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Alle Artikel kategorisiert unter »Romantik«

Die Wunden der Vergangenheit – Andrea Moses inszeniert in Cottbus Pjotr I. Tschaikowskis Oper „Mazeppa“

26.10.20 (Joachim Lange) -
In Cottbus hat sich Andrea Moses an Pjotr I. Tschaikowskis selten gespielten, gleichwohl großformatigen Dreiakter „Mazeppa“ gewagt. Es ist der Opernauftakt der Intendanz von Stephan Märki im einzigen verbliebenen Dreisparten-Haus in Brandenburg. Die in Dresden geborene Regisseurin wird mit ihren Erfahrungen, die sie als Chefregisseurin in Dessau und in Stuttgart gesammelt hat, die neue Operndirektorin am Deutschen Nationaltheater Weimar.

Mittlerer komödiantischer Drive: Joachim Raffs „Dame Kobold“ am Theater Regensburg

25.10.20 (Juan Martin Koch) -
In der Regie Brigitte Fassbaenders brachte das Theater Regensburg mit Joachim Raffs komischer Oper „Dame Kobold“ nach einer Calderón-Vorlage eine ausgesprochene Rarität auf die Bühne. Eine Sensation kann unser Kritiker Juan Martin Koch nicht vermelden, immerhin aber eine liebenswürdige Randnotiz der Theaterhistorie.

Todesvogel und Blubblub: „Kitesh“ an der Oper Halle

19.10.20 (Joachim Lange) -
Potenzielle Zuschauer sind gut beraten, die Ankündigung der Oper Halle für die jüngste Premiere genau zu lesen. Und für bare Münze zu nehmen. Es steht zwar „Kitesh“ oben drüber, was auf die selten gespielte Oper von Nikolai Rimski-Korsakov „Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronija“ verweist. Aber es steht auch da: Uraufführung und Musiktheater von „Hauen und Stechen“ mit Musik von Alexander Chernyshkov und Nikolai Rimski-Korsakov.

Three Ladies und ein Mann: Die flotten Weiber von Halberstadt

11.10.20 (Roland H. Dippel) -
Spieloper ist heutzutage ein schwieriges Genre. Das Nordharzer Städtebundtheater revidiert bei der Premiere von Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ nach Shakespeares Komödie einige Vorurteile gegenüber der komisch-phantastischen Oper auf den Text Salomon Mosenthals für die Berliner Hofoper 1849. Dabei zeigt es kräftige Komödiantik und bietet eindrucksvoll passgenaue Besetzungen.

Mit Nebel- und Laserkanone – „Aus dem Hinterhalt: Macht der Künste“ an der Deutschen Oper Berlin

11.10.20 (Peter P. Pachl) -
Zuvörderst Chapeau für das Charlottenburger Opernhaus, das damit innerhalb von fünf Wochen seine vierte Premiere herausgebracht und auch numerisch damit die anderen beiden Berliner Opernhäuser überrundet hat. Nur selten berichtete die nmz bislang über jene Reihe „Aus dem Hinterhalt“, welche mit unterschiedlichem Erfolg die Opernpremieren in der Intendanz von Dietmar Schwarz begleitet, indem sie der Premiere zeitnah als künstlerischen Kommentar eine „Late Night Performance zur großen Oper“ folgen lässt. Dass für Wagners „Die Walküre“, die diesmal den Ansatzpunkt bildete, das Attribut „große Oper“ völlig unzutreffend ist, zumal Richard Wagner gerade mit seiner Form des musikalischen Dramas der Kunstform der „Grand Opéra“ den Kampf angesagt hatte, sei nur am Rande erwähnt.

Schwächelnde Träume von Glück – Münchens Gärtnerplatztheater mit „Eugen Onegin“

09.10.20 (Wolf-Dieter Peter) -
München hat eine Tradition mit speziellen Theaterformen: also so ein herrlich weites, edles Oval, in der zentralen Loge im Balkon ein paar Menschen, etliche weitere im weiten Rund – das waren die berühmten Separatvorstellungen für König Ludwig II. ab 1872. Ganz ähnlich wirkten jetzt die rund 300 Besucher der Premiere im Gärtnerplatztheater – eine kulturpolitische Absurdität im bis 2019 totalrenovierten Komplex mit der modernsten Lüftungsanlage alle Münchner Theater.

Lied-Programme beim Kunstfest Weimar und ein dramatischer Epilog des Schauspiel Leipzig

09.10.20 (Roland H. Dippel) -
Für Musikformate mit geringem Personalaufwand und geringen Publikumszahlen sei das Risiko größerer Menschenansammlungen förderlich, hieß in den ersten Wochen nach dem Lockdown. Trotzdem wurde die Gattung des Liedes nicht in dem Maße zum Corona-Trostpflaster, wie man zuerst dachte. Sicher kommt zwischen Beethovens schottischen, walisischen und irischen Liedern und Sandrine Piaus Anthologie französischer Mélodies mit Kammerensemble Bewegung in das Repertoire, auch durch Wiederentdeckungen wie das Schaffen des Spätromantikers Hans Sommer. Drei Möglichkeiten der Kunstlied-Präsentation beim Kunstfest Weimar und die Premiere „Winterreise / Winterreise“ von Wilhelm Müller & Franz Schubert / Elfriede Jelinek im Schauspielhaus Leipzig sind paradigmatisch für Liedkonzerte heute. Eine Betrachtung von Roland Dippel.

unüberhörbar 2020/10

08.10.20 (Christoph Schlüren) -
Paul Gilson. Works for Saxophone and Orchestra. Kurt Bertels (Saxophon), Flanders Symphony Orchestra, Jan Latham-Koenig. Etcetera +++ Maurice Ravel: Klaviertrio; Ernest Chausson: Klavierquartett. Trio Machiavelli & Adrien Boisseau (Viola). Berlin Classics +++ Walter Kaufmann: Chamber Works. ARC Ensemble. Chandos

Italienische Opernkostbarkeiten

08.10.20 (Patrick Ohnesorg) -
Der Weg vom Autograph eines Komponisten bis zur oft Jahrhunderte später gedruckten Edition ist meist sehr weit. Außerdem birgt er oft größere Unterschiede als der durchschnittliche Konzert- und Opernbesucher sich vorzustellen vermag. Das Verlangen nach Werktreue von Intendanten und Interpreten sowie von forschenden Wissenschaftlern lässt sie bei nicht zugänglichen Autographen auf die Existenz von kritischen Ausgaben angewiesen sein. Doch selbst bei vielen oftmals aufgeführten und angesehenen Werken ist die Existenz einer kritischen Edition nicht der Fall.

Noten-Tipps 2020/10

08.10.20 (Patrick Ohnesorg) -
James Rae: Big Screen Fanfare; Rockbuster für Blasorchester (The UE Concert Band Collection, Grade 2). Partitur und Stimmen. Universal Edition UE21751; James Rae: Secret Fairground; Blue Strut für Blasorchester (The UE Concert Band Collection, Grade 2.5). Partitur und Stimmen. Universal Edition UE21752 | Oskar Rieding: Concertino a-Moll op. 21. Herausgegeben von Annette Oppermann. G. Henle Verlag HN 1056. Oskar Rieding: Violinkonzert h-Moll op. 35. Herausgegeben von Annette Oppermann. G. Henle Verlag HN 1048
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