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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikleben«

Der „War-wohl-nix-o-meter“

21.07.20 (Gordon Kampe) -
Experimentierphasen, Workshops, Labore: überall findet man solche Formate im Bereich zeitgenössischer Musik und suggeriert damit: Ärmel hochkrempeln, hier geschieht Erstaunliches, Neues, Unerhörtes – und es ist okay, wenn ihr scheitert! Es braucht ja „Möglichkeitsräume“, in denen Scheitern dazugehört!

Corona-Talk mit Mine

Der 21. Juni ist traditionsgemäß der „Tag der Musik“, initiiert durch den Deutschen Musikrat. In den vergangenen Jahren haben Amateur- wie Profimusikerinnen und -musiker in ganz Deutschland rund um diesen Tag die Vielfalt der Musik gefeiert. In diesem Jahr ist fast alles anders. Wir fragen Musikerinnen und Musiker nach dem Stellenwert der Musik in Zeiten von Corona – und wie sich die Musikwelt verändern wird. In Folge 1 unserer kleinen Reihe: Mine - Sängerin, Songwriterin und Produzentin

Es reicht nicht, nur nach vorne zu blicken

03.06.20 (Albrecht Dümling) -
Beim Gedenkkonzert der Berliner Staatsoper zum 75. Jahrestag des Kriegsendes erklang nach Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ noch Wagners „Siegfried-Idyll“, was unterschiedliche Reaktionen auslöste. rbb-Redakteur Andreas Göbel verstand in diesem Zusammenhang nicht die „naive Fröhlichkeit“ der Mozart-Serenade und Peter Uehling (Berliner Zeitung) hielt es für „schwer erträglich, den an Hitlers Kriegs- und Untergangs-Phantasmagorien nicht unbeteiligten Wagner hier als harmlosen Idyllen-Maler zu erleben“. Dagegen begrüßte Helmut Mauró (Süddeutsche Zeitung) das Fehlen großspuriger Reden, und in dem „zärtlich gebrochenen Wagner-Idyll“ vernahm er „ein ungeheures Gefühl der Hoffnung“.

Relevant

01.06.20 (Gordon Kampe) -
Angenommen, ich hätte ein kurioses Hobby – etwa die Zucht nepalesischer Zierfische – es interessierte vermutlich nur Gleichgesinnte. Um von der Wichtigkeit meines Tuns zu künden, würde ich behaupten, dass die Zucht von „gesellschaftlicher Relevanz“ zeuge. Mir schwant, dass alles, was derzeit unter einem gefühlten Aufmerksamkeitsdefizit leidet, glaubt, sich mit der Vokabel von der „gesellschaftlichen Relevanz“ für die eigene Existenz rechtfertigen zu müssen. Man suche in der Online-Ausgabe dieser Zeitung – schwupps: Treffer bis der Arzt kommt.

Gemeinsam einsam

07.05.20 (Rainer Nonnenmann) -
Die Choreographie des menschlichen Miteinanders im öffentlichen Raum hat sich verändert. In Gassen und Supermärkten wenden sich die Leute plötzlich voneinander ab und machen weite Bögen umeinander. Es scheint, als hätten die staatlich verordneten Kontaktbeschränkungen die Gesellschaft plötzlich mit Autismus geschlagen. Das Sozialverhalten ist gestört, und bleibt es für längere Zeit. Zwar dürfen Einzelhandel und Schulen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Doch an Konzerte und Musikfestivals ist noch nicht zu denken. Stattdessen gibt es weiterhin Absagen oder Verschiebungen auf das nächste Jahr.

Deutscher Musikrat plädiert für ein geregeltes Hochfahren des Musiklebens

Die Bundesregierung hat am 15. April 2020 erste Lockerungen der aktuellen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Während u.a. kleinere Geschäfte, Bibliotheken und demnächst auch Friseure unter strengen Auflagen zur Umsetzung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen dürfen, bleiben Großveranstaltungen – unter die auch die Vorstellungen an den Konzert- und Opernhäusern fallen – bis mindestens 31. August 2020 verboten. Wie genau Großveranstaltungen zu definieren sind und inwieweit die Corona-Maßnahmen auch in den nächsten Wochen und Monaten das gesamte analoge Musikleben betreffen, bleibt indes unklar.

Vor 100 Jahren

16.04.20 (Otto Mayr) -
Auch in uns Musikern erwachte unter dem Druck der immer schwieriger werdenden Verhältnisse der Gedanke, das häßliche und trostlose jetzige Stadtleben mit seiner Unruhe, seinem schonungs- und mitleidlosen Existenzkampf, seiner Ungesundheit und Unnatürlichkeit aufzugeben und aufs Land zu ziehen. Doch neben viel äußeren Hemmungen, die sich der Ausführung des Siedlungsgedankens entgegenstellen, gibt es auch innere, die manchen abhalten, sich näher mit dem Problem zu befassen.

„Menschen ohne Fantasie haben keine Hoffnung“

03.04.20 (Georg Rudiger) -
Herbert Blomstedt hat mit seinen 92 Jahren schon viel erlebt. Der vitale Schwede ist der Dienstälteste unter den renommierten, international tätigen Dirigenten. Im Augenblick leert sich sein Terminkalender, weil viele seiner vereinbarten Konzerte wegen des Corona-Virus nicht stattfinden. Georg Rudiger hat mit ihm gesprochen über die Bedeutung des Publikums, die Ehrlichkeit der Musik und über Kunst als Hoffnung.

Das Netz als Ausweichspielstätte

28.03.20 (Alexander Lipka) -
Die „Ode an die Freude“ aus dem Fens­ter spielen, „Bleibt zuhause“-Songs in den Sozialen Medien posten, einsame Hauskonzerte fürs Netzpublikum geben, Online-Petitionen aus dem Boden stampfen oder einfach nur die Zeit zum Üben und Komponieren nutzen: Musikerinnen und Musiker gehen mit der Corona-Krise vielfältig und kreativ um. Gemeinsam ist ihnen, vor allem den Freiberuflern: die Lage ist extrem angespannt, die wirtschaftliche Perspektive dramatisch.

Von der Vielfalt des deutschen Musiklebens

22.03.20 (Albrecht Dümling) -
Große farbige Abbildungen bieten einen ansprechenden Einstieg. Unter dem Motto „Musik ist Vielfalt“ sieht man viele junge Musikerinnen und Musiker, die ihre Instrumente in der Hand halten; es ist das Bundesjugendorchester mit seinem Ehrendirigenten Simon Rattle. Das nächste Bild zeigt unter dem Motto „Musik hat Zukunft“ die Kleinsten vom MDR-Kinderchor bei einem Auftritt. Weitere Farbfotos beleuchten unter den Überschriften „Musik begleitet ein Leben lang“, „Musik berührt die Sinne“, „Musik eröffnet Neues“, „Musik bringt kulturellen Austausch“ und „Musik bewegt Menschen“ verschiedene vitale Funktionen der Tonkunst in unserem Leben. Sie deuten das breite Themenspektrum an, das in diesem Band zur Darstellung kommt.
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