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Missbrauch im Kuschelland-Elysium – Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ an der Komischen Oper Berlin

22.01.18 (Peter P. Pachl) -
Der skandalumwitterte Regisseur Calixto Bieito, der an der Komischen Oper Berlin unter anderem mit einer drastisch ins Rotlichtmilieu der Gegenwart verlagerten „Entführung aus dem Serail“ für Aufregung gesorgt und die Werteskala dessen, was auf der Bühne an extremen Obszönitäten machbar ist, neu bestimmt hat, schien für Franz Schrekers Skandal-Oper „Die Gezeichneten“ ein optimaler Inszenator.

Triumph der Extreme – Giuseppe Verdis „Aida“ an der Oper Halle

21.01.18 (Joachim Lange) -
Die Premieren-Spannung im Haus war zu spüren. Eine neue „Aida“ zieht. Und die Gerüchteküche im Vorfeld funktioniert in Halle. Verdis Oper für Kairo von 1871 – ein Werk zwischen Kammerspiel, großen Chören und Triumph-Spektakel – steht bei Opernfreunden ganz oben auf dem Wunschzettel. Musikalisch wurde (von ein paar premierenbedingten Wacklern abgesehen) auch geliefert: GMD Josep Caballé-Domenech und die Staatskapelle feierte man für die großen Gefühle ebenso, wie die von Rustam Samedov und Peter Schedding einstudierten Chöre für ihren Einsatz in den Ägypterkostümen, die bei Ausstatter Christoph Ernst irgendwie gängigen Papyrus-Comics entsprungen schienen.

Theatralischer Fehlschuss – Lortzings „Wildschütz“ am Münchner Gärtnerplatztheater

21.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Wenn 1842 in Albert Lortzings Spieloper „Der Wildschütz“ ein vom Grafen wie ein Domestik gehaltener und von den Menschen des Ortes halb bespöttelter, halb als Autorität anerkannter Dorfschullehrer 5000 Taler bekommt und singt „…nun auf einmal Kapitalist“ – dann hatte das im Umfeld von Industrialisierung im Manchester-Stil und Standesgesellschaft kritisch eindeutigen Hintersinn: sechs Jahre vor der Revolution von 1848. Davon war in der Münchner Neuinszenierung nichts zu erahnen.

Coming-Out am Originalschauplatz: Ludger Vollmers Oper „Tschick“ in Radebeul

21.01.18 (Roland H. Dippel) -
Ein Gastspiel der Landesbühnen Sachsen mit Ludger Vollmers Oper „Tschick“ wird es auch im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden geben, wo der Siegeszug von Robert Koalls Bühnenfassung des Romans begann. Schon im letzten Takt bricht bei der ersten Produktion nach der Uraufführung 2017 in Hagen der Jubelsturm los. Dem Erfolgsroman von Wolfgang Herrndorf, dem in die Dauerturbulenzen seiner eigenen Musik verliebten Ludger Vollmer und auch der leicht ironischen Filmstilisierung Fatih Akins kontert Operndirektor Sebastian Ritschel mit Blicken auf Wesentliches und Hintergründiges. Dabei streut er vorsätzlich ein paar Reißnägel in die Coming-of-Age-Story: Spannend, schön, nachdenklich.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 22.01. bis 28.01.2018

21.01.18 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 4. Schwerpunkte: Gerriet K. Sharma, Christoph Renhart, Juan Allende-Blin, Klaus Huber, Gottfried von Einem, Xavier Dayer, Ernst Helmuth Flammer, Lukasz Szalankiewicz, Gerhard Rühm, Yiran Zhao +++ L'école de la claque, Donaueschinger Musiktage, EviMus – Tage für elektroakustische und visuelle Musik 2017, Experimentelle Musik in Neu Delhi, Art's Birthday 2018, Orgelbauer in digitalen Zeiten, Geräuschwelten Münster 2017.

Treibstoff für eine gelungene Farce – Rezniceks „Benzin“ am Theater Bielefeld

Wer der mittleren und älteren Generation des Opernpublikums angehört, aber mit dem Namen Emil Nikolaus von Reznicek nichts verbindet, kennt dennoch zumindest ein Stück dieses Komponisten: die Ouvertüre aus „Donna Diana“. Denn diese schwungvolle Musik eröffnete bis 1985 in der Bundesrepublik Jahre lang das Fernsehratespiel „Erkennen Sie die Melodie?“ Reznicek und die meisten seiner restlichen Bühnenwerke sind aber längst dem Vergessen anheimgefallen. Diesem Vergessen wirkt das Theater Bielefeld nun entgegen – und bringt Rezniceks „heiter-phantastisches Spiel mit Musik in zwei Akten“ auf die Bühne. Sein skurriler Titel: „Benzin“!

Vielversprechende Aussichten – Erstes gemeinsames Konzert des SWR Symphonieorchesters und seines designierten Chefdirigenten Teodor Currentzis

19.01.18 (Götz Thieme) -
Götz Thieme hat für uns das erste Konzert des fusionierten SWR Symphonieorchesters unter Leitung von Teodor Currentzis besucht. Auf dem Programm: Die Neunte Symphonie von Anton Bruckner, gefolgt von György Ligetis „Lontano“. „Teodor Currentzis, das war vor dem ersten Takt deutlich, überlässt nichts der Musikbetriebsroutine.“

„Faust“ im Psychorausch – Musiktheaterprojekt an Lübecks Hochschule

17.01.18 (Arndt Voß) -
„Faust – ein Singspiel“ nannte die Musikhochschule Lübeck (MHL) ihr neuestes Praxisprojekt für und mit Studenten, die „das Große aller Zeiten“ auf die Bretter, „die die Welt bedeuten“, bringen wollen. Schiller steht für die allbekannten Worte Pate und der Hamburger Film- und Opernregisseur Jürgen R. Weber dafür, dass das Projekt spannend umgesetzt wurde. Seit Oktober letzten Jahres ist er an der Trave als Dozent mitverantwortlich für die Ausbildung in der Opernsparte und legte mit seinem „Faust“ seine erste Regiearbeit in Lübeck vor.

Die Gehirnwäsche der Erziehung – „Die Zauberflöte“ an der Staatsoper Hannover

15.01.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Nicht wenige Regisseure haben gesagt, dass Mozarts „Die Zauberflöte“ das schwerste Stück überhaupt sei. Wo sind wir und wer sind die Protagonisten: die Frage stellt sich immer wieder neu. Es gehört zum 1791 entstandenen Stück, der „Oper aller Opern“, dass sie nicht beantwortbar ist, dass immer offen bleiben muss, ob es sich um Märchenposse oder Götterritual, um Volksstück oder Mysteriendrama, um Matriarchat gegen Patriarchat, um Absolutismus gegen Aufklärung (mit durchaus zweifelhaften Fortschrittsversammlungen) oder auch um eine Parabel übers Erwachsenwerden handelt.

Von Wort und Ton – und Tat: „Capriccio“ von Richard Strauss an Frankfurts Oper beeindruckt

15.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Ein Flucht-Werk. Denn 1775, inmitten virulenter Krisen des Absolutismus und einem guten Jahrzehnt vor der großen Revolution, nahe Paris über das Verhältnis von Wort und Ton in der Kunst zu diskutieren, geistreich, ironisch sich selbst bespiegelnd – das war genauso wirklichkeitsfremd, wie sich jahrelang vor der Uraufführung 1942 mit den gleichen Problemen zu beschäftigen, jetzt schon von nächtlichen Bombenangriffen tödlich bedroht. Richard Strauss ließ das Werk mit einem Fragezeichen enden. Brigitte Fassbaender wurde konkret.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 15.01. bis 21.01.2018

14.01.18 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 3. Schwerpunkte: Dirigent Evan Christ, Komponistin Hanna Eimermacher, Salvatore Sciarrino, Brian Ferneyhough, Cathy Milliken, Matthias Schmitt, Geigerin Carolin Widmann, Reinhold Friedl, Johann Philipp Krieger, Dominik Susteck, Wanja Aloe, Titus Engel +++ Mikrovirtuosität, „Schlechte Stimmung“, Gqom Edits, Ravels Impressionen, Art's Birthday 2018, Dylan denken, Ultraschall Berlin, Leonard Bernsteins Liebe zum Jazz, Das digitale Archiv der Internationalen Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik.

Aufbruch zu neuen Formaten der Musikaufführung – In Berlin findet erstmals der Musikhochschulwettbewerb D-bü statt

08.01.18 (Wendelin Bitzan) -
Dass die professionelle Musikausbildung im deutschsprachigen Raum noch immer größtenteils in den ritualisierten Lehr- und Berufsausübungsparadigmen des 19. und 20. Jahrhunderts verharrt, ist keine neue Diagnose. An Musikhochschulen wird mehr nach innen als nach außen geschaut: In dem durch Hauptfachunterricht und Üben reglementierten Ausbildungsalltag wird ein stark abgegrenztes historisches Repertoire kultiviert, während der sich wandelnde Arbeitsmarkt eher kritisch beäugt denn als Herausforderung begriffen wird. Institutionen und Innovationen sind sich in der Musik häufig wesensfremd; die Unbefangenheit und Unbekümmertheit, die es braucht, um neue Wege zu beschreiten, finden sich vorrangig in der freien Szene und weniger an den etablierten, staatlich geförderten Stätten des Musik- und Musikausbildungswesens.

Operettenworkshop mit Korngold: „Das Lied der Liebe“ frei nach Johann Strauß

08.01.18 (Roland H. Dippel) -
Diesmal ist es sogar für Entrüstungsstrategen eine politisch korrekte Entdeckung, auch wenn das Buffopaar bei Korngold schon 1931 im harten Marschschritt dem erotischen Vollschuss entgegenvibriert. Erich Wolfgang Korngold, der während des Nationalsozialismus von Wien in die Vereinigten Staaten emigrierte, brachte 1931 am Berliner Metropoltheater seine Operette „Das Lied der Liebe“ heraus, eine sentimentale Erneuerung frei bis ganz frei nach Johann Strauß Sohn. Erstmals gab es beim Abschlusskonzert des Operettenworkshops in der Musikalischen Komödie Leipzig die konzertante Aufführung eines ganzen Werks anstelle eines Konzerts mit Wettbewerbscharakter. Drei hochbegabte Anfänger erhielten durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats davor die Gelegenheit zu einer Probenwoche auf Expertenniveau.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 08.01. bis 14.01.2018

07.01.18 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 2. Schwerpunkte: Otto Strobl, Brett Dean, Ensemble LUX:NM Berlin, Mondrian Ensemble, Cécile Chaminade, Hans-Joachim Hespos, Clemens von Reusner, Komponisten Islands +++ Ultraschall Berlin, Lieder von Moritz Eggert, Musik aus Island, Derek Jarman: Blue, Geräuschwelten Münster 2017, Donaueschinger Musiktage 2017, Forum neuer Musik 2006 +++ Neue Musik und die Diversität der Gesellschaft, Neue Musik der jungen Generation in Griechenland, Brian Eno – 40 Jahre Flughafenmusik, Musikstadt Kasan, Sample this!, Ravels Impressionen, Ein Klangcomic und: Uspud.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 01.01. bis 07.01.2018

31.12.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 1. Schwerpunkte: Bernhard Gander, Harry Partch, Raphael Roginski, Chaya Czernowin, Julia Mihály, Sam Shackleton, Jo Estill, Sehyung Kim, Anders Eliasson +++ 1917/1918: Wendezeit in Europa und die Kehrseite des Krieges in der Musikgeschichte, Neue Musik der jungen Generation in Griechenland, Finnische Dirigenten und die Kunst zu Leben und Crumbs Neue Bilder einer Ausstellung.

Die Redaktion der neuen musikzeitung wünscht ein friedvolles Weihnachtsfest

24.12.17 (mh) -
Die gesamte Redaktion der neuen musikzeitung und ihre Mitarbeiter wünschen nicht nur allen unseren Online-Besuchern, sondern wirklich allen friedliebenden Menschen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest. Wir werden in den nächsten Tage hier etwas kürzer treten, halten aber in kleiner Besetzung unseren Informationsdienst selbstverständlich aufrecht. Stöbern Sie derweil gerne in den aktuellen Ausgaben der neuen musikzeitung, der Jazzzeitung und von Oper & Tanz. Bestimmt es etwas für Sie dabei.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 25.12. bis 31.12.2017

24.12.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 52. Schwerpunkte: Der Klang der Stille, Friedrich Rückert und die Musik, Die Aura der Konserve, Dirigenten bei der Probe, Komische Oper Berlin, Erwin Ortner, Bertolt Brechts Lieder in Griechenland, Aparte Besetzungen, Bernhard Langs Wagner-Reflexionen, Das Cembalo in der Musik des 20./21. Jahrhunderts, Auf Klangreisen mit Jana Winderen, Zett Emm – Ein Jugendfestival für Neue Musik, musica reanimata, Rückblick auf die Bayreuther Festspiele 2017 +++ Claudio Monteverdi, Georg Philipp Telemann, Enno Poppe, Peter Ablinger, Bernd Alois Zimmermann und Eliane Radigue.

Strukturelle Skulpturen – Kristian Bezuidenhout spielt mit dem Freiburger Barockorchester alle Klavierkonzerte Beethovens

23.12.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Hat die Musik Ludwig van Beethovens etwas mit der französischen Revolution zu tun? Natürlich, das wissen wir und das kriegen wir auch nahezu immer zu hören. Dass es aber auch eine ganz andere Seite dieses rebellierenden Komponisten geben kann, das haben wir jetzt in zwei vollkommen ausverkauften sensationellen Konzerten vom Freiburger Barockorchester in Freiburg erfahren.

Möhren-Salat – die „Politik & Kultur“-Trump-Fakes

22.12.17 (thg) -
Köln: Des Pudels Kern +++ Hannover: Unterrichtseinfall +++ Washington: Trump und Twitter +++ Hollywood: Coco und die Filmkultur +++

Kurz-Schluss – Wie ich einmal gelernt habe, welche Kraft ein Hashtag entfalten kann

21.12.17 (Theo Geißler) -
Hinweis: Wenn Sie die Politik & Kultur 1/2018 schon gelesen haben, können Sie sich die folgenden drei Absätze sparen. Sie dienen der Information unserer zahlreichen Neu-Abonnenten und für diese als Diskussionsgrundlage. Ungefähr seit meinem neunten Lebensjahr bin ich insgeheim der Überzeugung, dass Frauen das stärkere Geschlecht sind. Es passierte im Winter auf dem Heimweg von der Schule. Aus vermeintlich angemessener Distanz bewarf ich die gleichaltrige Nachbarstochter mit nicht zu hart gepressten Schneebällen. Ehe ich mich versah, stürzte sie, obwohl nicht größer gewachsen als ich, auf mich zu, stieß mich beidhändig vor die Brust. Ich verlor das Gleichgewicht und plumpste in den unglücklicherweise vorhandenen Straßengraben, der reichlich braun-brackiges Schmelzwasser führte. Mein dicker Lodenmantel sog sich rasend schnell mit der eiskalten Brühe voll. Ich erspare Ihnen die Schilderung meiner tagelang tief gekränkten Jungenehre – ganz zu schweigen von den handfesten Kommentaren meiner Eltern.

Mutiger Genresprung: „Alles Schwindel“ am Maxim-Gorki-Theater Berlin

20.12.17 (Roland H. Dippel) -
Christian Weise setzt nach einer sehr gediegenen Lesart der Semperoper mit artifizieller Verspieltheit auf Mischa Spolianskys und Marcellus Schiffers Revue „Alles Schwindel“. Mit dem in diesem Genre ungeübten Ensemble des Berliner Maxim-Gorki-Theaters erarbeitete er eine zwischen Roaring Twenties und heutigem Optimierungswahn springende Vaudeville-Groteske. Leider drückt er dabei zu stark auf die von ihm angestrengte Motorik, deshalb stumpft das große Witzpotenzial gegen Ende ab. Schade, denn die ganze Crew zeigt Lust, Spaß und Können!

Heinrich Böll aus Kindermund – „dokupoetisches Musiktheater“ von Helmut Oehring im Kölner Staatenhaus

19.12.17 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus hat die Uraufführung von Helmut Oehrings neuestem Musiktheaterwerk in Köln besucht. Sein Bericht greift weit zurück in die Komponistenentwicklung seit 2001. Die Sentenz: „Wer mit der Kunst zu tun hat, braucht keinen Staat“ bekommt hier einen (un-)gewollt komischen Beigeschmack.

Tod im Zeittunnel: Lotte de Beer inszeniert Puccinis „Trittico“ an der Münchner Staatsoper

18.12.17 (Juan Martin Koch) -
Drei Operneinakter an einem Abend: Giacomo Puccinis „Il Trittico“ ist eine szenisch-musikalische Herausforderung der besonderen Art. Ihr stellte sich (nach einer deutschsprachigen Produktion 1959) die Bayerische Staatsoper nun zum zweiten Mal. Juan Martin Koch berichtet von einem umjubelten Premierenabend.

Paul Abrahams „Märchen im Grand Hotel“ an der Komischen Oper Berlin

18.12.17 (Peter P. Pachl) -
In Nachfolge zu fünf selten gespielten Operetten von Emmerich Kálmán, die in den vergangenen Spielzeiten an der Komischen Oper Berlin eine so genannte Weihnachts-Operetten-Reihe bilden, folgt nun ein fünfteiliger Zyklus mit selten zu hörenden bis vergessenen Operetten von Paul Abraham. Den Anfang machte die 1934 in Wien uraufgeführte Lustspieloperette „Märchen im Grandhotel“, „konzertant“ angekündigt, aber doch szenisch genussreich.

Die Semperoper landet mit Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die Tote Stadt“ einen Coup!

18.12.17 (Joachim Lange) -
Dass Erich Wolfgang Korngolds „Tote Stadt“ zur Semperoper, genauer gesagt zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, passen würde, war klar. Aber gleich so? Das übertraf dann doch die Erwartungen! Und dabei stand nicht mal der Spätromantiker Thielemann als musikalischer Hausherr am Pult. Dmitri Jurowski hat bei seinem Dresdner Operndebüt jedoch sämtliche (der reichlichen) Vorzüge dieses Richard-Strauss-Orchesters par excellence voll ausgespielt und geradezu ein Korngold-Orchester daraus gemacht!
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