür zu einer Wendeltreppe. Hinab geht es in unterirdische Gefilde, in die einstige Eishalle. Seit Mitte 2018 finden hier die „Clinker Lounge Concerts“ statt.

Hotel ohne Aussicht – Theater an der Wien glänzt mit „Halka“ von Stanisław Moniuszko

16.12.19 (Joachim Lange) -
Wenn die Wiener Staatsoper schon mal mit einer Uraufführung (Olga Neuwirths „Orlando“) auftrumpft, dann hält das Theater an der Wien zumindest mit einem Ausgrabungsschmankerl samt Star-Schlagobers dagegen. Die aktuelle Premiere im zweiten Wiener Opernhaus galt der polnischen Nationaloper „Halka“ von Stanisław Moniuszko.

Wie kommt der Zahn in die Suppe? – „Der goldene Drache“ von Péter Eötvös in Dresden

15.12.19 (Michael Ernst) -
Die Entscheidungsfrage, in die Oper oder zum Asia-Restaurant zu gehen, könnte wohl gegensätzlicher kaum sein. In Dresden lässt sich beides jetzt trefflich miteinander verbinden. Wer da an der kleinen Spielstätte der Semperoper die Vorstellung „Der goldene Drache“ besucht, ist zugleich Gast eines Thai-China-Vietnam-Restaurants gleichen Namens.

Entführung in andere Welten – Igor Levits Brahms ist in Bremen angekommen

14.12.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
Das kann man heute noch verstehen, wie sehr das Uraufführungspublikum in Hannover 1859 und erst recht die Menschen im selben Jahr im konservativen Leipzig verstört waren über das erste Klavierkonzert des 25jährigen Johannes Brahms. Die lange Orchestereinleitung wuselt und tobt in tiefen Lagen geradezu spröde und zornig vor sich hin und man hat lange keine Chance, den Solisten zu hören, denn er wuselt irgendwann mit in diesen „schreiendsten Dissonanzen“ und diesem „Würgen und Wühlen“, wie ein Uraufführungskritiker schrieb. Dem Konzert wurde wie auch 22 Jahre später dem zweiten vorgeworfen, es sei kein Solokonzert, sondern eine Sinfonie mit obligatem Klavier. Nun gab es in Bremen mit der Deutschen Kammerphilharmonie unter der Leitung von Paavo Järvi und dem 1987 geborenen Ausnahmepianisten – der etwas abgedroschene Begriff muss hier verwendet werden – Igor Levit wenige Tage nach dem Auftritt in der Hamburger Elbphilharmonie drei Aufführungen, die genau das zur Tugend erhoben und auf das Genaueste ausführten. Man erwischte sich sogar bei dem Gedanken „Schade, dass man nicht mehr von ihm hört“, auch wenn dieser Wunsch am Verstehen des originellen Werkes vollkommen vorbeigeht.

Theatergeburtstag in Gelsenkirchen mit Janaceks „Die Sache Makropulos“

Das Gelsenkirchener „Musiktheater im Revier“ feiert Jubiläum. Vor sechzig Jahren wurde das Haus am Kennedyplatz eröffnet und zog dank seiner außergewöhnlichen Gestaltung nicht weniger Aufmerksamkeit auf sich als der drei Jahre zuvor in Münster fertiggestellte erste Theaterneubau in der Nachkriegszeit. Das im Wesentlichen auf das Konzept des Architekten Werner Ruhnau zurückgehende Gelsenkirchener Haus lebt von seinem offenen, gläsernen Foyer und damit einer direkten Sichtachse zur Stadt. Legendär sind auch die Foyers mit ihren tiefblauen Schwämmen aus Gips, die von Yves Klein gestaltet wurden.

Vernachlässigte Schicksalsmusik – Ein Gedächtniskonzert zu Mieczyslaw Weinbergs 100.Geburtstag

12.12.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Dem Münchner Konzert- und Opernleben muss der Musikfreund immer noch ein Stück Geschichtsbewusstsein wünschen: nicht nur, dass die Schicksale Nazi-verfolgter und speziell jüdischer Musiker in der Stadt noch nicht umfassend und gründlich erforscht sind – sie werden auch wenig öffentlich aufgeführt. Das gilt auch für Mieczyslaw Weinberg, dessen fulminante Wiederentdeckung 2010 bei den Bregenzer Festspielen bislang weitgehend an München vorbeigeht – nur das Jewish Chamber Orchestra feierte soeben Weinbergs 100. Geburtstag.

Allzu billige Gegenwart: „Mahagonny“ an den Landesbühnen Sachsen

12.12.19 (Roland H. Dippel) -
Vor der neoliberalistischen Realität versagt sogar das Instrumentarium des post-realistischen Musiktheaters der guten alten DDR-Schule. Mit „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ haben die Landesbühnen Sachsen neben großen Verdiensten wie zuletzt mit „Katja Kabanova“, „Der Besuch der alten Dame“ und „Sunday in the Park with George“ kein großes Glück.

Espressosivissimo – Das kleine Münchner Festival für die große Galina Ustwolskaja

10.12.19 (Wolf Loeckle) -
An zwei Abenden Galina Ustwolskaja in München. Ein Festival mit Ensemblestücken, unter Tosen und Toben gespielt vom Münchener Kammerorchester, und Klavierwerken, unbeschreiblich beeindruckend gespielt von Sabine Liebner. Das lässt unseren Autoren Wolf Loeckle nach Möglichkeiten von Therapien fürs Weltgeschehen fragen.

Vom Grundrauschen der Welt – Uraufführung von Olga Neuwirths „Orlando“ an der Staatsoper in Wien

10.12.19 (Joachim Lange) -
Ein Hort für Opernneuheiten ist die Wiener Staatsoper heutzutage nicht mehr. Aber hin und wieder vergibt auch dieses Haus noch Aufträge an Komponisten. Genau ein Jahr nach der Uraufführung von Johannes Maria Stauds und Durs Grünbeins „Die Weiden“ hat Dominique Meyer im 150. Jubiläumsjahr der Staatsoper Olga Neuwirths (*1968) „Orlando“ folgen lassen und die beträchtlichen Ressourcen seines Hauses in den Dienst dieser Uraufführung gestellt.

Radikal modern? – Radikal altbacken! – „La Traviata“ an der Komischen Oper Berlin

10.12.19 (Peter P. Pachl) -
Als „Klassiker – radikal modern“ hatte die Komische Oper Berlin Giuseppe Verdis einzige aktuelle, in seiner Gegenwart spielende Oper über Leben und Tod einer Edelkurtisane angekündigt. Aber die Inszenierung von Nicola Raab verschenkt die sich in Beliebigkeiten nicht vermittelnde Handlung und erzeugt einen vergleichsweise radikal altbackenen Eindruck, dem leider auch die musikalische Seite nichts entgegenzusetzen vermag, außer Lautstärke. Peter P. Pachl ist enttäuscht.

Nicht schweigen, nicht mehr schweigen – Zimmermanns „Weiße Rose“ in Schwerin

09.12.19 (Arndt Voß) -
Ob man will oder nicht, jede Aufführung von Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose“ ist eine Geschichtsstunde, eine imperativische zugleich, nicht mehr zu schweigen. Sie ruft kaum Erträgliches aus der Vergangenheit wach und zerrt Fatales der Gegenwart ins Bewusstsein. Eine Inszenierung des Zwei-Personen-Stückes kann deshalb noch so musikalisch wie ästhetisch verklärt sein oder sich dokumentarischem Realismus verweigern, das Grauen der letzten Stunden des Geschwisterpaares Sophie und Hans Scholl dringt durch. Anders noch bestätigte sich das in Schwerin, wo intensiv der Seelenverfassung der beiden zum Tode Verurteilten nachgegangen wurde.
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