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Alle Artikel kategorisiert unter »Johannes Maria Staud«

Neue Partituren 2021/02

09.02.21 (Michael Zwenzner) -
James Clarke: String Quartet No. 4 (2017) / Andrew Greenwald: A Thing is a Hole in a Thing it is Not (2012) für Streichquartett / Clara Iannotta: You crawl over seas of granite (2017) für verstärktes, verstimmtes Streichquartett / Johannes Maria Staud: 2. Klaviertrio „Terra fluida“ (2019) / Dominik Susteck: Musik für Nebenan (2020) für Klavier solo

Flussreise als Horrortrip

30.01.19 (Georg Rudiger) -
Die letzte Uraufführung an der Wiener Staatsoper liegt mit Aribert Reimanns Oper „Medea“ acht Jahre zurück. Mit „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud und einem Libretto von Durs Grünbein hat nun das traditionsreiche Haus ein komplexes Werk gestemmt, das nicht nur mit einer riesigen Orchesterbesetzung, Live-Elektronik (SWR-Experimentalstudio), Bühnenmusik, Chor und einem großen Solistenensemble enorm gefordert wurde. Auch das Thema besitzt gerade in Österreich mit der Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ enorme Brisanz. Staud und Grünbein, die schon die früheren Opern „Berenice“ (2004) und „Die Antilope“ (2014) gemeinsam schrieben, haben sich auf die Suche nach dem Rechtsruck in Europa begeben, haben sich Hetzreden angehört und sich überlegt, wie man die Entmenschlichung optisch und klanglich ins Bild fassen kann.

Karpfen im Hochwasser – Stauds „Die Weiden“ an der Wiener Staatsoper uraufgeführt

09.12.18 (Georg Rudiger) -
Die letzte Uraufführung an der Wiener Staatsoper liegt mit Aribert Reimanns Oper „Medea“ acht Jahre zurück. Mit „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud und einem Libretto von Durs Grünbein hat nun das traditionsreiche Haus ein komplexes Werk gestemmt, das nicht nur mit einer riesigen Orchesterbesetzung, Live-Elektronik (SWR-Experimentalstudio), Bühnenmusik, Chor und einem großen Solistenensemble enorm gefordert wurde. Auch das Thema besitzt gerade in Österreich mit der Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen FPÖ enorme Brisanz. Staud und Grünbein, die schon die früheren Opern „Berenice“ (2004) und „Die Antilope“ (2014) gemeinsam schrieben, haben sich auf die Suche nach dem Rechtsruck in Europa begeben, haben sich Hetzreden angehört und sich überlegt, wie man die Entmenschlichung optisch und klanglich ins Bild fassen kann.

Uraufführung in Wien: Horrortrip im Land der Karpfenmenschen

Wien - Die Wiener Staatsoper ist fast immer ausverkauft und verfügt mit den Wiener Philharmonikern über ein bravouröses Orchester, gilt jedoch als wenig innovativ. Mit der Uraufführung der Oper «Die Weiden» will das Haus seinen Ruf aufpolieren, musikalisch wie politisch.

Uraufführungen 2018/12-2019/01

29.11.18 (Rainer Nonnenmann) -
Aufklärung, Rationalismus und Funktionalismus haben Religion, Kultus, Philosophie und Kunst zunehmend aus unserem Leben verdrängt. An die Stelle existentieller Eingebundenheit in übergeordnete Zusammenhänge, Sinnstiftungen, Welt- und Selbsterklärungsmodelle trat die Kurzatmigkeit des Terminkalenders: Tag für Tag hasten wir am Fließband durch To-do-Listen, Informationshäppchen, Clicks, Likes, Tweets, Mails, Entertainment, Talkrunden, politische Phrasen.

Wiener Staatsoper gibt Oper mit ungewissem Ausgang in Auftrag

17.03.16 (dpa) -
Wien - Die schwierige Situation Europas in der Flüchtlingskrise soll auf abstrakte Weise im neuen Auftragswerk der Wiener Staatsoper verarbeitet werden. In der Oper «Die Weiden» geht es um die Odyssee eines Paares entlang der Donau. Die Geschichte soll als Parabel für Heimat und Fremde stehen. Der Österreicher Johannes Maria Staud ist der Komponist.

Großer Klavierklang, fließende Streichquartette

30.10.14 (Gerhard Rohde) -
Wer diese Ausgabe der neuen musikzeitung durchblättert, wird kaum den Eindruck gewinnen, dass die „sogenannte“ Neue Musik ein Schattendasein fristet, nur in Nischen für ein spezielles Insiderpublikum erklingt. Die Donaueschinger Musiktage (siehe Seite 1) waren spannend wie immer, darüber hinaus wie immer stark besucht und für das von Auflösung bedrohte SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg einmal mehr Gelegenheit, seine unersetzbare Kompetenz in Sachen Neue Musik zu demonstrieren.

Bollwerk gegen den Kulturabbau

04.10.13 (Gerhard Rohde) -
Fünfundvierzig Tage Salzburger Festspiele 2013. Soviel Kunst gibt’s gar nicht – hätte Max Liebermann gesagt. Er zielte damit zwar auf die Bilderflut der „Großen Münchner“, aber der Ausspruch darf Allgemeingültigkeit beanspruchen. Also: soviel Festspiel gibt’s gar nicht. Der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, hat diese noch um eine gute Woche nach vorn verlängert, indem er dem Programm eine „Ouverture spirituelle“ voranstellte, geistliche Musik aus fremden Kulturen, die mit Werken unserer christlichen Kultur korrespondieren. Musste das sein? Der enorme Publikumszuspruch, den alle Konzerte erfuhren, beantwortet die Frage: Offensichtlich besteht ein großes Bedürfnis nach einer Kunst, die nach Innen führt, die den Menschen existentiell und emotional tiefer zu berühren vermag.

Brückenschläge und nachhaltige Horizonterweiterungen

31.10.12 (Daniel Ender) -
„Herrlich unübersichtlich“ sei die aktuelle Lage in der zeitgenössischen Musik, schreibt Matthias Osterwold im Programmbuch der diesjährigen Klangspuren Schwaz. Und: „Es kommt darauf an, in diesem fruchtbaren, wuchernden Dickicht der Positionen die Spuren sorgfältig zu lesen und Pfade zu bahnen, die zu den kostbaren, frischen und seltenen Früchten der Kunst führen.“

Blutiger Wörtersee: „Der Riß durch den Tag“ von Johannes Maria Staud mit Bruno Ganz und der Staatskapelle Dresden

06.06.11 (Alexander Keuk) -
Der "Capell-Compositeuer" ist bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden seit 2007 eine feste Einrichtung. In Kooperation mit dem "KlangNetz Dresden" - Projekt des Netzwerk Neue Musik. Nach Isabel Mundry, Bernhard Lang und Rebecca Saunders ist es in diesem Jahr der Österreicher Johannes Maria Staud (*1974), der vornehmlich zum Ende der laufenden Saison drei neue Werke präsentiert. Am vergangenen Sonnabend feierte das Monodram „Der Riß durch den Tag“ von Staud in der Halle der VW-Manufaktur in Dresden seine Premiere.
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