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Design & Bewusstsein

18.07.18 (Martin Hufner) -
Der Besuch eines Konzertes kann ein Erlebnis sein, er kann auch Raum für Erfahrungen sein. Im besten Fall ist er beides. Im schlechtesten Fall ist er ein reines Event mit Klangbeteiligung bei Gästeanwesenheit. Nicht immer kann man das alles genau auseinanderhalten.

Biedermeier und die Klangstifter

08.06.18 (Andreas Kolb) -
Ein neuer Verein in Deutschland? Ist das eine Meldung wert? Aber gewiss doch! Erst vor wenigen Wochen fand nämlich die Gründung von „Klang­rausch Deutschland e.V.“ in Mannheim statt. Klangrausch ist eine (noch) kleine Veranstaltungsreihe, die sich als alternatives Format im Bereich der Musikvermittlung versteht. „In gemütlicher Atmosphäre“, so schreiben die Vereinsvorstände, „wird bei Bier und Wein ein ungezwungener Erstkontakt zu klassischer Musik ermöglicht. Fernab von etablierten Rezeptionsgewohnheiten in Konzertsälen, welche insbesondere für Menschen in ihren Zwanzigern häufig eine Hürde für einen Konzertbesuch darstellen, bietet Klangrausch eine neue Wahrnehmung von und Perspektive auf Kammermusik und klassische Ensemblemusik. Komplettiert wird dieses Erlebnis durch den Auftritt von DJs im weiteren Verlauf des Abends.“

Offener Brief / und Antwort des Deutschen Musikrates

30.04.18 (offener Brief) -
Am 23. April wandte sich Dietmar George, Geschäftsführer des Landesmusik­rates Sachsen-Anhalt, mit einem offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Musikrats (DMR), Martin Maria Krüger, und an den Generalsekretär des DMR, Christian Höppner. Beide waren bis zu ihrem Austritt Mitglieder im Beirat des ECHO-Musikpreises des Bundesverbands Musikindustrie, der die Auszeichnung an die Rapper Kollegah und Farid Bang mitgetragen hatte. Mit Erlaubnis des Autors dokumentiert die nmz den Brief im Folgenden im Wortlaut sowie anschließend die Antwort des Präsidenten des Deutschen Musikrates, Martin Maria Krüger:

Requiem auf die GEMA-Pauschale?

31.03.18 (Juan Martin Koch) -
Sollten Ihnen im Lauf des Jahres bei Konzerten in katholischen Gotteshäusern finster dreinblickende Gestalten mit Kontrolleursblick auffallen, so hat das seinen Grund: Die GEMA hat mit Wirkung zum 1. Januar 2018 einen ihrer beiden Pauschalverträge mit der katholischen Kirche gekündigt. Während Musik im Gottesdienst und bei liturgischen Feiern auch außerhalb des Kirchenhauses weiterhin (mit einem erhöhten Satz) pauschal vergütet wird, müssen die veranstaltenden Gemeinden nun für Konzerte mit urheberrechtlich geschützter ernster Musik, neuem geistlichen Liedgut und Gospelmusik einzeln bezahlen, wobei ein Nachlass von 20 Prozent gewährt wird. Die GEMA wird nun also die katholische Kirchenmusik mit ihrem zärtlichen „Monitoring“ beglücken, um zu erfahren, ob ordnungsgemäß angemeldet und gezahlt wird…

Anrufung der ARD-Intendanten

28.03.18 (Martin Hufner) -
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland hat es in den letzten Jahren nicht leicht gehabt. Seit Umstellung der GEZ-Gebühr auf den Rundfunkbeitrag ist potentiell mehr Geld in der Verteilungsmasse. Diese Einnahmen werden aber natürlich nicht einfach an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgeschüttet. Abgerufen werden kann nur das, was man beantragt hat und was die KEF (die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) als notwendig erachtet. Selten hat ein so positives Ergebnis so viel Trauer ausgelöst.

Spricht die Seele …

01.03.18 (Bojan Budisavljevic) -
Kulturmanagement und -beratung sind hip und in aller Munde einschließlich der dazugehörigen Köpfe. Sie sind, wenn noch nicht die Leitkultur der Kultur, so doch ihre immer härteren und enger gesteckten Leitplanken. Abermals aufklärerisch dabei diese Zeitung, lux in tenebris, mit ihrem entsprechenden Dossier (nmz 12/2017-01/2018), welches die Beratung und Management von Außen erfordernden Entwicklungen bei Theatern und Orchestern anhand der Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz minutiös aufdröselte.

Feind im eigenen Bett

02.01.18 (Bojan Budisavljevic) -
„Rundfunkklangkörper brauchen Schutz und Förderung,“ so die Überschrift im Appell des Deutschen Musikrates von Mitte November, in dem dieser die mit allerlei Einsparungen und Strukturanpassungen befassten Ministerpräsidenten auffordert, den „Erhalt und die Weiterentwicklung der Sender-Ensembles zu befördern.“ Solcherlei und noch weit mehr Beistand werden die hörfunkeigenen Ensembles mit Sicherheit benötigen. Aber hallo.

Außen pfui – innen hui

09.11.17 (Robert Braunmüller) -
Den Schweizern sagt man bedächtige Langsamkeit nach. Ein Vorurteil. Der Gotthard-Basistunnel wurde ein Jahr früher fertig als geplant. Und innerhalb eines Jahres bekam die sanierungsbedürftige Tonhalle in Zürich eine Ersatzspielstätte. Kosten durfte es auch nur 10 Millionen Franken, weil das Geld für ein Provisorium im Etat des Umbaus vergessen wurde.

Impulskultur

19.09.17 (Martin Hufner) -
Die erste Förderrunde des „Musikfonds“ wurde gerade abgeschlossen, die Bewerbungsfrist für die zweite endet Ende September. Jeweils 1,1 Millionen Euro wollen ausgeschüttet werden, beziehungsweise sind gerade ausgeschüttet worden. Maximal 50.000 Euro pro Projekt sind möglich. Von 459 Anträgen sind schlussendlich 86 in der ersten Runde ausgewählt worden.
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