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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikleben«

Zehn Jahre „Kultur macht stark“

07.12.22 (vdm) -
Seit genau zehn Jahren gibt es das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. 2013 vom Ministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufen, dient es dazu, Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen als bildungsbenachteiligt gelten, an Kunst und Kultur heranzuführen und sie dafür zu begeistern. Das Geld, das das Ministerium hierfür zur Verfügung stellt, wird über Fachverbände, die in der kulturellen Jugendbildung unterwegs sind, an Projekte und Maßnahmen verteilt. Voraussetzung ist, dass sich mindestens drei Partner in lokalen Bündnissen zusammenfinden, gemeinsam ein Projekt konzipieren und dies beim entsprechenden Verband beantragen. Eine erste „Kultur macht stark“-Periode endete 2017, die zweite schloss sich an und ging bis 2022. Eine dritte Förderperiode wurde bereits auf den Weg gebracht. Sie geht von 2023 bis 2027.

Ultras

17.11.22 (Gordon Kampe) -
Das ist Teil zwei meiner fabelhaften Reihe: „Runter vom Sofa, ihr Schnarch­nasen!“ Heute wird das Publikum bejubelt! Neulich in einem Opernhaus im Süden der Republik: Rossini! Die Inszenierung ist zwar älter als das Stück, aber: schee war’s scho‘. Ich saß oben: drölfter Rang, nölfte Tür, links (Ticket günstiger als das Pausenschnittchen). Neben mir die Gemahlin ihres Gatten. Mir schwant: Fragt man beide, wer 1967 die (viel bessere) Zweitbesetzung des Rodolfo im Teatro Comunale di Bologna war, wird wissend gegähnt.

Auf Tuchfühlung mit der Musik

29.08.22 (Eva Blaskewitz) -
Drei mittelgroße Zimmer einer Altbauwohnung in Berlin-Friedenau, durch Flügeltüren miteinander verbunden. An den Wänden zeitgenössische Kunst: großformatige abstrakte Gemälde und Miniaturen. In den Räumen verteilt afrikanische und asiatische Plastiken. Vitrinen voller ungewöhnlicher Objekte, Fotos, Bücher, Fundstücke.

Pandemie, Krieg und Klimawandel

18.05.22 (Roland H. Dippel) -
Reaktionen auf die Pandemie zeigen es: Die subventionierten Musiktheater-Sparten und Opernhäuser sind keineswegs so langsam und starr, wie man ihnen nachsagt. Für diese Flexibilität benötigen sie unter allen Kultursparten die aufwändigste Organisation und Logistik. Neuinszenierungen subventionierter Musiktheater, das Eintakten großer Orchester-, Chor- und Tanzbesetzungen, nicht zuletzt das Marketing und die Außenkommunikation erzwingen unter heutigen Gegebenheiten einen Vorlauf von zwei bis zu fünf Jahren.

Relaunch: Deutsches Musikinformationszentrum präsentiert neues Wissensportal

Unter dem Slogan „Das Wissen zum Musikleben“ präsentiert das Deutsche Musikinformationszentrum (miz), eine Einrichtung des Deutschen Musikrates, sein grundlegend neu gestaltetes Informationsportal www.miz.org. Damit beginnt für das miz und seine User eine neue Ära: Schnell und übersichtlich lassen sich Angaben zu über 10.000 Musikinstitutionen, statistische Daten, interaktive Karten, Beiträge und vertiefende Analysen zum Musikleben recherchieren. Thematisch deckt das miz alle zentralen Bereiche ab – von der musikalischen Bildung und Ausbildung über das Amateurmusizieren und die professionelle Musikausübung bis zur Musikwirtschaft.

„Musical Turn“ statt Hochfahren des Systems

03.09.21 (Jürgen Oberschmidt) -
Gesprochen werden soll zunächst von einer Zeit, in der nichts mehr so sein sollte, wie es einmal war. In mehreren Wellen entvölkerte eine Pandemie ganze Landstriche, prägte unser kollektives Bewusstsein von Ohnmacht und Untergang, alle Welt sprach von der Seuche, lat. pestis, für Albert Camus wird die Pest gar zur Metapher unserer menschlichen Existenz. Die Seuche nahm Einfluss auf politische Verhältnisse, Quarantänemaßnahmen riefen Pest-Leugner und Verschwörungstheoretiker auf den Plan, Gerüchte über dunkle Machenschaften der Regierungen verbreiteten sich.

Gute Nacht

19.08.21 (Gordon Kampe) -
Als ich eines Morgens, die Pandemie lag erst wenige Jahre hinter uns, aus unruhigen Träumen erwachte und nach dem obligatorischen Privilegiencheck die Nachrichten las, fand ich die Musikwelt in zwei harmlose Käferchen verwandelt. Sie zappelten gar putzig um die Wette und hatten nicht bemerkt, dass sie längst auf dem Rücken lagen. Was war geschehen?

Die Hormone müssen irgendwo hin

21.07.21 (Juan Martin Koch) -
Die Sopranistin Anna Prohaska hat im Lockdown Balkonkonzerte gegeben, CD- und Konzertprogramme ausgeheckt und ist unfreiwillig in die Rolle der Selbstvermarkterin geschlüpft. Ein Gespräch über Steinzeitinstinkte, entschleunigte Tournee-Visionen und Bach in der Unterhose.

Patenkinder

16.07.21 (Sven Ferchow) -
Na, haben Sie Ihre Pflegekraft schon gebucht? Die Sie mit 70 ins Büro führt, Ihren E-Rollator wartet oder Ihren Sauer­braten in der Kantine zu Brei drückt. Ist ja nun offiziell. Wir malochen bis 70. Doch während Verbände noch Protestplakate malen, gibt es Menschen, die einen Schritt voraus sind: die Großverdiener der Musikbranche. Statt über das Rentenloch jammern sie über das Einnahmeloch. Weil die Villa wegen Spotify keinen Hubschrauberlandeplatz mehr hat, sondern gerade noch ein Parkdeck für sechs SUVs.

Die Zerstörer

23.04.21 (Gordon Kampe) -
Beim Backen höre ich gerne Podcasts. Neulich versuchte ich der 520-minütigen „Alles gesagt“-Folge mit dem CDU-Zerstörer Rezo zu lauschen, verdarb mir dabei aber fast meine Windbeutel und schaltete bei Minute 16 ab. Die Moderatoren zitierten ein FAZ-Porträt, in dem Revoluzzer Rezo mit Revoluzzer Georg Büchner verglichen wurde. Rezo sieht Parallelen, kennt „den Typen“ aber nicht. Das ist nicht schlimm. Aber er fragt nicht nach. Das ist schlimm.
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