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In Kiel rocken die Räuber und wird Schiller zum Librettisten

18.04.18 (Arndt Voß) -
Als Friedrich Schiller „Die Räuber“ schrieb, war er 23 Jahre alt. Für Gleichaltrige heute und andere peppte das Kieler Schauspiel nun das dramatische Geschehen mit Rockmusik auf und nennt das Ergebnis „Rockoper“. Auf der Bühne passen sich die damals Unangepassten dem Duktus einer aufreizenden Musik an, lassen sich durch den Sound pompöser Schlagzeug- und Gitarrenpassagen läutern. Das wirkt einigermaßen glaubhaft und hatte bereits vor zwei Jahren im Sommertheater unter freiem Himmel Erfolg. Jetzt holte Daniel Karasek, Hausherr im Kieler Theater, die zu Rockern mutierten Outlaws des Sturm und Drangs vom Seefischmarkt ins Schauspielhaus.

Grundsätzliches – Richard Wagners „Tannhäuser“ in Weimar

18.04.18 (Joachim Lange) -
„Tannhäuser“ – das klingt schon wie Thüringen. Wegen des Schauplatzes des Sängerkrieges „auf Wartburg“ wie Wagner das so schön unvollständig klingend im zweiten Teil des Titels benannt hat. Es klingt aber auch wie Weimar! Wegen Franz Liszts Einsatz für die Musik seines berühmten Schwiegersohnes im Allgemeinen. Und für den Durchbruch seines „Tannhäuser“ mit der Weimarer Erstaufführung 1849 im Besonderen. Die Staatskapelle Weimar ist heute nicht nur das Renommierorchester ganz Thüringens, sondern hat Wagner seither gleichsam in den Orchestergenen.

Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals „Ariadne auf Naxos“ in Meiningen bejubelt

17.04.18 (Joachim Lange) -
Mit dem Titel der Oper „Ariadne auf Naxos“ hat man – in diesem Falle – nur die halbe Wahrheit. Er erfasst die kleine Oper, in die ein junger Komponist unter den Fittichen seines alten Musiklehrers sein ganzes Herzblut gelegt hat. Natürlich mit dem ganz großen mythischen Gegenstand, die Verzweiflung der von Theseus auf Naxos zurückgelassenen Ariadne, ihrer Todessehnsucht und der spektakulären Ankunft eines Gottes. Sie hält den – in Meiningen wie ein Deus ex machina aus dem Schnürboden einschwebenden Gott Bacchus – für den Gott des Todes. Und er hält sie (obwohl ein Gott) auch irrtümlich für die Zauberin Circe. Das Tröstliche daran ist, dass sich beide irren. Bacchus ist für Ariadne (und für das mitfiebernde Publikum) eindeutig die bessere Wahl. Und sie für ihn natürlich auch, so dass einer Apotheose der Musik und der Stimmen nichts mehr im Wege steht.

Kein Ende in der ECHO-Debatte – Konsequenzen von Preisträgern und BVMI-Mitgliedern

16.04.18 (Martin Hufner) -
Weil es der ECHO-Beirat versäumt hatte, die Rapper Kollegah und Farid Bang von der Nominierung zum Deutschen Musikindustriepreis (ECHO) auszuschließen, konnte es den beiden sogar gelingen, den Industriepreis zu erhalten. Denn auch die ECHO-Jury tat nicht nur nichts gegen eine Belobigung, im Gegenteil, sie zeichnete die Rapper sogar aus. Seitens der ECHO-Veranstalter will man nun die Ausgestaltung des ECHO ändern. In der Zwischenzeit weitet sich die Kritik allerdings noch aus. ECHO-Rückgaben, Verbandsaustritt(e), Beiratsrücktritt(e).

Traumschiff Aida und Playmobilvideos – Verdis „Aida“ an der Staatsoper Hannover

16.04.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Kein Zweifel: Kay Voges, der vor vier Jahren mit einem großartig reflektierten Weberschen „Freischütz“ beeindruckte, hat nachgedacht über Giuseppe Verdis 1871 entstandene Oper „Aida“, in viele Richtungen sehr gut nachgedacht. Wie steht es mit der Kriegstreiberei? Wie steht es mit der Verachtung und Vernichtung anderer Völker? Wie ordnen sich die persönlichen und intimen Schicksale im Massengeschehen zwischen Pharaonen und Elefanten? Dies und vieles mehr sind richtige Fragen. Ist das aber schon ein gutes Theater? Eher nicht, vor allem deshalb, weil Voges den Ehrgeiz hatte, alles zu zeigen, was ihm einfiel... zu viel, zu unübersichtlich und letztendlich unverständlich.

Fanny als potenzierte Opernfigur – Musiktheater mit Kompositionen von Fanny Mendelssohn Bartholdy in der Werkstatt der Staatsoper Berlin

16.04.18 (Peter P. Pachl) -
Neben fünf Erwachsenen Profis spielen, singen und musizieren 27 Kinder in der jüngsten Produktion des Kinderopernhauses Lichtenberg. Sie bescherten der Neuen Werkstatt der Staatsoper sechs volle Häuser. Ganz ohne Dernière-Mätzchen und -Witzchen wurde auch die letzte Aufführung „Fanny! – Wer will mir wehren zu singen?“ von den Beteiligten mit Engagement und künstlerischem Ernst dargeboten und vom Publikum gefeiert.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 16.04. bis 22.04.2018

15.04.18 (mh) -
Neue Musik, Musikfeatures und Hörspiele in der Kalenderwoche 16. Schwerpunkte: Eres Holz, Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen beim Musikfest Hamburg, His Master´s Choice (28): Gordon Kampe | 8. Hörfest Neue Musik, Singende Superhelden, Ultraschall Berlin, ECLAT 2018, Musikland Türkei, Werkzeuge der neuen Musik | Zither, Wie präpariert man ein Klavier?, Querklang – ein Schulprojekt der MaerzMusik, Juan Allende-Blin erinnert sich an den Pariser Mai '68, Das deutsche Kinderlied, Solistenensemble Kaleidoskop. Hörspiele von Alvin Curran, Heiner Goebbels, Peter Handke und Velimir Chlebnikov.

Von Macht und Menschen – Kreneks „Diktator“ und Ullmanns „Zerbrochener Krug“ im Münchner Cuvilliéstheater

15.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie alle großen Opernhäuser pflegt auch die eben als Institution ausgezeichnete Bayerische Staatsoper begabte junge Sänger in einem Opernstudio an die Realität dieses Berufs heranzuführen. Dazu gehört als Höhepunkt der Saison eine eigene Produktion unter professionellen Bedingungen: das Münchner Kammerorchester, ein Nachwuchsdirigent, alle elf Solisten des Opernstudios, zwei Spielleiter der Staatsoper – alles im herrlichen Rahmen des Cuvilliéstheaters.

Ein armseliger ECHO-Beirat und die Frage der Grundrechte

12.04.18 (Martin Hufner) -
Geht es um Grundrechte? Oder geht es um Haltung? Im Fokus: Die Nominierung der Rapper Kollegah und Farid Bang beim ECHO 2018. Der ECHO ist ein Preis des Bundesverbandes der Musikindustrie (kurz: BVMI). Er wird seit vielen Jahren verliehen. In zahlreichen Kategorien, die bepreist werden, werden genau diejenigen nominiert, die die höchsten Verkaufszahlen mit ihren Platten/CDs/Download/Streams erreicht haben. Das haben die Rapper Kollegah und Farid Bang mit dem Album „JBG3“ offenbar geschafft. Das musikalische Genre nennt sich Rap. Die beiden werden als Battle-Rapper spezifiziert.

Pop Moves – „Beady Belle“ gastierte beim BMW Welt Jazz Award

10.04.18 (Ssirus W. Pakzad) -
Endlich machte die lichte Bestuhlung auch mal Sinn. Beim Matinee-Konzert der populären norwegischen Band „Beady Belle“ um Sängerin Beate Lech nutzten einige Zuhörer die Sitz-freie Zone im futuristischen Doppelkegel der BMW Welt. Es wurde vereinzelt tatsächlich getanzt. Und doch hatte der bewegende Auftritt mit dem Motto des zehnten „BMW Welt Jazz Awards“ mal wieder nichts zu tun. „Jazz Moves“? Vielleicht. Wenn es denn welchen gegeben hätte. Stattdessen: „Pop Moves“.

ECHO: Nominierte zwischen Geschmacklosigkeit und Kunstfreiheit – Beirat stellt Persilschein aus

09.04.18 (Martin Hufner) -
Es ist längst über die Grenzen der Musikindustrie bekannt, dass der ECHO als der Preis des Bundesverbandes Musikindustrie eher in die Fassadenkulturlandschaft gehört – auch wenn er sich mit dem Namen der Deutschen Phono-Akademie schmückt. Das ändert nichts an seiner Popularität in den Medien und unter den Künstlerinnen, egal ob ECHO Klassik, Pop oder Jazz. Aktuell macht der ECHO wieder von sich reden. Nominiert wurden zwei sog. Battle-Rapper (Kollegah und Farid Bang), in deren aktuellem Produkt über die Grenzen weit hinausgehende geschmacklos-zynische Textzeilen verwendet werden. Der ECHO-Beirat als „Ethik-Kommission“ wurde eingeschaltet und hat entschieden, dass er nichts entscheidet und die Nominierung bestehen bleiben soll. In diesem Beirat sitzen Vertreterinnen von Deutschem Musik- und Deutschem Kulturrat. Das macht die Sache problematisch.

Bekenntnis für Diversität und Toleranz – „Il viaggio a Reims“ in Graz

09.04.18 (Roland H. Dippel) -
Dreißig Jahre nach der legendären Produktion unter Claudio Abbado an der Wiener Staatsoper kommt Gioachino Rossinis „Die Reise nach Reims“ endlich zur Grazer Erstaufführung. Seine erste Oper für Frankreich, uraufgeführt drei Wochen nach der Krönung von Karl X. zum König Frankreichs am 19. Juni 1825, umjubelte das Premierenpublikum des zweitgrößten österreichischen Opernhauses mit immer höhersprudelnden Applausfontänen.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 09.04. bis 15.04.2018

08.04.18 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 15. Schwerpunkte: Ganz im Zeichen von Rückblicken auf das Jahr 1968. Claude Viviers 70. Geburtstag spielt auch eine Rolle. Die Nachfolgesendung von contrapunkt (heißt ebenfalls contrapunkt) widmet sich der Türkei. Anna Schürmer widmet sich der DEA EX MACHINA – oder die technofeministische Emanzipation. Am Ende als Spezial Hinweise auf besondere Hörspiele (Jandl/Mayröcker – Fünf Mann Menschen, Ludwig Harig – Blumenstück, Christoph Schlingensief – Rocky Dutschke, Luc Ferrari und Hundert nackte Kängurus).

„Tannhäuser“ in Görlitz: Zwischen Muse und Mätresse

05.04.18 (Roland H. Dippel) -
Am gleichen Tag, an dem die Oper Leipzig nach der Absage Katharina Wagners mit dem dritten Remake der „Tannhäuser“-Produktion von Calixto Bieito herauskam, gab es am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz die Neuinszenierung der gleichen Oper: Schnörkellos auf dem Punkt und musikalisch gekonnt mit zwei beeindruckenden Protagonisten. Der Ausflug in die Lausitz lohnt sich.

Ohne Gespür: Dominique Horwitz vergeigt Dimitri Schostakowitschs „Moskau, Tscherjomuschki“ am MIR Gelsenkirchen

Das Problem ist seit etlichen Jahren hinlänglich bekannt: Wohnraum in Deutschland ist knapp! Knapp für junge Paare, die händeringend nach ihren ersten eigenen vier Wänden suchen, knapp für Menschen mit geringem Einkommen, für Geflüchtete, für Rentner, deren Monatsbudget mehr als prekär ausfällt. Also müssen bezahlbare „Hütten“ her! Im Jahr 2017 fehlten – je nachdem, welche Studie man heranzieht – bis zu 1,2 Millionen Wohnungen!

Lustig ist das alles nicht – Felix Rothenhäusler wagt an Strauß‘ „Die Fledermaus“ ein Experiment

03.04.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Totale Entrümpelungen tun oft, aber nicht immer gut. Es war sehr ambivalent, was jetzt Felix Rothenhäusler, Hausregisseur im Schauspiel am Theater Bremen, in seiner dritten Musiktheaterarbeit hinterließ. Es war die 1874 uraufgeführte, heute berühmteste Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, die sich zum Unmut vieler BesucherInnen gefallen lassen musste, dass nichts wiederzuerkennen war und dass es schon mal (fast) gar nichts zu lachen gab.

Im Zentrum Wotan und das Orchester: Eine neue „Walküre“ für Chemnitz

03.04.18 (Roland H. Dippel) -
Monique Wagemakers stellt in Frage, ob es einen spezifisch weiblichen Blick auf Wagners „Ring des Nibelungen“ geben kann. Ihre Inszenierung der „Walküre“ ist Teil des neuen Zyklus, den das Theater Chemnitz mit vier Regisseurinnen innerhalb des Kalenderjahres 2018 zum Stadtjubiläum 875 Jahre herausbringt. Die musikalische Leitung der vier Premieren teilen sich der neue Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo und der zur „Walküre“ antretende erste Kapellmeister Felix Bender. Musikalisch ist diese Produktion ein satter Wurf.

Janáček verunklärt – „Aus einem Totenhaus“ an der Oper Frankfurt

02.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Uraufführungen schmücken ein Opernhaus, aber auch Interpretationsmaßstäbe setzende Inszenierungen. Die Oper Frankfurt kommt da immer wieder mit der „Neuenfels-Gielen-Aida“ und dem „Berghaus-Gielen-Ring“ ins Gespräch. Für ein bildlich „quer im Repertoire“ stehendes Werk wie Leoš Janáčeks „Aus einem Totenhaus“ gilt das auch: 1994 ließ Frankfurts damaliger GMD Sylvain Cambreling eine schon legendäre Brüsseler Produktion neu einstudieren: die bis ins Detail geformte psychische Deformationsstudie des medizinisch vorgebildeten Peter Mussbach für rund 30 Sängerdarsteller – eine unvergessliche „Wegemarke“.

„Die geile Herzogin“ – „Powder Her Face“ von Adés am Theater Magdeburg

02.04.18 (Roland H. Dippel) -
Im Magdeburger Theater am Jerichower Platz brachten Mathias Husmann und Anja Sündermann „Powder Her Face“ („Ihre letzte Maske“) 1996 ein Jahr nach der Weltpremiere zur deutschen Erstaufführung. Im Schauspielhaus dort erlebt das seither zu einem Hit der jüngsten Operngeschichte gewordene Opus über die 1963 in einem Sensationsprozess geschiedene Margaret Camphell, Herzogin von Argyll, eine Neuinszenierung. Am Pult steht der Komponist Hans Rotman und Leiter des IMPULS Festivals, dessen Zukunft derzeit zur Diskussion steht. Der große Applaus am Ende zeigt den Bedarf an mehr Musik der Gegenwart in Sachsen-Anhalt, selbst wenn die Darstellung der „Sex-Queen“ etwas eindimensional gerät.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 02.03. bis 08.04.2018

01.04.18 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 14. Schwerpunkte: Die Pianistin Maria Judina, Schlaf und Traum in der Musik, Zeitgenössische Musik am Scheideweg, Alberto Ginastera, Die Neue Musik und der Film, Hymnen auf die Sonne, Transkriptionen von Clytus Gottwald, Donaueschinger Musiktage – Next Generation, Luis de Pablo und Spaniens Aufbruch in die Moderne, Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses Bayreuth, Deutschland 2071, Komponist und Dirigent Petr Kotík, Hessen hören 33: Dietmar Wiesner, Hippies, Happenings und heiße Rhythmen – Das Musikjahr 1968, George Bernhard Shaw als Musikkritiker und Müll-Musik – Besuch beim Klangtüftler Ricardo Eizirik.

Im Trockendock – Der „Fliegende Holländer“ geht in der Oper Erfurt in der Inszenierung von Hausherr Guy Montavon an Land

30.03.18 (Joachim Lange) -
Beim neuen „Fliegenden Holländer“ in Erfurt ist das Bühnenbild der Clou und gibt die Richtung von Guy Montavons Zugang deutlich vor. Hank Irwin Kittel hat ein Trockendock auf die Bühne gesetzt, das aber genauso gut ein imaginärer Innenraum sein könnte. Er folgt damit dem, was Harry Kupfer einst mit seiner Bayreuther Senta in die Rezeption eingeführt hat. Nämlich die ganze Geschichte als eine starke Wunschvorstellung beziehunsgsweise fixe Idee Sentas aufzufassen und sie sozusagen vor ihrem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das geht natürlich bei der konkreten Umsetzung nicht völlig ohne gewisse Rempeleien mit dem Erzählfluss. Aber es hat einen gewissen, durchaus auch stringenten Reiz.

Wohlverträgliche Metaphysik von Arvo Pärt und Robert Wilson – „Adam’s Passion“ im Konzerthaus Berlin

29.03.18 (Roland H. Dippel) -
Arvo Pärts als Auftragskomposition der Kulturhauptstädte Istanbul (2010) und Tallinn (2011) entstandene Partitur „Adam’s Lament“ ist der Hauptteil des Hybrid-Werkes „Adam‘s Passion“. Schauplatz der Uraufführung 2015 in Tallinn war eine U-Bootfabrik aus der Zarenzeit, die von der Sowjetmarine bis zur 1999 vollzogenen Unabhängigkeit Estlands genutzt wurde. Trotz der bezwingend realisierten Visionen Robert Wilsons, der im November 2009 bei einer Audienz von Papst Benedikt XVI. mit Arvo Pärt die Idee zu dieser Zusammenarbeit gefunden hatte, könnte man die im Konzerthaus Berlin wiederholte Produktion nur bedingt als Bühnenwerk bezeichnen. Große Überraschungen brachte dieses Gipfeltreffen von Arvo Pärt und Robert Wilson nicht.

Wie Historiengemälde – zwei Gottfried-von-Einem-Premieren in Wien

27.03.18 (Benedikt Leßmann) -
Mit gleich zwei Opernpremieren im Abstand von einer guten Woche begeht Wien den hundertsten Geburtstag des Komponisten Gottfried von Einem. Die Produktionen überzeugen nicht zuletzt dank der starken Texte von Büchner und Dürrenmatt. Ob sie nachhaltige Wirkung entfalten, muss fraglich bleiben.

Im Nebel der Zeitlupe: „The Long Now“ bei der MaerzMusik 2018

27.03.18 (Martin Hufner) -
Es ist jedes Jahr erneut beeindruckend: das Gebäude des Kraftwerks Berlin in Mitte. Schon lange Zeit nicht mehr in Betrieb und daher - bis auf eine funktionslose Schalterhalle – leergeräumt, wirkt sie wie eine Kathedrale der Industriekultur. Hier bildet die 29-stündige Performance „The Long Now“ seit ein paar Jahren den Abschluss der MaerzMusik.

Der Jazz gehört zu Deutschland – Andi Kissenbeck´s Club Boogaloo beim BMW Welt Jazz Award

27.03.18 (Ssirus W. Pakzad) -
Hey! Jazz! Keine Selbstverständlichkeit beim diesjährigen „BMW Welt Jazz Award“. Für das Gefühl auch wirklich bei der richtigen Veranstaltung zu sein, sorgte am letzten Sonntagmorgen der „Club Boogaloo“ des Münchner Dozenten und Hammond B3-Spezialisten Andi Kissenbeck.
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