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Ausgespielt II

21.03.21 (Bojan Budisavljevic) -
Oberhausen, einst PLZ 4200. Wie 4630 Bochum „keine Schönheit“ (H. Grönemeyer). Aber bevor die Hütten verlöschten und es zum postindustriellen Siedlungsbrei um die an gleich zwei Autobahnkreuzen verkehrsgünstig liegende Shopping Mall verkam, gab es in der Stadt durchaus das eine oder andere kulturelle Licht.

Die Kultur der Lüftungstechnik

23.02.21 (Martin Hufner) -
Die Livekultur darbt in Zeiten der Lockdowns während dieser Corona-Pandemie. Es trifft die enge und hitzige Clubkultur, den Jazzclub ebenso wie die klimatechnisch und akustisch auf den aktuellsten Stand gebrachten Konzert- und Theatersäle. Es ist daher nur selbstverständlich, dass man versucht auszuloten, in welchem Segment welche Gefahren für mögliche Ansteckungsszenarien unter den Besucher*innen lauern, drohen oder unvermeidlich sind.

„There’s no such thing as silence“

16.12.20 (Bojan Budisavljevic) -
Angesichts des abermalig angeordneten Herunterfahrens des Kulturbetriebs denkt gegenwärtig so manche*r an John Cages 4'33". Die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko etwa läuteten damit Ende Oktober den gegenwärtigen Lockdown mit großer Geste ein, während der Stadtsingechor zu Halle das Werk bereits im Laufe des letzteren auf Youtube, nun ja: bescheidener und womöglich anrührender einspielte.

Polarisieren statt spalten – Kein Legato ist illegal

18.11.20 (Martin Hufner) -
Der Skandal gehört zur Kunst wie die Polemik zur Kunstkritik. Auch das Starwesen gehört in unserer Zeit nach wie vor dazu wie die Installation von Kritiker*innen-Päpst*innen seitens der Tages-, Publikums- und Fachpresse. Künstler*innen werden hochgejazzt und heruntergeschrieben. Das Ganze nennt sich Kunstzirkus und dient dem Geschäft – manchmal auch dem Kunstgenuss oder der Kunsterkenntnis.

Wieviel Dream ist im Stream?

23.09.20 (Georg Beck) -
Corona hat es an den Tag gebracht. Seitdem liegen die Widersprüche offen. Und auch dies: wie unbekümmert wir ihnen gegenüberstehen, ja, wie sehr sie uns zur zweiten Natur geworden sind. Einmal mehr: infiziert, ohne zu wissen, dass. Ein Schadensbild, das nicht nur für den Gutachter daran ablesbar ist, wie selbstverständlich wir in der Zeit der Gespenster­konzerte den Reflexen nachgegeben haben: Kann das Publikum nicht zum Konzert kommen, dann bringen wir das Konzert eben zum Publikum.

Starker Partner gesucht

15.07.20 (Daniel Mennicken) -
Das öffentliche Konzertleben ist, nachdem es für eine gewisse Zeit vollständig zum Erliegen gekommen war, nur sehr langsam wieder auf dem Weg zurück in eine Normalität, von der niemand sagen kann, wann und ob sie wieder so sein wird wie vor Corona. Auch im Bereich der zeitgenössischen Musik sind zahlreiche Musiker*innen und Komponist*innen von den Folgen eines Shutdowns betroffen, der ihnen von jetzt auf gleich die Hauptgrundlage ihrer Erwerbstätigkeit genommen hat.

Dynamische Lage – unbequem

09.06.20 (Martin Hufner) -
In Sachen Corona-Pandemie sprechen nicht nur die medizinischen Expert*innen von einer dynamischen Lage. Was sie damit ausdrücken wollen, ist, dass sich die Zukunft nicht vorhersagen lässt und dass das Infektionsgeschehen immer wieder positive wie negative Entwicklungen auslöst. Ähnliches gilt für die Lage im Kulturbereich. Da scheint auch alles dynamisch zu sein. Welche Öffnungsszenarien sind im musikalischen Bereich möglich, welche verbieten sich nach wie vor?

Festival „Maskenfrei“

06.05.20 (Juan Martin Koch) -
Wie die nmz kurz vor Redaktionsschluss aus gut informierten Kreisen erfuhr, hat ein 20-köpfiges Kuratoren-Kommitee erste Details zum Berliner Jubiläums-Festival „Maskenfrei – 10 Jahre Corona-­freies Musikleben“ vorgelegt.

Die verpennte Rente

17.04.20 (Martin Hufner) -
Nach langem Hin und Her hat sich das Bundeskabinett dazu durchringen können, eine Rente für all jene einzuführen, die zwar ihr Leben lang „gearbeitet“ haben, aber dabei so wenig Lohn oder Gehalt bekommen haben, dass ihre Rentenanwartschaft regelmäßig nicht auskömmlich geblieben ist. Damit soll jetzt ab 2021 Schluss sein.
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