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Vorsicht Musikurheber: Problematische Verlagsformulare in Sachen Verlegerbeteiligung im Umlauf

01.03.17 (Martin Hufner) -
Seit sich Bruno Kramm vor dem Kammergericht Berlin einige Rechte für die Urheber gegenüber den Verlegern erstritten hat, ist eine gewisse Unruhe, die Zukunft der Gema-Verteilung betreffend, bemerkbar. Die Gema hat dazu einen Modus vivendi entwickelt, in Abstimmung mit den in der Gema vertretenen Gruppen: Urheber, Textdichter und Verleger. Mit einem gemeinsam entwickelten Formular sollen die vergangenen und künftigen Beteiligungen ausgewogen und differenziert definiert werden. Einige Verlage scheren aber aus.

Alban Bergs „Wozzeck“ in Erfurt – bemerkenswert zeitlos, latent konventionell, und doch eindringlich

01.03.17 (Dirk Wieschollek) -
Was eigentlich ist ein guter Mensch? Und wann wird einer zum Mörder? Ist der selber schuld oder sind es „die Anderen“? Was ist Moral? Hat das mit Menschlichkeit zu tun? Oder eher mit Unterdrückung? „Moral: das ist, wenn man moralisch ist!“, erklärt der Hauptmann dem armen Teufel, der ihn rasiert. Der moralische Kompass dürfte in der Zeit Büchners genauso unverlässlich gewesen sein wie in der Zeit Bergs, der Zeit zwischen den größten Menschheitsverbrechen.

„Musik des Mittelalters“ – Musik von heute? Eine CD-Umschau

01.03.17 (Mátyás Kiss) -
„Das“ Mittelalter gibt es ebensowenig wie es „die“ Neuzeit gibt – der Engländer spricht von „the middle ages“ wenigstens im Plural. „Mittelalter“ (das finstere zumal) ist so oder so ein allzu loses Etikett, mit dem wir aus Bequemlichkeit oder Ratlosigkeit eine Periode zwischen dem Zerfall des römischen Weltreichs und dem Anbruch der Renaissance bekleben und damit einen Zeitraum von eben mal tausend Jahren über einen Kamm scheren. Sprechen wir also lieber, wie im Angelsächsischen, von „Früher Musik“.

Alleine ins Dunkle, Ungewisse – Manfred Trojahns Oper „Orest“ wird bei ihrer Schweizer Erstaufführung in Zürich gefeiert

28.02.17 (Georg Rudiger) -
Die Oper beginnt mit einem Schrei. Vom ersten Takt an ist Manfred Trojahns Oper „Orest“ unter Spannung gesetzt, die bis zum letzten Takt des 80-minütigen, ohne Pause gespielten Dramas anhält. Am Ende gibt es am Opernhaus Zürich stürmischen Applaus für diese Schweizer Erstaufführung der 2011 in Amsterdam uraufgeführten Oper.

Oper in Dresden, das ist mehr als Semperoper und Sempers Opern

27.02.17 (Michael Ernst) -
Vor 350 Jahren wurde das erste Opernhaus in Dresden eröffnet. An Semper war damals noch lang nicht zu denken. Die heutige Semperoper feiert denn auch keine Jubiläumsspielzeit, richtete nun aber immerhin ein Kolloquium zum Thema aus.

Operetten-Mut wird preisgekrönt – Ein neuer Preis von BR-Klassik für sogenannte „Leichte Muse“

26.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Josef Meinrad, Fritz Muliar, Heinz Erhard, Otto Schenk, Helmut Lohner… viele Könner bis zum unvergessenen Jörg Hube und jüngst sogar Peter Simonischek machten und machen sich sowie dem Publikum den Spaß: einer „Fledermaus“-Aufführung als Gefängnisdiener Frosch eine nach Slibowitz riechende, dazu aber frech anspielungsreiche Krone aufzusetzen. Ein neuer „Frosch“ krönt nun ein ganzes Jahr: eine Redaktion von BR-Klassik sichtete die leichtgeschürzte Muse auf Theatern im deutschsprachigen Raum – und vergab nun erstmals den „Frosch für Operetten-Mut“.

Mehr Tuch als Fühlung – Der Salzburger Osterfestpiel-„Otello“ hatte Premiere an der Semperoper Dresden

25.02.17 (Joachim Lange) -
Es war ein echter Coup mit tieferer Bedeutung, als die Sächsische Staatskapelle und ihr Chef Christian Thielemann ihren Deal mit den Salzburger Osterfestspielen eingingen. Als den Berliner Philharmonikern und Simon Rattle für den von Herbert von Karajan einst erfundenen Ausflug in die Welt der Oper an die Salzach, in Baden-Baden ein noch üppiger gefüllter Brotkorb vor die Nase gehalten wurde und sie dem folgten, waren die Dresdner und Thielemann für die Nachfolge erste Wahl. Damit endete für das Sächsische Ausnahme-Orchester sozusagen die Nachkriegszeit und stellte die natürlich Rangordnung, einer auf Tradition beruhenden Qualität, wieder her. Für Salzburg springt seit vier Jahren bei diesem Deal heraus, dass ein genetisches Auch-Opernorchester im Graben sitzt, wo der Berliner Edelklangkörper bis dahin jedes Mal aufs Neue beweisen musste, dass er halt auch Oper „kann“. Und für Semperoper springt in dieser Kooperation eine 1A Produktion heraus, die in Salzburg sozusagen ihren Probelauf absolviert hat.

Bitte nicht diese Stacheldrahtmusik! – Die Düsseldorfer Tonhalle kuratiert sich ein „Schönes Wochenend“-Festival

23.02.17 (Georg Beck) -
Düsseldorf, im Februar – „Einfach fühlen“ empfiehlt das Logo der städtischen Tonhalle. Was man bei „Music. Mix. Mashup“ gefühlt hat, war vor allem eine tiefe Verunsicherung. Wie tief diese inzwischen sitzt, signalisiert ein chronisch gewordener Marketingsprech, mit dem dieser landeshauptstädtische Jahres­beitrag zur Deutung, Sichtung, Förderung der Gegenwartsmusik um Aufmerksamkeit heischt. Hauptsache, keinen Trend verpassen! Hauptsache, flott rüberkommen! Was natürlich nicht ohne Kollateralschäden abgehen kann. Damit der „Schönes Wochenende“-Music-Mixer ans Laufen kam, hatten Kunst, Kunstübung die Rolle des Futtermittel-Lieferanten zu übernehmen. Undankbar.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal versuchte, unser verunsichertes, trauriges Land aufzuheitern

23.02.17 (Theo Geißler) -
Ausgerechnet in der „fünften“ Jahreszeit, dem Karneval, süddeutsch auch Fasching genannt, legt sich ein mehltaupappiger Grauschleier, eine eigentlich unerklärliche Depression über unser schönes, heiteres deutsches Land. Ja über dreiviertel Europa. Wo eigentlich endlich mal das Volk die Sau rauslassen darf, gedacht als Ventil für angesammelten Frust – beherrscht Zukunftsangst und Pessimismus selbst die Motivwägen unserer ansonsten so hemmungslos komischen Jecken. Saure Drops, bitterschwarzer Lakritz werden anstelle von Sweet-Karamellen und schmusigen Marshmallows in die überraschend erstarrten Massen am Straßenrand geworfen. Und die Krawatten-Produzenten und Scherenschleifer vermelden drastische Umsatzeinbrüche vor allem im Heiterkeits-Stammland Nordrhein-Westfalen. Höchste Zeit, gegenzusteuern, gerade in dieser oft so trüben publizistischen Rubrik.

Scheiternde Frauen in Umbruchszeiten – Frankfurts Oper mit „Les Troyens“ von Hector Berlioz

21.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Berlioz’ groß angelegte Adaption der Epen von Homer und Vergil, vom Fall Trojas, von Aeneas Flucht, vom Kurzen Liebesglück in Karthago: in moderne Zeiten verlegen? Oder gänzlich von ihnen „ins Menschliche“ abstrahieren? Oder gar Samuel Huntingtons wieder aktuellen „Kampf der Kulturen“ inszenieren? Oder…? Das ist die szenische Herausforderung. Die musikalische: eine Wagners „Ring“ vergleichbare Besetzung finden. Frankfurts Oper brillierte bis auf einen Gast mit einer Besetzung aus dem Hausensemble.

Manko weg, Panik da – Renaud Garcia-Fons erntete beim BMW Welt Jazz Award Ovationen

21.02.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Schon in der Papierform sah das nach ziemlich unfairem Wettkampf aus. Als im letzten Herbst bekannt gegeben wurde, wer da im „Bass Erstaunt“ überschriebenen „BMW Welt Jazz Award“ gegeneinander antritt, durften sich Eingeweihte schon die Frage stellen, welcher der fünf Konkurrenten Renaud Garcia-Fons bitteschön ernsthaft die Stirn würde bieten können. Der Franzose mit iberischen Wurzeln ist der vielleicht vollkommenste unter den Jazzbassisten unserer Tage, ein Mann, der mit bloßen Fingern, aber auch mit dem Bogen am Bass in neue Dimensionen vorgedrungen ist. Seine Ausnahmestellung hat er im Doppelkegel eindrucksvoll unterstrichen.

Kōsaku Yamadas japanische Nationaloper „Schwarze Schiffe“ an der Neuköllner Oper

20.02.17 (Roland H. Dippel) -
Kein europäisches Theater hat sich bisher an den japanischen Komponisten Kōsaku Yamada (auch Kósçak Yamada, 1886 bis 1965) gewagt. Er wurde nach seinem Studium in Berlin bei Max Bruch von 1910 bis 1913 zum Gründer der japanischen Gesellschaften für Musiktheater und Sinfonieorchester. So brachte er die bis heute in Japan andauernde Leidenschaft für die klassische Musik des Westens in Gang. Standesgemäß und selbstbewusst versetzt jetzt die Neuköllner Oper seine Grand’Opéra „Schwarze Schiffe“ („Kurofune“) mit einem japanischen Team auf ihre kleinere Spielstätte für maximal 45 Zuhörer.

Uraufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis „Edward II.“ an der Deutschen Oper Berlin

20.02.17 (Peter P. Pachl) -
Mehr als zehnminütiger, einhelliger Applaus für eine gerade in ihrer Reduktion musikalisch überaus eindringliche, in der Inszenierung erfreulich unplakative Produktion einer neuen Oper, der an der Deutschen Oper Berlin seit vier Jahren vorbereiteten Uraufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis „Edward II.“.

Vom Kapitalismus abgehängt: Alban Bergs „Wozzeck“ am Staatstheater Nürnberg

19.02.17 (Juan Martin Koch) -
Wozzeck 2017: Um die Amazon-Bestellungen seiner Lebensgefährtin bezahlen zu können, muss er mehreren Jobs nachgehen. Einer besteht darin, dem Hauptmann zu Diensten zu sein. Der lässt sich von Wozzeck in SM-Manier den Hintern versohlen und belehrt ihn dazu mit seinem pseudophilosophischen Geschwafel.

Ich tu, was ich will – Peter Konwitschny inszeniert Werner Egks „Peer Gynt” im Theater an der Wien

19.02.17 (Frieder Reininghaus) -
Es war fürwahr nicht alles schlecht, was die deutschen Musiktheater zwischen 1933 und der kriegsbedingten Schließung der Theater hervorbrachten. Zu den markantesten Arbeiten auf hohem handwerklichem Niveau gehörte „Peer Gynt“. Der Komponist, der 1901 bei Donauwörth geborene Werner Mayer, nannte sich in seinem Willen zu einer zeitbedingt karrierefördernden Schnittigkeit Werner Egk. Der als hochbegabt eingestufte Musiker, seit 1936 an der Berliner Staatsoper als Kapellmeister tätig, reduzierte das einst im Theaterrepertoire fest verankerte dramatische Gedicht Henrik Ibsens mit Geschick und schrieb ihm eine neusachlich inspirierte, moderat moderne Musik zu, die erst im neunten und letzten Bild dem kompositorischen Über-Ich Richard Strauss offen huldigt.

Vom Zauber des Augenblicks – Münchens Gärtnerplatztheater entstaubt Kálmáns „Faschingsfee“

18.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Leichte-Muse-Quiz: Welche Operette spielt in München? Ja, Paris, Budapest, Wien und Berlin fallen dem Liebhaber der leicht geschürzten Muse sofort ein – aber diese Bier-Hauptstadt? Doch nach dem Welterfolg der „Csárdásfürstin“ 1915 wurde Emmerich Kálmán bestürmt – und seine so theatererfahrenen wie umtriebigen Librettisten Willner und Österreicher spiegelten die Handlungsstruktur des vorausgegangenen Csárdás-Erfolges „standesverkehrt“ ausgerechnet in den Münchner Fasching von 1917…

Disparates in Einklang gebracht – Tobias PM Schneid und Johannes Kalitzke in München

18.02.17 (Reinhard Palmer) -
Die Bayerische Akademie der Schönen Künste stellt neue Mitglieder sowie das österreichische ensemble für neue musik vor. „Ein Konzert ist eine Singularität“, hob Nikolaus Brass gleich zu Beginn die Einmaligkeit des Live-Erlebnisses hervor. In seiner Moderation lag ihm viel daran, wieder an die grundsätzlichen Dinge zu erinnern. Nicht dass es hier bei der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Münchner Residenz jemand nicht längst gewusst hätte.

Paprikareiches Menü mit Schlenkern zum Broadway – Operettenworkshop 2017 an der HMT Leipzig

15.02.17 (Roland H. Dippel) -
Seit vielen Jahren gibt KS Prof. Regina Werner-Dietrich an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Operettenworkshops. Nach fünfzehn Wochen mit je einer Stunde präsentieren sich die Teilnehmenden am Ende des Wintersemesters im Großen Saal zum Abschlusskonzert mit dem genrekundigen Salonorchester Cappuccino. Starke Herausforderungen durch das Ach-So-Leichte sind das und eine Talentprobe für Instinkt, künstlerische Balance und fein kalkulierte Freiheiten.

„La Reine“ – eine Kreation mit Berlioz und Wagner, Rimbaud und Benn in Mannheim

15.02.17 (Frieder Reininghaus) -
Trümmer stechen ins Auge. Der letzte Krieg scheint dem Land der Königin nicht gut bekommen zu sein. Die Signatur der Zerstörung bestimmt die Bühne des Nationaltheaters. Martin Kukulies ließ sie für die Solo-Performance von Angela Denoke bereitstellen: einen ausgeklinkten Pilotensitz, einen lädierten Flugzeugmotor, eine noch auf den Einsatz wartende Fünf-Zentner-Bombe, den Torso eines Pferde-Denkmals und das Fragment eines Krieger-Standbilds. Eine unwirtliche Landschaft für Musik, die sich exzessiv der Liebe und Schönheit hingibt.

„Lulu ist meine Heldin“ – Barbara Hannigan ist als sensationelle Lulu in Alban Bergs „Lulu“ an der Hamburgischen Staatsoper

14.02.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Mit einem markerschütternden Schrei stirbt Lulu, ermordet von ihrem letzten Freier. Sie erhält als Requiem ein gut halbstündiges Violinkonzert. Mit diesem ebenso überraschenden wie ergreifenden Schluss endete die Premiere von Alban Bergs 1935 entstandener unvollendeter Oper „Lulu“ an der Hamburgischen Staatsoper.

Kleiderfabrik statt Meeresstrand – Georges Bizets „Die Perlenfischer“ szenisch in Kaiserslautern

14.02.17 (Andreas Hauff) -
Es gibt eine Reihe von Opern, die kaum szenisch, aber gerne konzertant aufgeführt werden. Die entsprechende Schublade bei Regisseuren, Dramaturgen, Kritikern heißt „Unrettbare Handlung mit sensationeller Musik“ oder dergleichen. In dieser Schublade steckt auch George Bizets Oper „Die Perlenfischer“ ziemlich fest. Nun hat sich das Pfalztheater Kaiserslautern an eine Inszenierung gewagt.

Rossini als politische Entlarvung –„Semiramide“ an der Bayerischen Staatsoper

14.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Lord Actons Diktum „Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely“ erweist sich auch in unseren Tagen als zeitlos gültig. Das mag das Team um Regisseur David Alden bewogen haben, Rossinis herausforderndes und daher selten gespieltes Werk um die so legendäre wie berüchtigte assyrische Königin Semiramis in einer Diktatur zwischen dem antiken Babylon und dem heutigen Nordkorea anzusiedeln.

Perfekt ausbalanciert – Henning Sieverts „Symmethree“ spielte beim BMW Welt Jazz Award

13.02.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Von allen Tiefton-Spezialisten, die im laufenden Wettbewerb des BMW Welt Jazz Awards antreten, hatte er die kürzeste Anfahrt: der Bassist, Cellist, Komponist und Rundfunkmoderator Henning Sieverts lebt in München. Seine Musik aber ist ständig auf weiter Reise: durch Epochen, Stile, Tempo-Zonen, Provenienzen, Systeme, Prinzipien.

Bernd Mottl findet in Hannover eine radikale Lösung für den „Fliegenden Holländer“ von Richard Wagner

12.02.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Die Grundproblematik in Richard Wagners 1841 entstandener, 1843 uraufgeführter Oper, mit der der Komponist den traditionellen „Opernstil“ überwinden wollte, ist bekannt und es gibt bei keiner einzigen Inszenierung ein Missverständnis darüber, dass hier weder der Holländer die Senta irgendwie liebt, noch Senta den Holländer: die Partner sind immer Projektionen für eine seelische Sehnsucht, nämlich die nach Erlösung, was ja fortan Wagners Lebens- und Werkthema werden sollte.

Peter Cornelius’ Oper „Der Barbier von Bagdad“ in Gießen

12.02.17 (Peter P. Pachl) -
Eine stärkere Einheit von Wort und Ton, selbst gemessen an den Musikdramen von Cornelius’ Busenfreund Richard Wagner, der dem Jüngeren in Wien eine dauernde häusliche Gemeinschaft, ein Leben wie Mann und Frau, angeboten hatte, ist auf der Opernbühne selten zu erleben. Im Gießener Stadttheater wird die vielschichtige und beziehungsreiche Handlung des „Barbier von Bagdad“ musikalisch domestiziert und szenisch verschmälert zu einer „Biene Maja“-Geschichte.
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