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Alle Artikel kategorisiert unter »Romantik«

Inkonsequente Aktualisierung – Faurés „Pénélope“ an Frankfurts Oper

03.12.19 (Wolf-Dieter Peter) -
In der ohnehin herrlich vielfältigen, weltweit beneideten deutschen Opernlandschaft schmücken sich die Häuser gerne mit Uraufführungen. Frankfurts Oper erkundet darüber hinaus auch blinde Flecken oder kaum erkundete Ränder des Repertoires – jetzt Gabriel Faurés einziges Musikdrama „Pénélope“, 1913 im damals auf Novitäten und Avantgarde erpichten Monte Carlo uraufgeführt. Auch unser Kritiker Wolf-Dieter Peter reiste an, um das Werk erstmals auf der Bühne zu erleben.

Fliegen ohne Absturzgefahr – Puccinis „La Rondine“ am Meininger Staatstheater

02.12.19 (Joachim Lange) -
Hörbar Freude an diesem Ausflug in das Zwischenreich von Oper und Operette hatte man am Meininger Staatstheater. Ein lichterloh brennender Konzertflügel vor wogendem Meer und darüber hinwegziehenden Wolken bildet das poetische Schlussbild der Meininger Inszenierung von Bruno Berger-Gorski. Das Ensemble bediente das Pathos des letzten Meisters der ganz großen italienischen Gefühlsoper sowie die Leichtigkeit des Plaudertons, den er eben auch drauf hat, findet Joachim Lange in der Besprechung der Premiere.

Musikfest Berlin 2020: Erste Highlights des Programms veröffentlicht

Die Berliner Festspiele veranstalten in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker das Musikfest Berlin 2020 vom 19. August bis zum 23. September. Zu den ersten bekannt gegebenen Höhepunkten des Festivalprogrammms gehören drei Konzerte mit Gastorchestern aus London, Paris und Rom, die Uraufführung eines neuen abendfüllenden Werkes für das Ensemble Modern Orchestra von Heiner Goebbels sowie die Gesamtaufführung der 32 Klaviersonaten von Beethoven an acht Tagen mit Igor Levit.

Bollywood und andere Missgeschicke – Saint-Saëns’ „Samson et Dalila“ an der Berliner Staatsoper

25.11.19 (Peter P. Pachl) -
Der übermächtig starke Samson, der in der Liebesvereinigung mit der gegnerischen Dalila seine Kraft verliert – ein grandioser Hollywood-Stoff! Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen an der Staatsoper Unter den Linden und engagierten den argentinischen Filmregisseur Damián Szifron für die Neuinszenierung der Oper von Camille Saint-Saëns. Ein Experiment, das mit realistischen Monumentalkulissen wohl die Herzen konservativer Opernbesucher erfreuen sollte, das aber nach hinten losging, trotz partiell guter Personenregie und musikalischem Glanz.

Orchester flirren, Soprane leuchten

23.11.19 (Juan Martin Koch) -
Es war die wohl spektakulärste Wiederentdeckung des Opernjahres 2018: Erich Wolfgang Korngolds Das Wunder der Heliane an der Deutschen Oper Berlin. Dabei kam Christof Loys Inszenierung, wie so oft bei diesem feinsinnigen Regisseur, äußerlich maximal unspektakulär daher. Das ungeheuerliche, bis zum Bersten erotisch-religiös aufgeladene Libretto reduzierte er konsequent auf ein Gerichtssetting, das sich in Kostümen und Ausstattung lose an Billy Wilders Film „Zeugin der Anklage“ anlehnte.

Korngolds „Die tote Stadt“ wird im Münchner Nationaltheater gefeiert

19.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Endlich! München, die einstige „Hauptstadt der Bewegung“, deren Theater sich eifrig den braunen Kulturbarbaren angedient haben, hat ein Spielplan-Defizit. Auch im Bereich des Musiktheaters ist die alles Staunen werte Phalanx von Komponisten, die schon lange vor 1933 widerlich abqualifiziert und dann nicht mehr gespielt wurden, lang und breit. Nach 1955 jetzt endlich eine Serie von Korngolds „Opernhit von 1920“ – doch die Freude unseres Kritikers Wolf-Dieter Peter blieb nicht ungetrübt.

Wenn Nixen lieben – Antonín Dvořáks „Rusalka“ an Lübecks Theater

19.11.19 (Arndt Voß) -
„Rusalka“, Antonín Dvořáks geheimnisvolle Wasserfee, verfehlte ihre magische Wirkung nicht. Bezaubernd und beseelt agierte sie, entzückte den Prinzen, der ihr zu einer Menschenseele verhelfen sollte, und begeisterte das Publikum. Otto Katzameier hatte das Werk durch seine stringente Regie faszinierend, obendrein bedeutsam interpretiert. Zugleich wurde die Aufführung für Stefan Vladar, dem neuen Lübecker GMD, eine glanzvolle Bühnenpremiere. Arndt Voß berichtet.

Meyerbeer de luxe! „Dinorah“ am Gerhart-Hauptmann Theater in Görlitz

18.11.19 (Joachim Lange) -
Meyerbeer de luxe gab es am 16. November am Gehart-Hauptmann Theater in Görlitz. Das Ensemble verstand es, das Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit Realität werden zu lassen. Mehr als nur Kehlenkunststücke zu hören und Wald-Visionen zu sehen, bekam unser Rezensent Joachim Lange am Theater, das sich als kleine Schwester der Semperoper versteht.

Fascho-Fantasy um Tosca – Münchens „anderes Opernhaus“ wagt sich an Puccinis Verismo-Thriller

15.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Seit Berlin auf dem Weg zur europäischen Metropole ist, tut sich München mit dem lange geltenden Titel „Heimliche Hauptstadt“ schwer. Doch eben zieht das Staatstheater am Gärtnerplatz, im Kern Münchens Komische Oper, mit dem Berliner Namenspartner gleich: es nimmt Werke ins Repertoire, die in Konkurrenz zum Spielplan der Staatsoper im Nationaltheater stehen. Ob diese Parallelität künstlerisch ergiebig ist, prüfte unser Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Vor 100 Jahren: Rich. Strauss: „Die Frau ohne Schatten“

13.11.19 (Juan Martin Koch) -
[…] Aehnliches gilt von der musikalischen Erfindung. Beethovens Skizzenbücher zeigen die Kämpfe und Krämpfe, die ein Motiv vom ersten Einfall bis zur endgültig gebilligten Fassung immer wieder verändern. Von Brahms ist bekannt, wieviel an Eingebungen schonungslos vernichtet wurde. Bei Strauss hat man das Gefühl, er habe nie eine Note, die ihm einfiel, verworfen, niemals den ersten Einfall im geringsten geändert. Sieht man die neue Oper daraufhin genauer an, so wird doppelt unfaßbar und bewundernswert, was Strauss aus belanglosen, ja bisweilen banal-kitschigen Motiven gestaltet hat.
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