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Alle Artikel kategorisiert unter »Richard Wagner«

Das Orchester spricht – Zur Wiedereröffnung des Grand Théâtre Genève mit Wagners „Ring des Nibelungen“

15.02.19 (Georg Rudiger) -
Draußen funkelt das Gold in den prachtvoll renovierten Foyers des Grand Théâtre Genève, das zweieinhalb Jahre geschlossen war. Drinnen möchte der scheidende Intendant Tobias Richter im wiedereröffneten Opernhaus mit dem „Ring des Nibelungen“ von 2013/14 (Regie: Dieter Dorn, Bühne: Jürgen Rose) den Glanz auch in den nüchtern und funktional gebliebenen Zuschauerraum bringen. Das mystische Vorspiel zum „Rheingold“ als Schöpfungsakt, als Weihe des wiedereröffneten Hauses – eine durchaus stimmige Dramaturgie.

Ein Walkürenrastplatz lieg am Golf – Die Bayreuther Festspiele gastieren in Abu Dhabi

04.02.19 (Joachim Lange) -
Zu dem, was jeder über die Bayreuther Festspiele zu wissen glaubt, gehören die einst jahrelangen Wartezeiten auf Eintrittskarten. In Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, waren es tatsächlich die 11 Jahre aus der Legende. Aber nicht, um ins Allerheiligste der Wagnerpflege nach Bayreuth zu kommen, sondern umgekehrt. In diesem Falle kommen die Bayreuther Festspiele nämlich zu den Emiratis. Angeführt von der Festspielchefin Katharina Wagner persönlich. Als Gastspiel des einzigartigen Orchesters und einer handverlesenen Auswahl von zum Teil recht hügelerfahrenen Sängern.

Bayreuther Festspiele mit Wagners «Walküre» zu Gast in Abu Dhabi

24.01.19 (dpa) -
Bayreuth/Abu Dhabi (dpa) - Wagners «Walküre» im Wüstensand: Die Bayreuther Festspiele gastieren mit der berühmten Oper aus dem Zyklus «Der Ring des Nibelungen» in Abu Dhabi. Allerdings in einer vereinfachten Version - mit Orchestern und Sängern, aber ohne Bühnenbild oder Kostüme, wie Festspiele-Sprecher Peter Emmerich mitteilte.

Siegfrieds Schlittenfahrt – Wagners Götterdämmerung an der Oper Chemnitz

02.12.18 (Michael Ernst) -
Wie eiskalt ist der Wagner hier. Mit den ersten Takten der „Götterdämmerung“ in Chemnitz erleben wir ein Gefrieren aller Gefühle. Nicht etwa, weil die Robert-Schumann-Philharmonie unter ihrem spanischen Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo unterkühlt musizieren würde – im Gegenteil: hier wird heißblütig aufgespielt, dennoch ausgewogen klangstark, wohlbedacht dosiert und bestens begleitet. Eiskalt ist der Ort dieses Weltuntergangs-Szenarios von seinem Anfang bis zum frostigen Ende.

Rückblende 2018/12 (Vor 100 und vor 50 Jahren)

29.11.18 (nmz-red) -
+++ Vor 100 Jahren: Die Überwindung Wagners +++ Vor 50 Jahren: Abbruch oder Kontakte +++

Wagner im Trockendock – Der „Fliegende Holländer“ im Schleswig-Holsteinischen Landestheater

16.11.18 (Michael Kube) -
Im hohen Norden wird es noch früher dunkel als anderswo in der Republik. Dann schmiegen sich kurz vor der dänischen Grenze die Lichter der Stadt um die nachtschwarze Flensburger Förde. Eine an sich schon dramatische Kulisse, mehr aber noch, wenn man auf dem Weg zum Stadttheater, sich vor einem heftigen Platzregen schützend, in einen Häusereingang ducken muss. Denn der Südwester war an diesem Abend zuhause geblieben. Am Landestheater mussten Daland und der fliegender Holländer sich jedenfalls nicht vor den Wassern in Acht nehmen – so kräftig die Musik, so extra dry blieb die Inszenierung.

Regisseur Achim Freyer bringt Wagners «Ring» in Seoul auf die Bühne

15.11.18 (dpa) -
Seoul - Erstmals wird in Südkorea Richard Wagners Opernzyklus «Der Ring des Nibelungen» inszeniert. Der deutsche Regisseur Achim Freyer (84) bringt das vierteilige Werk auf die Bühne. Zum Auftakt wurde am Mittwochabend im Seoul Arts Center «Das Rheingold» mit viel Applaus für die Musiker und Sänger aus Europa und Südkorea aufgenommen.

Leben mit und nach Wagner

10.11.18 (Christoph Vratz) -
Des Meisters Gedankenwelt strahlt nach wie vor. Richard Wagner schillert, fasziniert, spaltet. Wie sehr er das in der Vergangenheit immer wieder getan hat, lässt sich besonders an der Zeit des Nationalsozialismus und an den Jahren danach ablesen, als „Neu-Bayreuth“ sich von alten Schlacken zwar zu lösen versuchte, aber der Neubeginn nicht automatisch mit dem Abschneiden aller alten Zöpfe verbunden war. Vielleicht auch nicht möglich war.

Keine Hilfe von der Enterprise – Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Mannheim

30.10.18 (Joachim Lange) -
Als Nigel Lowery vor vier Jahren in Halle zu den Händelfestspielen ästhetisch frech und politisch hintersinnig Händels „Arminio“ inszenierte, da baute er ein berühmtes Zitat aus den „Meistersingern“ ein. Den „Habt Acht!“ Appell des Schusterpoeten brachte er auf einem Zwischenvorhang gegen aktuelle Angriffe auf das finanzielle Fundament der Theaterlandschaft in Stellung. Weil davon beim Barockmeister aus Halle natürlich keine Silbe steht, löste das eine heftige Debatte im Publikum aus. Wer das auch als ein Versprechen des Briten auf subversive komplette „Meistersinger“ aus seiner Hand auffasste, der konnte jetzt vier Jahre später nach Mannheim pilgern, um es sich einlösen zu lassen.

„Götterdämmerung“ in Zeiten des Wassermangels – Hilsdorf inszeniert in Düsseldorf

Er hatte seinen Hut selbst in den Ring geworfen: als Dietrich W. Hilsdorf für die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf „Die lustigen Weiber von Windsor“ inszenierte, erfuhr er im Gespräch mit dem Intendanten Christoph Meyer von dessen Plan, Richard Wagners „Ring“-Tetralogie aufzuführen. Hilsdorf bot sich als Regisseur an – und bekam den Zuschlag. Es ist das erste Mal, dass der Regie-Altmeister ganz allein einen „Ring“ in Szene setzt. Mit der „Götterdämmerung“ kam das Projekt nun zum Abschluss.
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