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Alle Artikel kategorisiert unter »Romantik«

Präsent und großherzig: Wiedereröffnung der Tonhalle in Zürich mit Mahlers Dritter

16.09.21 (Marco Frei) -
Vier Jahre hat die Restaurierung gedauert. In dieser Zeit diente die Tonhalle Maag am Bahnhof Hardbrücke als Interimsspielstätte. Jetzt ist es soweit: Die altehrwürdige Tonhalle in Zürich erstrahlt im neuen Glanz und neuen Klang. Dabei ging es darum, die Tonhalle weitestgehend in ihrem Originalzustand von 1895 zurückzuversetzen – auch akustisch, betreut von BBM-Müller in Planegg bei München. Bei der jetzigen Wiedereröffnung interpretierte das Tonhalle-Orchester Zürich unter seinem Musikdirektor Paavo Järvi die Sinfonie Nr. 3 von Gustav Mahler. Wie klingt es in der neuen alten Tonhalle?

Das Salz in der Suppe – Karen Stone inszeniert am Theater Magdeburg Verdis „Falstaff“

13.09.21 (Joachim Lange) -
Giuseppe Verdis „Falstaff“ gehört zu den Meisterwerken der Operngeschichte, die immer besser werden, je öfter man sie hört. Es ist die Vielzahl der Köstlichkeiten, die verführt. Und man freut sich nach dem Aufblitzen und wieder Verschwinden der einen schon auf die nächste. Klar sind da keine Arien über die Rampe zu schmettern. Auch schwelgerisches Anschmachten taucht nur als ironisch akustisches Augenzwinkern auf. Aber die Souveränität, die Entdeckerfreude und auch die Lust, sein Publikum (als fast Achtzigjähriger) noch einmal zu überraschen, wo er es doch schon seit Jahrzehnten quasi in der Tasche hatte, das imponiert bei jeder Wiederbegegnung mit dem Werk.

Liberté und Diversité

02.09.21 (Barbara Haack) -
Zu Beginn dieser „Carmen“ im Weikersheimer Schlosshof kommt die Titelfigur ganz allein auf die Bühne und singt a capella ein arabisches Schlaflied, bevor das Orchester einsetzt: eine berührende und innige Szene. Sie trägt einen Rucksack, scheinbar ist sie auf dem Weg und will nicht bleiben. Oder ist sie auf der Flucht? „Liberté“ sprüht sie als Graffito an eine Holzwand und gibt dem Geschehen, das nun folgt, damit schon einmal die zentrale Überschrift. Ihre Freiheit ist ihr zuletzt wichtiger als das Leben.

Starke Frauen, Solisten und wieder richtige Orchester

29.08.21 (Albrecht Dümling) -
Die Pandemie hat das Musikleben gebremst und durcheinandergewirbelt. So konnte das Berliner Jugendorchesterfestival Young Euro Classic, welches Impulse der Jeunesses Musicales fortführt, im Vorjahr nur in einer Kammermusikversion stattfinden. 2021 wollte man eigentlich zur Normalität zurückkehren. Da aber die Niederlande, Portugal, Russland und Spanien inzwischen als Hochinzidenzgebiete galten, durfte das niederländische Jugendorchester Jong Metropole ebensowenig anreisen wie das Jovem Orquestra Portuguesa, das Joven Orquesta Nacional de España und das Chelyabinsk Symphony Orchestra. Mit der nötigen Flexibilität fand die Festivalleitung kurzfristig im Ensemble Mini, dem c/o chamber orchestra und der Russisch-Deutschen MusikAkademie kleiner besetzte Alternativen.

Das Feuer weitergeben

27.08.21 (JMD) -
„Carmen“ mit elf Vorstellungen komplett ausverkauft! Welch ein Erfolg im Jubiläumsjahr! Noch im Juni stand keineswegs fest, ob die Corona-Pandemie die Internationale Opernakademie mit den Aufführungen der Jungen Oper Schloss Weikersheim zulassen würde.

Einmal noch SHMF und zweimal a-Moll, Claras und Robert Schumanns Klavierkonzert in dieser Tonart

25.08.21 (Arndt Voß) -
194.000 Zuhörer hatte das SHMF 2019 gezählt, eine Ergebnis, das sich toppen lässt, – nur nicht jetzt. Denn eine Intendanz steht immer unter Erfolgsdruck, um Sponsoren und die große Zahl freiwilliger Helfer in den örtlichen Beiräten bei Laune zu halten. Sie verpflegen die Künstler, sorgen für Blumen und sichern das VIP-Areal. Das SHMF wurde deshalb auch schon als flächendeckende Bürgerinitiative bezeichnet. Aber Corona bremste für 2020 alles aus und erlaubte 2021 auch nicht viel.

Over18-Opera made in Wahnfried: Siegfried Wagners „Der Friedensengel“ in Bayreuth

24.08.21 (Roland H. Dippel) -
In nur drei Wochen Probenzeit hat das pianopianissimo-musiktheater auf der Bayreuther Kulturbühne Reichshof mit Siegfried Wagners „Der Friedenengel“ zu digitalem Orchester ganze Arbeit geleistet. Der Sohn Richard Wagners ist als Komponist nicht nur besser als sein Ruf, sondern stellt zudem sittengeschichtliche, biographische und ästhetische Rätsel. Zwischen Schrekerschen Klangeruptionen und bösartigen Volksszenen ging es am 21. und 22. August um Lebensentwürfe homophiler Männer und eine Klosterflüchtige mit Bravourmonolog für Antiheldinnen-Sopran. Ganz schön gewagt für Karlsruhe 1926.

Immer wieder Anna – die Große: Anna Netrebko als Tosca bei den Salzburger Festspielen

22.08.21 (Joachim Lange) -
Wenn Anna Netrebko singt, dann funkelt Salzburg noch ein bisschen mehr als sonst. Ein gerade Hundert gewordenes Nobelfestival braucht Oper, Theater, Schauspiel und Konzert, das sich hören und sehen lassen kann. Und es braucht Stars. Am besten Superstars wie die Russin, die auch außerhalb der Szene einen Namen hat und die die Festspiele obendrein selbst gemacht haben.

Amsterdams Nederlandse Opera wagt Rudi Stephans „Die ersten Menschen“

16.08.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie vieles andere hat auch die Kunst durch das Gute Bestand und dann Wert durch das Außergewöhnliche. Das gilt explizit für den 1915 mit 28 Jahren durch den Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen Rudi Stephan und seine Kompositionen. Seine einzige Oper wurde erst fünf Jahre nach seinem Tod uraufgeführt und gilt seither als „schwierige Rarität“. In der arte-Mediathek ist diese Besonderheit des Repertoires nun in der neuen Amsterdamer Inszenierung greifbar.

Vom Rhein zu Rheingold – Bei den Bregenzer Festspielen wagen die Wiener Symphoniker Wagners „Ring“-Eröffnung

03.08.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Tatsächlich mündet er gute tausend Meter entfernt in den Bodensee und tatsächlich wurde vor langer Zeit dort Gold gesucht und gefunden … von der Suche nach realem Gold und dem sagenhaften Nibelungen-Schatz dann im weiteren „teutschen“ Verlauf des Rheins zu schweigen. Zu ihrem Jubiläum „75 Jahre Festspielorchester in Bregenz“ wollten die Wiener Symphoniker etwas Besonderes: also Wagners „Rheingold“.
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