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Böser Nachhall des Unrechts

08.07.21 (Martin Hufner) -
Die Bundesregierung, die Länder und Kommunen haben in den letzten anderthalb Jahren seit Pandemiebeginn zahlreiche Hilfs- und Unterstützungs­angebote für die arg geschundene Kulturbranche auf die Beine gestellt. Vieles davon war immerhin hilfreich, manches war falsch zugeschnitten, alles in allem arteten zahlreiche Hilfs­ideen leider zugleich zu bürokratische Monstern aus – Kleingedrucktes entwickelte bisweilen verheerende Wirkung. Und so gibt es Fälle von ausgebliebenen Hilfen, die sogar Schäden verlängern, die aus der Zeit der Nazi-Diktatur nachhallen. Und das geht gar nicht.

Einmal mehr: IMPULS retten!

04.05.21 (Moritz Eggert) -
Trotz langjähriger erfolgreicher Arbeit, trotz Förderung lokaler Talente bei gleichzeitiger Einbeziehung der lokalen Klangkörper, trotz einem lebhaften Austausch mit anderen Festivals und vielen internationalen Projekten scheint das IMPULS-Festival nach wie vor einen schweren Stand zu haben. Nun hat die Auseinandersetzung aber eine neue Qualität erreicht, denn es geht zwar wieder einmal um die grundsätzliche Finanzierung des Festivals – die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat die Förderung für 2021 abgelehnt –, aber nun ist es auch so sehr zum persönlichen Feindbild der AfD geworden, dass der Forderung nach dessen endgültiger Abschaffung sogar in deren aktuellem Parteiprogramm gleich mehrere Zeilen gewidmet werden.

Mehr Kultur-Futurismus wagen

21.04.21 (Martin Hufner) -
Es ist ziemlich genau 100 Jahre her, als Bruno Jasienski am 21. April 1921 seinen Aufruf „An das polnische Volk. Manifest in Sachen der sofortigen Futurisierung des Leben“ veröffentlicht hat. Da lag Europa gerade zu Boden, die Folgen des Ersten Weltkriegs und der Ausbreitung der Spanischen Grippe haben auch die Kulturlandschaft zerfurcht. Aufbruch, Restauration und neue Dekadenz starteten zeitgleich. Jasienski stellte nüchtern fest: „Eine Kunst, die in Konzertsälen, Ausstellungen, Kunstpalästen usw., die für einige hundert oder sogar einige tausend Menschen geschaffen worden sind, beherbergt ist, stellt ein lächerliches, anämisches Kuriosum dar, denn sie erreicht nur 1/1.000.000.000 aller Menschen.“ Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, aber doch einiges

Ausgespielt II

21.03.21 (Bojan Budisavljevic) -
Oberhausen, einst PLZ 4200. Wie 4630 Bochum „keine Schönheit“ (H. Grönemeyer). Aber bevor die Hütten verlöschten und es zum postindustriellen Siedlungsbrei um die an gleich zwei Autobahnkreuzen verkehrsgünstig liegende Shopping Mall verkam, gab es in der Stadt durchaus das eine oder andere kulturelle Licht.

Die Kultur der Lüftungstechnik

23.02.21 (Martin Hufner) -
Die Livekultur darbt in Zeiten der Lockdowns während dieser Corona-Pandemie. Es trifft die enge und hitzige Clubkultur, den Jazzclub ebenso wie die klimatechnisch und akustisch auf den aktuellsten Stand gebrachten Konzert- und Theatersäle. Es ist daher nur selbstverständlich, dass man versucht auszuloten, in welchem Segment welche Gefahren für mögliche Ansteckungsszenarien unter den Besucher*innen lauern, drohen oder unvermeidlich sind.

„There’s no such thing as silence“

16.12.20 (Bojan Budisavljevic) -
Angesichts des abermalig angeordneten Herunterfahrens des Kulturbetriebs denkt gegenwärtig so manche*r an John Cages 4'33". Die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko etwa läuteten damit Ende Oktober den gegenwärtigen Lockdown mit großer Geste ein, während der Stadtsingechor zu Halle das Werk bereits im Laufe des letzteren auf Youtube, nun ja: bescheidener und womöglich anrührender einspielte.

Polarisieren statt spalten – Kein Legato ist illegal

18.11.20 (Martin Hufner) -
Der Skandal gehört zur Kunst wie die Polemik zur Kunstkritik. Auch das Starwesen gehört in unserer Zeit nach wie vor dazu wie die Installation von Kritiker*innen-Päpst*innen seitens der Tages-, Publikums- und Fachpresse. Künstler*innen werden hochgejazzt und heruntergeschrieben. Das Ganze nennt sich Kunstzirkus und dient dem Geschäft – manchmal auch dem Kunstgenuss oder der Kunsterkenntnis.

Wieviel Dream ist im Stream?

23.09.20 (Georg Beck) -
Corona hat es an den Tag gebracht. Seitdem liegen die Widersprüche offen. Und auch dies: wie unbekümmert wir ihnen gegenüberstehen, ja, wie sehr sie uns zur zweiten Natur geworden sind. Einmal mehr: infiziert, ohne zu wissen, dass. Ein Schadensbild, das nicht nur für den Gutachter daran ablesbar ist, wie selbstverständlich wir in der Zeit der Gespenster­konzerte den Reflexen nachgegeben haben: Kann das Publikum nicht zum Konzert kommen, dann bringen wir das Konzert eben zum Publikum.

Starker Partner gesucht

15.07.20 (Daniel Mennicken) -
Das öffentliche Konzertleben ist, nachdem es für eine gewisse Zeit vollständig zum Erliegen gekommen war, nur sehr langsam wieder auf dem Weg zurück in eine Normalität, von der niemand sagen kann, wann und ob sie wieder so sein wird wie vor Corona. Auch im Bereich der zeitgenössischen Musik sind zahlreiche Musiker*innen und Komponist*innen von den Folgen eines Shutdowns betroffen, der ihnen von jetzt auf gleich die Hauptgrundlage ihrer Erwerbstätigkeit genommen hat.
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