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Klang und Diskriminierung

11.09.19 (Martin Hufner) -
Kürzlich hatte ein Berliner Verwaltungsgericht darüber zu befinden, ob auch ein Mädchen in einen Knabenchor aufgenommen werden müsse. Dabei ging es um den Staats- und Domchor zu Berlin, einen Knabenchor. Der Chor lehnte das Mädchen nach einem Vorsingen ab. Die Mutter des neun Jahre alten Mädchens, das schon auf allerlei Erfahrung in anderen Chören verweisen kann, mutmaßte, hier werde ihre Tochter diskriminiert und da sie zugleich Rechtsanwältin ist, reichte sie für ihre Tochter die Klage bei einem Verwaltungsgericht ein.

Antwort auf Karl Karst: WDR 3 Jazz & World: Zum Interview in nmz 6/2019, S. 21

04.07.19 (Michael Rüsenberg) -
„(…) es geht darum, den Jazz zukunftsfähig aufzustellen und ihn nicht immer mehr in die Nische wandern zu lassen.“ (Karl Karst, Programmchef WDR 3)
Ein solcher Satz ginge in Management-Seminaren durch wie Butter – der Adressat aber bedarf solcher Fürsorge nicht. Der Adressat ist der Jazz (als Musik), und nicht mal Jazzkritiker wüssten seine Zukunft zu prophezeien. Sie sind vollauf damit beschäftigt, die Gegenwart der Musik in den Griff zu kriegen. Und nur denjenigen unter ihnen, die einer vulgär-marxistischen Widerspiegelungstheorie anhängen, fielen Gründe ein, warum die Jazzmusik anno ’19 einen derart tropischen Baum darstellt.

Entengrütze – Theos Halbwahrheiten

31.05.19 (Theo Geißler) -
Berlin: Zu einer Begegnung mit der Zukunft kommerzieller Popmusik kam es Ende Mai in der Berliner Max-Schmeling-Halle beim ersten Deutschlandkonzert der südkoreanischen Girlgroup Blackpink. +++ Hamburg: „Tunnelsymphonie“ +++ Stuttgart: Nach dem radikalen Umbruch an der Spitze des Stuttgarter Staatstheaters haben die drei neuen Intendanten ihre erste Spielzeit bilanziert. +++ Frankfurt: Die 40-jährige Jubiläumsausgabe der Musikmesse wird 2020 vom 1. bis zum 4. April – also von Mittwoch bis Samstag – stattfinden. +++ New York: Sir Cliff Richard hat Großbritannien den Rücken gekehrt.

Der Esel macht IMA oder: Von der Unter-Haltung

26.05.19 (Martin Hufner) -
Erinnern Sie sich noch an den „ECHO“, den großen Musikpreis der Musikindustrie? Letztes Jahr gab es „Big Trouble“ über Nominierung und Preisverleihung an Farid Bang und Co, äh, Kollegah. Der Skandal führte schließlich zur Absetzung des Musikpreises „ECHO“. Im Klassikbereich hat es letztes Jahr einen Nachfolger gegeben unter dem Namen OPUS Klassik. Ob da etwas im Popbereich sich tun würde, war lange Zeit ungewiss. Jetzt gibt es Klarheit. Der International Music Award (kurz: IMA) soll die Nachfolge antreten.

Études de concert – sans musique

21.03.19 (Bojan Budisavljevic) -
Regelmäßig alle vierzehn Tage ein Konzert zu besuchen, das kann einem das Leben um sage und schreibe neun Jahre verlängern. Das fand im vergangenen Jahr eine Studie der Londoner Goldsmith‘s University heraus, deren Auftraggeber, der Mobilfunkanbieter und Hallenbetreiber O2, den Userappell stehenden Fußes hinterherschickte:

Neues vom Urheberrechtsextremisten

31.01.19 (Matthias Hornschuh) -
Die Reform des EU-Urheberrechts ist erneut ins Stocken geraten. Der so genannte Trilog (Verhandlungen zwischen EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission) zum Thema wurde abgebrochen. Besonders umstritten sind Artikel 11 und 13. Letzterer soll Youtube & Co. stärker in die Pflicht nehmen, damit weniger urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis im Netz landen. Ein Nachschlag zur Sache von Matthias Hornschuh, Komponist, Vorsitzender des Berufsverbandes mediamusic e.V. und Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA:

Kulturrechte

04.01.19 (Martin Hufner) -
„‚Kultur für alle!‘ heißt aber noch lange nicht: ‚Kultur umsonst für alle!‘“, sagte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrer Rede zum 6. Urheberrechtskongress in Berlin am 19. November und spannte damit wieder einmal ein Problemfeld auf, das bis heute ungelöst ist. Sie zitiert aus der Erklärung der Menschenrechte Artikel 27: „Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.“ Das allerdings ist nur der zweite Satz, der erste geht so: „Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.“

Der Fisch und sein Kopf

12.11.18 (Burkhard Baltzer) -
Fast sah es so aus, als wollte das Bauhaus in Dessau mal selber in den politischen Ring steigen, um sich – befeuert von Zurufen sachsen-anhaltinischer Landes- und Parteienvertretern – eigenhändig eine Niederlage zuzufügen. Wochenlangen negativen Schlagzeilen über eine Konzert-Absage folgte zwar eine Entschuldigung, doch man blieb bei der Absage. Die antifaschistische Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“ darf nun im Anhaltinischen Theater auftreten, das zwischenzeitlich auch schon einmal abgesagt hatte.

Nachschlag: Kreative können durchatmen? Noch nicht!

13.10.18 (Martin Hufner) -
So viel Einigkeit findet man selten. Gema, Bundesverband Musikindustrie, Deutscher Musikrat, Deutscher Komponistenverband ..., sie alle begrüßten das Ergebnis einer positiven Abstimmung im Europa-Parlament zur EU-Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt. Die Freude war umso größer, als noch ein paar Wochen zuvor dieser Entwurf eben keine Mehrheit fand, sondern zur Überarbeitung in einen Ausschuss zurückgesendet wurde.
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