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Alle Artikel kategorisiert unter »Romantik«

Unübersehbar #13 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 24.7. bis zum 30.7.2020

23.07.20 (Dirk Wieschollek) -
Kochen mit Lars Petter Hagen, Partizipieren mit Münchener Künstler*innen, Tanzen mit Berliner DJs und -Janes, Singen mit Goethe, Wähnen und Wollen mit Wagner… Die 13. Ausgabe unserer Streaming-Tipps hat‘s wieder in sich. Viel Vergnügen!

Antifeministisches Belcanto-Glück: „Rita“ im Leipziger Westen

20.07.20 (Roland H. Dippel) -
Nach „Rheingold“ auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin und dem Prunkstimmen-Paradox eines „Don Carlo“ im Pocket-Format an der Semperoper folgte mit Donizettis vollständiger Opéra comique „Rita“ die rundum gekonnt-liebenswerte, weil unexaltierte Einstudierung mit Künstler*innen der Oper Leipzig. Eine freiwillige Fleißarbeit, bei der sich von den musikstädtischen Kulturkadern kaum jemand blicken ließ. Belcanto meets Industriekultur! In der Manier von Visconti, ohne Fellinis Drastik und dafür einem Dario Fos Beziehungskomödien abgeschauten Witz. Feines Musiktheater auch für kritische Ohren – und mit einer Italianità, wie man sie im Opernhaus am Augustusplatz seit einer gefühlten Ewigkeit vermisst.

DomStufen-Festspiele Erfurt: … und dann noch ein kleines Feuerwerk

17.07.20 (Joachim Lange) -
Die DomStufen-Festspiele gibt es immerhin als Openair-Konzert „Opera Gloriosa“ mit italienischer Oper. Erfurt hatte diesmal Glück mit dem Wetter. Gewissermaßen mit himmlischem Lohn für Mut auf Erden. Die abendlichen Wolken hatten sich am Freitag 21.00 Uhr pünktlich zum Konzertbeginn verzogen. Die Temperatur ging gerade noch für openair. Guy Montavon hielt wie immer eine schwungvolle Ansprache. Diesmal unter dem Motto (übrigens das der Intriganten aus dem „Rosenkavalier“) „Wir sind da“!

Maximale Transparenz, sakrale Atmosphäre

30.06.20 (Regine Müller) -
Werden wir uns jemals an diese von der Politik so viel beschworene „neue Normalität“ gewöhnen? Maskenpflicht, Abstandsgebot und eifriges Händewaschen sind den meisten wohl schon selbstverständlich geworden, wenn auch mit Murren. Denn solange diese Regeln Alltagshandlungen wie Einkaufen und Busfahren betreffen, sind sie zwar lästig und fressen Zeit, beeinträchtigen aber das Wohlbefinden nur bei relativ prosaischen Verrichtungen. Aber schon im Restaurant oder im Café rühren sie an den Kern des eigentlichen Zwecks: Etwas Angenehmes in naher menschlicher Gesellschaft zu tun. Denn die Nähe darf sich nicht einstellen. Im Konzerthaus Dortmund war nun zu ahnen, wie sich das Musikleben mit Corona hoffentlich nicht allzu lange anfühlen wird.

Eine Königin am Dresdner Hof…. – Superstar Anna Netrebko begeistert in der Semperoper in Dresden

21.06.20 (Joachim Lange) -
Im Moment sucht wohl jedes Opernhaus nach einer Exit-Strategie aus der Corona-Zwangspause und nach einer weichen Landung in der neuen Realität. Paarweise besetzte Plätze, mit zwei freien Plätzen dazwischen und einer gesperrten Reihe davor und dahinter. wegweisendes Personal, gestrichene Pausen. Irgendwie geht das schon. Die Zuschauer sind hier jedenfalls weit besser auf Distanz zu ihren haushaltsfernen Mitmenschen als im Bau- oder Supermarkt und im Bus oder der Bahn, also nicht das Problem. Auch die reduzierten Einnahmen sind es nicht wirklich. Was normalerweise über die Kasse in den Haushalt der Häuser fließt sichert nur einen kleinen Teil des Budgets.

Digitale und echte Konzerte: Leipzigs klassische Musik kommt wieder

15.06.20 (Roland H. Dippel) -
Seit Anfang Juni fährt der klassische Musikbetrieb auch in Leipzig hoch: Ein Konzert-Streifzug durch die Thomaskirche zum digitalen Bach-Marathon, ins Gewandhaus, zum Sommerfestival des Gewandhauses und zum Kultursommer Grünau: Es gibt Hygienekonzepte und es gibt Hygienekonzepte – jeder Veranstaltungsort entwickelt andere Schutzregeln. Am besten man ist für alles gerüstet: Atemschutz bzw. kein Atemschutz. Oder vielleicht doch die einfachste Lösung: Kein Publikum, kein Atemschutz und digitale Euphorie. Ein Bericht von Roland H. Dippel.

Wagner ohne Mundschutz – „Das Rheingold“ an der Deutschen Oper Berlin

13.06.20 (Peter P. Pachl) -
Mit dem „Rheingold“ hätte dieser Tage der neue „Ring“-Zyklus der Deutschen Oper Berlin in der Inszenierung von Stefan Herheim eröffnet werden sollen, was durch den Shutdown der vergangenen Monate verhindert wurde. Mit nur zehn Tagen Vorlauf, wie Intendant Dietmar Schwarz betonte (zumal die Genehmigung dafür erst vor zehn Tagen erfolgt sei), wurde eine Open-Air-Produktion des Vorabends des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ ins Programm genommen, nicht ersatzweise, sondern zusätzlich – und dies auf einer Fläche, die sich bereits 2014 für Iannis Xenakis’ „Oresteia“ als eine akustisch und dramaturgisch gut bespielbare Location erwiesen hatte: das obere Parkdeck inmitten des Gevierts von Bühne und Werkstätten der Deutschen Oper Berlin.

Unübersehbar #5 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 29.5. bis zum 4.6.2020

28.05.20 (Dirk Wieschollek) -
In der fünften Folge unserer Autoren-Tipps im langen Monat Mai empfehlen wir Übertragungen aus der Frankfurter Musikhochschule, von den Weimarer Frühjahrstagen, aus Opernhäusern in Chemnitz, Berlin und Dresden, vom Freiburger Barockorchester sowie von der Dirigentin und Pianistin Eva Meitner.

CD-Aufnahmen in Corona-Zeiten – Philippe Tondre

"Wie frische Luft atmen", empfindet Philippe Tondre die Arbeit an seiner neuen SWR-Koproduktion: Der Solo-Oboist des SWR Symphonieorchesters spielt zurzeit gemeinsam mit Pianistin Danae Dörken das komplette Schumann-Repertoire für Oboe und Klavier ein. Und endlich ist so viel Zeit, wie man es sich immer wünscht: fürs Einspielen, Abhören, neu Aufnehmen – und vielleicht auch, um Schumanns Musik noch besser zu verstehen. Der Preis dafür? Der Mund-Nasen-Schutz ist (fast) immer dabei.

Unübersehbar #3 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 15.5. bis zum 21.5.2020

15.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Mit unseren Autoren-Tipps in der Ausgabe Nummer 3 empfehlen wir Ihnen Online-Angebote der Münchener Biennale, der Oper Graz, der Dresdner Musikfestspiele, des BKA Theaters, der Komischen Oper Berlin und des Theaters Freiburg.
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