Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Richard Wagner«

Erwischt auf dem Holodeck – Richard Wagners Tristan und Isolde am Staatstheater Cottbus

29.01.23 (Joachim Lange) -
Dass man den verdeckten Graben im Bayreuther Festspielhaus gleichsam mitdirigieren kann, hat Christian Thielemann gerade an der Berliner Lindenoper – vor allem mit dem „Rheingold“ – beispielhaft demonstriert. Was gerade für Wagners Non-plus-ultra Oper „Tristan und Isolde“ eine gute Idee wäre, wenn man denn testen wollte, ob es stimmt, dass eine vollkommen gelungene Aufführung, den Zuhörern wirklich den Verstand rauben könnte, wie Wagner selbst etwas kokett von seinem Tristanopus mit dem ihm eigenen Selbstbewusstsein behauptete. Ein suggestiver Klangrausch mit Risiken und Nebenwirkungen ist es allemal. Auch in einem „normalen“ Stadttheater mit oben offenem Orchestergraben. 

Blutige Wände – Michael Thalheimer und Jonathan Nott formen in Genf einen „Parsifal“ nach ihrem Bilde

26.01.23 (Joachim Lange) -
Da die Welt, in der Richard Wagners Werke leben, so etwas wie ein eigenes Universum ist, fragt man sich am Ende, nach dem eindrucksvollen „Parsifal“, der gerade mitten in der Woche im Grand Théâtre de Genève vor nicht ganz gefülltem Saal über die Bühne ging, ob man von diesem Regisseur auch einen „Ring des Nibelungen“ durchexerziert bekommen möchte. Gelegenheit für Blutbäder und die notorische Brutalobühnenbild-Metaphorik, die bei Michael Thalheimer zum Markenkern gehören, böte die Tetralogie.

Unendliche Liebe auf dem Holodeck - «Tristan und Isolde» in Cottbus

26.01.23 (dpa) -
Cottbus - Wie weit kann wahre Liebe gehen? Eine fulminante Inszenierung von Wagners «Tristan und Isolde» am Staatstheater Cottbus mit Opernstars bietet Antworten, aber auch überraschende Interpretationen.

Richard-Wagner-Stätten feiern Jubiläum - Dresdner «Ring»-Aufführungen

23.01.23 (dpa) -
Dresden - Die Richard-Wagner-Stätten Graupa bei Dresden feiern das zehnjährige Jubiläum ihres Museums und können dabei auch auf klanggewaltige Unterstützung der Semperoper bauen. Denn dort sind vom 27. Januar bis 1. Februar beziehungsweise vom 5. Februar bis 10. Februar unter der Leitung von Christian Thielemann zwei komplette Zyklen vom «Ring des Nibelungen» zu sehen.

Auf Nicht-Linien zum Blackout – Wagners „Lohengrin“ in einer verquasten Neudeutung im Münchner Nationaltheater

04.12.22 (Wolf-Dieter Peter) -
2004 hätte der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó … doch da hat er eine Überschreibung der germanischen Sagen als „Nibelungen-Wohnpark“ in Budapest inszeniert… Aber parallel zum EU-Beitritt seiner Heimat hätte er in der dortigen Staatsoper die sensationelle, schneidend kühne und politisch unbequeme Neudeutung des „Lohengrin“ durch die damals zu Recht als Regie-Hoffnung eingestufte Katharina Wagner und ihren herausragenden Dramaturgen Robert Sollich erleben können. Dann wäre wohl etwas Anderes herausgekommen als…

Dirigent Roth über Wagner: «Der Mann interessiert mich nicht»

02.12.22 (dpa) -
München - Für den Dirigenten der neuen «Lohengrin»-Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper, François-Xavier Roth ist die umstrittene Person Richard Wagner nicht wichtig. «Der Mann interessiert mich nicht», sagte er dem «Münchner Merkur» (Freitag). «Mich interessiert, wie er als Komponist unsere Welt verändert hat.»

Männermacht, Naturweben, Frauenweisheit – das Landestheater Niederbayern triumphiert mit Wagners „Siegfried“

28.11.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Anfangs schon das Schwert-Schmieden – Großkritiker Joachim Kaiser staunte einst angesichts weißhaariger Aufsichtsräte in Bayreuth und deren Pausen-Kritik, dass auf der Bühne unglaubwürdig geschmiedet worden sei, wie oft die Herren doch wohl selbst den Hammer schwängen. Im Werk dann noch Riesendrache und singendes Waldvögelein… lauter Herausforderungen – und für all dies im Landshuter Theaterzelt am Ende Ovationen.

Verkomplexizierte MeistersängerINNEN – Die Oper Frankfurt begeistert mit hauseigenem Ensemble

07.11.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Was ist das Werk nicht alles? Wagners Satyrspiel nach dem epochalen „Tristan“; eine fabulöse Parabel über Kunst und ihre Entstehung; ein problematischer Lobpreis „teutschen“ Wesens; ein unsterbliches Plädoyer für Innovation inmitten von Tradition; ein befremdliches Frauenbild als Kunst-Preis; eine Idealisierung Nürnbergs undundund … Im eben gewählten „Opernhaus des Jahres“ kam noch die Inszenierung von Johannes Erath hinzu.

Wagners „Ring“ mit Tanz in Braunschweig: Steffen Schleiermachers „Siegfried – eine Bewegung“

02.11.22 (Roland H. Dippel) -
Nach Maurice Béjarts Kommentar „Ring um den Ring“ gab es lange keine Tanzversion nach Richard Wagners Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“. Eine Sonderform bietet jetzt das Staatstheater Braunschweig. Dort verzichtet man unter dem Projekttitel „Ausweitung des Ringgebiets“ auf Wagners „Die Walküre“ und „Siegfried“. Stattdessen gibt es ab 16. März 2023 die Schauspiel-Uraufführung „Die Walküren“ von Caren Jeß, Wagners originales Schlussstück „Götterdämmerung“ folgt ab 3. Juni 2023. Das Substitut für „Siegfried“, den zweiten Tag des Bühnenfestspiels, bildet ein Beitrag des Tanztheaters unter Gregor Zöllig: „Siegfried – eine Bewegung“. Für die Komposition der Uraufführung am 29. Oktober hatte man Steffen Schleiermacher eingeladen.

Die Verzweiflung jenseits der Gesellschaft – „Der fliegende Holländer“ an der Staatsoper Hamburg

25.10.22 (Ute Schalz-Laurenze) -
Das schwarze Plastikbündel, dass sich zur Ouvertüre zu Richard Wagners romantischer Oper „Der fliegende Holländer“ in der Aufführung durch die Hamburgische Staatsoper am Boden wälzt und allmählich entblättert, hält man zunächst für die Titelfigur. Es ist dann aber die weibliche Hauptfigur, die Kapitänstochter Senta, und das ist durchaus die Absicht des Regisseurs Michael Thalheimer.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: