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Aufklärung

06.05.22 (Theo Geißler) -
Kürzlich ist bei ConBrio, dem Verlagshaus der neuen musikzeitung, ein zweiter Band mit Glossen des nmz-Herausgebers Theo Geißler erschienen. Ursprünglich für „Politik & Kultur“, die Zeitung des Deutschen Kulturrates geschrieben, spiegelt seine Kolumne „Kurzschluss“ auf ganz eigene Weise den ganzen Irrsinn wider, der sich Monat für Monat in Kunst, Kultur und Medien, aber auch in der Gesellschaft insgesamt abspielt. Die folgende Kostprobe führt uns zurück ins Jahr 2017…

Frage des Blickwinkels: Augsburg setzt Schostakowitsch ab

05.04.22 (Sarah Lindenmayer) -
Krieg und Elend auf der Bühne darzustellen sei immer ein schwieriges Unterfangen, schreibt das Theater Biel/Solothurn. Wenn die Realität das Geschehen auf der Bühne einhole, werde es jedoch unmöglich. Mit dieser Begründung hat sich das Schweizer Theater hinsichtlich des Ukraine-Krieges entschieden, Tschaikowskys Oper „Mazeppa“ aus dem Spielplan zu streichen. In dem Werk geht es um eine tragische Liebesbeziehung und gleichzeitig um den Konflikt um die ukrainische Unabhängigkeit vom damaligen Zarenrussland. Aktueller geht es nicht. Dem Spiegel sagte eine Sprecherin, dass man den ukrainischen Orchestermitgliedern nicht habe zumuten wollen, die von Tschaikowsky vertonte Schlachtszene zu musizieren.

Artgerechte Haltung der Kreativen?

28.03.22 (Martin Hufner) -
Es wird gestreamt was das Zeug hält – auch in der Musikwelt. Von AppleMusic bis Spotify läuft das Geschäft anscheinend hervorragend. Es fragt sich nur für wen. Zwei der großen „Klassik“-Streamer sind mittlerweile vom Markt weggefischt worden. Primephonic wurde von Apple quasi über Nacht ein- und ausgetütet; Grammofy lebte zwischenzeitlich unter dem Dach von Spotify, ehe es von dort annähernd unbemerkt spurlos verschwand.

Musik erleben ohne Verstehen?

24.02.22 (Michael Jenne) -
Da komme ich nicht mehr mit: Musik, so Moritz Eggert in der letzten Ausgabe der nmz im alten Jahr, soll Teil unseres Alltags sein, egal, ob man sie „versteht“ oder nicht, man soll sie einfach „erleben“! Aber warum? Sollen wir auch unverständliches Gerede getrost über uns ergehen lassen, nur weil jemand es von sich gibt? Mir scheint, es ist Zeit, sich der Frage „Musik verstehen?“ im größeren Maßstab zuzuwenden – ob man Musik „verstehen“ kann und soll und wenn ja, warum, und wie geht das?

Nachschlag: Im Maschinenraum der Ungerechtigkeiten

21.12.21 (Martin Hufner) -
Die Folgen der Umsetzung der EU-Richtline zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt durch die Umsetzung in deutsches Recht standen im Zentrum der 9. Urheberrechtskonferenz der Initiative Urheberrecht. Geladen waren zahlreiche an diesen Folgen Beteiligte, von den Rechteinhabern (Urheber*innen und Künstler*innen), den Verwerter*innen (GEMA, VG Bild-Kunst) sowie den Inhalteverbreiter-Plattformen wie Google oder „VAUNET – Verband privater Medien“.

Con-Fusionjazz

10.11.21 (Andreas Kolb) -
Immer wieder entbrennt sie aufs Neue, die Frage „Was ist Jazz?“ Beobachtet man diese Diskurse über einen längeren Zeitraum, dann wird schnell klar: Diese Frage muss jede Generation wieder aufs Neue für sich beantworten. Lassen wir die Diskussionen in den Vereinigten Staaten einmal außen vor, wo cultural appropriation von Black Music durch Weiße Musiker und Weiße Musikindustrie seit jeher ein heißes Eisen war und ist, und konzentrieren wir uns auf den deutschsprachigen Jazzraum.

Das kulturelle Bindegewebe

05.10.21 (Martin Hufner) -
In Deutschland wurde ein neuer Bundestag gewählt. Wie immer die Wahl ausgehen mag und vor allem, welche Koalitionen jetzt geschmiedet werden, dürfte weitgehend das Arbeitsfeld von Spekulant*innen aller politischer Farben sein. Zumindest eines dürfte aber klar sein: Bei den drei großen Volksparteien sind Personal-Spitzenpositionen in Sachen „Kultur“ durchweg mit Personen besetzt, die von ihrem Fach einiges verstehen. Die aktuelle Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat das Amt bei aller Kritik auf ein Niveau gehoben, das es all die Jahre zuvor nie hatte. Dahinter darf die Kulturpolitik des Bundes in Zukunft auf keinen Fall zurückfallen.

Bio’s großer Bahnhof

23.09.21 (Martin Hufner) -
Kürzlich ist einer der bekanntesten Entertainer der deutschen Fernsehgeschichte gestorben: Alfred Biolek. In den späten 70er-Jahren konnte er in 30 Sendungen zwischen 1978 und 1982, über also vier Jahre, im Abstand von zwei Monaten seine Show „Bio‘s Bahnhof“ für das Fernsehen der ARD produzieren.

Böser Nachhall des Unrechts

08.07.21 (Martin Hufner) -
Die Bundesregierung, die Länder und Kommunen haben in den letzten anderthalb Jahren seit Pandemiebeginn zahlreiche Hilfs- und Unterstützungs­angebote für die arg geschundene Kulturbranche auf die Beine gestellt. Vieles davon war immerhin hilfreich, manches war falsch zugeschnitten, alles in allem arteten zahlreiche Hilfs­ideen leider zugleich zu bürokratische Monstern aus – Kleingedrucktes entwickelte bisweilen verheerende Wirkung. Und so gibt es Fälle von ausgebliebenen Hilfen, die sogar Schäden verlängern, die aus der Zeit der Nazi-Diktatur nachhallen. Und das geht gar nicht.
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