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Alle Artikel kategorisiert unter »Claude Debussy«

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!

Ein Scheiterhaufen als Appell –Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“ an der Oper Frankfurt

16.06.17 (Michael Kube) -
Der Gegensatz konnte kaum größer sein, und doch erschien er am Ende in bedeut­samer Sinnfälligkeit: auf der einen Seite als himmlisches Vorspiel Claude Debu­ssys präimpressionistisches Poème lyrique „La Damoiselle élue“ (1893), auf der anderen das in dunkle, schmutzig-drohende Bilder getränkte Oratorium „Jeanne d’Arc au bûcher“ (1935) von Arthur Honegger. Eine direkt anfassende, ja aufrüt­telnde Doppelinszenierung durch Àlex Ollé und sein spanisch-katalanisches Kollektiv „La Fura dels Baus“.

Wenn der Teufel im Glockenturm steckt: Debussys komplettiertes Opern-Diptychon erstmals auf CD

08.08.16 (Peter P. Pachl) -
Zwei Opern nach Edgar Allan Poe hat Claude Debussy komponiert, jedoch nicht fertig gestellt: „La Chute de la Maison Usher“ und „Le Diable dans le Beffroi“. In der Orchestrierung und Rekonstruktion von Robert Orledge liegen beide nun erstmals gemeinsam auf CD vor.

Wahrheitserkundungen – La 68ème édition du Festival d’Aix-en-Provence

06.07.16 (Frieder Reininghaus) -
Im vergangenen Jahr gab es beim Festival d’Aix-en-Provence Ärger und Zensureingriffe wegen vier Köpfen und Osmins Rache-Orgie „erst geköpft und dann gehangen“. Martin Kušejs Inszenierung der „Entführung aus dem Serail“ wollte zeigen, dass von religiösen Fanatikern auch 2015 enthauptet wird. Um Wiederholungsfälle weiträumig zu vermeiden, schien Festivaldirektor Bernard Foccroulle heuer auf Nummer sicher gehen zu wollen.

Die schwangere Melisande – Peter Sellars inszeniert Debussys Oper in der Berliner Philharmonie

17.12.15 (Peter P. Pachl) -
Der amerikanische Regisseur Peter Sellars hat vor zwei Dezennien Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ im Musiktheater in Amsterdam als eine heutige Szenenfolge bebildert. Die Neuinszenierung des derzeitigen „Artist in Residence“ der Berliner Philharmoniker nutzt die zahlreichen Ebenen der im Berliner Volksmund „Circus Karajani“ genannten Philharmonie für seine überaus intensive, auf klassische Requisiten verzichtende und eine die Handlung auch in den Zwischenspielen weiterführende Darstellung eines permanenten, offenen Voyeurismus.

In der Arena der Klänge

28.05.15 (Max Nyffeler) -
Den guten Virtuosen erkennt man daran, wie er das Einfache spielt. Etwa die langsamen Sätze von Mozart. Oder, was unsere Zeit angeht, Salvatore Sciarrinos Klavierstück „Perduto in una città d’aque“. Es besteht im Grunde nur aus einer Säule von Oktaven über dem sehr tiefen C und darum herum einem Netz von sparsam gesetzten, über die ganze Tastatur ausgebreiteten Einzeltönen. Florian Hölscher bringt das knapp neunminütige Stück auf exemplarische Weise zum Klingen.

Auf dem Sofa mit Claude Debussy

07.03.15 (Gudula Senftleben) -
„Für mich gilt die Wahrheit, dass man das Konservatorium so bald wie möglich verlassen und seine Individualität suchen und finden muss.“

Semperoper geht baden: Alles plätschert bei „Pelléas et Mélisande“

26.01.15 (Michael Ernst) -
Wer Maurice Maeterlinck liest und Claude Debussy hört, wird unweigerlich ein Gespür dafür bekommen, was mit dem Begriff vom künstlerischen Symbolismus gemeint ist. Flucht vor der Realität ist sicherlich nur ein Aspekt dieser Kunstwelt, wie sie in der 1902 uraufgeführten Oper „Pelléas et Mélisande“ geradezu kulminiert. Es werden Konstrukte sinnlicher Scheinuniversen erzaubert, die einzig in den Köpfen hausen, von dort aus aber – im günstigsten Fall – ganz tief in die Herzen sprechen.

… und die virtuelle Combo spielt dazu

19.12.14 (Gabriele Sebald) -
Joachim Johow: Latin Nights. 12 flute pieces in Latin music styles, + CD, De Haske +++ Hidan Mamudov (Hg.): Balkan – Play along Flute. World music, Universal Music +++ Florian Bramböck: Flute Trios from around the World. Universal Music +++ Claude Debussy: Clair de Lune. Bearbeitet für Flöte (oder Solo-­Violine) und Streichquartett von Ewelina Nowicka, Verlag Neue Musik +++ Éric Ledeuil: Trois dialogues de plumes et un envol pour Flûte seule. Alphonse Leduc +++ Éric Ledeuil: Sombres Rivages pour Quatuor de Flûtes. Alphonse Leduc +++ Éric Ledeuil: Quatuor Pritanier, für Flöten, Alphonse Leduc +++ Éric Ledeuil: Sonatina Polka pour Flûte et Piano, Alphonse Leduc +++ Barbara Gisler-­Haase/Fereshteh Rahbari (Hg.): My first Play-Alongs, Flute, Vol. 1, selected well-­known easy pieces, Universal Edition

Endlich wieder das Original

31.10.14 (Christoph Schlüren) -
„La mer“ ist, zusammen mit dem „Prélude à l’après-midi d’un faune“ und der „Ibéria“ aus den „Images“, der Klassiker unter Claude Debussys Orchesterwerken und für viele der Höhepunkt seines Schaffens, was die symphonische Korrelation über die kontrastierenden drei Sätze hinweg betrifft.
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