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Alle Artikel kategorisiert unter »Premiere«

Zwischen Himmel und Hölle: Robert Carsen inszeniert Cavalieris „Rappresentatione“ im Theater an der Wien

30.09.21 (Joachim Lange) -
Roland Geyer hat an den Beginn der letzten Spielzeit seiner über die Jahre ziemlich erfolgreichen Intendanz am Theater an der Wien wohl bewusst die erste Oper der Musikgeschichte gesetzt. Sein designierter Nachfolger Stefan Herheim erbt als kommender Künstlerintendant gleichsam einen angesparten Vorsprung gegenüber dem vor allem in seinem Selbstverständnis Weltspitzen-Staatsopern-Tanker am Ring. Das zweite (Stagione-) Opernhaus in Wien bleibt jedenfalls im Rennen. Selbst, wenn es nur so weitermacht, wie bisher…

Ein Triumph von Farbe und Klamauk: Herbert Fritsch inszeniert Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ an der Wiener Staatsoper

30.09.21 (Joachim Lange) -
Herbert Fritsch (70) ist als Regisseur ein Spätberufener. Bekannt wurde er als energiegeladener Schauspieler aus der Truppe, mit der Frank Castorf über Jahrzehnte hinweg mit seiner Volksbühne die deutsche Theaterszene von Berlin aus mitbestimmt hat.

„Tosca“ in der Raumbühne – Die zweite Premiere des Spielzeitauftakts in Kassel

27.09.21 (Joachim Lange) -
Die Idee hat aparten Witz. Zum Auftakt einer neuen Intendanz lässt man auf Alban Bergs „Wozzeck“ aus dem Jahre 1925 tagsdrauf Puccinis „Tosca“, mit deren Premiere im Januar 1900 das 20. Jahrhundert für die Oper gleichsam begann, folgen. Erst die heute akzeptierte, sagen wir ästhetische Herausforderung. Dann der beim Publikum nach wie vor hoch im Kurs stehende Repertoire-Liebling.

Spektakulärer Auftakt einer neuen Intendanz: Florian Lutz inszeniert Alban Berg „Wozzeck“ in einer Raumbühne mit Gegenwartsbezug

26.09.21 (Joachim Lange) -
Mehr ungeplante Unterstützung von außen konnte sich Florian Lutz kaum wünschen und schon gar nicht selbst organisieren. Zum Auftakt seiner Intendanz am Staatstheater Kassel legte der bundesweite Aktionstag der meist jungen Klimaschützer auch hier zeitweise den Verkehr lahm. Dazu: die spannendste Bundestagswahl seit langem. Die Zeit ist, wenn nicht aus den Fugen, so doch spürbar angespannt. Auch nervös.

Prinzenjagd im Theater Neustrelitz: Humperdincks „Dornröschen“

26.09.21 (Roland H. Dippel) -
Volltreffer! Beim zweiten Anlauf klappte es. Die Premiere von Engelbert Humperdincks „Dornröschen“ wurde am Beginn des zweiten Lockdowns im Herbst 2020 abgesagt. Vor zehn Monaten hatte man sogar vorsorgend eine Fassung mit zwei Klavieren anfertigen lassen, um für alle Einlass-Eventualitäten gewappnet zu sein. Durch die Verschiebung kam es im Theater Neustrelitz am 25. September 2021 zur ersten Vorstellung. Nur kurz vor dem 100. Todestag Humperdincks, der im Neustrelitzer Hotel Fürstenhof zwei Schlaganfälle erlitten hatte und am 27. September 1921 im Krankenhaus Neustrelitz verstorben war. Der Opernchor und die Neubrandenburger Philharmonie haben in „Dornröschen“ jede Menge zu tun.

Todesschüsse zur Fest-Eröffnung: Cherubinis „Medea“ am Theater Hof

26.09.21 (Roland H. Dippel) -
Am Freitagabend wurde das seit März 2020 gründlich sanierte Theater Hof in Anwesenheit von Gästen aus Politik und Society wiedereröffnet. Die Summe von 22 Millionen Euro kam vor allem einer Erneuerung der Bühnenmaschinerie, der Trocknung des feuchten Daches, dem Einbau einer Drehbühne auf der großen Bühne und einer technischen Aufrüstung des Studios zugute. Am Pult stand der neue Musikdirektor Ivo Hentschel und gestaltete Cherubinis „Medea“ in Lothar Krauses überlegter Inszenierung als intimes, zupackendes Musiktheater. Gänsehaut-Oper mit subtilen Tönen und überregionaler Qualität.

Erotische Zerreißprobe zum Intendanz-Start in Halle: Brittens „Sommernachtstraum“

23.09.21 (Roland H. Dippel) -
Unter neuer Intendanz eröffneten dieses Wochenende die Musiktheater des Meininger Staatstheaters und der Bühnen Halle jeweils mit einer Oper von den britischen Inseln. Mit dieser Leistung wollen die Leitungen beider Häuser eine Offensive der Phantasie und der Überwältigungskraft physischen Theaters starten.

Unverdauliche, doch poetische Genüsse eines Hypochonders – Kiel treibt sein Spiel mit Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“

21.09.21 (Arndt Voß) -
Sergej Prokofjew hat der Nachwelt „Die Liebe zu den drei Orangen“ hinterlassen. Was da vor fast genau 100 Jahren uraufgeführt wurde, ist ein Stück, das seine Komik daraus bezieht, dass es sich immer wieder selbst im Wege steht. Die Folge ist, dass es für sich keine Richtung finden kann. Soll es tragisch, komödiantisch oder lyrisch sein oder etwas nur für Hohlköpfe? Das wird im Prolog gefragt, dort nicht geklärt, später auch nicht.

Fabel-hafte Petitesse – „Das NEINhorn“ am Atze Musiktheater Berlin

20.09.21 (Peter P. Pachl) -
Bevor es losgeht im schachbrettmusterbesetzten Auditorium des Atze Musiktheaters im Berliner Wedding, erklärt Intendant Thomas Sutter, dass dieses Musiktheaterstück eigentlich im Kammertheater hätte herauskommen sollen, doch aufgrund der sich verzögernden Bauarbeiten wurde die Bühnenadaption des gleichnamigen Kinderbuches von Marc-Uwe-Kling ins große Haus des Atze verlegt – wo es auch gut aufgehoben ist.

Bühnenzauber: Im Staatstheater Meiningen geht es mit barocker Lust in die neue Spielzeit und eine neue Intendanz

19.09.21 (Joachim Lange) -
Er hat natürlich auch einen von seinem Vorgänger inszenierten „Fliegenden Holländer“ und dann eine „La Boheme“ auf der Agenda, zu der er den Malerfürsten Markus Lüpertz als Regisseur und Ausstatter verführt hat. Außerdem will der gebürtige Ilmenauer Jens Neundorff von Enzberg nach seinem Wechsel von der Intendanz in Regensburg zu der des Staatstheaters der Thüringer Theaterresidenz Meiningen in Eisenach einen Schwerpunkt zu barocken Erkundungen von Werken etablieren, die in der Region entstanden aber in Vergessenheit geraten sind. Insofern passt seine Spielzeiteröffnung mit der Händeloper „Amadigi di Gaula“ sogar programmatisch. Sie passt aber auch dem Gesundheitsamt. Denn in jedem Intendantenbüro sitzt ja bis auf weiteres das Virus sprich das ihn bekämpfende Amt mit am Tisch.
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