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Alle Artikel kategorisiert unter »Romantik«

Ungewöhnlich, doch nur partiell gelungen – „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin

16.02.18 (Peter P. Pachl) -
Dmitri Tcherniakov hatte die Latte mit seiner Berliner Debüt-Inszenierung an der Staatsoper extrem hoch gelegt, konnte seine Leistung bei „Parsifal“ nur unterlaufen, und auch seine Inszenierung „Tristan und Isolde“ bleibt hinter der „Zarenbraut“ deutlich zurück. Auch für Wagners Handlung wählt er einen (dezenten) medialen Ansatz, verlegt sie nach heute, in eine (russische) Party-Gesellschaft. Witziges steht neben Einfallslosem, genialisch Aufblitzendes neben Banalitäten. Ebenfalls ungewöhnlich, aber überragend ist Daniel Barenboims musikalische Interpretation.

Noten-Tipps 2018/02

14.02.18 (Eckart Rohlfs) -
Ludwig van Beethoven: Streichquartett in Es op.127. Urtext, Herausgegeben von Jonathan Del Mar. Bärenreiter Stimmenausgabe BA 9029, Studienpartitur TP 929 +++ Jaques Offenbach: Cancan aus Orpheus in der Unterwelt, bearbeitet von Thomas Stapf für Streicher oder sinfonische Besetzung ad lib. Musikverlag Andrea Wiegand, TM 1743, ISMN 979-0-2059-1743-2

Vielversprechende Aussichten – Erstes gemeinsames Konzert des SWR Symphonieorchesters und seines designierten Chefdirigenten Teodor Currentzis

19.01.18 (Götz Thieme) -
Götz Thieme hat für uns das erste Konzert des fusionierten SWR Symphonieorchesters unter Leitung von Teodor Currentzis besucht. Auf dem Programm: Die Neunte Symphonie von Anton Bruckner, gefolgt von György Ligetis „Lontano“. „Teodor Currentzis, das war vor dem ersten Takt deutlich, überlässt nichts der Musikbetriebsroutine.“

Antike Helden von heute, vereinsamt: „Les Troyens“ von Hector Berlioz am Staatstheater Nürnberg

09.10.17 (Juan Martin Koch) -
Zweimal Berlioz’ Trojaner an einem Wochenende: Nach der Dresdner Aufführung feierte die Grand Opéra auch am Staatstheater Nürnberg Premiere. Calixto Bieito inszenierte eine stark gekürzte Fassung – eine weitgehend vertane Chance findet unser Autor Juan Martin Koch:

Macbeth als gehobene Orchestrationslehre

17.09.17 (Christoph Schlüren) -
So manches Großprojekt wurde schon euphorisch in Angriff genommen, um irgendwo quasi auf halber Strecke krachend zu scheitern. Also hält man sich in Deutschland lieber korrekt und bescheiden, wenn die gesicherte Projektlaufzeit keine Gesamtausgabe zulässt, und so haben wir es hier mit der ‚Kritischen Ausgabe’ der zentralen Werkblöcke von Richard Strauss zu tun: Sämtliche Bühnenwerke und genuinen Orchesterwerke, das gesamte Sololied- und Kammermusikschaffen wird im Lauf der nächsten Jahrzehnte unter Aufsicht der musikwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vom Wiener Verlag Dr. Richard Strauss in Verbindung mit den Hauptverlegern Boosey & Hawkes, Edition Peters und Schott Music, die nur noch bis Ende 2019 die Exklusivrechte an den Originalwerken halten, erstmals quellenkritisch neu herausgegeben.

Keine Wünsche übrig – „Schumannia“

05.09.17 (Wolfram Graf) -
Neben dem Original-Repertoire Robert Schumanns für Cello und Klavier, den „5 Stücken im Volkston“ op. 102, haben sich die ursprünglich für Blasinstrumente komponierten Fantasiestücke op. 73, das Adagio und Allegro op. 70 sowie die Romanzen op. 94 längst im Konzertleben etabliert.

„Sündenfall in der Kunst“: Symposium „Diskurs Bayreuth“ im Festspiel-Programm

05.08.17 (Peter P. Pachl) -
Erstmals veranstaltet die Bayreuther Festspielleitung in Zusammenarbeit mit dem Richard Wagner Museum Bayreuth und mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e. V. ein jährliches Symposion, den „Diskurs Bayreuth“.

Erinnerungen an eine postsozialistische Vergangenheit: Umjubelte „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

04.08.17 (Peter P. Pachl) -
Gut zehn Minuten langer, heftiger Beifall mit Füßetrampeln und rhythmischem Klatschen, brandete am Ende der „Götterdämmerung“ für ausgezeichnete sängerische Leistungen und für den Dirigenten Marek Janowski auf. Selbst als Frank Castorf mit seinem kompletten Regieteam vor den Vorhang trat, legte sich der Jubel nicht: geballte Buhs hielten sich mit Bravorufen im Applaus die Waage. Somit ist für die Bayreuther „Ring“-Produktion des Wagner-Jahres 2013 zu konstatieren, dass sie sich letztendlich durchgesetzt hat – wenn auch nicht mit einem so grundlegenden Wechsel der Meinungen wie beim Jahrhundert-„Ring“ in der Inszenierung von Patrice Chéreau.

Sieben Krokodile suchen Futter: „Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen als umjubeltes Sängerfest

02.08.17 (Peter P. Pachl) -
Wagners C-Dur-Jubel am Ende des „Siegfried“ schwappte über ins Publikum, das auch den dritten Teil der „Ring“-Tetralogie bei den Bayreuther Festspielen mit lang dauerndem, frenetischem Beifall alle Solisten und Dirigent Marek Janowski uneingeschränkt bejubelte. Regisseur Frank Castorf hat auch diese Inszenierung merklich modifiziert und in der Personenregie intensiviert. In Publikumsgesprächen wird allerdings klar, dass seine ungewöhnliche Lesart von Wagners „Ring des Nibelungen“ weiterhin auf nur wenig Zuspruch stößt.

Umjubelte Premiere der überarbeiteten Bayreuther „Walküre“

31.07.17 (Peter P. Pachl) -
Eine immense Steigerung gegenüber dem „Rheingold“ offenbarte Dirigent Marek Janowski bereits beim Vorspiel. Die Intensität der szenischen Leistungen des Sängerensembles ist in diesem Jahr enorm gewachsen durch intensive Nacharbeit Frank Castorfs an seiner Inszenierung.
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