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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachschlag«

Entengrütze – Theos Halbwahrheiten

31.05.19 (Theo Geißler) -
Berlin: Zu einer Begegnung mit der Zukunft kommerzieller Popmusik kam es Ende Mai in der Berliner Max-Schmeling-Halle beim ersten Deutschlandkonzert der südkoreanischen Girlgroup Blackpink. +++ Hamburg: „Tunnelsymphonie“ +++ Stuttgart: Nach dem radikalen Umbruch an der Spitze des Stuttgarter Staatstheaters haben die drei neuen Intendanten ihre erste Spielzeit bilanziert. +++ Frankfurt: Die 40-jährige Jubiläumsausgabe der Musikmesse wird 2020 vom 1. bis zum 4. April – also von Mittwoch bis Samstag – stattfinden. +++ New York: Sir Cliff Richard hat Großbritannien den Rücken gekehrt.

Der Esel macht IMA oder: Von der Unter-Haltung

26.05.19 (Martin Hufner) -
Erinnern Sie sich noch an den „ECHO“, den großen Musikpreis der Musikindustrie? Letztes Jahr gab es „Big Trouble“ über Nominierung und Preisverleihung an Farid Bang und Co, äh, Kollegah. Der Skandal führte schließlich zur Absetzung des Musikpreises „ECHO“. Im Klassikbereich hat es letztes Jahr einen Nachfolger gegeben unter dem Namen OPUS Klassik. Ob da etwas im Popbereich sich tun würde, war lange Zeit ungewiss. Jetzt gibt es Klarheit. Der International Music Award (kurz: IMA) soll die Nachfolge antreten.

Études de concert – sans musique

21.03.19 (Bojan Budisavljevic) -
Regelmäßig alle vierzehn Tage ein Konzert zu besuchen, das kann einem das Leben um sage und schreibe neun Jahre verlängern. Das fand im vergangenen Jahr eine Studie der Londoner Goldsmith‘s University heraus, deren Auftraggeber, der Mobilfunkanbieter und Hallenbetreiber O2, den Userappell stehenden Fußes hinterherschickte:

Neues vom Urheberrechtsextremisten

31.01.19 (Matthias Hornschuh) -
Die Reform des EU-Urheberrechts ist erneut ins Stocken geraten. Der so genannte Trilog (Verhandlungen zwischen EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission) zum Thema wurde abgebrochen. Besonders umstritten sind Artikel 11 und 13. Letzterer soll Youtube & Co. stärker in die Pflicht nehmen, damit weniger urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis im Netz landen. Ein Nachschlag zur Sache von Matthias Hornschuh, Komponist, Vorsitzender des Berufsverbandes mediamusic e.V. und Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA:

Kulturrechte

04.01.19 (Martin Hufner) -
„‚Kultur für alle!‘ heißt aber noch lange nicht: ‚Kultur umsonst für alle!‘“, sagte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrer Rede zum 6. Urheberrechtskongress in Berlin am 19. November und spannte damit wieder einmal ein Problemfeld auf, das bis heute ungelöst ist. Sie zitiert aus der Erklärung der Menschenrechte Artikel 27: „Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.“ Das allerdings ist nur der zweite Satz, der erste geht so: „Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.“

Der Fisch und sein Kopf

12.11.18 (Burkhard Baltzer) -
Fast sah es so aus, als wollte das Bauhaus in Dessau mal selber in den politischen Ring steigen, um sich – befeuert von Zurufen sachsen-anhaltinischer Landes- und Parteienvertretern – eigenhändig eine Niederlage zuzufügen. Wochenlangen negativen Schlagzeilen über eine Konzert-Absage folgte zwar eine Entschuldigung, doch man blieb bei der Absage. Die antifaschistische Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“ darf nun im Anhaltinischen Theater auftreten, das zwischenzeitlich auch schon einmal abgesagt hatte.

Nachschlag: Kreative können durchatmen? Noch nicht!

13.10.18 (Martin Hufner) -
So viel Einigkeit findet man selten. Gema, Bundesverband Musikindustrie, Deutscher Musikrat, Deutscher Komponistenverband ..., sie alle begrüßten das Ergebnis einer positiven Abstimmung im Europa-Parlament zur EU-Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt. Die Freude war umso größer, als noch ein paar Wochen zuvor dieser Entwurf eben keine Mehrheit fand, sondern zur Überarbeitung in einen Ausschuss zurückgesendet wurde.

Der große Pan ist tot!

25.09.18 (Bojan Budisavljevic) -
Nun ist der Kipppunkt erreicht, und der Balken der Waage hebt das Gewohnte in die Höhe und hin zu den Sphären der Bedeutungslosigkeit. Noch nicht ganz, aber sehr bald! Worum es geht? Um den physischen Musikkonsum und zuweilen auch -genuss. Laut dem jüngst veröffentlichten Halbjahresreport 2018 des Bundesverbandes der Musikindustrie (Link) hat die digitale Musiknutzung zum ersten Mal den Musikerwerb vermittels materialer Träger überholt: 58,9 Prozent zu 41,1 Prozent.

Design & Bewusstsein

18.07.18 (Martin Hufner) -
Der Besuch eines Konzertes kann ein Erlebnis sein, er kann auch Raum für Erfahrungen sein. Im besten Fall ist er beides. Im schlechtesten Fall ist er ein reines Event mit Klangbeteiligung bei Gästeanwesenheit. Nicht immer kann man das alles genau auseinanderhalten.

Biedermeier und die Klangstifter

08.06.18 (Andreas Kolb) -
Ein neuer Verein in Deutschland? Ist das eine Meldung wert? Aber gewiss doch! Erst vor wenigen Wochen fand nämlich die Gründung von „Klang­rausch Deutschland e.V.“ in Mannheim statt. Klangrausch ist eine (noch) kleine Veranstaltungsreihe, die sich als alternatives Format im Bereich der Musikvermittlung versteht. „In gemütlicher Atmosphäre“, so schreiben die Vereinsvorstände, „wird bei Bier und Wein ein ungezwungener Erstkontakt zu klassischer Musik ermöglicht. Fernab von etablierten Rezeptionsgewohnheiten in Konzertsälen, welche insbesondere für Menschen in ihren Zwanzigern häufig eine Hürde für einen Konzertbesuch darstellen, bietet Klangrausch eine neue Wahrnehmung von und Perspektive auf Kammermusik und klassische Ensemblemusik. Komplettiert wird dieses Erlebnis durch den Auftritt von DJs im weiteren Verlauf des Abends.“
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