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Alle Artikel kategorisiert unter »Demokratie«

Chancen in bedrückender Stille

30.03.20 (Moritz Eggert) -
Die großen von Menschen verursachten Katastrophen der Vergangenheit haben immer wieder auch Kultur zeitweise zum Verstummen gebracht. Doch selbst in den unmenschlichsten Situationen des Kriegs oder der Hungersnot fanden Menschen zusammen, um gemeinsam zu musizieren oder zu singen.

Eng verbunden mit der Demokratie

29.08.19 (Hans-Joachim Rieß) -
Hans-Joachim Rieß, Geschäftsführer des Landesverbands Hessen des VdM, hat ein Grundlagenwerk über „Die öffentliche Musikschule in Deutschland im Begründungszusammenhang kultureller Bildung“ geschrieben. Das Werk ist die Dissertation des Autors an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst im Doppelstudiengang Pädagogik und Musikpädagogik. Doktorvater war Peter Röbke. Erschienen ist es im Bärenreiter Verlag. Die nmz sprach mit dem Autor über die Publikation.

Die Erklärung der Vielen

29.11.18 (Theresa Brüheim) -
WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS / WE ARE MANY – EVERY SINGLE ONE OF US / BIZ ÇOGUZ – HER BIRIMIZ: Diese Worte – in weit mehr als diesen drei Sprachen– liest man schon von Weitem, wenn man sich am Morgen des geschichtsträchtigen 9. Novembers dem Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor in Berlin nähert. Vor der Haustür steht ein älterer weißer Kombi über und über geschmückt mit Plakaten und glitzernden Folien – alles in den Farben gold, silber und pink, den Farben Der Vielen.

Theater sind Erfahrungsräume der Demokratie

23.09.17 (PM) -
Eine Gruppe von mehr als achtzig unterzeichnenden Intendantinnen und Intendanten verschiedenster deutschsprachiger Theater bekennt sich drei Tage vor der Bundestagswahl über eine Anzeige in DIE ZEIT zu einem offen politischen Diskurs und betont damit den gesellschaftlichen Stellenwert aller Theater und Orchester der Bundesrepublik. Es handelt sich um eine persönliche Initiative aller Unterzeichnenden, um inmitten anhaltender Debatten mit Vertretern rechtsorientierter und antidemokratischer Positionen ein klares Zeichen zu setzen.

Schwäbische Kulturturbulenzen

08.11.16 (Wolf-Dieter Peter) -
„Morgen Augsburg!“ knarzte Bernhard Minetti einst unvergesslich in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit“: als Drohung mit der tiefsten Provinz. Außerdem gibt es den maliziösen Satz „Das schönste an Augsburg ist der ICE nach München“. Beide Aussagen wirken derzeit neu belebt.

Auweia, Europa

30.10.16 (Theo Geißler) -
Eine Startplattform der Fehlkonstruk­tion unserer Europäischen Union verfes­tigte sich 1999 mit dem halbgaren Abschluss des Vertrags von Amsterdam. Eigentlich sollte er eine weitreichende Reform der Gemeinschaft fixieren. Verabschiedet hat man dann ein wabriges Drei-Säulen-Konstrukt unter den Überschriften: „Europäische Gemeinschaften (EG)“, „Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)“ und „Polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS)“.

Kröte CETA

06.09.16 (Theo Geißler) -
Zunächst wird’s maritim: Im Wind- und Sichtschatten eines schweren Handelsschiffes namens TTIP – es ist gerade ein wenig auf Grund gelaufen – hat sich eine kleine flinke Luxusyacht namens CETA angeschlichen. Genauer gesagt ist sie bereits in den europäischen Hafen eingefahren. Das Freihandelsabkommen mit Kanada passierte bereits im September 2014 klammheimlich das freundliche Abnicken der zuständigen EU-Kommission, vorbei an den Parlamenten der Mitgliedsstaaten. Und jetzt wird es trocken, weil politisch und ökonomisch: Eigentlich kann es bereits vorläufig in Kraft gesetzt werden. Es müsste nur noch der Europäische Rat zustimmen – eher ein leicht zu schaffender Akt.

Schiffs-Meldung

29.08.14 (Theo Geißler) -
Eine Woche Paar-Urlaub. Boot auf Südberliner Binnen-Gewässern. Natur pur. Fern vom Fernseher und (fast allen) sonstigen digitalen Fremdbestimmungs-Instrumentarien. Immerhin: ein CD-Player lässt gerade bei Abendrot das Tschaikowsky-Violinkonzert mit Janine Jansen ausklingen. Seelenfriede stellt sich ein. Aber: Zeit für die täglichen Nachrichten via Bord-Radio. Krieg in der Ukraine, Krieg im Gaza-Streifen, Krieg im Irak und in Syrien, tausende Zivilisten sterben, ein amerikanischer Journalist wird von IS-Fanatikern geköpft. Der Optimismus des Tschaikowsky-Finalsatzes tönt plötzlich sehr schal nach. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun? Ist energisches Verdrängen angesagt, eingedenk des zauberhaften Dämmerungs-Himmels und der selbsterklärten Machtlosigkeit in solchen weltpolitischen Katastrophen? Erstmal Stille an Bord.

Bürgerwille und kulturpolitische Willkür

03.12.12 (Barbara Haack) -
Eigentlich dachten wir, die Fronten seien geklärt: „Die da oben“, Kommunal- oder Landespolitiker, beschließen die neue Kürzungsrunde, den weiteren Spar-Etat für Stadt-, Landes- oder Staatstheater. Im günstigen Falle folgen dann von Seiten der Bürger Proteste, teils durch Petitionen und Unterschriftenlisten, teils auch durch spektakuläre Aktionen, Lichterketten, Solidaritätsdemonstrationen.

Cluster 2012/06

04.06.12 (Martin Hufner) -
Wer sich zurzeit im Internet herumtreibt, dabei seine sozialen Netzwerke regelmäßig studiert, wird gegenwärtig erdrückt von einer Flut von Rettungsinitiativen. Orchesterretter, Rundfunkretter, Opernhausretter, Urheberrechtsretter, Musikschulretter. Man muss den Eindruck gewinnen, ganz Netzdeutschland ist am Rettungswestenüberziehen. Andernfalls drohe Wüste. Aufrufe ergänzen das Spektakel, Round-Table- und Podiumsdiskussionen ergänzen den Aktivitätsstrom. Petitionen vor dem Bundestag, offene Petitionen, Petitionen für und gegen etwas, Präventiv-Petitionen, bevor überhaupt etwas passiert. Noch während die Stimmen gezählt worden sind, gibt’s die gleiche Petition im Angebot und im Dutzend günstiger. Eine unsägliche Minimal Music des Geistes entsteht: Petitionen und Repetitionen.
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