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Spaziergang durch die Musikgeschichte – „Rivale“ von Lucia Ronchetti an der Staatsoper Berlin

15.10.17 (Peter P. Pachl) -
Vor einer spannenden, kompositorisch und szenisch gelungenen Uraufführungsproduktion von Lucia Ronchettis Kammeroper für Frauenstimme, Solo-Viola, Blechbläserensemble und metallisches Schlagwerkensemble mit dem Titel „Rivale“, gibt es in der neuen Werkstattbühne der Staatsoper Unter den Linden ein wenig publikumsfreundliches Präludium.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 16.10. bis 22.10.2017

15.10.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 42. Im Zentrum: Die Donaueschinger Musiktage 2017. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Harrison Birtwistle, Øyvind Torvund, Amerikanische Komponistinnen (II), Die letzte Oper von Gerhard Schedl, Harry Partch, Milica Dordjević, Rolf Riehm, Tzvi Avni, Stefan Fraunberger und das deranged orchestra, Christina Kubisch, 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie, Pauline Oliveros +++ Donaueschinger Musiktage, Tanzmusik für Fortgeschrittene, musikprotokoll 2017, Luther-Projekt, Karl-Sczuka-Preis 2017, Phonofemme Festival 2017 +++ 100 Jahre Russische Revolution, Deutscher Herbst 1977, Geigenbögen und ihr Klanggeheimnis, 250. Todestag von Johann Ulrich Haffner, Russland 1917 und die Moderne, (K)eine Männersache: Neue Musik und zur Geschichte der Telekommunikationskunst.

„Die Bremer Stadtmusikanten | Bremen Mızıkacıları“ an der Komischen Oper Berlin

14.10.17 (Peter P. Pachl) -
Vergleicht man die neue Produktion der Oper für Kinder an der Komischen Oper Berlin mit denen der Vorjahre, so fällt auf, dass diese besonders sparsam ausgefallen ist. Die Uraufführung von Attila Kadri Şendils Kinderoper „Die Bremer Stadtmusikanten“ verzichtet auf den Einsatz des Kinderchores, beschränkt sich darstellerisch auf zwei Solistenquartette und reduziert Ausstattungseffekte auf Schattenrisse.

Im Sandkasten der Macht – Impuls-Festival für zeitgenössische Musik in Sachsen-Anhalt startet mit der Uraufführung von „Spiel im Sand“ in der Oper in Halle

14.10.17 (Joachim Lange) -
Die Oper in Halle ist mit ihrer Raumbühne HETEROTOPIA eine Nominierung für den Theaterpreis FAUST gelungen. Sie erlaubte eine interaktive Perspektive auf den Fliegenden Holländer, lieferte aber vor allem für die von der Oper Halle in Auftrag gegebene Uraufführung von Sarah Nemtsovs Oper SACRIFICE und für Elfriede Jelineks WUT einen kongenialen szenischen Rahmen. Um die Fernwirkungen, die die Verwerfungen im Nahen Osten in einer globalisierten Welt haben, geht es auch bei der Uraufführung von SPIEL IM SAND. Ganz direkt im ersten Teil, zu dem die junge Chinesin Leyan Zhang eine Percussion-Komposition zu den vorwiegend gesprochenen Passagen beisteuert.

Peter Sellars’ animalische Inszenierung von Janáčeks „Füchsin Schlaukopf“ in der Berliner Philharmonie

13.10.17 (Peter P. Pachl) -
Einmal in Janáčeks 1924 komponierter Oper „Příhody lišky Bystroušky“ steht die vom Förster gefangene, sich dann befreiende Füchsin im Mondlicht plötzlich als ein junges Mädchen da, verwandelt sich dann aber zurück. Der amerikanische Regisseur Peter Sellars sieht die Begeisterung des Försters für die junge Füchsin von Anfang an als eine Metapher für die Liebe des alternden Mannes zu einem jungen Mädchen – so wie der Komponist sich durch seine leidenschaftliche Beziehung zu Kamila Stösslová zu dieser Oper inspirieren ließ.

An Schiller gescheitert, an Verdi gewachsen – Verdis „Don Carlos“ an der Opéra Bastille

11.10.17 (Frieder Reininghaus) -
Seine vierte Oper nach einem Drama von Schiller schrieb Verdi für Paris. Nach erheblichen Kürzungen und Ergänzungen der ursprünglichen Partitur kam der von Joseph Méry und Camille du Locle ins Französische gebrachte und zum Libretto bearbeitete „Don Carlos“ 1867 heraus – mit Überlänge. Für die Nutzung im italienisch-sprachigen Opernbetrieb sorgte der Theaterpragmatiker Verdi dann nach und nach für mehrere kürzere Fassungen.

„Theater ist unersetzbar“ – Josef E. Köpplinger, Intendant und Regisseur zur Wiedereröffnung des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz

11.10.17 (Wolf-Dieter Peter) -
2010 entschloss sich Klagenfurts Intendant Josef E. Köpplinger Münchens „anderes Opernhaus“ oder „Opéra comique“, das Staatstheater am Gärtnerplatz ab 2012 zu übernehmen. Dabei war ihm klar annonciert, dass eine Generalsanierung anstand und er wohl zwei Jahre in andere Spielstätten ausweichen müsste. In der 16 Meter tiefen Baugrube wurde bald klar: das alte Schwemmland der 800 Meter entfernten Isar warf zusätzliche Probleme auf. Die Erweiterungsankäufe hinter dem Bühnenhaus zogen sich hin. Das Haus war folglich 2015 zur 150-Jahr-Feier der „Volkstheater-Gründung“ nicht fertig. Insgesamt wurden es dann fünf Jahre, bis Köpplinger nun am 19.Oktober mit seiner Neuinszenierung von Lehárs „Die lustige Witwe“ das herrlich renovierte Haus wiedereröffnen kann. Dazu sprach nmz-Autor Wolf-Dieter Peter mit Josef E. Köpplinger.

Unmoral in neuer Fassung. Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ in Aachen

10.10.17 (Andreas Hauff) -
Claudio Monteverdis letzte Oper „L’Incoronazione die Poppea“ („Die Krönung der Poppea“) gilt bis heute als eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Es ist kein Autograph der Uraufführung 1643 in Venedig erhalten, sondern nur zwei spätere, divergierende Fassungen, die in Teilen Zweifel an Monteverdis Allein-Autorschaft wecken. Und bis heute irritiert der offensichtlich unmoralische Schluss, der den Ehebruch des Kaisers Nero mit einem der beeindruckendsten Liebesduette der Musikgeschichte krönt. Dass der Bärenreiter Verlag nun eine kritische Neuausgabe des Werkes vorgelegt hat, weckt unter diesen Umständen natürlich besonderes Interesse auf deren Erstaufführung am Theater Aachen.

Antike Helden von heute, vereinsamt: „Les Troyens“ von Hector Berlioz am Staatstheater Nürnberg

09.10.17 (Juan Martin Koch) -
Zweimal Berlioz’ Trojaner an einem Wochenende: Nach der Dresdner Aufführung feierte die Grand Opéra auch am Staatstheater Nürnberg Premiere. Calixto Bieito inszenierte eine stark gekürzte Fassung – eine weitgehend vertane Chance findet unser Autor Juan Martin Koch:

Der allgegenwärtige Tod – Aribert Reimanns „L’ Invisible“ an der Deutschen Oper Berlin

09.10.17 (Peter P. Pachl) -
Die Dramen des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, angefangen von „Pelléas et Mélisande“ über „Ariane et Barbe-Bleu“ bis zu „Mona Vanna“, halten sich als Opern auf internationalen Bühnen kontinuierlicher als die originalen Dramen. Aus fünf frühen, ursprünglich fürs Marionettentheater bestimmten Stücken Maurice Maeterlincks hat Aribert Reimann drei ausgewählt um ein pausenloses, neunzigminütiges Musiktheater über den allgegenwärtigen Tod zu komponieren, und das in der Originalsprache des Dichters, einem flämisch akzentuierten Französisch.

Verachtet mir das Genre nicht – „Les Troyens“ von Hector Berlioz an der Semperoper Dresden

08.10.17 (Joachim Lange) -
Die Zuschauer, die am Premieren-Abend die Semperoper in einer der beiden Pausen verließen, haben auf jeden Fall eines verpasst: die grandiose Christa Meyer mit dem Schlussgesang der Königin Didon, wenn der Trojaner Énée, samt seiner Leute, Karthago wieder verlässt, um im Auftrag seiner Götter, Italien zu gründen. Mit dieser Rolle hat sich Christa Meyer (nach ihrer atemberaubenden Brangäne in Bayreuth) endgültige in der Liga der Sängerinnen etabliert, für die es allein schon lohnt, eine Vorstellung zu besuchen.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 09.10. bis 15.10.2017

08.10.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 41. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Patricia Alessandrini, Turgut Erçetin, Ensemble Phace, Brigitta Muntendorf, Giorgio Battistellis Oper „Lot”, composedconfusion von Andreas Trobollowitsch, Amerikanische Komponistinnen, Barry Guy & Peter Herbert im Duo, Hommages à Feldman +++ Wenn Komponisten ins Kreuzfeuer politischer Ideologien geraten, Weltliteratur als Opernlibretto, Werkzeuge der Neuen Musik: Stimme, Das Künstlerpaar Josma Selim und Ralph Benatzky, Live Coding, Zeitgenössische Kommentare zum Reformationsjubiläum, Das musikalische Ausrufezeichen +++ musikprotokoll 2017, Musik 21 Festival, Palma Ars Acustica, Yiddish Summer Weimar und 10 Jahre Moozak.

XX Jahre Wiedervereinigung – Beleuchtungen zum Thema von ++contrapunkt++

07.10.17 (mh) -
Von 2002 bis 2003 hat sich die Radiosendung „++ contrapunkt ++ westöstlicher dialog“ (gemeinschaftlich MDR und Bayerischer Rundfunk) mit Folgen, Ursachen und historischen Bezugnahmen des Themas angenommen. Aktuell wird ja wieder angesichts der Bundestagswahl neu eine Differenz zwischen Ost vs. West angerissen. ++contrapunkt++ hat mit seinen Mitteln versucht, die Lebenswege in den beiden deutschen Staaten untereinander in Beziehung zu bringen. 18 Sendungen dokumentieren dies. Nachhören macht schlau!

Bibel am Stiel – Robert Wilsons Inszenierung „Luther dancing with the Gods“ im Pierre-Boulez-Saal

07.10.17 (Peter P. Pachl) -
Befremdlich scheint der Titel. In dieser szenischen, musikalisch aus Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Knut Nystedt, William Carlos Williams und Steve Reich kompilierten Uraufführung tanzt Martin Luther keineswegs, und schon gar nicht mit den Göttern. Aber Robert Wilsons präzise Regiearbeit, vor mehr als 40 Jahren für Berlin an der Schaubühne begonnen, fasziniert. Sie ist, wie stets, extrem auszirkuliert.

100 Jahre Theater Nordhausen: „Otello“ intensitätsstiftend

06.10.17 (Roland H. Dippel) -
Das rührige (Musik-)Theater, das Loh-Orchester Sondershausen und das Ballett Nordhausen haben etwas, wovon andere Häuser nur träumen können: Ein treues und großes Publikum mit liebevoller Aufgeschlossenheit auch für Unbekanntes und Neues. Unter dem seine zweite Spielzeit realisierenden Intendanten Daniel Klajner nennt sich das in einem während des Ersten Weltkriegs eröffnete Haus jetzt pfiffig „TN LOS!“, gestaltet weiterhin beliebte Sommerfestspiele und hat eine eigene Veranstaltungsfolge im Meininger Hof Saalfeld – bei den Vorstellungen des Musiktheaters spielen dort allerdings die Thüringer Symphoniker.

Inneres Feuer und Spielfreude: „Fame – Das Musical“ in Kiel

05.10.17 (Arndt Voß) -
Das Theater Kiel eröffnete mit „Fame – Das Musical“ die Saison ungewöhnlich leichtfüßig, mit einem Genre, das gewöhnlich der Oper hintanstehen muss (Premiere: 29. September 2017). Geschuldet sei das nach Aussage des Kieler Generalintendanten Daniel Karasek der kurzen Vorbereitungszeit, die wiederum eine Folge des späten Ferienendes im nördlichsten Bundesland sei. Was die Kieler dann auf der Bühne zeigten, wirkte aber durchaus nicht wie kurzfristig aus dem Boden gestampft.

Vorhang auf und viele Fragen offen – Mozarts Zauberflöte in Erfurt

05.10.17 (Joachim Lange) -
Es ist pure Koketterie wenn Regisseurin Sandra Leupold im Gespräch mit dem aktuellen Theater-Magazin der Erfurter Oper einräumt, dass man es mit dem Inszenieren der Zauberflöte eigentlich nur falsch machen kann. Genau das will keiner. Weder machen noch sehen. Ob man Mozarts größten Erfolg über die Jahrhunderte hinweg nun besonders mag, oder doch mehr das DaPonte-Trio, die Entführung oder seine Seria-Opern – wirklich kaputt kriegt man die „Zauberflöte“ nicht.

Play Goethe – Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“, erstmals szenisch in der wiedereröffneten Staatsoper Unter den Linden

04.10.17 (Peter P. Pachl) -
Mit zwei Fakten wird Jürgen Flimm neuerlich in die Geschichte des Musiktheaters eingehen: mit der Wiedereröffnung des Opernhauses Unter den Linden nach siebenjähriger Umbau-Zeit und mit der szenischen Uraufführung von Robert Schumanns „Szenen zu Goethes Faust“. Damit hatte der Hausherr, anstelle einer nicht fertig gewordenen Rihm-Uraufführung, die Latte in jenem Genre, welches er wie kein Zweiter beherrscht, der Mixtur von Oper und Schauspiel, sehr hoch gelegt. Doch was ihm beispielsweise bei Purcells „King Arthur“ hinreißend gelang, erwies sich – insbesondere bei „Faust zwei“ – als ein zu sperriges und zu langatmig geratenes Unternehmen.

Revolutionärer Ohrenputzer – Zum Tod von Klaus Huber

03.10.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
In den letzten Jahren ist es still um ihn geworden, und doch war er immer da, der Schweizer Komponist Klaus Huber, der jetzt im Alter von 92 Jahren in Perugia gestorben ist. Die zukunftsweisende Schönheit seiner sensiblen Musik ist ebenso da wie seine kompromisslose Haltung einer „Ästhetik des Widerstands“ (auf den Romantitel von Peter Weiss hat er sich immer wieder bezogen). Für sein Lebenswerk hat er 2009 den höchsten deutschen Kunstpreis erhalten, den mit 200.000 € dotierten Ernst von Siemens Preis. „Ich versuche“, hat er einst gesagt, „in der Musik, die ich mache, das Bewusstsein meiner Zeitgenossen, die wie wir alle zu schlafenden Komplizen weltweiter Ausbeutung geworden sind, hier und jetzt zu erreichen, zu wecken“.

Versöhnung der Gegensätze im Klang – Das Musikfest Berlin ehrte Isang Yun

03.10.17 (Isabel Herzfeld) -
Er war eine zentrale Figur des Westberliner Musiklebens, in der europäischen Avantgarde geachtet und geschätzt. Dennoch sah sich Isang Yun stets den Traditionen seiner koreanischen Heimat verbunden – in unterschiedlichen Ausprägungen, die von seiner jeweiligen Lebenssituation beeinflusst waren. Dabei wurde Yun auf spektakuläre und tragische Weise in politische Konflikte hineingezogen, deren Tragweite er als „Unpolitischer“ – wie er sich selbst sah“ – vielleicht gar nicht einschätzen konnte, denen nicht auszuweichen er aber als seine Menschen- und Friedenspflicht verstand.

Im Labyrinth der Macht – Die Oper Leipzig beginnt die neue Spielzeit mit Verdis „Don Carlo“

02.10.17 (Joachim Lange) -
Nach Braunschweig jetzt auch Leipzig: Giuseppe Verdis „Don Carlo“ passt einfach zur Spielzeiteröffnung. Man kriegt Schiller und Verdi an einem Abend. Also große Gefühle, große Politik - von allem etwas. In Leipzig hat man sich jetzt für die italienische Mailänder Fassung von 1884, also die vieraktige ohne den Akt in Fontainbleau, entschieden. Damit bleibt der Abend zwar unter der Grand-Opera Überlänge, aber auf dreieinhalb Stunden brutto kommt er trotzdem. Da hätte man die Vorgeschichte in Frankreich ruhig auch noch spielen können.

Weltuntergang – oder doch lieber nicht? György Ligetis „Le Grand Macabre“ inszeniert von Herbert Fritsch in Meiningen

02.10.17 (Joachim Lange) -
Ein Sängerfest ist ja nicht das erste, worauf man kommt, wenn die Namen György Ligeti (1923-2006) und Herbert Fritsch (66) fallen. Dass der Komponist mit seiner musikalischen Groteske über den Großen Makabren aus dem Jahre 1978 eine Steilvorlage für den Meister des Overacting liefert, das konnte man sich aber gut vorstellen. Und die Rechnung ist jetzt in Luzern, und bei zwei Vorstellungen in Meiningen, auch aufgegangen.

Über zeitlose Sehnsucht – Matthias Davids inszeniert Leonard Bernsteins „West Side Story“ in Hannover

02.10.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Das Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein ist seit seiner Uraufführung 1957 – mit 732 folgenden Aufführungen am Broadway – und besonders seit seiner Verfilmung 1961 ein weltberühmtes Stück. Zu Recht, denn das Shakespeares‘sche Romeo und Julia-Thema hat auch heute nichts an Aktualität verloren – im Gegenteil. Die wild-rhythmische Kraft und die ebenso schrille wie lyrische, auch durchaus schwülstige Zugkraft der Musik Bernsteins lässt kaum etwas an Patina der fünfziger Jahre aufkommen. Das bewies zumindest die mit stehenden Ovationen bejubelte Premiere an der Staatsoper Hannover unter der feurigen musikalischen Leitung von Joseph R. Olefirowicz, einem erfahrenen Musicalspezialisten.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 02.10. bis 08.10.2017

01.10.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 40. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Jürgen Palmtag, Eduard Steuermann, Robert Delanoff, François Sarhan, Luke Bedford, Juan Allende-Blin, Valentino Worlitzsch, Matthias Kaul, Trio HÜBEBLO, Simone Rubino, Thelonious Monk, Hans Abrahamsen +++ Hanns Eisler als Musikkritiker der Roten Fahne, Heinz Holliger und seine Einflüsse auf das Musikleben unserer Zeit, Chansons aus und über Marseille, Werkzeuge der Neuen Musik: Stimme, Orchesteraufstellungen in Geschichte und Gegenwart, Eine kleine musikalische Entomologie, Armenien als moderne Musiknation +++ Hochburg der Neuen Musik, Abenteuer Improvisationsmusik beim Musik Unlimited Festival, „musikprotokoll“ in Graz und Jugend komponiert 2017.

Männer-Marionetten und Frauen-Puppen – „Der fliegende Holländer“ am Theater Hof

29.09.17 (Roland H. Dippel) -
Intendant Reinhardt Friese macht aus seiner Skepsis gegenüber Richard Wagner kein Hehl und für den Chefdirigenten Walter E. Gugerbauer ist es eines der ersten Großprojekte am Theater Hof, das auch beim Gastspiel im Rosenthal Theater Selb einen beträchtlichen Aufwand betreibt: Das gesamte Ballett ist dabei. Seit Jahren erarbeitet sich das Haus im Musiktheater eine gekonnte und geschickte Repertoire-Erweiterung, die im Frühjahr zu einem neuen Höhepunkt ansetzt: Da gelangt Aribert Reimanns frühe Oper „Ein Traumspiel“ zur Premiere Aufführung.
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