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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Neue Medien und die Vermittlung Neuer Musik

29.08.14 (Thorsten Wagner) -
Die Vermittlung Neuer Musik im Musikunterricht ist eine komplexe Aufgabe, die aufgrund der Differenz zwischen der Neuen Musik und der Lebenswelt der Jugendlichen problematisch erscheinen mag. Gerade in der mit dem vierten Schuljahr beginnenden Phase, in der die Popmusik den Musikgeschmack zu dominieren beginnt, kann die Neue Musik in ihren radikalen Erscheinungsformen Unverständnis auslösen oder gar zu einer schroffen Ablehnung führen.

Der unaufhaltsame Fluss der Klänge

15.07.14 (Max Nyffeler) -
Unsere Zeit liebt Einordnungen, auch in der Musik: Zu welcher Richtung gehört ein Komponist, mit wem ist er zu vergleichen, wo knüpft er an? Hat er ein System? Einer, der sich solchen Zuordnungen verweigert, ist Harrison Birtwistle. Nun wird er achtzig, und nie hat er sich die Mühe gemacht, irgendwelchen Trends hinterherzulaufen. Trotzdem – oder wohl gerade deshalb – ist er zu Erfolg und Anerkennung gekommen. Ein bemerkenswerter Fall im zeitgenössischen Musikschaffen.

Brizzelbrazzel

09.07.14 (Gordon Kampe) -
Was 1785 das Dideldudel der Albertibässe war, ist heute der zumeist mit noisigem Brizzelbrazzel begleitete YouTubeschnipsel, jedenfalls in quantitativer Hinsicht. Qualitativ heißt das nichts, denn auch mit dem Albertibass konnte man ebenso schöne (vgl.: Mozart) wie dämliche Stücke schreiben (vgl.: Sonatinen des Grauens). Gab das Begleitreadymade einst der rechten Hand die Freiheit zu virtuoser Entfaltung, gibt es den linken Gehirnhälften vieler Komponisten nun die Möglichkeit zu virtuoser Verarbeitung der rezipierten theoretischen Schriften.

Konzertverzehr

05.07.14 (Rainer Nonnenmann) -
Viele Komponisten, Veranstalter, Hörerinnen und Hörer hegen eine ungebrochene Faszination für den einzelnen Solisten in Gegenüberstellung zu einem Ensemble oder Orchester. Statt aufs große Ganze des kollektiven Klangapparats zu setzen, stellen sie diesem den damit wahlweise im Wechsel, Wettstreit, Dialog oder Gleichklang konzertierenden Individualisten gegenüber. Vom Barock über Klassik, Romantik und Moderne zieht sich das Komponieren von Konzerten für verschiedenste Soloinstrumente und Ensembles bis heute als roter Faden auch durch die Neue Musik. Schließlich verdanken sich viele Instrumentalkonzerte der besonderen Wertschätzung, die Komponisten bestimmten Musikern entgegenbringen. Gelegentlich arbeiten beide Seiten auch zusammen, um die Möglichkeiten der jeweiligen Instrumente und Singstimmen gemeinsam auszuloten.

Solitäre Gestalten, fraktale Melancholie

20.06.14 (Dirk Wieschollek) -
Vielleicht sind die interessantesten Komponisten immer diejenigen gewesen, denen es gelang, scheinbare Widersprüche in eine besonders eigenwillige Sprache zu transformieren. Der 1980 im serbischen Subotica geborene Marko Nikodijevic ist ein solcher Komponist und vielleicht deshalb einer der momentan auffallendsten Vertreter seiner Zunft, frisch ausgezeichnet mit dem Musikautorenpreis für Nachwuchskünstler der GEMA.

Buch-Tipps 2014/06

04.06.14 (Michael Wackerbauer) -
Kulturelle Identität und soziale Distinktion. Herausforderungen für Konzepte musikalischer Bildung, hrsg. v. Stefan Gies/Frauke Heß. +++ Rolf Stemmle: Don Carlos – Othello – Falstaff. Giuseppe Verdis große Opern eingängig erzählt. Könighausen & Neumann +++ Transformationen. Zum Werk von Klaus Huber, hrsg. v. Jörn Peter Hiekel/Patrick Müller. Edition Neue Zeitschrift für Musik

Pionier, Entdecker, Vermittler: Zum Tode des Musikforschers Malcolm MacDonald

02.06.14 (Christoph Schlüren) -
Der schottische Musikforscher, Autor, Komponist und Kritiker Malcolm MacDonald ist nicht mehr unter uns. Er war eine der überragenden Größen unserer Zeit als Entdecker und Vermittler sowohl vergessener Musik erstrangigen Kalibers als auch – mit so unkonventionellem wie umfassendem und substanziellem Zugriff – des Schaffens allgemein anerkannter Meister wie Brahms, Schönberg oder Varèse.

Befreiung zu neuem Hören

06.05.14 (Jörn Peter Hiekel) -
Die oft beklagte Scheu vieler Musiktheoretiker gegenüber der Neuen Musik hat an etlichen Ausbildungsinstituten zu einer eher konservativen Ausrichtung in den Bereichen Harmonielehre und vor allem Gehörbildung geführt. Warum und auf welchen Wegen man dies ändern kann und welche Nachdrücklichkeit gerade die Schulung der Fähigkeit und Bereitschaft zum Hören verdient, erfährt man aus dem lesenswerten Buch „Ganz Ohr? Neue Musik in der Gehörbildung“. Eine Gruppe von Zürcher Musiktheoretikern erläutert darin auf sinnfällige Weise Strategien und Konzepte einer Einbeziehung jenes Feldes der Musik des 20./21. Jahrhunderts, das von manchen Vertretern des Faches schlichtweg ignoriert wird – vermutlich weil diese Dimension in ihrer eigenen Ausbildung nur ein Schattendasein erlebt hat und daher, leider typisch für viele Musik(hoch)schulen, ein Umdenken außerhalb des Vorstellungsvermögens liegt.

Ein streitbarer, fruchtbarer Geist ist verstummt – Zum Tod von Reinhard Oehlschlägel

02.05.14 (Max Nyffeler) -
Jahrzehntelang war er eine gut hörbare, unverwechselbare Stimme im Musikjournalismus. Doch er war weit mehr als ein Journalist. In seiner weit gefächerten Tätigkeit als Autor, Redakteur, Zeitschriftenherausgeber, institutioneller Anreger und Organisator erwies er sich als ein Kämpfer für die Sache der Neuen Musik, der in seinem Bereich enorm viel in Bewegung brachte und weit über Deutschland hinaus für seine Initiativen geachtet und manchmal auch gefürchtet war.

Debuts, Reprisen und die Suche nach Durchbrechendem

12.04.14 (Juan Martin Koch) -
Mit der Uraufführung von Marko Nikodijevics Oper „Vivier. Ein Nachtprotokoll“ wird am 7. Mai die 14. Ausgabe der Münchener Biennale für neues Musiktheater eröffnet. Zum letzten Mal ist Peter Ruzicka als künstlerischer Leiter für das Festival verantwortlich. Juan Martin Koch sprach mit dem Komponisten, Dirigenten und Kulturmanager.
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