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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikleben«

Pandemie, Krieg und Klimawandel

18.05.22 (Roland H. Dippel) -
Reaktionen auf die Pandemie zeigen es: Die subventionierten Musiktheater-Sparten und Opernhäuser sind keineswegs so langsam und starr, wie man ihnen nachsagt. Für diese Flexibilität benötigen sie unter allen Kultursparten die aufwändigste Organisation und Logistik. Neuinszenierungen subventionierter Musiktheater, das Eintakten großer Orchester-, Chor- und Tanzbesetzungen, nicht zuletzt das Marketing und die Außenkommunikation erzwingen unter heutigen Gegebenheiten einen Vorlauf von zwei bis zu fünf Jahren.

Relaunch: Deutsches Musikinformationszentrum präsentiert neues Wissensportal

Unter dem Slogan „Das Wissen zum Musikleben“ präsentiert das Deutsche Musikinformationszentrum (miz), eine Einrichtung des Deutschen Musikrates, sein grundlegend neu gestaltetes Informationsportal www.miz.org. Damit beginnt für das miz und seine User eine neue Ära: Schnell und übersichtlich lassen sich Angaben zu über 10.000 Musikinstitutionen, statistische Daten, interaktive Karten, Beiträge und vertiefende Analysen zum Musikleben recherchieren. Thematisch deckt das miz alle zentralen Bereiche ab – von der musikalischen Bildung und Ausbildung über das Amateurmusizieren und die professionelle Musikausübung bis zur Musikwirtschaft.

„Musical Turn“ statt Hochfahren des Systems

03.09.21 (Jürgen Oberschmidt) -
Gesprochen werden soll zunächst von einer Zeit, in der nichts mehr so sein sollte, wie es einmal war. In mehreren Wellen entvölkerte eine Pandemie ganze Landstriche, prägte unser kollektives Bewusstsein von Ohnmacht und Untergang, alle Welt sprach von der Seuche, lat. pestis, für Albert Camus wird die Pest gar zur Metapher unserer menschlichen Existenz. Die Seuche nahm Einfluss auf politische Verhältnisse, Quarantänemaßnahmen riefen Pest-Leugner und Verschwörungstheoretiker auf den Plan, Gerüchte über dunkle Machenschaften der Regierungen verbreiteten sich.

Gute Nacht

19.08.21 (Gordon Kampe) -
Als ich eines Morgens, die Pandemie lag erst wenige Jahre hinter uns, aus unruhigen Träumen erwachte und nach dem obligatorischen Privilegiencheck die Nachrichten las, fand ich die Musikwelt in zwei harmlose Käferchen verwandelt. Sie zappelten gar putzig um die Wette und hatten nicht bemerkt, dass sie längst auf dem Rücken lagen. Was war geschehen?

Die Hormone müssen irgendwo hin

21.07.21 (Juan Martin Koch) -
Die Sopranistin Anna Prohaska hat im Lockdown Balkonkonzerte gegeben, CD- und Konzertprogramme ausgeheckt und ist unfreiwillig in die Rolle der Selbstvermarkterin geschlüpft. Ein Gespräch über Steinzeitinstinkte, entschleunigte Tournee-Visionen und Bach in der Unterhose.

Patenkinder

16.07.21 (Sven Ferchow) -
Na, haben Sie Ihre Pflegekraft schon gebucht? Die Sie mit 70 ins Büro führt, Ihren E-Rollator wartet oder Ihren Sauer­braten in der Kantine zu Brei drückt. Ist ja nun offiziell. Wir malochen bis 70. Doch während Verbände noch Protestplakate malen, gibt es Menschen, die einen Schritt voraus sind: die Großverdiener der Musikbranche. Statt über das Rentenloch jammern sie über das Einnahmeloch. Weil die Villa wegen Spotify keinen Hubschrauberlandeplatz mehr hat, sondern gerade noch ein Parkdeck für sechs SUVs.

Die Zerstörer

23.04.21 (Gordon Kampe) -
Beim Backen höre ich gerne Podcasts. Neulich versuchte ich der 520-minütigen „Alles gesagt“-Folge mit dem CDU-Zerstörer Rezo zu lauschen, verdarb mir dabei aber fast meine Windbeutel und schaltete bei Minute 16 ab. Die Moderatoren zitierten ein FAZ-Porträt, in dem Revoluzzer Rezo mit Revoluzzer Georg Büchner verglichen wurde. Rezo sieht Parallelen, kennt „den Typen“ aber nicht. Das ist nicht schlimm. Aber er fragt nicht nach. Das ist schlimm.

Wenn das kulturelle Erbe zum Fetisch wird

14.04.21 (Fabien Lévy) -
„Hat der klassische Orchesterbetrieb ein Rassismusproblem?“, fragten wir auf Seite 3 der Februarausgabe der nmz. Zu Wort kam in diesem Artikel unter anderem der Komponist Fabien Lévy. Seine grundsätzlichen Gedanken zur Begrenztheit des ‚klassischen‘ Musik- und Ausbildungsbetriebs und zu dessen Ausgrenzungsmechanismen hat der Professor der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig für unsere Zeitung skizziert. Lesen Sie hier die gekürzte Druckversion seines Denkanstoßes. Die Langfassung ist unter www.nmz.de nachzulesen.

Happy Birthday, nmz! – Charlotte Seither

"Ohne Umwege, ohne Klassiktüll, ohne Weichmacher, … – die nmz ist eine Zeitung für Selbstdenker."

Simon Rattle hat deutsche Staatsbürgerschaft beantragt

15.01.21 (dpa) -
Sir Simon Rattle ist ein Dirigent von Weltrang. In London hätte man ihn gern behalten. Nun geht er aber 2023 nach München. Zu Deutschland hat er ohnehin schon lange eine besondere Beziehung, die nun noch enger werden soll.
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