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Alle Artikel kategorisiert unter »Richard Wagner«

Grundsätzliches – Richard Wagners „Tannhäuser“ in Weimar

18.04.18 (Joachim Lange) -
„Tannhäuser“ – das klingt schon wie Thüringen. Wegen des Schauplatzes des Sängerkrieges „auf Wartburg“ wie Wagner das so schön unvollständig klingend im zweiten Teil des Titels benannt hat. Es klingt aber auch wie Weimar! Wegen Franz Liszts Einsatz für die Musik seines berühmten Schwiegersohnes im Allgemeinen. Und für den Durchbruch seines „Tannhäuser“ mit der Weimarer Erstaufführung 1849 im Besonderen. Die Staatskapelle Weimar ist heute nicht nur das Renommierorchester ganz Thüringens, sondern hat Wagner seither gleichsam in den Orchestergenen.

Nächste Spielzeit: Oper in Düsseldorf vollendet Wagners Ring

13.04.18 (dpa) -
Düsseldorf - In der kommenden Saison plant die Düsseldorfer Oper elf Premieren. Ein Schwerpunkt ist der Ring-Zyklus von Richard Wagner, wie die Oper am Rhein am Donnerstag bei der Pressekonferenz für die Spielzeit 2018/19 berichtete: Mit der «Götterdämmerung» wird im Oktober Wagners «Der Ring des Nibelungen» zum Abschluss gebracht.

„Tannhäuser“ in Görlitz: Zwischen Muse und Mätresse

05.04.18 (Roland H. Dippel) -
Am gleichen Tag, an dem die Oper Leipzig nach der Absage Katharina Wagners mit dem dritten Remake der „Tannhäuser“-Produktion von Calixto Bieito herauskam, gab es am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz die Neuinszenierung der gleichen Oper: Schnörkellos auf dem Punkt und musikalisch gekonnt mit zwei beeindruckenden Protagonisten. Der Ausflug in die Lausitz lohnt sich.

Im Zentrum Wotan und das Orchester: Eine neue „Walküre“ für Chemnitz

03.04.18 (Roland H. Dippel) -
Monique Wagemakers stellt in Frage, ob es einen spezifisch weiblichen Blick auf Wagners „Ring des Nibelungen“ geben kann. Ihre Inszenierung der „Walküre“ ist Teil des neuen Zyklus, den das Theater Chemnitz mit vier Regisseurinnen innerhalb des Kalenderjahres 2018 zum Stadtjubiläum 875 Jahre herausbringt. Die musikalische Leitung der vier Premieren teilen sich der neue Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo und der zur „Walküre“ antretende erste Kapellmeister Felix Bender. Musikalisch ist diese Produktion ein satter Wurf.

Im Trockendock – Der „Fliegende Holländer“ geht in der Oper Erfurt in der Inszenierung von Hausherr Guy Montavon an Land

30.03.18 (Joachim Lange) -
Beim neuen „Fliegenden Holländer“ in Erfurt ist das Bühnenbild der Clou und gibt die Richtung von Guy Montavons Zugang deutlich vor. Hank Irwin Kittel hat ein Trockendock auf die Bühne gesetzt, das aber genauso gut ein imaginärer Innenraum sein könnte. Er folgt damit dem, was Harry Kupfer einst mit seiner Bayreuther Senta in die Rezeption eingeführt hat. Nämlich die ganze Geschichte als eine starke Wunschvorstellung beziehunsgsweise fixe Idee Sentas aufzufassen und sie sozusagen vor ihrem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das geht natürlich bei der konkreten Umsetzung nicht völlig ohne gewisse Rempeleien mit dem Erzählfluss. Aber es hat einen gewissen, durchaus auch stringenten Reiz.

Dirigent Omer Meir Wellber: Richard Wagner den Heiligenschein nehmen

28.03.18 (dpa, Jörg Schurig) -
Dresden - Der israelische Dirigent Omer Meir Wellber (36) plädiert für einen nüchternen Umgang mit der Person und dem Werk von Richard Wagner. «Wenn man Wagner in Deutschland weiterhin mit einer Art Heiligenschein umgibt und ihn auf einen Sockel stellt, dürfte er es schwer haben in Israel», sagte er mit Blick auf den weitgehenden Boykott Wagners in Israel.

Euro-„Tannhäuser“ nun auch in Leipzig oder: Der Venusberg steht Kopf

19.03.18 (Michael Ernst) -
Geplant war ein Original von Katharina Wagner, gekommen ist eine Kopie von Calixto Bieito. Das sorgte – trotz blassen Klangs – für Grabenkämpfe beim Publikum. So ratlos ging man selten in die Pausen. Mehr unentschieden denn zerrissen verließ man kaum je ein Haus. „Tannhäuser“ in Leipzig, eine Neuproduktion von Katharina Wagner war vorgesehen und wurde beizeiten „aus organisatorischen Gründen“ abgesagt. Was hätte die Urenkelin des Komponisten in dessen Geburtsstadt aus dem „Sängerkrieg auf Wartburg“ wohl gemacht? Wir wissen es nicht – und sahen statt dessen die Übernahme der 2015/16 in Gent/Antwerpen herausgekommenen Produktion des Katalanen Calixto Bieito, die nun – nach weiteren Stationen in Venedig und Bern – ihre Deutschland-Premiere beging

Kiels Spiel mit dem Feuer – Wagners „Götterdämmerung“

14.03.18 (Arndt Voß) -
Geschafft: In Kiel wurde als funkelnder Schlussstein die „Götterdämmerung“ in Wagners „Ring“ eingefügt. Daniel Karasek, der Generalintendant, hatte das große, vier Spielzeiten umfassende Projekt zur Chefsache gemacht und – dem jubelnden Schlussapplaus nach – erfolgreich zu Ende geführt.

Ungewöhnlich, doch nur partiell gelungen – „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin

16.02.18 (Peter P. Pachl) -
Dmitri Tcherniakov hatte die Latte mit seiner Berliner Debüt-Inszenierung an der Staatsoper extrem hoch gelegt, konnte seine Leistung bei „Parsifal“ nur unterlaufen, und auch seine Inszenierung „Tristan und Isolde“ bleibt hinter der „Zarenbraut“ deutlich zurück. Auch für Wagners Handlung wählt er einen (dezenten) medialen Ansatz, verlegt sie nach heute, in eine (russische) Party-Gesellschaft. Witziges steht neben Einfallslosem, genialisch Aufblitzendes neben Banalitäten. Ebenfalls ungewöhnlich, aber überragend ist Daniel Barenboims musikalische Interpretation.

Chemnitz traut sich: Wagner aus weiblicher Sicht

05.02.18 (Michael Ernst) -
„Das Rheingold“ mit Kapitalismuskritik und Walhall hinter der Mauer – Verena Stoiber wagt mutige Ansätze. Ein wirklicher „Ring“ kann daraus nicht werden. Die neue Chemnitzer Wagner-Tetralogie wird sich aus vier Einzelwerken formen. Dennoch steht ein Gesamtkonzept dahinter: Jeder Nibelungen-Abend wird von einer Regisseurin inszeniert. Um Wagner aus weiblicher Sicht zu zeigen? Um zu sehen, was den vier unterschiedlichen Sichten am Ende an Gemeinsamkeiten und Unterschieden innewohnt?
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